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	<title>Neustadt-Geflüster &#187; Friseur</title>
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	<description>Dresden Neustadt von Anton Launer</description>
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		<title>Uwe im FriseurLaden</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 07:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aufmerksame Leser des Blogs kennen wahrscheinlich meine Haarlänge. Nachdem ich mir Ende Dezember im ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://farm5.static.flickr.com/4041/4386436523_1149154608_o.jpg"><img alt="FriseurLaden auf der Sebnitzer" src="http://farm5.static.flickr.com/4041/4386436523_d52f13559a.jpg" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">FriseurLaden auf der Sebnitzer - Anklicken zum Vergrößern</p></div><br />
Aufmerksame Leser des Blogs kennen wahrscheinlich meine Haarlänge. Nachdem ich mir Ende Dezember im <a href="http://www.neustadt-ticker.de/kolumne/im-barber-shop/"">Barber Shop</a> nur zaghaft die Spitzen beschneiden ließ, nahmen die Zottel schon fast hippieske Züge an. </p>
<p>Um diesen Missstand zu beseitigen, schritt ich zum nächsten Friseurladen, der witzigerweise auch gleich <a href="http://www.friseurladen-dresden.de/" target="_Blank">FriseurLaden</a> heißt und bitte schön nicht mit dem <a href="http://www.der-friseurladen-dresden.de/" target="_Blank">Friseurladen</a> am Martin-Luther-Platz zu verwechseln ist. Denn erstens gibt es den FriseurLaden schon viel länger, mindestens 15 Jahre, meint zumindest der Herr der Schere und zweitens befindet sich das Lädchen auf der Sebnitzer Straße schräg gegenüber den ehemaligen Räumlichkeiten der <a href="http://www.galerie-baer.de/" target="_Blank">Galerie Baer</a>, die sich jetzt auf der Louisenstraße befindet. <span id="more-4800"></span></p>
<p>Aber genug des geografischen Gewurschtels. Punkt 9 treffe ich ein und Uwe lächelt mich freundlich an. Im Laden riecht es irgendwie komisch. Dann die üblichen Fragen, waschen oder trocken. Traditionell entscheide ich mich fürs Waschen, aber das geübte Auge des Friseurs erkennt, die Haare sind schon gewaschen. Nach einer kurzen Erklärung über häufiges Waschen und dass die Haut dann austrocknet, wird also trocken geschnitten. Ich frage ihn nach dem merkwürdigen Geruch. Das sind die Naturprodukte, denn ich bin jetzt offenbar beim Bio-Haarabschneider gelandet. Nur natürlich darf es sein, wer auf grelle oder künstlich blonde Haar steht, hat hier keine Chance – sogar der Kamm ist aus Holz. </p>
<p>Naja, das interessiert mich nicht so sehr, aus dem Haare-Färben-Alter bin ich wohl raus. Während Uwe fleißig stutzt und schnippelt erzählt er aus der Vergangenheit, dass er mal einen Laden in Striesen hatte und natürlich kommt mal wieder die Rede auf Herrn Haubner und den Frizör, den der mal auf der Louisenstraße betrieb. Nach jeder Menge Getratsche sind wir fertig. Das Haar ist ordentlich gestutzt und nicht zu kurz, die wenigen Restbestände auf meinem Haupt sollen sich ja noch wohl fühlen. 15 Euro kostet mich der Trockenschnitt und bevor ich den Laden verlasse, darf ich mir noch die Naturfarben ansehen. </p>
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		<title>Im Barber Shop</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 16:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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Endlich  hab ich es mal wieder geschafft. Seit meinem letzten Friseur-Bericht ist schon eine kleine Weile vergangen. In der Zwischenzeit bin ich gewissermaßen fremdgegangen und war bei einem Haarabschneider außerhalb der Neustadt. Aber zum Wesentlichen: Ein Freund hat mir den Corleone Barber Shop auf der Prießnitzstraße empfohlen und dazu gesagt, dass es sinnvoll wäre, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://farm3.static.flickr.com/2536/4228032443_a099effcfe_o.jpg" class="alignnone" width="500" height="339" /><br />
