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	<title>Neustadt-Geflüster &#187; Erlebnispark</title>
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	<description>Dresden Neustadt von Anton Launer</description>
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		<title>Von großen Ideen und kleinen Haken</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 1999 11:34:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p class="T10"><img class="alignleft" style="float:left;margin:3px;" src="http://frintert.de/Launer/images/Falschparker.jpg" alt="" /> „Von wegen Luft ablassen, anzünden müsste man die.“      Gregor, den ich im Oscar auf der Böhmischen Straße traf, war nicht so      angetan von meinen Gedanken zum Parken in der Neustadt. „Diese Blechkarren      stehen doch nur im Weg rum.“ Zur Erinnerung: Vor zwei Wochen hatte ich      berichtet, wie ein Hausmeister über falsch parkende Autos denkt. Dabei fiel      auch die Idee mit dem Luft ablassen.</p>
<p class="T10">Viel größere Ideen hat der Dresdner Martin Schramm, der zwar gerade in Wien      weilt, doch in Gedanken noch in der Neustadt ist. Per E-Mail schickte er mir      seine Visionen eines autofreien Szene-Viertels. Ein Parkhaus am Rande sollte      her, und alle Autos dort hinein, denn zu Fuß sei die Neustadt viel schöner.      Soweit kann ich folgen. Doch dann geht es weiter. Statt der Parkgebühr      könnte der Autofahrer doch gleich auf sein Vehikel verzichten und eine      Monatskarte für die Straßenbahn erwerben. Große Ideen fordern Taten. Also      lasse ich das Auto mal stehen und probier es mit Laufen. Alle Wege in der      Neustadt sind kein Problem, doch was ist wenn ich über die Elbe will. Zum      Fußball vielleicht, <a href="http://www.dynamo-dresden.de/" target="_top">Dynamo</a> lockt. Die Linie 13 fährt dahin, soweit ich      bisher wusste eine gute Viertelstunde. Doch was muss ich nun erleben, die      fährt doch wirklich mit der Kirche ums Dorf, über Johannstadt und      Hauptbahnhof – fast dreimal so lange. Gut das ist ´ne Ausnahme, aber      irgendwie ist es doch immer so, wenn ich die Tram brauche, ist sie immer      gerade abgefahren. Alles nur Zufall. Doch die kleinen Haken an der großen      Idee lassen mir keine Ruhe. Herr Schramm erklärt, dass man in der Bahn ein      Buch lesen könne und dabei entspannen. Habe ich so noch nie erlebt. Wenn ich      ausnahmsweise in die gelb-schwarzen Gefährte einsteige, ist entweder kein      Platz frei oder nach spätestens einer Haltestelle steigt eine Rentnerin mit      Krückstock zu, der ich dringend meinen Platz anbieten muss, um mir dann neben      johlenden Kinder die Beine in den Bauch zu stehen.</p>
<p class="T10">Aber schön wäre es schon mit der Neustadt ohne Autos. Dann vielleicht doch die Variante      mit dem Parkhaus. Dort müssten dann auch Mietschirme zu haben sein, falls es      mal regnet, und gleich ein großer Plan mit allen Kneipen drauf. Rund um die      Neustadt werden Tore aufgestellt, damit sich auch kein einzige Wägelchen      hineinverirrt. Ein Grenzschild wäre auch nötig. „Erlebnispark Äußere      Neustadt“. Da würden dann auch die brennenden Autos hinpassen und für den      Dresdner Altstädter wäre wieder ganz klar: In der Neustadt ticken sie doch      nicht ganz richtig.</p>
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