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Paradox wird zur Bowlebar
An den Hauseingängen in den hohen 80ern der Louisenstraße künden die Zettel noch von der Auszugsparty der Bar Paradox, da hat Tobias Fischer schon ganz fix „Spirit, die Bowlebar“ aufgemacht. Heute Abend beginnt das große Eröffnungwochenende mit billiger Bowle und günstigem Fassbier.
Diesen Beitrag weiterlesen »Von harten Typen und energischen Kellnern
Ich erinnere mich noch genau an den einen Abend. Es war Himmelfahrt und überall betrunkene Männer auf den Straßen. Ich wollte was essen. Die Tür ging auf, drei junge Kerle kamen rein. Sie setzten sich an meinen Tisch, dann fing der Ärger an. Der lauteste und offensichtlich brutalste nahm meine Zigaretten, fischte eine heraus und warf mir die Schachtel an den Kopf. In einem Anfall von Waghalsigkeit schleuderte ich sie zurück auf den Tisch. Derart beleidigt stand der Typ wutschnaubend auf und warf mit einem Ruck mein Bierglas um. Es fehlte nicht viel und seine zentnerschwere Faust wäre in meinem Gesicht gelandet, doch energisch wies ihm der Kellner die Tür und die drei waren ziemlich schnell wieder auf der Straße. Bis heute weiß ich nicht, wie das dem alten, leicht gebrechlichen Kellner gelungen war. Doch heute gibt es die Konzertklause auch nicht mehr.
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Anmerkung 2004: Die Räumlichkeiten der ehemaligen Konzertklause haben sich inzwischen stark gewandelt. Nachdem das Alaunisch gescheitert war, gab es für kurze Zeit ein portugiesisches Restaurant an dieser Stelle. Aktuell residiert mit dem Boys ein recht gut besuchter Gay-Club auf der Alaunstraße.
Von quälendem Service und masochistischen Gästen
Die Neustadt – Hochburg der gastronomischen Unkultur? Tatort – Scheunecafé, mehrfach von den Lesern eines Stadtmagazins zur Lieblingskneipe gewählt und auch sonst immer ziemlich voll.
Tatzeit – kurz nach 16 Uhr. Im Garten weist ein Schild gleich in vier Sprachen darauf hin, daß die Getränke bitte an der Hütte zu bestellen sind. Zwei Jungs, offensichtlich Studenten, eben angekommen, schauen hoffnungsvoll zur Hütte. Doch die ist verriegelt und verrammelt. Also rein in den Laden. Vielleicht werden sie ja drinnen bedient. Ich folge unauffällig. Nach einer kurzen Weile hoffnungslosen Sitzens am Tisch, stellen sie sich in die Schlange am Tresen, ich bin vorher dran: „Ein kleines Pils, bitte!“ Das kommt sofort und dann ist es auch noch ein großes, wie mir der blonde Kellner bestätigt. Gut, es ist ja auch warm draußen. Ich zahle und setze mich im Garten in die Sonne. Der Täter ist klar, nicht der Gärtner, der Kellner war es. Die Gäste sind Opfer, die überleben.
Das Scheunecafé ein Einzelfall, nein, aber exemplarisch. Erlebt habe ich es fast überall, im Copas y Tapas wartete ich über eine Stunde auf ein Sandwich, im Mona Lisa mußte ich die Kellnerin erst lautstark rufen und im El Perro Boracho bekam ich einen Caipirinha ohne Zucker, sauer.
Vielleicht ist die Geschichte von Steffen, einem ehemaligen Cafébesitzer wirklich war. Er behauptete, Gäste sind Masochisten und wollen gequält werden.
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Anmerkung 2004: Sowohl das Café Mona Lisa als auch das Restaurant Copas y Tapas mussten zwischenzeitlich ihre Pforten schließen. Vielleicht gibt es doch noch so etwas wie eine Gerechtigkeit.
Anmerkung 2005: Im El Perro Boracho ist es immer noch nicht besser geworden, kürzlich steckte der Kellner gar von mir nicht bewilligtes Trinkgeld einfach ein.
Anmerkung 2007: Im Scheunecafe ist es auch noch nicht besser geworden, siehe hier.
Anmerkung 2009: Mit dem kommenden Jahr wird das Scheunecafé vom Scheuneverein betrieben, obs besser wird?