Endlich  hab ich es mal wieder geschafft. Seit meinem letzten <a href="http://www.neustadt-ticker.de/kolumne/da-waren-sie-ab/">Friseur-Bericht</a> ist schon eine kleine Weile vergangen. In der Zwischenzeit bin ich gewissermaßen fremdgegangen und war bei einem Haarabschneider außerhalb der Neustadt. Aber zum Wesentlichen: Ein Freund hat mir den Corleone Barber Shop auf der Prießnitzstraße empfohlen und dazu gesagt, dass es sinnvoll wäre, telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Am Telefon empfängt mich eine freundliche Stimme: Nun heute würde es halb vier noch passen. Das ist mir zu spät und ich frage schon nach einem Termin im nächsten Jahr, da lenkt sie ein: Na, wenn Sie morgen gleich um 12 Uhr kommen … Das passt mir. <span id="more-4501"></span></p>
<p>Am nächsten Tag, Punkt 12 Uhr steh ich vorm Barber Shop erstmal vor einer verschlossenen Tür. Doch schon wenige Sekunden später winkt mir eine junge Frau. “Haben Sie den Termin? &#8211; dann kommen Sie mal rum.” Über die Hintertür komme ich in den Laden, der Chef habe vergessen aufzuschließen, erklärt sie entschuldigend. Mir ist es recht, so ein Hintereingang hat ja immer auch einen besonderen Charme. Plötzlich stehe ich mitten im Salon. Der kommt ganz schön romantisch daher. Holztäfelung an den Wänden, ein Grammophon steht in der Ecke und ein wunderbares Klavier. Die Stimmung soll wohl ein bisschen an die Italiener im New York der Zwanziger Jahre erinnern. So fühl ich mich jetzt zwar nicht, aber es ist trotzdem sehr gemütlich, zumal ich ja auch der einzige Kunde bin. </p>
<p>Ines, so heißt die Friseurin, hat den Laden extra für mich geöffnet. Jetzt strahlt sie mich an: “Darf ich Ihnen was bringen, einen Kaffee, ein Wasser?” &#8211; Mir huscht ein Lächeln übers Gesicht und ich nehme vor dem großen stilvoll geschliffenen Spiegel Platz auf einem wahrhaft historischen Frisierstuhl. Nach kurzer Wäsche geht es an meine trotz längerer Pause immer noch kurzen Haare, nachdem die Details geklärt sind, beginnt sie zu schneiden. Schon nach kurzer Zeit sind wir in Plauschstimmung, vom <a href="http://www.neustadt-ticker.de/geruechte/haubner-zieht-um/">Haubner-Umzug</a> hat sie auch schon gehört und erzählt von vergangenen Tagen, als sie noch bei dem Dresdner Star-Figaro in der Philhaarmonie auf der Rothenburger Straße gearbeitet hat. Ihr Chef hier im Corleone ist Jörg Lenk, und wie sie sagt der Spezialist für ausgefallene Frisuren, wenn es um tolle Tollen bei den Herren geht.</p>
<p>So vergeht die Zeit wie im Flug und eine gute halbe Stunde später fühl ich mich sehr frisch am Kopf und irgendwie richtig wohl. Nicht nur der angenehme Plausch auch der Schnitt hat mir sehr gut gefallen. Wenn ich nicht so ein Friseur-Nomade wäre, würde ich hier bestimmt wieder her kommen.</p>
<ul>
<a href="http://www.corleone-barber-shop.de/start.html" target="_Blank">Corleone Barber Shop</a><br />
Prießnitzstraße 16,<br />
Telefon: 0351 8108788</ul>
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		<title>Da war’n sie ab</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 15:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von dem Begriff Friseur-Nomade aus einer der Diskussionen auf den Neustadt-Geflüster-Seiten inspiriert, habe ich mir nun vorgenommen, in unregelmäßigen Abständen die verschiedenen Salons in der Neustadt zu testen. Erst kürzlich war ich beim Weltraumfriseur und Comander Doreen durfte meine Zotteln beschneiden. Heute nun der Test beim türkischen Friseur, im Salon Alanya auf der Rothenburger Straße. