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Neue Ampel an der Tannenstraße
Voraussichtlich ab 3. September wird an der Königsbrücker/Ecke Tannenstraße eine Fußgängerampel in Betrieb genommen. Das teilte die Stadtverwaltung heute mit. Die Ampel wird stadtauswärts hinter der Tannenstraße eingerichtet. Fußgänger können per Knopfdruck grün anfordern. Zudem schaltet die Ampel für den Kfz-Verkehr auf rot, wenn eine Straßenbahn in die Haltestelle einfährt. Die Einrichtung der Fußgängerampel geht aus Unfalluntersuchungen zurück, sie soll die Schulwegsicherheit verbessern. Die Arbeiten kosten ca. 65 000 Euro.
Mit dem Ausbau der Königsbrücker Straße soll die Fußgängerampel durch eine komplette Anlage für den gesamten Kreuzungsbereich ersetzt werden.
Sind die Grünen jetzt FDP?

Was ist denn das? Mit nem riesigen Schild direkt vor der Ampel wird dem rasanten Autofahrer vermittelt, dass “Grün” sei, er also auf die Tube drücken kann. Normalerweise ist doch die FDP (siehe Ausbaupläne Königsbrücker Straße und Stauffenbergallee) der Freund der Autofahrer. Wollen die “Grünen” jetzt auch noch deren Wähler gewinnen?
In meinem Fall folgte an der Ampel dem grünen Schild das gelbe und dann ziemlich plötzlich das rote Licht. Dank einer Vollbremsung überlebten die querenden Fußgänger. Der Abrieb an meine Reifen hat sicherlich die Feinstaub-Belastung an dieser Stelle um etliche Prozente nach oben getrieben. Irgendwie ungrün.,
Ampel wird wieder zum Gelbfüssler
Da sage mal einer, dass die Neustädter keine Gewohnheitstiere sind. Wie mit bei meinem Neustadtrundgang am ersten BRN-Abend aufgefallen war, hatte sich der Gelbfüssler einen leuchtenden Namen gegeben. Hintergrund ist, dass ein neuer Betreiber mit neuem Konzept auf der Alaunstraße 84 wirtschaftet.
Doch die Gäste wollten es anders, deshalb heißt die Kneipe seit heute wieder Gelbfüssler und es gibt wieder Badischen Wein zum Flammkuchen.
Ampel in Betrieb
Die umstrittene Ampel an der Louisen- Ecke Rothenburger und Görlitzer Straße ist seit gestern in Betrieb. Noch leuchten alle Farben abwechselnd. Von der geplanten diagonalen Fußgängerführung (grün für Fußgänger an allen vier Ampeln und rot für alle Autos) ist jedoch nichts zu merken. Die Vorbereitungen für die Absperrungen an den Fußwegen sprechen auch dagegen.
Von roten Ampeln und gewagten Überquerungen
Schrill quietschen die Reifen. Das dumpfe Bumm des folgende Aufprall bleibt aber glücklicherweise aus. Und die Oma schiebt ungerührt ihr Damenrad weiter über die Königsbrücker Straße. Der Mann am Steuer, eigentlich schon zu gesetzt, um sich richtig aufzuregen, ruft ihr noch wütend hinterher. Doch die Dame dreht sich nicht einmal um. In der Louisenstraße angelangt schwingt sie sich wieder aufs Rad und strampelt los. Der Einkaufsbeutel am Lenker schwingt rhythmisch mit. Auch der Mann hat schon wieder Gas gegeben und verzieht sich mit seinem blauen Cabrio Richtung Albertplatz.
Die Kreuzung zur Louisenstraße hat es aber auch in sich. Endlos scheint das rote Licht. Selbst willige Fußgänger verlieren die Geduld. Wenn Nachmittags im Berufsverkehr die Autos in Vierer-Reihe stehen, sind die Farben ohnehin nicht wichtig. Da gilt es, Blickkontakt mit dem Autofahrer aufzunehmen. „Fährst Du noch, oder lässt Du mich rüber?“ Danach kann man sich durch die Blechlawine schlängeln. Schwierig für alle, die eben noch schnell die Straßenbahn erreichen wollen. In den verkehrsärmeren Zeiten ist es wichtig, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge genau einzuschätzen. Denn gerade in den Abendstunden prescht hier so mancher mit tödlicher Geschwindigkeit übers Pflaster.
Am schönsten sind für den unbeteiligten Beobachter aber die In-alle-Richtungen-Rot-Phasen. Denn die setzen immer dann ein, wenn lautstark eine Feuerwehr ausrückt. Etwa drei Minuten geht dann gar nichts mehr. Gerade im Berufsverkehr scheint so mancher Kraftfahrer an dieser Schaltung zu verzweifeln und biegt dann ohne Grünen Pfeil verbotswidrig ab. Überhaupt die Verbote. Die von Norden kommenden Pkw haben ab der Schauburg eigentlich keine legale Chance, links in die Äußere Neustadt einzubiegen. Trotzdem konnte ich in einer Viertelstunde sieben Wagen zählen, denen die Verkehrsordnung so ziemlich Schnuppe ist. Auch die damit verbundene Blockade der Straßenbahn gilt offenbar nur als Kavaliersdelikt.
Wer kann es da einer Oma mit Damenrad und Einkaufsbeutel verdenken, dass sie bei Rot über die Straße will. Die Ampel gibt doch nur Fahrvorschläge, oder?



