Artikel-Schlagworte: „ausbau“
Ausbau Königsbrücker Straße – Grüne Infos
Wer zu träge ist, bis in die Altstadt zu reisen, um sich im Tiefbauamt die Pläne für den Ausbau der Königsbrücker anzusehen (Siehe Bericht), der kann sich jetzt von den Grünen in der Schauburg an folgenden Terminen informieren lassen:
- Freitag, 27.11. ab 16.00 Uhr
- Freitag, 4.12 ab 16.00 Uhr
- Montag, 7.12. ab 16.00 Uhr
- Mittwoch, 9.12. ab 16.00 Uhr
- Mittwoch, 16.12. ab 16.00 Uhr
Die Grünen wollen die Termine nutzen, weitere Stellungnahmen zum Ausbau zu organisieren. Hintergrund: Auch wenn das Planfeststellungsverfahren nach dem Ende der Einwendungsfrist erst einmal gestoppt wird, Einwendungen müssen auch bei einer Neuaufnahme berücksichtigt werden. Die Grünen spekulieren darauf, dass es für die Stadtverwaltung recht schwierig werden könnte, einen vierspurigen Ausbau durchzusetzen, wenn jetzt viele positive Stellungnahmen zum ausgelegten zweispurigen Kompromissentwurf eingehen.
Königsbrücker Straße: es bleibt weiter unklar
Nachdem ich am Montag Abend auf der Basis von Informationen der Grünen Stadtratsfraktion zwei Spuren für die Königsbrücker anküdigte, scheint, jetzt wieder alles unklar. Einem Bericht der Sächsischen Zeitung von heute ist zu entnehmen, dass das Wirtschaftsministerium wohl nur eine vierspurige Variante fördern will. Inzwischen rückt der 9. November näher und damit der Termin an dem man den Plan im Tiefbauamt an der St. Petersburger Straße einsehen kann. Mehr Infos dazu.
Man beachte, dass das Wirtschaftsministerium von der FDP besetzt wird, deren Landeschef Holger Zastrow sagte gestern zu der zweispurigen Variante: “Dies wäre der verkehrspolitische Super-Gau für die Neustadt und all jene, die täglich auf eine leistungsfähige Verkehrsverbindung ins Stadtzentrum und den Dresdner Süden angewiesen sind.“ Quelle
Nachtrag: Soeben (16.40 Uhr) zwitschern die Grünen: “Planfeststellungsverfahren für die Königsbrücker Straße gestoppt. OB Orosz informiert Ausschuss Stadtentwicklung und Bau.” Siehe hier. Ergänzung durch Stadtrat Patrick Schreiber.
Nachtrag 2: Wie Konrad Gähler richtig anmerkt, ist natürlich das Planfeststellungsverfahren nicht gestoppt. Allerdings kann man sich nach dem Sinn dieses Verfahrens fragen, wenn die Förderbehörde jetzt schon bekannt gibt, dass wohl nur vier Spuren gefördert werden.
2 Spuren für Königsbrücker Straße
Wie die Stadtratsfraktion der Grünen heute mitteilte, wird die Königsbrücker Straße wohl nicht vierspurig ausgebaut. Fraktionssprecher Jens Hoffsommer hat von Baubürgermeister Marx erfahren, dass der zweispurige Kompromissvorschlag (mit überbreiten Spuren) von 2006 Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens wird.
Planfeststellung für Ausbau der Königsbrücker Straße
Ab Montag, dem 9. November, liegt der Plan für den Ausbau der Königsbrücker Straße im Tiefbauamt aus. Dort kann jedermann Einsicht nehmen, ob die Straße nun zwei- oder vierspurig ausgebaut wird. Bis zum 23. Dezember gibt es die Möglichkeit Einwendungen vorzubringen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Baubeginn auf der Lutherstraße am 22. Juni
Unmittelbar nach der BRN beginnen die Bauarbeiten auf der Böhmischen Straße zwischen Rothenburger und Martin-Luther-Straße. Wie das Presseamt der Stadt soeben mitteilte, werden die Arbeiten bis voraussichtlich zum 7. Oktober andauern. Während dieser Zeit wird der Straßenabschnitt komplett gesperrt. Die gesamten Versorgungs- und Straßenentwässerungsanlagen einschließlich der Anschlussleitungen wird erneuert, die Fahrbahn mit einer neuen Straßendecke aus Frostschutzschicht und Granitkleinpflaster versehen, die Fußwege mit neuen Granitplatten gepflastert sowie die Markierung und Beschilderung erneuert. Der Zugang zu Häusern und Grundstücken ist für Fußgänger über provisorische Gehwegführungen gesichert. Die Straßensanierung soll rund 175.000 Euro kosten.