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von dem Begriff Friseur-Nomade aus einer der Diskussionen auf den Neustadt-Geflüster-Seiten inspiriert, habe ich mir nun vorgenommen, in unregelmäßigen Abständen die verschiedenen Salons in der Neustadt zu testen. Erst kürzlich war ich beim <a href="http://neustadt-ticker.de/2009/05/20/von-zeit-und-raum-und-commander-doreen/">Weltraumfriseur und Comander Doreen</a> durfte meine Zotteln beschneiden. Heute nun der Test beim türkischen Friseur, im Salon Alanya auf der Rothenburger Straße. Gegen halb drei komme ich hin – nur leider sind alle Stühle belegt. Aber für eine Stunde später wird mir ein Haarschnitt versprochen. Nun denn, dann komme ich eben wieder. <span id="more-3168"></span><br />
Irfan Genc, der mit seiner Frau zusammen den Salon führt, legt mir persönlich den Haarabhaltungsumhang um. Mit seinen Händen skizziert er einen klassischen Topfschnitt und fragt lapidar: „Fasson?“ – Nö, diesmal soll alles ab. Er ist es zufrieden und greift zur Schermaschine. Und damit ich es mir auch nicht noch mal überlegen kann, rasiert er mir die Mitte des Schädels von vorne nach hinten weg. Das sieht jetzt aus wie ein umgekehrter Irokesenschnitt.<br />
Oha, doch so kurz. Ein wenig erschrocken gebe ich mich meinem Schicksal hin. Herr Genc, das spricht man übrigens im Deutschen als „Gensch“ aus, ist eifrig bei der Sache. Ratz-Fatz sind die Haare weg. Die Stoppeln sind keinen Milimeter mehr lang. Mit einer zweiten Maschine gleicht er letzte Details aus und schafft den stufenlosen Übergang zum Drei-Tage-Bart. Mit einer scharfen Rasiermesserklinge entfernt er die Nackenhaare. Dann greift er zu einem Spezial-Gerät. Es brummt und schon sind die Ohren ausrasiert. Doch damit nicht genug – mittels eines brennenden Docht werden die letzten Haare aus dem Ohr entfernt. Und wieder greift er zu einem merkwürdigen Gerät. Mit einer Art Feder-Spirale schmirgelt er mir über die Wangen. Auch hier müssen überflüssige Härchen dran glauben. Zu guter Letzt schnappt er sich ein festes Garn und glättet die Augenbrauen. Das zwickt und zwackt, aber ich fühle mich rundherum erfrischt.<br />
Stolz auf meine neue Frisur will ich zahlen. Da weist er mich noch auf meinen Tee hin, der gehört zum Service dazu und schmeckt genauso herrlich bonbonig wie in jeder Dönerei. Bei Frau Genc darf ich bezahlen. Ein Zehner soll es kosten, Trinkgeld geben ist erlaubt. Von mir gibt es nen dicken Daumen hoch für den exotischen Haarschneider.</p>
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		<title>Von Zeit und Raum und Commander Doreen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 16:44:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einem geschenkten Gaul … pö, gilt für mich nicht. Aber der Reihe nach, erst macht mich ein Weltraumfriseur auf eine falsche Telefonnummer auf der Service-Seite aufmerksam, dann bedankt er sich für die prompte Änderung, indem er mir nen Haarschnitt schenkt. Und das mir, der ich doch immer mal wieder über die Haarabschneider lästere. Kann man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einem geschenkten Gaul … pö, gilt für mich nicht. Aber der Reihe nach, erst macht mich ein Weltraumfriseur auf eine falsche Telefonnummer auf der Service-Seite aufmerksam, dann bedankt er sich für die prompte Änderung, indem er mir nen Haarschnitt schenkt. Und das mir, der ich doch immer mal wieder über die Haarabschneider lästere. Kann man <a href="http://www.neustadt-ticker.de/kolumne/von-haarabschneidern-und-radio-programmen/">hier</a> und <a href="http://www.neustadt-ticker.de/kolumne/vom-reinkommen-und-drankommen/">hier</a> nachlesen.<br />
