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Martin-Luther-Kirche
Die Kirche ist eines der Wahrzeichen der Neustadt. Sie wurde erbaut, kurz bevor das Viertel zum Sprung ansetzte: In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts. Für die Kirche wurden verschiedene Baustile vermischt. Während der Rundbogen an der Seite an die Romanik erinnert, deuten die Proportionen eher auf die Gotik hin. Mit ihren 54 Metern Länge und 27 Metern breite füllt sie den Platz gut aus. Kein Wunder, die Häuser rundherum sind allesamt erst später entstanden. Bis zur Spitze des 81 Meter hohen Turms ist es ein spannender Aufstieg (Neustadt-Geflüster vom 31. Mai 2000). Ab dem Frühjahr kann der Turm normalerweise sonntags am Nachmittag bestiegen werden.
Der Innenraum ist riesig und auch wieder im romanischen Stil gehalten. Bis zu 1400 Sitzplätze erlauben auch größere Konzerte. Als ich vor ein paar Jahren ein Oratorium von Johann Sebastian Bach erleben durfte, musste ich feststellen, dass Holzbänke nach drei Stunden ganz schön hart sein können.
- Die Kirchengemeinde der Martin-Luther-Kirche gehört zum Kirchspiel Dresden-Neustadt. Infos zur Gemeinde gibt es unter www.kirchspiel-dresden-neustadt.de.
- Weitere Infos zur Kirche auf wikipedia
Gomondai Gedenkstunde
Heute vor 19 Jahren verstarb der Mosambikaner Jorge Gomondai. Der damals 28-Jährige wurde in der Nähe des Albertplatzes von Neonazis aus der fahrenden Straßenbahn gedrängt. Dabei verletzte er sich so schwer, dass er in der Medizinischen Akademie an den Folgen seiner Verletzungen verstarb. Um gegen Rassismus und Neonazismus zu mahnen, finden jährlich Gedenkveranstaltungen in Dresden statt.
Heute lädt der Ausländerrat Dresden e.V. ab 17 Uhr zur Gedenkstunde am Jorge-Gomondai-Platz mit Reden und afrikanischer Musik.
OVG: Neonazi-Aufmarsch darf stattfinden
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen hat heute die Beschwerde der Stadt Dresden gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes verworfen. Wie die Stadtverwaltung heute in einer Pressemitteilung erklärte, wird sie den Beschluss des OVG umsetzen – die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) darf marschieren, aber nicht auf der gewünschten Route. In seinem Beschluss hat das Gericht außerdem bestätigt, dass die Verlegung der Route der JLO von der Altstadt auf die Neustädter Seite vertretbar ist und den Anmeldern zugemutet werden kann. Auch die durch die Versammlungsbehörde geforderte zeitliche Beschränkung von 12 bis 17 Uhr wurde durch das Gericht bestätigt.
Damit wird ein Start des Aufmarsches am Neustädter Bahnhof sehr wahrscheinlich.
Zeitgleich werden in Dresden verschiedene Gegendemonstrationen stattfinden. Mit Unterstützung aller demokratischer Kräfte soll eine Menschenkette den gemeinsamen Willen der Dresdner ausdrücken, ihr Erinnern mit dem Bekenntnis zu Frieden, Demokratie und Menschenrechten zu verbinden. Sie soll symbolisch die Dresdner Innenstadt vor dem Eindringen Rechtsextremer schützen.
Das Bündnis Dresden Nazifrei hat auch eine Kundgebung am Bahnhof Neustadt angemeldet und will ab 9 Uhr ein Programm organisieren, bei dem unter anderem Katja Kipping (stellv. Parteivorsitzende Die Linke), Aiman Mazyek (Generalsekretär des Zentralrats der Muslime) und der Liedermacher Konstantin Wecker auftreten sollen. Auf diese Weise soll der Platz besetzt und den Nazis kein Raum gelassen werden.
Gedenktafel am Bahnhof Neustadt
Wenn am 13. Februar Neonazis am Bahnhof Neustadt auflaufen, werden sie auch mit dieser Gedenktafel konfrontiert.
Die Gedenktafel am Neustädter Bahnhof, die an das Schicksal Dresdner Juden erinnert, wurde am 27. Januar 2001 vom damaligen Oberbürgermeister Herbert Wagner enthüllt. Die Inschrift lautet: “Im Nationalsozialismus war der Güterbahnhof Dresden-Neustadt Ausgangspunkt oder Zwischenstation für viele Deportationen von jüdischen Frauen, Männern und Kindern. Im Oktober 1938 begann hier die Abschiebung von 724 Dresdner Juden nach Polen. Mit Zügen der Deutschen Reichsbahn erfolgte zwischen 1942 und 1944 ein großer Teil der Transporte in die Gettos Riga und Theresienstadt, in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sowie in andere Konzentrationslager”Die Tafel besteht aus drei Elementen: aus zwei Stahlplatten und einer Glasplatte, die diese optisch miteinander verbindet. Auf die Glasplatte wurde per Sandstrahl ein Psalm in Hebräisch und in Deutsch aufgebracht. Außerdem sind in das Glas sechs Pflastersteine eingelassen. Diese symbolisieren zum einen die Opfer, zum anderen aber auch die Gefährdung von Leben. In den Gehweg – in Sichtbeziehung zur Tafel – wurde ein einfacher bronzener Davidstern eingelassen.
Martin-Luther-Platz: Workshop
Am Freitag, dem 27. Februar findet um 17 Uhr im Gemeindesaal am Martin-Luther-Platz 5 ein Workshop zur Neugestaltung des Platzes statt. Auf der Internetseite der Stadt kann man die bislang vorliegenden Pläne einsehen. Während des Workshops sollen auch die Ergebnisse der Bürgerumfrage vom vergangenen Herbst präsentiert werden. Hier kann man sie auch nachlesen.
Interkulturelles Straßenfest
Am kommenden Sonnabend, dem 27. September gibt es von 12 bis 17 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz ein Interkulturelles Straßenfest, organisiert vom Ausländerrat Dresden e.V.








