Neustadt-Geflüster

Dresden Neustadt von Anton Launer

Artikel-Schlagworte: „hechtviertel“

Umweltschule sucht noch Lehrer

Der Verein “Umweltschule Dresden” mit Sitz im Hechtviertel will zum Schuljahr 2010/11 eine freie Schule eröffnen. Dafür werden nicht nur Anmeldungen von Schülern gebraucht, sondern auch Lehrer. Ausgebildete Grundschullehrer mit 2. Staatsexamen können sich gerne bei dem Verein melden.

Hechtfest kommt

Am Wochenende rückt wieder das kleine, nach Angaben der Veranstalter noch ungentrifizierte, Viertel in der Leipziger Vorstadt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, denn es wird das Hechtfest gefeiert.

Umfangreiche Programm-Informationen gibt es unter folgenden Links:

Außerdem wird ein Preis für die schönste Anwohneraktion verliehen und es gibt einen hübschen Übersichtsplan. Das Plakat zum Fest entwarf der durch diverse Brückenkarikaturen bekannt gewordene Gunter Bähr.

Aufgrund des Festes ist das Viertel ab Freitag, dem 28. August, 14 Uhr, bis zum Sonntag um Mitternacht gesperrt. (Ausnahme: Zufahrt zum Nettomarkt in der Rudolf-Leonhard-Straße während der Öffnungszeiten). Am Sonnabend und Sonntag ist das Befahren des Stadtteiles im Schritttempo bis 12 Uhr möglich.

Offene halbe Stunde zum Hechtfest

Die Veranstalter des Hechtfestes, der HechtViertel e.V., laden zur offenen halben Stunde. “Menschen, die dem HechtFest und dem Hechtviertel hold sind, können vorbeischauen”, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.
Außerdem berichten die Hechtler, dass an der Außenwand der Ezwo (Erlenstraße 2) seit Kurzem ein Schaukasten mit Infos zum HechtViertel e.V. und zum HechtFest hängt.

Hechtfest 2009 – neue Webseite ist online

Wie mir der Vorsitzende des Hecht-Viertel e.V., Alexander Bernstein soeben mitgeteilt hat, ist die neue Webseite für das Hechtfest online. Unter www.hechtfest2009.de gibt es alle Informationen zu der Veranstaltung Ende August. Vor einigen Tagen war es zu Verwirrungen gekommen, weil einige Blogs und die Sächsische Zeitung über das Ende der als Hechtfest bislang bekannten Veranstaltung “Inseln im Hecht” berichtet hatten. Dieses entspricht zwar der Wahrheit, aber mit dem Hecht-Viertel e.V. hat sich ein Nachfolge-Veranstalter gefunden, der bereits seit einigen Monaten intensiv an den Vorbereitungen arbeitet und sich auch über das Festwochenende hinaus für das Viertel in der Leipziger Vorstadt engagieren will. Die Macher sind überwiegend gestandene Hechte und haben bereits an mehreren Hechtfesten mitgewirkt. Als ich kürzlich eine der Vorbereitungssitzungen besuchte, erlebte ich eine unaufgeregte und zielstrebige Arbeit. Ich werde das Treiben in der Nachbarschaft weiter beobachten.

Nachtrag Hausbesetzung im Hechtviertel


Mit diesem Flyer hatten die Besetzer ihre Aktion angekündigt. Am Abend traf die Polizei ein und sperrte das Gelände um die Hechtstraße 7 weiträumig ab. Der untere Teil der Straße und auch der Bischofsplatz waren für Passanten gesperrt. Straßenbahnen mussten umgeleitet werden. Kurz nach 22 Uhr räumte die Polizei das Haus, von 14 Hausbesetzern und 4 Hausbesetzerinnen wurden die Personalien aufgenommen. Gegen 23 Uhr war die Aktion beendet und kurz nach Mitternacht wurden die Straßen wieder frei gegeben.
Hausbesetzungen in der Neustadt haben eine gewisse Tradition, vor fast genau zwei Jahren wurde das ehemalige Deutsche-Bank-Gebäude auf der Königsbrücker Straße besetzt (siehe hier).