Also los. An der Bautzner Straße, direkt an der Ecke zur Rothenburger hat im vergangenen November der <a href="http://www.weltraumfriseur.com/" target="_Blank">Weltraumfriseur</a> eröffnet. Früher war hier mal der <a href="http://www.coiffeur-lauda.de/" target="_Blank">Coiffeur Lauda</a> drin. <span id="more-2553"></span><br />
An der Tür begrüßt mich Style-Commander Doreen. Schwupps wird mir die Jacke abgenommen und ein kühles Getränk angeboten. Doch bevor ich mich setzen kann, werde ich erstmal durch den Raum, oder sollte ich besser Space sagen, geführt. Alles hübsch ordentlich, aufgeräumt, keine Ecken und Kanten. Soweit so gut, das können andere auch. Doch dann geht’s los. Zum Waschen meiner Haare versinke ich in einem Sessel und betrachte auf Monitoren die Erde, wie sie sich dreht und dreht und dreht … „Kopfmassage – beruhigend oder stimulierend?“ Doreen hat mich geweckt. Beruhigung hatte ich nun genug, also lasse ich mir mittels geschickter Griffe die Kopfhaut durchwalken. Völlig entspannt schreiten wir zum Schneidetisch. Im Hintergrund rumpelt irgendwelche moderne elektronische Musik. Naja, immer noch besser als das sonst so Friseur-typische Schlagerradio. Doreen nimmt sich Zeit, erklärt mir ihr Vorgehen und weigert sich, einfach alles zack, zack mit der Maschine wegzuputzen. Gut, dass ich ein bisschen Zeit habe. Etwa eine halbe Stunde später sehe ich irgendwie neu aus, bin aber dennoch wieder zu erkennen. Kompliment, da ist kein Eckchen, das übersteht. Alles fein säuberlich abgeschnitten. Dann lüftet sie den Schleier. 29 Euro würde der Spaß kosten, dafür gibt es auch noch ein Spezial-Shampoo für zu Hause. Das haut mich dann doch erstmal ein bisschen von den Socken. Sonst zahl ich vielleicht ein Drittel. Aber Qualität hat wohl ihren Preis. Normalerweise brauch ich ja auch nicht 45, sondern nur 15 Minuten, bis mein Haarniveau auf kurz getrimmt ist. Fazit: Wenn ich meinem Kopf mal wieder was Gutes gönnen will, komme ich bestimmt mal wieder.</p>
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		<title>Totaler Quatsch oder einfach nur Haare?</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 09:26:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Per Mail wurde ich kürzlich auf Folgendes hingewiesen: Das Style-Modul befindet sich in der Umlaufbahn der Erde und bereitet sich auf die Landung vor. Während eines Kurzbesuchs auf der ISS soll der erste Kontakt der Frisonauten mit der humanoiden Lebensform stattgefunden haben. Angeblich sei nun die derzeitige Besatzung der ISS gut gestylt und hätten jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Per Mail wurde ich kürzlich auf Folgendes hingewiesen: Das Style-Modul befindet sich in der Umlaufbahn der Erde und bereitet sich auf die Landung vor. Während eines Kurzbesuchs auf der ISS soll der erste Kontakt der Frisonauten mit der humanoiden Lebensform stattgefunden haben. Angeblich sei nun die derzeitige Besatzung der ISS gut gestylt und hätten jetzt galaktisch schöne Haare.</p>
<p>Immerhin soll der wohl etwas entrückte Friseur am 1. November um elf Uhr auf der Bautzner/Ecke Rothenburger Straße landen. Die per Mail mitgeschickten Fotos lassen schlimmstes vermuten.<br />
<img src="http://dresdenneustadt.files.wordpress.com/2008/10/friseur.jpg" alt="" title="friseur" width="500" height="340" class="alignnone size-full wp-image-1250" /></p>
<p>Noch mehr Nonsens und Haare gibts <a href="http://www.weltraumfriseur.com">hier</a>.</p>
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		<title>Von Haarabschneidern und Radio-Programmen</title>
