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Bunte Ecke übergeben

Mit ein paar kleinen Ständen, einigen Luftballons, einer Band und ein paar ungeladenen Regentropfen wurde die “Bunte Ecke” heute pünktlich um 15 Uhr der Öffentlichkeit übergeben. Bereits gestern konnte ich sehen, wie ein paar Punks von “ihrer” Ecke wieder Besitz nahmen, sie störten sich offenbar nicht weiter an dem Beton-Charme.
"Bunte Ecke" wird übergeben
Nach gut drei Monaten Bauzeit soll morgen um 15 Uhr die neugestaltete Freifläche an der Alaunstraße/Ecke Böhmische Straße der Öffentlichkeit übergeben werden. Der frühere “Affenkäfig” hat sich heftig verändert, glücklicherweise durften wenigstens die Bäume stehen bleiben. Dazu gibt es jetzt Hecken und Büche in Betoneinfassungen, Beton-Sitzmöbel und einen nigelnagelneuen Trinkbrunnen. Insgesamt hat der Umbau laut Angaben der Stadt rund 240 000 Euro gekostet.
Affenkäfig wird zur "Bunten Ecke"
Der legendäre Affenkäfig
Von leeren Straßen und einem vollen Strand
Es ist Freitag und Abend – Beste Party-Zeit, auf ins Getümmel. Rein in die Menschenmassen, die sich durch die Neustadt wälzen und gierig nach freien Plätzen in den Biergärten Ausschau halten.
Doch was ist das – statt fehlender Sitzgelegenheiten, fehlen die Menschen. Die Görlitzer Straße gähnt unverschämt leer und lustlos. Nur vorm Spätshop sitzen Zwei mit Hunden und Dosenbier. Selbst im Blumenau auf der Louisenstraße, hier ist es sonst immer voll, sind noch Plätze frei. Ganz am Ende der Straße verschwinden gerade noch zwei Passanten um die Ecke. Es scheint als hätte ein riesengroßer Saugrüssel die ganzen Menschen aus der Neustadt gesaugt. So leer war es hier schon lange nicht mehr.
Ist es schon da, das Sommerloch? Wohl kaum, die große Ferien- und Urlaubszeit hat doch noch gar nicht begonnen. Wo also sind sie hin? Noch vor zwei Wochen, zur BRN, waren sie alle hier und verdrückten Unmengen von Bier und Bratwürsten.
Plötzlich tütelt mein Telefon. Das muss mir jetzt gar nicht peinlich sein. Es ist sowieso niemand da ist, der das Geräusch hören könnte. „Ja!“ – „Wo?“ – „Ach, an der Elbe.“ – „Grillen.“ Alles klar, da muss ich hin, hier in den schmalen Gassen passiert heute doch nichts mehr.
Das Grillen am Elbestrand ist inzwischen ungeheuer beliebt. Wenn man vom Sachsenplatz kommend, Richtung Neustadt den Fluss überquert, kann man die rot-gelben Punkte, Lagerfeuer, kaum noch zählen. Die Grill- und Feuer-Freunde verteilen sich am gesamten Elbufer bis hinauf nach Pillnitz.
Eines der beliebtesten Plätzchen ist direkt an der Mündung der Prießnitz in einem kleinen Wäldchen unterhalb des Krankenhauses. Gegenüber leuchtet der Fährgarten und wenn der Wind günstig steht, kann man die Musik mithören. Dank Handy-Kommunikation finde ich unter den drei Lagerfeuern das Richtige und kann dort entspannt von meinen Erlebnissen ohne Menschen in der Neustadt berichten.






