Artikel-Schlagworte: „Bautzner“
Wahlkampf im Bautzner Tor
Nach dem legendären Erfolg der Veranstaltung Totallokal im Januar (hier ein kurzer Bericht), treffen sich jetzt schon wieder Politiker, um zu debattieren. Diesmal heißt es “Dem Volk aufs Maul – SCHAU” wieder dabei der Moderator JB Nutsch. Leider sind nicht alle Neustädter Spitzenkandidaten dabei, dafür haben sich angekündigt Julia Bonk (LINKE), Sabine Friedel, Frank Wießner, Swen Steinberg (SPD), Jens Hofsommer, Achim Wesjohann (GRÜNE), Mirko Sennewald (FDP) und Patrick Schreiber (CDU).
Los geht es um 21 Uhr, organisiert wird es vom Kultur Aktiv e.V. und es gibt Spielregeln, die Kandidaten haben jeweils fünf Minuten Zeit, um die Gäste von ihren Zielen zu überzeugen, danach gilt es den nächsten Tisch aufzusuchen. Falls die Gäste überzeugt wurden, gibt es ein Gläschen Kirschlikör.
Bautzner Tor – Ende einer Legende
Das ist das Ende. Meine Augen sprangen mir fast aus den Höhlen. Gestern Abend im Bautzner Tor: Nicht nur, dass die Kneipe rammelvoll mit Studenten ist, sich im Raucherraum ein Immobilienmakler rumdrückte und im Hauptsaal ein Neustädter Starfotograf unbehelligt herumsitzen konnte. Der Gipfel der Dreistigkeit dieser neugewandeten Lokals war ein Blick auf die Speisekarte: “Farfalle mit Bärlauchpesto” – Damit hat sich das Bautzner Tor für mich endgültig aus dem Kreis der ernstzunehmenden Kneipen verabschiedet. So bleiben dann wohl nur noch Zöllner- und Erlenklause.
Subway zieht um

Der Sandwichladen von der Bautzner Straße 23 zieht zum 1. Mai um. Ziel ist das ehemalige Café Kästner am Anfang der Alaunstraße.
Totallokal im Bautzner Tor
Die Kollegen von dieneustadt.de hatten es gestern angekündigt. Im Bautzner Tor sollte gestern die Dresdner Parodiumsdiskussion stattfinden. Der Kultur Aktiv e.V. hatte eingeladen und jede Menge Neustadt-Politiker waren da. Im Bild von links: Mirko Sennewald (FDP), Kevin Görden (CDU), J.B. Nutsch (Moderator), Achim Wesjohann (Bündnis 90/Grüne), Julia Bonk (Linksfraktion), Sven Steinberg (SPD). Diesen Beitrag weiterlesen »
Eröffnung der Kunst Molkerei
Am 5. Dezember wird um 20 Uhr die Kunst Molkerei in der Galerie bautzner69 eröffnet. Die Organisatoren Thomas Bachler und Fee Vogler präsentieren in der diesjährigen Vorweihnachtszeit „Kunst zum Kaufen“. Alle Werke sind „take away“-Ware, können also bei Interesse direkt erstanden und mitgenommen werden. Die Ausstellung selber versteht sich als eine Mischung aus Warenhaus und Gruppenausstellung, also ein bunter, lockerer Streifzug durch die aktuelle Kunstszene. Praktisch alle künstlerischen Techniken werden vertreten sein: Grafik, Malerei, Fotografie, Skulptur, Musik CDs, Buchobjekte etc. Die Auswahl soll möglichst vielseitig und ebenso käuferfreundlich sein, denn die Preise sind nach oben mit 100 Euro begrenzt.
Verkehrsberuhigung und Beschleunigungsdiskussion
Auf der Prießnitzstraße zwischen Bischofsweg und Jägerstraße darf jetzt nur 20 statt 30 gefahren werden. Dass hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau am vergangenen Mittwoch beschlossen. Damit soll die Straße kinderfreundlicher werden. Mittels eines Verkehrsschildes und bunter Straßenbemalung sollen die Autofahrer vor spielenden Kindern gewarnt werden. Die SPD freut sich, siehe hier. Diesen Beitrag weiterlesen »
Totaler Quatsch oder einfach nur Haare?
Per Mail wurde ich kürzlich auf Folgendes hingewiesen: Das Style-Modul befindet sich in der Umlaufbahn der Erde und bereitet sich auf die Landung vor. Während eines Kurzbesuchs auf der ISS soll der erste Kontakt der Frisonauten mit der humanoiden Lebensform stattgefunden haben. Angeblich sei nun die derzeitige Besatzung der ISS gut gestylt und hätten jetzt galaktisch schöne Haare.
Immerhin soll der wohl etwas entrückte Friseur am 1. November um elf Uhr auf der Bautzner/Ecke Rothenburger Straße landen. Die per Mail mitgeschickten Fotos lassen schlimmstes vermuten.

