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	<title>Neustadt-Geflüster &#187; Knöllchen</title>
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	<description>Dresden Neustadt von Anton Launer</description>
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		<title>Von strengen Kontrollen und ein wenig Nachsicht</title>
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		<pubDate>Wed, 17 May 2000 11:25:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[„Jetzt fahren sie ihren Wagen schon woanders hin.“ Es ist ein      Ordnungshüter, der das zu mir sagt und ich habe echt Glück gehabt. Kein      Strafzettel.
Dabei hätte ich Stunden vorher ins Lenkrad beißen können.      Schon die zweite Runde durch die Neustadt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="T10"><img class="alignleft" style="float:left;" src="http://frintert.de/Launer/images/Falschparker.jpg" alt="" width="150" height="200" />„Jetzt fahren sie ihren Wagen schon woanders hin.“ Es ist ein      Ordnungshüter, der das zu mir sagt und ich habe echt Glück gehabt. Kein      Strafzettel.</p>
<p class="T10">Dabei hätte ich Stunden vorher ins Lenkrad beißen können.      Schon die zweite Runde durch die Neustadt und immer noch kein Parkplatz in      Sicht. Kurz entschlossen stellte ich das Vehikel in der Böhmischen Straße      ab, direkt vor ein Halteverbotsschild. Das Schild steht nur provisorisch,      ist leicht zu verschieben und hat einen kleinen weißen Pfeil, dessen      Bedeutung mir ein Rätsel war.</p>
<p class="T10">Später bummle ich dann die Böhmische entlang und sehe den      Mann vom Ordnungsamt. Na klar, jetzt bekomme ich ein Ticket. Also hin, mal      nachfragen. „Was wäre denn, wenn das Schild vorhin hinter meinem Auto      gestanden hätte?“ – „Dann gäbe es auch einen Strafzettel.“ Der Ordnungshüter      erklärt mir, dass der kleine Pfeil nach rechts den Beginn des Halteverbotes      signalisiert. Fein, dann stehe ich jetzt ja doch nicht drin. „Nein, denn am      Anfang der Straße ist ja auch ein Schild&#8230;“ – „Aber warum bekommen die      anderen dann keine Zettel?“ Jetzt wird es kompliziert. Das Schild sei      eigentlich nur falsch aufgestellt und müsste eigentlich das Ende      signalisieren. Das kann mir doch aber egal sein, ich will keinen      Strafzettel. Wieder der Hinweis mit dem Schild am Anfang der Straße. Ich      suche nach Ausflüchten. „Wenn ich aber aus dieser Ausfahrt kam&#8230;“ und weise      auf die Durchfahrt zur Bautzner Straße. „Egal, nach Gerichtsurteil soundso      müssen sie sich überzeugen.“ Das leuchtet ein.</p>
<p class="T10">Einmal in Fahrt gekommen legt er dann richtig los. Überhaupt      die Böhmische Straße, da dürfte auch ohne Schilder eigentlich keiner parken.      Die ist viel zu schmal. Das Gesetz verlangt mindestens drei Meter      Durchfahrbreite. Die gibt es hier nicht, deshalb muss die Müllabfuhr auch      immer über den Bordstein fahren. Wahrscheinlich sehe ich inzwischen ziemlich      betroffen aus und stammle noch etwas von „aber irgendwo muss ich mein Auto      doch abstellen“. Der Mann zeigt sich gnädig und zieht er den eben      geschriebenen Zettel wieder aus seiner Tasche. Die Chance lasse ich mir      nicht entgehen und fahre los. Diesmal hab ich mehr Glück, auf der      Alaunstraße ist ein Plätzchen frei.</p>
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		<title>Von großen Ideen und kleinen Haken</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 1999 11:34:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[ „Von wegen Luft ablassen, anzünden müsste man die.“      Gregor, den ich im Oscar auf der Böhmischen Straße traf, war nicht so      angetan von meinen Gedanken zum Parken in der Neustadt. „Diese Blechkarren      stehen doch nur im Weg rum.“ Zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="T10"><img class="alignleft" style="float:left;margin:3px;" src="http://frintert.de/Launer/images/Falschparker.jpg" alt="" /> „Von wegen Luft ablassen, anzünden müsste man die.“      Gregor, den ich im Oscar auf der Böhmischen Straße traf, war nicht so      angetan von meinen Gedanken zum Parken in der Neustadt. „Diese Blechkarren      stehen doch nur im Weg rum.“ Zur Erinnerung: Vor zwei Wochen hatte ich      berichtet, wie ein Hausmeister über falsch parkende Autos denkt. Dabei fiel      auch die Idee mit dem Luft ablassen.</p>
<p class="T10">Viel größere Ideen hat der Dresdner Martin Schramm, der zwar gerade in Wien      weilt, doch in Gedanken noch in der Neustadt ist. Per E-Mail schickte er mir      seine Visionen eines autofreien Szene-Viertels. Ein Parkhaus am Rande sollte      her, und alle Autos dort hinein, denn zu Fuß sei die Neustadt viel schöner.      Soweit kann ich folgen. Doch dann geht es weiter. Statt der Parkgebühr      könnte der Autofahrer doch gleich auf sein Vehikel verzichten und eine      Monatskarte für die Straßenbahn erwerben. Große Ideen fordern Taten. Also      lasse ich das Auto mal stehen und probier es mit Laufen. Alle Wege in der      Neustadt sind kein Problem, doch was ist wenn ich über die Elbe will. Zum      Fußball vielleicht, <a href="http://www.dynamo-dresden.de/" target="_top">Dynamo</a> lockt. Die Linie 13 fährt dahin, soweit ich      bisher wusste eine gute Viertelstunde. Doch was muss ich nun erleben, die      fährt doch wirklich mit der Kirche ums Dorf, über Johannstadt und      Hauptbahnhof – fast dreimal so lange. Gut das ist ´ne Ausnahme, aber      irgendwie ist es doch immer so, wenn ich die Tram brauche, ist sie immer      gerade abgefahren. Alles nur Zufall. Doch die kleinen Haken an der großen      Idee lassen mir keine Ruhe. Herr Schramm erklärt, dass man in der Bahn ein      Buch lesen könne und dabei entspannen. Habe ich so noch nie erlebt. Wenn ich      ausnahmsweise in die gelb-schwarzen Gefährte einsteige, ist entweder kein      Platz frei oder nach spätestens einer Haltestelle steigt eine Rentnerin mit      Krückstock zu, der ich dringend meinen Platz anbieten muss, um mir dann neben      johlenden Kinder die Beine in den Bauch zu stehen.</p>
<p class="T10">Aber schön wäre es schon mit der Neustadt ohne Autos. Dann vielleicht doch die Variante      mit dem Parkhaus. Dort müssten dann auch Mietschirme zu haben sein, falls es      mal regnet, und gleich ein großer Plan mit allen Kneipen drauf. Rund um die      Neustadt werden Tore aufgestellt, damit sich auch kein einzige Wägelchen      hineinverirrt. Ein Grenzschild wäre auch nötig. „Erlebnispark Äußere      Neustadt“. Da würden dann auch die brennenden Autos hinpassen und für den      Dresdner Altstädter wäre wieder ganz klar: In der Neustadt ticken sie doch      nicht ganz richtig.</p>
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