Aus vier mach zwei
Überraschendes Hin- und Her. Für den Ausbau der Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee hat die Stadt doch die zweispurige Variante zur Planfeststellung eingereicht. Das teilte die Oberbürgermeisterin Helma Orosz bei einem Gespräch mit der SPD-Fraktion mit, das berichtete gestern die Stadträtin Sabine Friedel und das Rathausgezwitscher der Grünen Fraktion. Noch am 8. April hatte die OB der SPD mitgeteilt, dass sie eine Planung für den vierspurigen Ausbau einreichen wolle. Siehe Bericht.
Ausbau der Königsbrücker Straße
Eigentlich soll ab 2010 der Ausbau der Königsbrücker Straße beginnen. Bislang sah der bereits 2006 von der Stadt ausgearbeitete und vom Bauausschuss beschlossene Entwurf Fahrbahnbreiten von 3,25 bis 5,50 Meter vor. Das bedeutete, dass es fast überall nur eine Fahrspur pro Richtung neben den Gleisen geben sollte. Nachfoldend ein paar Skizzen, wie es aussehen sollte: Skizze 1, Skizze 2
Im Januar diesen Jahre hieß es aus dem Rathaus, dass diese Planung nicht mehr förderfähig sei und die Königsbrücker nun doch vierspurig ausgebaut werden muss, um die entsprechende Unterstützung vom Freistaat Sachsen zu bekommen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Von engen Stoßstangen und einer Fahrradstraße
Da steht sie nun, die Blechlawine. Stoßstange an Stoßstange. Die ganze Kreuzung ist voll. Nachmittag, 16 Uhr, Königsbrücker Straße. Die Sonne bescheint das Desaster. Alle vier Spuren sind voll ausgelastet. Mittendrin wartet ungeduldig die Bahn. Ich stehe an der Schauburg, an mein Fahrrad gelehnt. Das soll heute ein Experiment werden. Denn überall in der Neustadt kleben kleine Zettel an Wänden, Laternen und Schaufenstern. Ein Aufruf der Radfahrer. Hintergrund: Der Ausbau der Königsbrücker Straße ist beschlossene Sache. Vier Spuren für die Autos, nur leider kommen die Radler unter die Räder, kein Platz mehr für die umweltfreundlichen Vehikel. Doch jetzt wollen sie sich wehren und jeden Freitag im Berufsverkehr die Straße befahren.
Das probier ich jetzt auch mal. Von der Schauburg geht es zügig voran – auf dem Fußweg. Den wenigen Spaziergängern kann ich mit großen Kurven ausweichen. Doch dann muss ich stoppen, eine lange Schlange Autos wartet an der Eschenstraße geduldig, um dann einer nach dem anderen in die Königsbrücker einzubiegen. Dabei ignorieren alle ganz gekonnt das Einfahrt-verboten-Schild. Da sehe ich den kleinen Schreibwarenladen auf der anderen Seite und kreuze problemlos die Straße. Mit dem schmalen Fahrrad kein Problem, die Autos stehen sowieso nur. Von dort geht es weiter Richtung Albertplatz, jetzt nur noch im Schritt-Tempo, da hier viel mehr Fußgänger unterwegs sind. Böse Blicke nehme ich gelassen in Kauf, das hier ist ja nur ein Test. Nach insgesamt etwa fünf Minuten bin ich schon an der Bautzner Straße angelangt. Den Einkaufsstopp im Schreibwarengeschäft nicht mitgerechnet. Mit PKW oder Bahn hätte ich reichlich 20 gebraucht. Doch zurück zum Problem der protestierenden Radler. Eine Freude wird die Königsbrücker auch nach dem Ausbau nicht. Abgase und noch schmalere Fußwege gestalten die Tour zur Qual. Aber glücklicherweise gibt es doch Alternativen. Da ist die Alaunstraße, vor einigen Jahren in Anwesenheit des Oberbürgermeisters, als erste Fahrradstraße Dresdens eingeweiht. Die nehme ich für den Rückweg. Viel weniger Autos sind hier unterwegs, kaum ein qualmender Auspuff. Einzig die kreuzenden Hunde stören. Doch das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte.
—–
Anmerkung 2004: Den Status der Fahrradstraße auf der Alaunstraße hat die Stadtverwaltung inzwischen wieder aufgehoben, ein Ausbau der Königsbrücker Straße ist nicht in Sicht.