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		<pubDate>Wed, 30 May 2007 12:05:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man wie ich nur      noch wenig Haare auf dem Kopf hat, macht man sich über das Schneiden      derselben nur noch in geringem Maße Gedanken. Mir geht es, wie an     anderer      Stelle schon einmal beschrieben, hauptsächlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="T10" style="margin-top:0;margin-bottom:0;"><a href="http://www.photocase.de/de/photodetail.asp?i=37066"><img class="alignleft" style="float:left;" src="http://frintert.de/Launer/images/Friseur-Klein.jpg" alt="" width="150" height="200" /></a>Wenn man wie ich nur      noch wenig Haare auf dem Kopf hat, macht man sich über das Schneiden      derselben nur noch in geringem Maße Gedanken. Mir geht es, wie an     <a href="http://dresdenneustadt.wordpress.com/2005/05/11/vom-reinkommen-und-drankommen/">anderer      Stelle</a> schon einmal beschrieben, hauptsächlich ums Reinkommen und      Drankommen. Kürzlich hatte ich mal wieder das Bedürfnis, das Haupthaar etwas      kürzen zu lassen. In den einschlägigen Trend- und Szene-Friseuren war kein      Plätzchen frei, also stolperte ich mal im Salon &#8220;Maja Söllner&#8221; auf der      Louisenstraße gegenüber der Feuerwehr vorbei. Schüchtern frage ich, ob denn      ein Haarschnitt möglich wäre. Sie strahlt mich an, weist mir ihren Armen in      den leeren Salon: &#8220;Klar, nehmen Sie doch einfach Platz.&#8221; Frau Söllner      schneidet selber, ihr Gesicht kommt mir bekannt vor: &#8220;Haben Sie nicht mal      auf der Alaunstraße?&#8221;<br />
Sie nickt. An der      Stelle, an der früher ihr Salon war, ist inzwischen das     <a href="http://www.devils-kitchen.eu/">Devils Kitchen</a> eingezogen. Das      muss bis vor fünf Jahren gewesen sein. Jetzt ist sie hier, mit einer      Kollegin, den Salon hat sie an eine Kette abgegeben. &#8220;Den Stress brauch ich      nicht mehr in meinem Alter&#8221;, erzählt sie. Plötzlich rauscht das Radio. Ihr      geliebter Sender <a href="http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen">MDR 1</a>,      ist nur noch undeutlich zu hören. Nach ein paar Versuchen und einer Drehung      an der Antenne läuft aber alles wieder bestens. Dann erzählt sie mir, dass      ihre Kollegin neulich, ganz verwegen, einen anderen Sender angestellt hätte,      Hitradio oder so ähnlich. Das sei ihr aber nichts.</p>
<p class="T10" style="margin-top:0;margin-bottom:0;">Ich überlege, wie      sich Frau Söllner wohl im Haaramt um die Ecke fühlen würde, dort läuft den      ganzen Tag <a href="http://www.mtv.de/home/index.php">MTV</a>.</p>
<p class="T10" style="margin-top:0;margin-bottom:0;">Geschickt kürzt sie      die Haare, rasiert den Nacken aus und legt die Ohren frei. Gelernt ist      gelernt, auch wenn das bei ihr schon ein paar Jahre her ist. Dann erzählt      sie, dass sie eigentlich schon ihr ganzes Leben in der Neustadt frisiert.      Vor allem wegen ihres Mannes, der das Viertel über alles liebte, gemeinsam      hatten sie am Bischofsweg gewohnt. Doch nun, nach langen Jahren konnte sie      sich endlich ihren Wunsch erfüllen und aufs Land ziehen. Der Neustadt will      sie aber zumindest als Friseurin noch eine Weile erhalten bleiben.</p>
<p class="T10" style="margin-top:0;margin-bottom:0;">&#8220;So wir sind fertig.&#8221;      Sie holt den Spiegel, hält ihn hoch. &#8220;Oh, das wollten Sie bestimmt gar nicht      sehen.&#8221; In Anbetracht meiner kahlen Stellen schmunzelt sie verschmitzt und      ich bin mir ziemlich sicher, beim nächsten Mal lasse ich mir wieder von ihr      die Haare stutzen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vom Reinkommen und Drankommen</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2005 15:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als      Mann hat man ja so seine Gewohnheiten. Ich zum Beispiel kann es überhaupt      nicht leiden, wenn ich irgendwo etwas vorbestellen oder reservieren muss.      