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Ganz schön was los – nachts in der Neustadt
Diese zwei Polizeimeldungen aus der Nacht zum Sonnabend trudelten gerade herein.
Fall 1: Ein 27-Jähriger versucht seine Ex-Freundin zu kontaktieren, dafür nutzt er in einem Hinterhof an der Louisenstraße Schneebälle und kleine Steinchen. Die steht aber offenbar gar nicht auf ihn und ruft die Polizei. Die Ordnungshüter kommen prompt und stellen fest, dass der Steinchenwerfer inzwischen einen 37-jährigen Mann mittels Kopfstoß verletzt hatte. Bei der Personalienüberprüfung stellten die Polizisten fest, dass gegen den verschmähten Liebhaber auch noch ein Haftbefehl vorlag. Endstation: Justizvollzugsanstalt.
Fall 2:
Die Polizei kontrolliert auf der Bautzner Straße stadteinwärts, plötzlich tuckert ein kleiner gelber Motorroller vorbei. Der junge Mann fährt ohne Licht und ohne Kennzeichen, biegt in die Alaunstraße ein und stellt seinen Roller ab. Da schnappt der Arm des Gesetzes zu und der Fahrer holte statt seines Führerscheins lieber ne ordentliche Alkoholfahne raus: 1,04 Promille. Und auch der Vortest für Betäubungsmittel schlug positiv aus. Die Beamten veranlassten eine Blutentnahme.
Drogenrausch am Albertplatz
Wie die Polizei heute Nachmittag mitteilte, erhielt ein Beamter in Zivil am Albertplatz ein ungewöhnliches Angebot. Ein 25 Jahre alter Mann war an den Polizisten herangetreten und hatte ihm Drogen angeboten und betont, er könne so viel habe, wie er wolle, wenn nur die Kohle stimmt.
Folgerichtig klickten wenig später die Handschellen, bei der Durchsuchung des leichtsinnigen Dealers wurden dann zehn sogenannte Bömbchen (in Folie verpacktes Heroin) sichergestellt. Eine Überprüfung seiner Wohnung in Striesen förderte weitere Betäubungsmittel zu Tage. Bitte liebe Striesener, wenn es denn unbedingt sein muss, verkauft doch eure Heroinbömbchen lieber am Fetscherplatz.
Aus dem Polizeibericht
Krawall und laute Musik – das ist das Fazit eines noch einmal glimpflich ausgegangenen nächtlichen Einsatzes der Dresdner Polizei in der Äußeren Neustadt. Kurz nach Mitternacht am ganz frühen Sonntag-Morgen hatten Anwohner die Polizei wegen Ruhestörung gerufen. Als den Beamten nach langem Klingeln und Klopfen die Tür geöffnet wurde, mussten sie sich erstmal Beschimpfungen anhören, dann hetzte einer der anwesenden Männer einen Hund auf die Polizisten. Der Hund war jedoch schlauer als seine Herrchen und griff nicht an. Als dann Ruhe war, wollten die Gesetzeshüter gehen, die Gelegenheit nutzte einer der Männer und sprang einem Polizisten in den Rücken, stellte sich dabei aber so ungeschickt an, dass er nur selber zu Boden stürzte. Nun können die beiden Ruhestörer mit Anzeigen rechnen.
Kontrolle – rolle, rolle, rolle
Wie die Polizei soeben mitteilte, hat sie heute früh von 6 bis 8 Uhr auf der Albertbrücke eine Kontrolle der Verkehrsteilnehmer durchgeführt und dabei 192 Verstöße festgestellt.
Die eingesetzten 15 Beamten des Dresdner Verkehrsüberwachungsdienstes hatten auf der Albertbrücke zwei Kontrollstellen eingerichtet. Insgesamt überprüften sie 174 Fahrzeuge (139 Fahrräder, 23 Pkw, fünf Motorräder, sieben Kleintransporter).
Die meisten Beanstandungen stellten die Beamten bei der Beleuchtung fest. 99 Radfahrer, sieben Pkw-Fahrer und fünf Kradfahrer müssen mit einem Verwarngeld rechnen. 52 der kontrollierten Radfahrer müssen sich wegen Fahrens in falscher Fahrtrichtung verantworten. Bei allen sieben kontrollierten Kleintransportern war die Ladungssicherheit zu bemängeln.
Wie Thomas Geithner von der Pressestelle der Polizei auf Nachfrage erläutert, wurden vor allem Verkehrsteilnehmer kontrolliert, denen der Verstoß schon anzusehen war. Zum Beispiel Radfahrer, die ohne Beleuchtung daher kamen. Dass jedoch alle sieben kontrollierten Kleintransporter Mängel bei der Ladungssicherheit aufwiesen, überraschte sogar die Polizei.
Am Rande der Kontrolle wiesen die Polizisten, die Fahrzeugführer auf die zukünftig veränderte Verkehrsführung im Bereich hin. Aufgrund der kommenden Sanierungsarbeiten der Albertbrücke darf man künftig vom Carusufer geradeaus Richtung Carola-Brücke fahren.
Schlägerei am Bischofsweg
Wie die Polizei heute meldet, kam es in der Nacht zum Sonntag gegen 1.30 Uhr zu einer Schlägerei auf der Alaunstraße/Höhe Bischofsweg. Anwohner hatten die Polizisten informiert. Vor Ort konnten die Beamten jedoch keine Personen mehr feststellen. Sie fanden jedoch mehrere zerschlagene Flaschen und Steine. Zudem waren drei Autos beschädigt. Während der Anzeigenaufnahme, wurde die Polizei auf eine größere Gruppe junger Männer (zehn Personen) aufmerksam. Zu ihren Beobachtungen befragt, räumten sie ein, dass sie in eine Schlägerei mit einer anderen Gruppe (ca. 20 Personen) verwickelt worden waren. Die Personen dieser Gruppe seien dunkel gekleidet und vermummt gewesen. Die Gründe der Auseinandersetzung sind unklar. Inwiefern Personen dabei verletzt worden sind, ist derzeit ebenfalls nicht bekannt. Zeugen sprachen von einem verletzten Mann, der jedoch den Tatort vor Eintreffen der Polizei verlassen hatte.
