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Kurze Analyse des angeblichen Bekennerschreibens
Da eine große Boulevardzeitung so freundlich war und eine komplette Kopie des Bekennerschreibens ins Internet gestellt hat, habe ich mich damit noch einmal ein bisschen beschäftigt. Ein paar Dinge fallen auf.
Normalerweise wird in der linksextremistischen Szene alles klein geschrieben. Ein Wort, wie Politiker würde es nicht geben, dies würde eher so aussehen: politiker_innen oder seltener PolitikerInnen.
Auch die Erwähnung von Stasi und Blockflöten ist nicht unbedingt szenetypisch zu nennen. Ich bin mal gespannt, heute will das LKA bekannt geben, was es von der Echtheit des Schreibens hält.
Brandanschlag: Bekennerschreiben aufgetaucht
Die bisher noch unbekannte „Initiative für ein neues blaues Wunder“ hat heute ein Bekennerschreiben zu dem Brandanschlag auf die Offizierschule des Heeres am Wochenende an die Redaktion des MDR-Sachsenspiegels gesandt. Darin heißt es unter anderem: “Wenn ihr nicht abrüstet, tun wir es!” und „Um menschenverachtendes Kriegsgerät unbrauchbar zu machen, haben wir es angezündet.“ – Auch bei der Redaktion der Frankfurter Rundschau ist ein Schreiben eingegangen, meldet das Landeskriminalamt Sachsen.
Damit verdichten sich jetzt die Vermutungen, dass es sich um einen politisch motivierten Anschlag gehandelt hat. Zumal sich die Bekenner auch auf die Proklamation der provisorischen Regierung der Bunten Republik Neustadt beziehen. Darin heißt es seit 1990: “Jede Verherrlichung von Krieg, Militarismus, Faschismus und Rassismus ist in der BRN verboten …”
Im Moment will die Staatsanwaltschaft aber noch nicht ausschließen, dass es sich bei den Bekennern auch um Trittbrettfahrer handeln könnte.
Die Offizierschule des Heeres ist die zentrale Ausbildungseinrichtung aller Offiziere des Heeres und der Streitkräftebasis. Hier werden Offizieranwärter, Offiziere, Reserveoffizieranwärter, Reserveoffiziere und zivile Angehörige der Bundeswehr in Laufbahn-, Verwendungs- und Sonderlehrgängen ausgebildet, außerdem erhalten Offiziere des Heeres und der Streitkräftebasis Führungs- und Fortbildungslehrgänge.
Ermittlungsgruppe „Albertstadt“
Nach dem Brand in der Albertkaserne der Bundeswehr in Dresden in der Nacht zum Montag hat das Landeskriminalamt Sachsen heute die Ermittlungsgruppe „Albertstadt“ gebildet.
Gestern noch war die Polizei von 30 beschädigten Fahrzeugen ausgegangen, heute wurde die genaue Zahl bekannt gegeben: 42 Autos, Lkws und Busse sind zerstört. Ein Schleppdach, unter dem ein Teil der Fahrzeuge abgestellt war, wird heute gehoben. Die Ermittler suchen auch dort nach Spuren suchen, um Rückschlüsse auf die Täter ziehen zu können. Derzeit tappen die Polizisten noch im Dunkeln, wer die Täter sein könnten, auch das mögliche Motiv ist noch unklar.
Zeugen, die in der Nacht vom 12. zum 13. April 2009 Beobachtungen gemacht haben, die zur Aufklärung der Tat beitragen könnten, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0351 855100 beim Landeskriminalamt Sachsen zu melden.





