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BRN – Sonntag und Fazit

Danke Uwe für das Foto
BRN – Freitag

Ein herrlicher Abend: fröhliche Menschen, gute Laune in der ganzen Republik – die Neustadt feierte und hatte jede Menge Gäste eingeladen. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und durchgezählt. Und: es waren viele. Auch der kurze Regenschauer und die anschließenden kleinen Tropfen konnten keinen schrecken. Doch der Reihe nach. Am Nachmittag hatte sich die Situation unerfreulich entwickelt, das Ordnungsamt stresste einige Veranstalter. Da wird es wohl einiges auszuwerten geben. Diesen Beitrag weiterlesen »
Ordnungsamt greift durch bei der BRN
“Wir wollen doch nur Kultur machen, und jetzt lässt man uns nicht.” Dogan Karabacak ist stinksauer. Am Mittwoch bekam er von der Stadt den Bescheid, dass er mit seinem Dürüm-Laden bei der diesjährigen BRN keinen Stand haben darf. Der Grund: Im Vorjahr hatte er ein Zelt, das zum Teil auch auf der Rothenburger Straße stand, trotz mehrfacher Ermahnungen nicht entfernt. “Das hätte nicht auf den Fußweg gepasst. Behindert hat es keinen, andere stehen doch auch auf der Straße”, Karabacak ist sich sicher, dass die Aktion gegen ihn geht. Dabei setzt das Ordnungsamt nur die von der Stadt gegebenen BRN-Regeln konsequent um. Vielleicht ein bisschen strenger als in den Vorjahren. Diesen Beitrag weiterlesen »
BRN-Sonntag: großes Frühstück auf der Sebnitzer

Das traditionelle BRN-Sonntagsfrühstück auf der Sebnitzer Straße
BRN 2008 im Video
Picpatrol hat ein paar schöne Aufnahmen von der BRN gemacht.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=azh8LFRblmQ&hl=de]
Noch ein paar sehr schöne Bilder hab ich heute auf dem Playboi Blog entdeckt.
BRN 2008 Fazit
Nun ist sie also wieder vorbei. Der Sonntag hat ja immer so eine Art Versöhnungsfunktion, nachdem man sich über den zu vollen und zu lauten Sonnabend geärgert hat. Aber so schlimm war es diesmal gar nicht, vor allem wegen folgenden Sätzen: “Wenige Stunden vor Ende der diesjährigen Bunten Republik Neustadt (BRN) können wir ein positives Fazit ziehen. Es blieb friedlich. Die Kooperation der Veranstalter mit Stadt und Polizei trug entscheidend dazu bei.” Der dies gesagt hat, ist der leitende Polizeidirektor Horst Zimmermann. Und das bei geschätzten 100.000 Besuchern. Diesen Beitrag weiterlesen »
BRN – Der erste Abend
Die wichtigste Nachricht vorweg: Es ist friedlich geblieben. Die Polizei hat nur ein paar einzelne Radaubrüder festgenommen. Der deeskalierende Regen hat offenbar wieder mal seine Wirkung gezeigt.
Musste eigentlich erst die BRN kommen, damit wir in Dresden einen Tunnel kriegen? Von der Böhmischen Straße 32 geht es dank beleuchtetem Tunnel blitzschnell zum Lustgarten, wetterfest und beleuchtet, daran sollten sich die Elbüberquerstrategen mal ein Beispiel nehmen.
Ansonsten sind mir so ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, zum Beispiel das aus dem Gelbfüssler auf der Alaunstraße jetzt eine Ampel geworden ist, und das in die Räume der ehemaligen Galerie am Alaunplatz jetzt ein Laden namens Treibgut eingezogen ist. Darüber hinaus füllte sich die BRN nur langsam, erst in den Abendstunden war wieder das gewohnte Treiben zu erkennen. Mal sehen, was die restlichen zwei Tage so bringen.
Bunte Republik Neustadt 2008 – Programm

Sehr übersichtlich, fast vollständig und mit Insiderkenntnissen gemacht. Erich hat sich sehr viel Mühe gegeben und das ist dabei heraus gekommen: BRN-Programm 2008
Wer zu den Terminen immer noch ein paar Links zu den Bands haben möchte, muss mit der nicht ganz so übersichtlichen Seite von mir vorliebnehmen.
Übrigens, hier zum nachlesen. So war es 1999.
Bunte Republik Neustadt

Zur Einstimmung
Von traurigen Melodien und lustigen Musikern
Wehmütig ziehen die Klänge durch den Hof in der Katharinenstraße. Der Akkordeon-Spieler lässt sein Instrument die Melodie einer Mafia-Saga seufzen. Der Bassist scheint fast eingeschlafen, doch schafft er es trotzdem immer noch rechtzeitig die Saiten zu zupfen. Am Keyboard, der Entertainer der Band, er hofft auf ein Ende des Liedes, doch immer als er es endlich verkünden will, beginnt das Akkordeon von neuem. Die Zuschauer sind entzückt, nur ein Hund jault von irgendwo.
Mir geht es prächtig. In der Hand einen großer Becher Pfirsichsaft stehe ich im Hof der Groovestation mit vielleicht zwanzig weiteren Kulturinteressierten, auf der kleinen Bühne spielen Robert & TheRoboters, wohl eine der beliebtesten Neustädter Bands. Und ich kann jetzt gegen Ende dieser doch recht anstrengenden Bunten Republik endlich etwas entspannen.
Stundenlang bin ich an den vergangenen Tagen hin- und hergelaufen, ständig erreichten mich Tipps, was ich mir unbedingt noch ansehen müsste. Da ich dies versuchte und aber auch gleichzeitig möglichst viele Freunde und Bekannte treffen wollte, gesellten sich zum Umherlaufen noch zwei weitere Tätigkeiten: Warten und Telefonieren.
Letzteres konnte ich ziemlich häufig auch bei anderen Besuchern beobachten. Im Laufe des Abends war ich dazu übergegangen, die Ortsbeschreibungen zu präzisieren. Denn die Aussage „stehe an der Alaun-/Ecke Louisenstraße“ hätten ungefähr 200 Personen treffen können, also verzierte ich meine Ortsangabe mit dem Zusatz „Mitte der Kreuzung“. Solche präzisen Angaben führten zwar in der Regel dazu, dass ich alle Leute treffen konnte, aber die Begegnungen waren meist nicht von langer Dauer, da immer wieder jemand im Gewühl unterging. Der Treffpunkt an der Alaunstraße hatte auch den Vorteil, dass ich dort über einen längeren Zeitraum einer ziemlich bekannten Neustädter Band lauschen konnte. Die waren so lustig drauf, dass sogar die traurige Melodie einer Mafia-Saga irgendwie fröhlich klang. Na klar, auch am Sonnabend spielten die Roboter, hier allerdings ohne Akkordeon. Dieses Instrument haben sie jetzt auch beiseite gelegt und ein Zuschauer ruft auch gleich nach schnelleren und lauteren Tönen. Das wird mir zu viel, glücklicherweise ist der Pfirsichsaft geleert und ich kann diesen lauten und unruhigen Ort verlassen. Insgeheim wünsche ich mir für die nächste Bunte Republik ein bisschen mehr Gemütlichkeit.