Termine habe ich schließlich im Beruf genug. Ich will mich spontan      [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="T10"><img class="alignleft" style="float:left;" src="http://frintert.de/Launer/images/abreisskarten.jpg" alt="" width="150" height="183" />Als      Mann hat man ja so seine Gewohnheiten. Ich zum Beispiel kann es überhaupt      nicht leiden, wenn ich irgendwo etwas vorbestellen oder reservieren muss.      Termine habe ich schließlich im Beruf genug. Ich will mich spontan      entscheiden. So auch beim Kürzen des Haupthaares. Schlimm genug, dass ich      für die wenigen Resthaare immer noch einen Frisör aufsuchen muss. Doch heute      scheint ein ganz böser Tag zu sein. Gut, ich gebe zu, ich habe mich auch zu      einer ungünstigen Zeit, am späten Nachmittag, aufgerafft. Jetzt habe ich den      Salat, bei meinem Lieblings-Schnippelmeister sitzt ne Wartegemeinschaft. Da      gehe ich doch gar nicht erst rein. Untreu wie ich bei solchen Sachen nun mal      bin, suche ich nach Alternativen. Da war doch noch das Haaramt auf der      Königsbrücker Straße. Früher hatte hier die berühmte Beatrix Reuschel ihren      Salon „Il Parrucchiere&#8221;. Doch die frisiert jetzt lieber auf der anderen Elbseite in      nobler Umgebung. Nun also Haaramt. Die Werbesprüche schreien mich an und      stimmen mich freudig: „Reinkommen und Drankommen“. Ja, so will ich das.</p>
<p class="T10">Also nix wie rein. Toll, kein Mensch zu sehen, nur eine      adrett lächelnde Friseurin. Ich will schon ablegen und Platz nehmen, Stühle      sind ja reichlich frei. Doch sie sagt die unglaublichen Worte: „Wir sind      alle besetzt“. Jetzt bin ich verwirrt, suche in den Ecken des Raumes nach      der versteckten Kamera und erwarte einen verspäteten Aprilscherz. Aber nein,      sie meint es ernst und erklärt, dass in wenigen Minuten etliche Kunden      kämen, die einen Termin hätten. Ich könnte ja kurz vor 20 Uhr wiederkommen.      Tja, hier wird es wohl nix mit der Spontaneität, trotz schicker      Abreißkarten, die das Amt verdeutlichen sollen und eigentlich auch das      schnelle Drankommen. Auf den Fersen drehe ich mich um. Dann bleibe ich eben      noch ein paar Tage Langhaar-Hippie.</p>
<p class="T10">Später am Abend begegnen mir die Abreißkarten wieder. Im      Alaungarten bekomme ich die zum Bier dazu. Doch bevor ich fragen kann, ob      das jetzt schon eine Reservierung für das nächste kühle Blonde wäre, bekomme      ich die Erklärung: „Wenn Du das leere Bierglas und die Karte zurückbringst,      gibt es auch den Pfand zurück.“ Dass mich Kellnerinnen duzen, bin ich wegen      der langen Haare schon gewöhnt, aber dass ich im Biergarten mein leeres      Bierglas wieder zurückbringen muss, trifft mich unerwartet. Solcherart      Verabredungen müssen nicht in meinem Terminkalender stehen.</p>
<p class="T10">&#8212;</p>
<p class="T10">Anmerkung 2006: Weil im Gästebuch neulich mal jemand fragte,      das Haaramt hat die Telefonnummer: 0351 8024199. Außerdem ist es mir      inzwischen mehrfach erfolgreich gelungen überflüssiges langes Haar dort los      zu werden.</p>
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		<title>Von blickdichter Herrlichkeit und einem herrlichen Blick</title>
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		<pubDate>Wed, 07 May 2003 10:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Friseur]]></category>
		<category><![CDATA[Lästerbank]]></category>
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		<description><![CDATA[Geschwind bringt mir André ein kühles Bier und ich brauche nur noch die Beine von mir strecken und den Blick zu genießen. Mit einem leisen Seufzer kann ich jetzt einen durchwachsenen Abend ausklingen lassen.
