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Demonstration für mehr Musik, Liebe und Johannes
Am Freitag, dem 21. August, soll am Albertplatz um 14 Uhr eine “Große Demonstration für mehr Musik, Liebe und Johannes” starten. Das Spektakel wird garniert mit Live Musik mit Eastside Entertainment, der Hip Hop Crew aus der Neustadt. Angeblich will die lustige Truppe mit einem großen Hänger kreuz und quer durch die Neustadt fahren. Das Ziel, die Schauburg, soll gegen 20 Uhr erreicht werden.
Fahrrad-Demo für zwei Spuren Königsbrücker Straße
Ab dem 22. Mai soll jeden Freitag eine Fahrraddemo stattfinden. Es geht um einen fahrradfreundlichen und stradtverträglichen Ausbau der Königsbrücker Straße. Hintergrund ist der geplante Ausbau der Königsbrücker Straße. Die Veranstalter, die Grüne Liga Dresden und der ADFC Dresden, befürchten, dass entgegen dem Stadtratsbeschluss von 2006 nun doch wieder eine vierspurige Variante geplant wird. Dabei berufen sie sich auf Gerüchte und Äußerungen einzelner Stadträte. Die Unterstützer der Demonstration wollen, dass man man die Königsbrücker Straße endlich vernünftig mit dem Fahrrad befahren kann und dass der Ausbau auf eine stadtverträgliche Art und Weise erfolgt. Sie wenden sich explizit gegen die “Gelüste einiger Autofetischisten nach einer vierstreifigen Königsbrücker Straße”. Unterstützt wird die Demonstration von der Grünen Liga, dem ADFC, dem BUND, dem VCD, der SPD, und den Grünen
Treffpunkt ist immer Freitags, 17 Uhr vor der Schauburg. Die Demo verläuft die Königsbrücker Straße stadteinwärts, um den Albertplatz-Kreisel herum, die Königsbrücker Straße bis zur Stauffenbergalle hoch und wieder zurück zur Schauburg.
Demonstration am Bischofsplatz
Morgen soll um 14 Uhr eine Demonstration am Bischofsplatz starten, das kann man zumindest bei Indymedia lesen. Der Anlass ist die Räumung des besetzten Hauses in der Hechtstraße am vergangenen Wochenende.
Laut einem anonymen Posting auf dieneustadt.de soll die Demonstration vor Staatskanzlei am Carolaplatz enden.
Bunte Nachbarschaft 2008
Die Bunte Republik steht unmittelbar bevor. Das war heute zwischen 16 und 18 Uhr wieder ganz deutlich zu hören und zu sehen. Denn mit fröhlichen Klängen zog der Büger Courage e.V. wieder durch die Straßen der Neustadt.
Das Ziel der Aktion, die schon zum vierten Mal statt findet: An jedes Fenster soll ein »persönliches Statement« angebracht werden. Damit die Neustadt ein buntes Zeichen gegen Gewalt, rechtsextremistisches Denken und und vor allem gegen den Alltagsrassismus setzt.

Am Straßenrand immer das gleiche Bild. Menschen an ihren Fenstern, erst neugierig ob des Krachs, dann begeistert. Nicht wenige nehmen die Transparente an, auch wenn es nicht immer einfach ist, diese zu fangen.

Prominente Begleiter bei dem Umzug: OB-Kandidatin Eva Jähnigen, die dann aber schnell zurück musste zu ihrem Info-Stand vor der Scheune und OB-Kandidat Friedrich Boltz samt scharzem Schaf. Hier geht es zum Video.
Von blauem Licht und grünen Wagen
Grell blinken mich die Blaulichter auf der Lutherstraße an. Vier dunkelgrüne Einsatzwagen sind gerade eingebogen – Bundesgrenzschutz. Neugier macht sich breit, nichts wie hinterher. Die Gedanken überschlagen sich: Am Nachmittag gab es Fußball und Demonstrationen, gibt es wieder mal Krawall in der Neustadt. Die Wagen biegen von der Pulsnitzer vorsichtig in die Louisenstraße. Vor ein paar Jahren waren solche Fahrzeuge noch viel öfter hier unterwegs. Als irgendwelche bedepperten Glatzköpfe mitten in der Nacht das besetzte Haus in der Louisenstraße angriffen und mit fliegenden Flaschen begrüßt wurden. Damals war ich gerade mit dem Rad unterwegs und konnte das Treiben aus sicherer Entfernung beobachten. Die grünen Wagen kamen nach einer ganzen Weile angebraust, und der Pulk löste sich ziemlich schnell auf. Fünf Minuten lang heulten noch die Sirenen bis auch der letzte Neustädter seine Nachtruhe abgeschrieben hatte und eine ältere, leicht bekleidete Dame lautstark um Ruhe bat. Daraufhin zogen sie wieder ab.
Heute bin ich dichter dran, wäre beinahe aufgefahren, als die BGS-Truppe an der Kreuzung zur Rothenburger unvermittelt stoppt. In dem dichten Sonnabend-Verkehr aus Party-Suchenden und heimlichen Aus-der-Neustadt-Flüchtenden müssen auch die Beamten bremsen. Trotz der leuchtenden Signale. Denn noch immer drehen sich die Blaulichter auf den Dächern, und mir kommt ein leiser Verdacht. Wenn es wirklich ernst wäre, warum tönt dann kein Martinshorn. Kein Tatü-Tata, sie sind sehr leise unterwegs. Außerdem, meist sind solche Einsatztruppen aus anderen Städten, aus Chemnitz oder Leipzig. Und wirklich, nachdem der kleine Konvoi von der Rothenburger wieder auf die Bautzner Straße biegt, fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Die haben sich einfach nur verfahren, keine Randale, keine Überfälle. Nur ein BGS-Trupp auf Abwegen.
Vorm Albertplatz stellen sie sich dann brav in die Schlange und ein Beifahrer blättert hektisch in einem Atlas. Über Schleichwege fahre ich zum Bahnhof Neustadt. Dort stelle ich fest, dass die grünen Neustadt-Besucher auch gerade ankommen und nun, nach erfolgreicher Mission, ihre Lichter ausschalten. Meldung an den Einsatzleiter: Die Neustadt ist zwar nicht ruhig, aber sehr friedlich.




