Artikel-Schlagworte: „parken“
Von Parken und Kosten
Kürzlich kam ich erst recht spät in die Neustadt und hatte auch noch lästigerweise das Automobil dabei. Da es bekanntermaßen an Freitagen ziemlich schwierig ist, einen Parkplatz in der Neustadt zu finden, kreiste auch reichlich Parksuchverkehr. Spontan kam mir eine Idee: Da gibt es doch das Parkhaus auf der Kamenzer. Im Sommer hatte ich schon einmal über das Parkleitsystem berichtet, dass die Besucher zu dem Parkhaus führen soll. Nun also der Selbstversuch. Die Preise überraschen. Ich kann mein Auto für eine ganze Nacht von 20 bis 6 Uhr für drei Euro abstellen. Wenn ich mir auf der Straße ein Plätzchen suche, gebe ich von 20 bis 24 Uhr auch zwei Euro aus. Dafür bleibt das Wägelchen hier zumindest ein bisschen warm. Ich drücke einen Knopf und Schranke und Rolltor öffnen sich. Drinnen dann die nächste Überraschung. Es stehen gerade mal drei Autos in der Tiefgarage, Platz ist hier auf dieser Ebene mindestens für 30. Wieder erinnere ich mich an den eben gesehenen Parksuchverkehr, mindestens fünf Autos kreuzten vorhin (ca. 22 Uhr) auf der Kamenzer Straße. Sind die zwei Euro mehr zu viel? Können die Parkplatzsucher keine Schilder lesen? Ist es Protesthaltung gegen den ungeliebten Bau?
Fragen über Fragen.
Zur Erinerung: Infoveranstaltung für Hecht-Parker
Während in der Neustadt schon längst ein “Park-Leid-System” mit Tiefgaragen und Automaten installiert wurde, diskutieren die Karpfenteichler, ähm, Hechtviertel-Bewohner noch. Aus diesem Anlass lädt der HechtViertel e.V. zu einer Informationsveranstaltung mti dem Titel „Parken im Hecht“ ein. Mit dabei sind das Stadtplanungsamt, das Planungsbüro IVAS und interessierte Anwohner. Es soll um folgende Überlegungen gehen: Parkkarten für Anwohner – nötig oder nicht? Ein Parkhaus im Hecht – sinnvoll oder überflüssig? Halteverbote – Ausweitung oder Einschränkung?
- Mittwoch, 21. Oktober, 19 Uhr
- Hechtstraße 32 (Hinterhaus)
Früher übrigens parkte man nicht im Hecht, sondern man fuhr mit ihm. Siehe hier.
Verkehrsleitsystem für die Neustadt
Parkhaus auf der Kamenzer fast fertig

Allen Protesten, Steinewerfern und Farbgestaltern zum Trotz: Das Park-Wohnhaus mit Kita in der Kamenzer Straße ist fast fertig. Das blaue Parkzeichen ist schon dran und die Schranken zur Tiefgarage sind auch schon fertig.

Den bisherigen Gerüchten zu Folge sollte der Lebensmitteldiscounter Plus im Erdgeschoss einziehen. Jedoch versucht die Unternehmensmutter Tengelmann schon seit einer Weile das Geschäft an die Edeka-Tochter Netto zu verkaufen. Dieser Prozess dauert noch bis Anfang des kommenden Jahres. Quelle: ots. Erst in dieser Woche wurde bekannt, dass der zur Rewe-Gruppe gehörende Discounter Penny 328 Plus-Filialen übernommen hat, Quelle: ots. Ob unter diesen Umständen eine neue Plus-Filiale einzieht oder gleich ein Penny- oder Netto-Markt entsteht ist noch unklar. Optimal ist die Lage für einen Discounter ohnehin nicht.
Übrigens vor 28 Jahren war das Parken in der Kamenzer Straße noch kein Problem, wie dieses Bild hier beweist.
Vom Parken, Knöllchen und einer miesen Falle
“Nee, hier sollten Sie das Auto besser nicht stehen lassen – hier wird regelmäßig abkassiert.” – Ich guck noch mal raus, hatte ich doch extra das blaue Schild gesehen, das auf die Erlaubnis zum Parken auf dem Fußweg hinweist. Der Mechaniker grinst mich an: “Ja, ab da vorne für zehn Meter – da dürften Sie parken.” Sagt es und schnappt sich mein Auto und fährt es in die Werkstatt. Diesen Beitrag weiterlesen »
Von wildem Trubel und lauschigen Plätzchen
„Endlich Ruhe“, sagt Peter erleichtert und lehnt sich zurück. Im Oosteinde haben wir eine Oase gefunden. Die Kneipe im Stadtteilhaus am Ende der Louisenstraße ist noch nicht so bekannt. Es sind fast nur Neustädter hier, von Peter mal abgesehen. Direkt an der Prießnitz ist hier ein stiller Ort in der lauten Neustadt, die vor allem an den Wochenenden überquillt. Die meisten Kneipen sind proppe voll, und der so genannte Parksuchverkehr kreist durch das Viertel. Auf dem Weg hierher sind wir an Blumenau und Mona Lisa vorbeigeschlendert: überall schöne Menschen. Vor allem junge Mädchen, die sich extra für die Neustadt herausputzen und knapp in Weiß und Schwarz gekleidet über die Straßen stolzieren. Auch die jungen Burschen sind ansehnlich mit ihren Waschbrettbäuchen, die sich unter knappen Shirts abzeichnen, den engen Jeans und den obligatorischen Turnschuhen. Doch seltsam gleichförmig sehen sie aus.
Hier im Oosteinde ist das anders. Mit am Tisch sitzt Andreas, grau und langhaarig mit leicht trüben Blick und zerschlissenen Schuhen. Um die Mundwinkel zuckt ein Lächeln, selten zwar aber herzlich. Pit, der in Schlabberpulli und zerrissener Hose am Nachbartisch sitzt, ist ästhetisch für die Louisenstraße heute eine Zumutung. Aber eine sehr charmante Zumutung.
—
Anmerkung 2006: Das Oosteinde gibt es immer noch, das Mona Lisa hingegen hat schon lange aufgegeben.
Anmerkung 2009: Das Oosteinde feiert seinen 10. Geburtstag. Siehe hier.