Per E-Mail hatte ein stadtbekannter Haarabschneider verkündet, dass die meisten Parties in Dresden doch wohl langweilig seien und dass er das künftig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a href="http://farm2.static.flickr.com/1368/548345686_fd0e779542_o.jpg"><img alt="" src="http://farm2.static.flickr.com/1368/548345686_cc6ad48a25_m.jpg" width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Blick auf die von der Lästerbank aus sichtbare Lutherkirchenseite - zum Vergrößern bitte anklicken</p></div>Geschwind bringt mir André ein kühles Bier und ich brauche nur noch die Beine von mir strecken und den Blick zu genießen. Mit einem leisen Seufzer kann ich jetzt einen durchwachsenen Abend ausklingen lassen.<br />
Per E-Mail hatte ein stadtbekannter Haarabschneider verkündet, dass die meisten Parties in Dresden doch wohl langweilig seien und dass er das künftig ändern wolle. Nun, mit diesen niedergeschriebenen Tönen war er bei mir auf offene Augen getroffen. <span id="more-563"></span></p>
<p>Meinen Ohren hätte ich vielleicht nicht recht getraut. Mit einer zünftigen Begleitung, die als Kundin glücklicherweise auch eine Einladung bekommen hatte, stürmten wir den Laden. Nun gut, das mag jetzt etwas übertrieben klingen, ist es auch, denn eigentlich gaben wir uns betont lässig und waren damit in sehr guter Gesellschaft. In dem zum Party-Zimmer umgebauten Frisierstudio bekam der Begriff Langeweile eine ganz neue Dimension. Küsschen hier, Sektchen da, gut gebaute Burschen standen in Begleitung ihrer bestens frisierten Damen in ihrer schönsten Herrlichkeit herum und taten nichts. Mag sein, dass zu vorgerückter Stunde nachdem die Burschen und die Damen reichlich dem Sekt und den Küsschen zugesprochen haben, der eine oder andere ein Tänzchen gewagt haben mag, wir indes verkrümelten uns schleunigst wieder. Beim Hinausschlüpfen fiel mir die abgedunkelte Fensterfront auf, als solle von außen niemand dieses Elend sehen.</p>
<p>Glücklicherweise war gerade Soap-City angesagt mit Parties allerorten. Im Hostel Mondpalast krachte es auch gleich ganz ordentlich. Mirko, seines Zeichens Barkeeper im <a href="http://www.jazzdepartment.com/" target="_Blank">Blue Note</a> strapazierte das Mikrofon, seine Combo die Instrumente und das Publikum das Parkett. Mittels polizeilicher Gewalt mussten wenig später die Fenster geschlossen werden, um wenigstens wieder einen Hauch von Ordnung und Ruhe auf der Louisenstraße herzustellen. Mich überkam auch eine plötzliche Sehnsucht nach Ruhe, so verließ ich auch diesen feucht-fröhlichen Ort.</p>
<p>Nun sitze ich also am Lutherplatz im Ma Cherie auf Andrés Lästerbank, strecke die Beine von mir und genieße den herrlichen Blick auf die Kirche, die sich schwarz vom Abendhimmel abhebt und mich immer ein bisschen an Paris erinnert.</p>
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