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Martin-Luther-Kirche
Die Kirche ist eines der Wahrzeichen der Neustadt. Sie wurde erbaut, kurz bevor das Viertel zum Sprung ansetzte: In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts. Für die Kirche wurden verschiedene Baustile vermischt. Während der Rundbogen an der Seite an die Romanik erinnert, deuten die Proportionen eher auf die Gotik hin. Mit ihren 54 Metern Länge und 27 Metern breite füllt sie den Platz gut aus. Kein Wunder, die Häuser rundherum sind allesamt erst später entstanden. Bis zur Spitze des 81 Meter hohen Turms ist es ein spannender Aufstieg (Neustadt-Geflüster vom 31. Mai 2000). Ab dem Frühjahr kann der Turm normalerweise sonntags am Nachmittag bestiegen werden.
Der Innenraum ist riesig und auch wieder im romanischen Stil gehalten. Bis zu 1400 Sitzplätze erlauben auch größere Konzerte. Als ich vor ein paar Jahren ein Oratorium von Johann Sebastian Bach erleben durfte, musste ich feststellen, dass Holzbänke nach drei Stunden ganz schön hart sein können.
- Die Kirchengemeinde der Martin-Luther-Kirche gehört zum Kirchspiel Dresden-Neustadt. Infos zur Gemeinde gibt es unter www.kirchspiel-dresden-neustadt.de.
- Weitere Infos zur Kirche auf wikipedia
Martin-Luther-Platz: Workshop
Am Freitag, dem 27. Februar findet um 17 Uhr im Gemeindesaal am Martin-Luther-Platz 5 ein Workshop zur Neugestaltung des Platzes statt. Auf der Internetseite der Stadt kann man die bislang vorliegenden Pläne einsehen. Während des Workshops sollen auch die Ergebnisse der Bürgerumfrage vom vergangenen Herbst präsentiert werden. Hier kann man sie auch nachlesen.
Interkulturelles Straßenfest
Am kommenden Sonnabend, dem 27. September gibt es von 12 bis 17 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz ein Interkulturelles Straßenfest, organisiert vom Ausländerrat Dresden e.V.
Neustadt von oben
Bereits vor ein paar Jahren hab ich von steilen Treppen und weiten Blicken berichtet. Kürzlich hab ich mich mal wieder auf die Lutherkirche gewagt. Hier ein paar Eindrücke. An den kommenden Sonntagen ist der Turm zu weiteren Besichtigungen geöffnet.
Löcher in der Straße oder ein Stadtteil versackt
Einfach abgesackt, weggerutscht. Ein neues Loch ist entstanden. Mitten auf dem Martin-Luther-Platz sind mehrere Pflastersteine etwa 30 Zentimeter nach unten gesackt. Rot-weiße Warnbaken markieren die Katastrophen-Stelle. Ein dickes Loch prangt dort, wo früher Straße war.
Dass man in der Neustadt hervorragend versacken kann, müsste eigentlich klar sein, diverse Kneipen locken mit hochprozentigen Getränken. Und nach reichlichem Genuss bleibt der eine oder andere Alkohol-Liebhaber schon mal unterm Tisch liegen. Doch dass neuerdings auch Pflastersteine versacken, ist schon ein ziemlich starkes Stück. Dabei ist das Vorkommnis am Martin-Luther-Platz nicht das erste seiner Art. Vor reichlich einem Jahr haben sich auf der Schönfelder Straße schon einmal ein paar Steinchen in den Untergrund verabschiedet. Damals reagierte das Straßenbauamt wesentlich drastischer. Zur Strafe wurde die halbe Straße gesperrt. Rote Karte, zwei Wochen Pause, keine Autos, keine LKW, die übrigen Steine der Straße wurden in einer Art Sippenhaft gleich mit bestraft.
Nach Ablauf der Sperrfrist wurden die Übeltäter aus ihrer Tieflage befreit, neuer Sand im Untergrund sollte weiteres Absacken verhindern, bis heute erfolgreich. Stellt sich nun die Frage ob, die Abrutsch-Aktion am Martin-Luther-Platz eine Solidaritäts-Demonstration ist, oder ob dort einfach nur dem Druck von oben nachgegeben wurde.
Diesmal reagiert die zuständige Behörde nur mit einer lokalen Sperrung, vermutlich ist sogar schon ein kleiner Bautrupp beauftragt, den Untergrund zu untersuchen und weitere Absackungen zu verhindern. Doch hier muss hart und schnell gehandelt werden, die Abweichler müssen erstmal ihrem Elend überlassen werden, eine Sperrung des ganzen Platzes sollte her. Damit die anderen Pflastersteine genau wissen, wer hier Herr über Grund und Untergrund ist.
Denn wenn hier nur lokal begrenzte Strafen verhängt werden, wird es immer wieder neue Absturz-Versuche geben. Und vielleicht bilden die Pflastersteine dann auch irgendwann eine Allianz mit den wenigen Asphaltdecken auf Alaun- und Louisenstraße. Das Drama könnte ungeahnte Formen annehmen, wenn plötzlich eine ganze Straße im Untergrund verschwindet und sämtlichen Kneipen plötzlich die Laufkundschaft fehlt.
Von steilen Treppen und weiten Blicken
Bloß nicht nach unten schauen. Und doch ist es wieder passiert. Krampfhaft halte ich mich am Geländer fest. Stufe für Stufe geht es weiter hinauf. Oben angekommen fühle ich mich schon etwas sicherer. Hier sind feste Mauern, die einen unfreiwilligen Absturz verhindern.
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