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Italienisches Bistro
An der Louisen-/Ecke Rothenburger Straße hat seit ein paar Tagen ein italienischer Feinkostladen eröffnet. Im Sapori ‘d Italia gibt es auch ein kleines Bistro. Damit hat der seit April eröffnete Klamotten-Laden Peccato ein wenig Gesellschaft bekommen.
Bis vor Kurzem war hier noch eine Seniorenbegegnungsstätte des Vereins für Betreutes Wohnen in Dresden. Der Verein hatte im Juli 2007 Insolvenz angemeldet. Siehe Pressemitteilung des Insolvenzverwalters. Später hat der Verein dann das Objekt in der Neustadt abgegeben.
Von lauten Italienern und stillen Franzosen
„Mamma mia, Cazzo diablo, Oh Antonio“. Lautes und heiseres Geschrei schlägt an mein Ohr. Die Frauenstimme scheint sich vor Aufregung zu überschlagen, aber leider, ich verstehe kein Wort italienisch. Doch die Gesten sind eindeutig, dem Küchengehilfen muss etwas runter gefallen sein. Durch die Fenster sehe ich ihn niederknien, vermutlich muss er jetzt Scherben zusammenkehren.
Ein lautes Klirren hatte die besinnliche Ruhe auf der Terrasse hinter dem La Vie en Rose gestört. Ein Klirren, das einem kneipenerfahrenen Ohr verrät, dort drüben sind soeben Teller zu Bruch gegangen.
Dort drüben, da ist das Al Capone, ein italienisches Restaurant, berühmt ob seiner köstlichen Steinpilz-Sahne-Soße. Da müsste ich eigentlich sein. Doch heute speise ich französisch – Kalbsleber mit gebratenen Zwiebeln. Dazu gibt es einen feinen Rotwein, trocken wie üblich und ebenfalls französisch. Die Neustadt hat sich zu einem Ort der internationalen Küche entwickelt. Ob russisch, griechisch oder spanisch, fast alles ist hier vertreten. Der Trend aber ist kubanisch. Zum Bermuda-Dreieck aus La Habanna, El Paraiso und El Cubanito hat sich jetzt eine klassische Bar gesellt. Vergangene Woche öffnete der Havana-Club auf der Bautzner Straße. Kubanisches Flair allenthalben. Billige Alternative in der multikulturellen Szene sind die zahllosen Döner-Buden.
Die heisere Frauenstimme schreit schon wieder nach Antonio. Ich zucke zusammen und blicke auf. Die freche rothaarige Kellnerin hat meinen leeren Teller entführt und steht schon wieder fragend vor mir. Soll ich bleiben oder gehen? „No lo sé.“ – Ich weiß es nicht.
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Anmerkung 2008: La Vie en Rose, La Habanna, El Paraiso und Havanna-Club gibt es leider nicht mehr, dafür sind ein paar andere fremdländische Restaurants hinzugekommen.





