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	<title>Neustadt-Geflüster &#187; elbe</title>
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	<description>Dresden Neustadt von Anton Launer</description>
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		<title>Von Frühlingsgefühlen und leichten Quetschungen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2004 12:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erst quietscht es, dann ruft jemand: „Vorsicht“ und plötzlich spüre ich ein schmerzhaften Stoß im Rücken. Ein Radfahrer mit einem dieser modernen Gefährte, die sich nur noch Bike nennen und sich durch gehörnte Lenker auszeichnen. Eines dieser Hörner spießte mir nun im Rücken und der Radfahrer, oder sollte ich besser Biker sagen, stammelt etwas von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erst quietscht es, dann ruft jemand: „Vorsicht“ und plötzlich spüre ich ein schmerzhaften Stoß im Rücken. Ein Radfahrer mit einem dieser modernen Gefährte, die sich nur noch Bike nennen und sich durch gehörnte Lenker auszeichnen. Eines dieser Hörner spießte mir nun im Rücken und der Radfahrer, oder sollte ich besser Biker sagen, stammelt etwas von „Tschuldigung“ und „Warum sind Sie auch nicht zur Seite gegangen?“ <span id="more-596"></span>In mir kocht es. Doch bevor ich in Wut ausbrechen und den Burschen anschreien kann, ist er längst weitergefahren. Ich will ihm noch nachrufen, dass das hier ja wohl kein Radweg sei. Doch wie das so ist, mit Beschimpfungen, wenn man sie aussprechen will, haben sie sich längst überholt. Denn als ich dem Biker so nachschaue, sehe ich ein blaues Verkehrsschild auf dem mit weißen Strichen sowohl Radfahrer als Fußgänger eingezeichnet sind. Gut, das Fahrrad auf dem Schild hat keine solchen Hörner, aber eigentlich hätte ich gewarnt sein sollen. Und tatsächlich es kreuzen diverse Radfahrer und ich hatte immer gedacht der Elberadweg verlaufe nur auf der Altstädter Seite.</p>
<p>Ich habe die ersten Frühlingssonnenstrahlen genutzt und bin zum Rosengarten geeilt, um ein Wenig an der Elbe entlang zu flanieren. Offensichtlich bin ich mit dieser Idee am Sonntag Nachmittag nicht der Einzige. Mir fällt auf, dass hier das große Schaulaufen angesagt ist. Die Gruppe der „Seht her, was ich für ein tolles Bike mit Hörnern habe“ erwähnte ich schon, doch dann gibt es noch die stolzen Jungväter, die ihre      dreifachgefederten und krossbereiften Kinderwagen vor sich herschieben, während die noch stolzere Mama den Sprössling präsentiert, wie er seine erste Schritte ohne Händchenhalten schafft. Meist ist dann noch irgendein Onkel dabei, der das alles mittels digitaler Kamera für den nichtanwesenden Rest der Verwandtschaft festhält.</p>
<p>Inständig hoffe ich dass es zwischen Gruppe eins und zwei keine Zusammenstöße gibt, da fällt mir Gruppe drei ins Auge, die angesichts der vielen kleinen Erstschrittler auch nicht ganz unproblematisch ist, die Gruppe der „Seht her, wie toll mein Hund dressiert ist, der fischt das Stöckchen sogar aus der Elbe.“ Die Vertreter dieser bunten Gruppe besticht durch ein legeres Leine in der Hand und nicht am Hund Auftreten.</p>
<p>Glücklicherweise kann ich berichten, dass der oben geschilderte Zusammenstoß zwischen Gruppe eins und dem Beobachter der Einzige während des gut einstündigen Ausfluges war.</p>
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		<title>Von leeren Straßen und einem vollen Strand</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jul 2000 12:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist Freitag und      Abend – Beste Party-Zeit, auf ins Getümmel. Rein in die Menschenmassen, die      sich durch die Neustadt wälzen und gierig nach freien Plätzen in den      Biergärten Ausschau halten.
Doch was ist das –      [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="T10">Es ist Freitag und      Abend – Beste Party-Zeit, auf ins Getümmel. Rein in die Menschenmassen, die      sich durch die Neustadt wälzen und gierig nach freien Plätzen in den      Biergärten Ausschau halten.</p>
<p class="T10">Doch was ist das –      statt fehlender Sitzgelegenheiten, fehlen die Menschen. Die Görlitzer Straße      gähnt unverschämt leer und lustlos. Nur vorm Spätshop sitzen Zwei mit Hunden      und Dosenbier. Selbst im Blumenau auf      der Louisenstraße, hier ist es sonst immer voll, sind noch Plätze frei. Ganz      am Ende der Straße verschwinden gerade noch zwei Passanten um die Ecke. Es      scheint als hätte ein riesengroßer Saugrüssel die ganzen Menschen aus der      Neustadt gesaugt. So leer war es hier schon lange nicht mehr.</p>
<p class="T10">Ist es schon da, das      Sommerloch? Wohl kaum, die große Ferien- und Urlaubszeit hat doch noch gar      nicht begonnen. Wo also sind sie hin? Noch vor zwei Wochen, zur BRN, waren      sie alle hier und verdrückten Unmengen von Bier und Bratwürsten.</p>
<p class="T10">Plötzlich tütelt mein      Telefon. Das muss mir jetzt gar nicht peinlich sein. Es ist sowieso niemand      da ist, der das Geräusch hören könnte. „Ja!“ – „Wo?“ – „Ach, an der Elbe.“ –      „Grillen.“ Alles klar, da muss ich hin, hier in den schmalen Gassen passiert      heute doch nichts mehr.</p>
<p class="T10">Das Grillen am      Elbestrand ist inzwischen ungeheuer beliebt. Wenn man vom Sachsenplatz      kommend, Richtung Neustadt den Fluss überquert, kann man die rot-gelben      Punkte, Lagerfeuer, kaum noch zählen. Die Grill- und Feuer-Freunde verteilen      sich am gesamten Elbufer bis hinauf nach Pillnitz.</p>
<p class="T10">Eines der      beliebtesten Plätzchen ist direkt an der Mündung der Prießnitz in einem      kleinen Wäldchen unterhalb des Krankenhauses. Gegenüber leuchtet der      Fährgarten und wenn der Wind günstig steht, kann man die Musik mithören.      Dank Handy-Kommunikation finde ich unter den drei Lagerfeuern das Richtige      und kann dort entspannt von meinen Erlebnissen ohne Menschen in der Neustadt      berichten.</p>
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