Noch mehr Nonsens und Haare gibts hier.
Bürgerversammlung – Thema Verkehr in der Neustadt

Ein spannendes Thema – leider sehr kompliziert fomuliert. Kurz gesagt geht es um neue Regeln für den Verkehr in der Neustadt. Ausführliche Hintergrundinformationen bietet die Webseite der Stadtverwaltung.
Ein paar Auszüge:
Schon die Grunddaten der Äußeren Neustadt zeigen die Problem. Auf dem Gebiet von etwas mehr als einem Quadratkilometer leben knapp 15.000 Einwohner in rund 8.600 Wohnungen. Es gibt 880 gewerbliche Einrichtungen, davon 140 Gaststätten und Veranstaltungsbetriebe.
Insgesamt sind 2.870 Pkw und 740 weitere Kraftfahrzeuge (Mopeds, LKW, etc.) angemeldet. Für diese insgesamt 3610 Fahrzeug gibt es 3700 Stellplätze, davon 1650 private und 2050 öffentliche.
Das wird wohl ein Thema werden, außerdem die Temporeduzierung auf Alaun- und Louisenstraße auf Tempo 20. Der Bischofsweg soll Tempo 30 kriegen und den Hauptstraßenstatus verlieren. Radfahrer sollen besser die Bautzner Straße queren können. Aus Kamenzer und Förstereistraße sollen echte Einbahnstraßen werden.
Brillen-Bühne auf der Bautzner Straße

Ein merkwürdiger Laden ist mir heute auf der Bautzner Straße ins Auge gefallen: Die Brillen-Bühne. Auf den ersten Blick wirkte es wie ein Theater, aber die Internetpräsenz, die sich lustigeweise per Google nicht finden lässt, half mir weiter. Ein neuartiges Konzept der Optikerkunst soll es sein. Kunden werden nur nach Voranmeldung und einzeln betreut. Mehr Infos gibt es hier.
Von steilen Treppen und weiten Blicken
Bloß nicht nach unten schauen. Und doch ist es wieder passiert. Krampfhaft halte ich mich am Geländer fest. Stufe für Stufe geht es weiter hinauf. Oben angekommen fühle ich mich schon etwas sicherer. Hier sind feste Mauern, die einen unfreiwilligen Absturz verhindern.
Beide Hände auf die Brüstung wage ich den Blick auf das unter mir liegende Häusermeer. Ich habe es geschafft, die Martin-Luther-Kirche bestiegen. Die Aussicht ist Lohn genug für die überstandenen Strapazen. Zuerst der Blick nach Norden, Richtung Heide, klar ist die Kamenzer Straße zu erkennen, die vielen neuen Dächer und einige wenige mit Löchern, doch die
sind auf der Talstraße. Dahinter der Wald und weiter östlich die Elbe, mit ihren Schlössern an der Bautzner Straße. Dem Blick folgend, wechsle ich die Seiten und kann jetzt auch schon nach Süden sehen: die grauen Blocks der Johannstadt. Und zu meinen Füßen das Gelände des zukünftigen Hundertwasser-Hauses.
Weiter geht es, auf zur Süd-Seite. Der Blick schweift über Elbe, Brühlsche Terrasse, bis hin zum größten Baugerüst der Stadt an der Frauenkirche. Von unten lärmen die Autos auf der Bautzner Straße. Dort fällt mir eine riesige Freifläche ins Auge. Hinter dem Autohändler liegt das Land brach, als hätten sämtliche Immobilienhaie absichtlich weggesehen. Doch wer weiß schon, wem das Grundstück gehört. Mit den schönen großen Bäumen könnte ich mir dort einen herrlichen Park vorstellen.
Näher zur Böhmischen ahne ich die Biergärten von Raskolnikoff und Oscar, doch Genaues ist nicht zu sehen. Also weiter zur West-Seite: Hier sticht sofort ein Kran ins Auge. An der Alaun- Ecke Louisenstraße wird heftig gebaut. Schade nur, dass im Nachbarhaus jetzt Risse sind. Aber die sieht man von hier oben auch gar nicht.
Zeit zum Abstieg, vorbei an der mächtigen Glocke geht es wieder runter. Ein Mann mit Rauschebart, Sohn und Feldstecher kommt mir entgegen. So eine Seh-Hilfe muss ich beim nächsten Mal auch mitnehmen.
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Anmerkung 2004: Leider wird das Hundertwasser-Haus wohl nicht gebaut. Dafür ist an der Frauenkirche inzwischen kein Gerüst mehr zu sehen. Das Haus an der Alaun-/Ecke Louisenstraße ist auch schon fertig, es heißt Schwalbennest, die Risse am Nachbarhaus wurden gekittet.
Anmerkung 2008: Aus dem Oscar ist das Stilbruch geworden.