Boofe macht zu

Aus dem Hechtviertel dringt eine traurige Nachricht herüber: Das Hostel die Boofe macht zum Jahresende dicht. Die kurze Begründung auf der Webseite: “Das Hostel Die Boofe schließt aufgrund Geschäftsaufgabe durch drohende Insolvenz nach 11 Jahren 4 Monaten und 15 Tagen.”

Die Boofe war eines der ersten Hostels in der Neustadt und befand sich anfangs in der Louisenstraße über der Planwirtschaft. Nach ein paar Jahren war es Danilo, dem Betreiber dort aber zu eng geworden, so dass er mit der Boofe ins Hechtviertel übersiedelte. Und nun das Aus. Schade!

Mehr Infos in Danilos Blog.

Hechtfest 2008

Normalerweise interessiere ich mich ja nicht so besonders für das, was in anderen Stadtteilen vor sich geht, da aber das Hechtviertel vor ca. 17 Jahren um Aufnahme in die Bunte Republik gebeten hat, will ich mal nicht so sein.

Am kommenden Wochenende starten die Inseln im Hecht. Hier gehts zum Programm. Die Kollegen von dieneustadt.de haben einen schönen Überblick geschrieben.

Mein spezieller Tipp: Die Band hiPhi am Sonntag 16 Uhr auf der Fichtenbühne. Bei der Band gibt es einen Personalwechsel, der alte Sänger wird verabschiedet und der neue Frontmann wird begrüßt: JB Nutsch.

Von einer Kirchenruine und jeder Menge Theater

Theater? Aber gern. Zumindest wenn es in der Neustadt ist. Nun bin ich eigentlich kein großer Fan des gesprochenen oder ins Publikum gebrüllten Wortes. Aber man soll ja auch mal über seinen Schatten springen. Hüpf, und ich bin drin. In der Ruine der St. Pauli Kirche im Hechtviertel. Keine Angst, das wird keine Rezension, die schauspielerische Leistung wage ich nicht zu beurteilen. Die Truppe, zwei Jungs, ein Mädchen, aus Halle hat sich aber ganz ordentlich aufgeführt, das Publikum klatschte brav. Ein Herr mit vollem Bart und dynamischen Blicken applaudierte sogar stehend. Doch Theater hin, Schauspieler her, fasziniert hat mich vor allem die Spielstätte. Die Außenmauern der Kirche stehen noch und drinnen kann man die einstige Größe gut abschätzen, die Pracht nur ahnen. Genial die Idee, hier Unterhaltung zu bieten. Die Zuschauer sitzen im einstigen Kirchenschiff und schauen nach vorn. Dort wo sonst der Altar steht, mühen sich hier die Schauspieler, schreien, gestikulieren, singen, morden und weinen. Immer mal wieder unterbrochen von gurrenden Tauben, die dem Drama ein wenig den Ernst rauben. Doch das Stück passt eigentlich perfekt hierher. Denn das Stück dreht sich um eine Straßen-Theater-Gruppe, wie man sie unlängst zum Schaubuden-Sommer hinter der Scheune sehen konnte.

Als mir mittendrin, ich Kulturbanause, etwas langweilig wurde, fand ich Abwechslung, konnte in den Abendhimmel blinzeln und die Anzahl der fehlenden Klinkersteine abschätzen. Normalerweise komme ich mir in Kirchen immer sehr klein vor, doch hier, so ohne Dach, fehlt dieses Gefühl.

Mit zunehmender Dauer der Vorstellung fröstelt es mich etwas, beim nächsten Mal ist ein dicker Pullover angesagt.

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Anmerkung 2004: Die Ruine der St. Pauli Kirche gibt es noch immer, das aktuelle Theaterprogramm findet sich unter www.theaterruine.de

Anmerkung 2006: Nach der Einsturzgefahr im Jahr 2005 wurde die Kirche umfangreich saniert und gesichert. Seit Juni 2006 wird sie wieder bespielt.

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