Die Polizei bittet nun um Hilfe: Wer hat das Geschehen beobachtet? Wer kann Angaben zu den beteiligten Personen machen? Wer ist bei der Tat verletzt oder anderweitig geschädigt worden? Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0351 4832233 entgegen.
Autofahrer gegen Fußgänger
Wie die Polizei soeben mitteilte, kam es gestern auf der Louisenstraße zu einem kleinen Gemenge zwischen einem Fußgänger, einem Autofahrer und dessen Beifahrer. Die Polizei schildert den Hergang wie folgt:
“Es begann damit, dass ein Fußgänger die Louisenstraße überqueren wollte. Als der junge Mann auf der Fahrbahn warten musste, fuhr ihm ein Pkw über den Fuß. Offensichtlich erbost schlug der 26-Jährige daraufhin gegen die Scheibe des Autos. Dies veranlasste wiederum den Fahrer des Wagens zu stoppen. Gemeinsam mit seinem Beifahrer stieg er aus und leistete sich ein Wortgefecht mit dem Fußgänger. Schließlich gipfelte der Vorfall, indem der Beifahrer dem 26-Jährigen mit der Faust ins Gesicht schlug.”
Die beiden Fahrzeuginsassen entfernten sich vom Ort des Geschehens. Der Fußgänger blieb mit Schmerzen in Fuß und Gesicht zurück. Die Polizei sucht nun nach Zeugen. Hinweise unter 0351 4832233.
Ordnungsamt greift durch bei der BRN
“Wir wollen doch nur Kultur machen, und jetzt lässt man uns nicht.” Dogan Karabacak ist stinksauer. Am Mittwoch bekam er von der Stadt den Bescheid, dass er mit seinem Dürüm-Laden bei der diesjährigen BRN keinen Stand haben darf. Der Grund: Im Vorjahr hatte er ein Zelt, das zum Teil auch auf der Rothenburger Straße stand, trotz mehrfacher Ermahnungen nicht entfernt. “Das hätte nicht auf den Fußweg gepasst. Behindert hat es keinen, andere stehen doch auch auf der Straße”, Karabacak ist sich sicher, dass die Aktion gegen ihn geht. Dabei setzt das Ordnungsamt nur die von der Stadt gegebenen BRN-Regeln konsequent um. Vielleicht ein bisschen strenger als in den Vorjahren. Diesen Beitrag weiterlesen »
Polizei, Ordnungsamt und Veranstalter: BRN kann kommen
Um 11 Uhr heute Vormittag gab es eine kleine BRN-Pressekonferenz im Kinder- und Jugendhaus Louise. Mit dabei waren unter anderem Ordnungsamtschef Ralf Lübs, der Leiter des Neustädter Polizeireviers, Polizeirat Wolfhard Hack, die ehemalige OB-Kandidatin und heimliche BRN-Mutter Friederike Beyer, Klaus Körner von der Groovestation und Stefan Schulz von Katy`s Garage. Diesen Beitrag weiterlesen »
Polizei sucht Zeugen
Wie die Polizei soeben meldet, haben in der vergangenen Nacht Unbekannte die Scheiben an mehreren Fahrzeugen auf dem Dammweg zerschlagen. Ein 31-jähriger Anwohner hörte Geräusche von splitterndem Glas und alarmierte die Polizei. Sofort eingesetzte Polizeibeamte stellten an insgesamt 17 Pkw unterschiedlicher Marken zerschlagene Scheiben, vorrangig Heckscheiben, fest. Die Tatverdächtigen konnten unerkannt flüchten. Der Gesamtschaden wird auf ca. 6.000 Euro geschätzt.
Die Polizei ermittelt und fragt: Wer hat die Tat beobachtet? Wer kann Angaben zu den Tatverdächtigen machen? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer 0351 4832233 entgegen.
Kaputte Autoscheiben sind in der Neustadt keine Seltenheit, siehe hier.
Rasche Aufklärung unwahrscheinlich
Gestern stellte die Ermittlungsgruppe „Albertstadt“ Details der Ermittlungen vor. Die Brandsätze seien vom Typ “Nobelkarossentod” und würden damit auf die linksextremistische Szene hinweisen. So wird zum Beispiel der “militanten Gruppe” deren Verwendung zugeschrieben. Die Brandsätze bestanden vor der Zündung aus einer Trägerplatte, auf die zwei mit Benzin gefüllte Einwegflaschen, ein mechanischer Wecker und eine Stromquelle montiert waren. Jeder der Brandsätze könnte bis zu fünf Kilo gewogen haben.
Die Ermittlungsgruppe “Albertstadt” geht derzeit von zwei bis vier Tätern aus. Auch das Zeitfenster des Anschlags konnte präzisiert werden. Beim letzten Kontrollgang eines Wachmannes um 1.45 Uhr war der Zaun noch in Ordnung und um 3.02 Uhr sei die Feuerwehr arlamiert worden, da hat es schon gebrannt. Der Ermittlungsleiter Wolfgang Jehle sagte, dass mit raschen Aufklärungserfolgen eher nicht zu rechnen ist.



