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Neustadt-Geflüster

Dresden Neustadt von Anton Launer

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Beschreibung
Das Neustadt-Geflüster von Anton Launer erzählt täglich frische Nachrichten aus dem Kneipen- und Szene-Viertel Dresden-Neustadt. Damit es nicht langweilig wird, werden diese mit Hintergründen, Albernheiten, Gerüchten, Klatsch, Tratsch, Tests und heißen Diskussionen aus der Äußeren Neustadt vermischt. Und natürlich gibt es hier die besten Informationen über die Bunte Republik Neustadt.

Artikel-Schlagworte: „grün“

Da fehlt doch was …

Albertbrücke ohne Pfeil

Albertbrücke ohne Pfeil

Nun, wenn es der Verkehrsberuhigung dient, kann man wohl auch mal einen grünen Pfeil weglassen, aber warum den, wenn der an der nächsten Ampel bleiben darf?

Neues Eiscafé auf der Louisenstraße

Gelateria Il Verde

Gelateria Il Verde

Unmittelbar neben der Pizzeria Toscana, oder besser gesagt in deren alten Räumen, wurde in den vergangenen Wochen renoviert und umgebaut. Nun eröffnet morgen an dieser Stelle die “Gelateria Il Verde” – ein Eiscafé.

Offenbar hat das Continental mit seinem Grün einen neuen Trend in der Neustadt aufgemacht (Neustadtgeflüster berichtete). Bin mal gespannt, wann aus dem Blue Note ein Green Note wird …

Continental – neu, aber auch gut?

Neuer Stil: Grün - anklicken zum Vergrößern

Neuer Stil: Grün - anklicken zum Vergrößern

Was kamen nicht alles für Gerüchte in die Welt, da war von einer Großraumdisko oder einem Musikhaus die Rede. Schließlich hat das Continental doch seinen Namen behalten, wird nur von einem neuen Eigentümer betrieben. Innen ist es jetzt alles ganz schön grün und stylisch. Weg sind die gemütlichen Ledercouches, in denen man für Stunden versinken konnte. Jetzt wirkt alles viel schneller. Optimal also, um einen langen Arbeitstag mit einem kräftigen Frühstück zu beginnen. So wollte ich es tun. Doch was nützt die schnelle Optik, wenn es dennoch dauert. Geschlagene 35 Minuten benötigte das Küchenpersonal für die Zubereitung zweier Rühereier. Und das bei einem mäßig gefüllten Laden. Das ging früher schneller. Aber genug gemeckert, geschmeckt hat das Ei, auch der Espresso wurde in gewohnter Qualität serviert. Die eigentliche Überraschung befindet sich aber im Keller, denn aus der etwas muchtigen und dunklen Notdurftstelle wurde jetzt ein stylisches Designer-Klo, dass allein schon den Besuch rechtfertigt. In Zukunft also, einfach ein bisschen schneller brutzeln und das Conti kann mich als Stammgast zurück gewinnen.

Sind die Grünen jetzt FDP?


Was ist denn das? Mit nem riesigen Schild direkt vor der Ampel wird dem rasanten Autofahrer vermittelt, dass “Grün” sei, er also auf die Tube drücken kann. Normalerweise ist doch die FDP (siehe Ausbaupläne Königsbrücker Straße und Stauffenbergallee) der Freund der Autofahrer. Wollen die “Grünen” jetzt auch noch deren Wähler gewinnen?
In meinem Fall folgte an der Ampel dem grünen Schild das gelbe und dann ziemlich plötzlich das rote Licht. Dank einer Vollbremsung überlebten die querenden Fußgänger. Der Abrieb an meine Reifen hat sicherlich die Feinstaub-Belastung an dieser Stelle um etliche Prozente nach oben getrieben. Irgendwie ungrün.,

Weiß wird grün und grün wird blau

louisenstrasse-gruen.jpg

Auf der Louisenstraße 52 tut sich wieder was. Bis zum Ende des vergangenen Jahres war hier die trendige Architektur-Buchhandlung Weisslack ansässig. Und jetzt soll es also “grün” werden. Derzeit sind ein paar Leutchen am Renovieren, sie benutzen aber hauptsächlich weiße Farbe. Mal sehen, was da noch auf uns zukommt. Spätestens am 3. Mai zur Eröffnung wissen wir mehr. Unter www.concept-gruen.eu gibt es ein paar Details.

Eine Farbwandlung der anderen Art hat das Sächsische Innenministerium beschlossen. Ab dem 1. Januar 2009 sollen die Polizisten und ihre Fahrzeuge Schritt für Schritt in blau gewandet werden. Ob sich die Polizisten damit dem inneren Zustand der wochendlichen Neustadt-Besucher anpassen sollen, ist im Moment noch unklar.

Von kleinen Unwahrheiten und großen Märchen

Es war einmal ein friedlicher kleiner Stadtteil. Jahr für Jahr versammelten sich die Bewohner zu einem Feste. Gesetze wurden gemacht, Geld eingeführt und jeder Bürger bekam einen Pass. Jeder soll Spaß haben und kräftig feiern. Jahr für Jahr wurden die Feierlichkeiten größer und lauter.

Eines schönen Tages trat ein preußischer Junker auf den Plan und verkündet, dass dieser kleine Stadtteil zu Höherem geschaffen sei. Von diesem Tage an nahm er die Organisation des Festes in die Hand, und es wurde noch größer und noch lauter. Die Bewohner des Stadtteils blieben weg, dafür kamen aber viele andere aus der Stadt und den Provinzen. Anno 2000 waren es über 100 000, die sich Alkohol, Bratwurst und Vergnügen hingaben. Ein Jahr später kamen noch mehr, der kleine Stadtteil quoll förmlich über. Zufrieden schritt der preußische Junker mit seinen Rittern durch die geschmückten Straßen. Bunte Stände boten allerlei Waren feil und Musikanten aus den angrenzenden Ländern sorgten für Unterhaltung. Duft von Gegrilltem und Verbranntem durchzog die engen Gassen des Viertels.
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