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Karaoke im Zille?
Vielleicht gibt es bald die legendären Karaoke-Partys des Feuerwehr-Barmanns Andreas im Zille. Das könnte ein heißer Herbst werden.
Ex-Prinz-Chef mit neuem Projekt
Tatü-Tata, die Feuerwehr ist da. So ähnlich wird er es sich wohl gedacht haben. Andreas Wengel, der ehemalige Chef vom Prinz auf der Alaunstraße, dass schon seit einer Weile den schicken Namen Indochine bekommen soll, Andreas jedenfalls wird mobil. Diesen Beitrag weiterlesen »
Humorige Lesung im ReiterIn
Morgen wird im ReiterIn auf der Görlitzer Straße 20 angeblich etwas anders gelesen. Was auch immer sich hinter diesem anders verbirgt, fest steht, es liest Andreas Stolle Texte von Lene Voigt, Erich Kästner und anderen. Los gehts um 20 Uhr.
Puristischer Blues im Prinz
Kanada meets Dresden: Der gebürtige Kanadier Marty

Barkeeper Andreas Wengel
Das Repertoire des singenden Gitarristen umfasst Versionen von Blues-Klassikern, die unter anderem von Willie Dixon, Jimmy Reed und Percy Mayfield stammen sowie Eigenkompositionen, die unter anderem auf sechs CDs zu hören sind, die der Kanadier bisher veröffentlicht hat.
Marty Hall, am Freitag, dem 28. Dezember ab 22 Uhr im “Prinz”, Alaunstraße 51, 01099 Dresden.
Der Eintritt ist kostenlos, zeitiges Kommen sichert gute Plätze.
In der Menge ertrunken
Nicht so richtig sicher auf den Beinen schwankt der Punk zu der weißen Limousine. „Eh, Alter, so ´ne Kutsche möchte ich auch mal fahrn, ist ja voll geil, eh.“ Der Mann im 15-Meter-Cadillac macht gute Miene zum bösen Spiel. Zwei der Prachtkarossen wollen durch die Neustadt kreuzen. Aber an der Görlitzer/Ecke Louisenstraße ist dann Schluss mit dem fröhlichen Gekreuze.
Denn hier lauert schon die Straßenbahn. Ein kleiner silberner Renault machte sich auf den Schienen breit, vom Abschleppdienst keine Spur. Sämtliche Fahrgäste tummelten sich teils amüsiert, teils aufgeregt auf der Straße. Angereichert wurde das bunte Gemisch von einigen Punks und schlendernden Studenten, die inzwischen die Suche nach freien Kneipenplätzen aufgegeben hatten.
Die Straßebahnfahrerin, leicht am dunkelroten Jackett zu erkennen, lehnt verzweifelt an dem Schienen-Blockier-Renault. Aus der Studio-Bar klingt leise Musik, auch dort ist kein Stehplatz mehr frei. Was ist los in der Neustadt, wer hat nur all die Menschen hergelockt?
Ein Festival soll es sein. „Allez Europa“ – mit Bands und Kunst in Kneipen. Tatsächlich, im Blue Note gibt es Live-Musik. Auch in anderen Bars ist richtig was los. Große Transparente haben seit Tagen auf das Fest hingewiesen. Es scheint kein Problem zu sein, die Neustadt voll zu bekommen. Laut Ankündigung machen über 50 Kneipen mit. Was ist passiert, sind sich die Kneiper neuerdings mal einig, neue Töne aus dem Szene-Viertel. Doch der Schein trügt: Organisator Andreas Preuß hat bei weitem nicht alle Kneipen unter einen Hut bekommen, seine Methode ist etwas anders. Das Motto lautet, erst mal machen und dann sehen was kommt. Das mag nicht jeder, leicht entsteht da der Ruf des Abzockers, doch wie deutlich zu sehen ist, funktioniert es.
Inzwischen hat der Cadillac gewendet. In schlappen sieben Zügen unter dem Gejohle der Massen, der Chauffeur wird sich einen neuen Job wünschen. Die Straßenbahnfahrerin hat neuen Mut gesammelt, nutzt die kleine Pause, um ein Zigarettchen zu schmauchen und die Menschenmenge verteilt sich auf die umliegenden Straßen.


