Neustadt-Geflüster

Dresden Neustadt von Anton Launer

Artikel-Schlagworte: „alaunplatz“

Hinweisschild – gesehen am Alaunplatz


Passend zum Massenbetrieb am heutigen Tage.

Alaunpokal 2009

Nur noch wenige Tage, dann wird auf dem Alaunplatz wieder heftig gekickt und gebolzt. Denn es wird mal wieder der Alaunpokal vergeben. Anmeldeschluss ist der 27. Mai, Bewerbungen bis dahin einfach an alaunpokal@gmx.de schicken. Gespielt wird in Kleinmannschaften mit fünf Feldspielern plus Torwart, jede Party dauert fünf Minuten, sollte es danach noch Unentschieden stehen, wird über den Sieger mittels Handyweitwurf entschieden.

So sah es zum Alaunpokal vor zwei Jahren aus.

So sah es zum Alaunpokal vor zwei Jahren aus.


Der Alaunpokal, übrigens ein handgetöpfertes Kunstwerk, wird angeblich bereits zum fünften Mal ausgespielt. Die inoffiziellen Veranstalter schließen aber nicht aus, dass es schon das sechste Mal sein könnte, es komme da nicht auf die Anzahl an. Anstoß ist am 30. Mai um 11.11 Uhr. Der zeitige Beginn ist dem anderen Fußballspiel am selben Tag in Berlin geschuldet. Freundlich unterstützt wird das Turnier von Republik Neustatt e.V., Fiasko, Red Rooster, Pawlow und Volle Kanne – in den Kneipen liegen auch Anmeldebögen aus.

Russensportplatz – Was soll hin?

Paul von der Brache vom Paradies-Experiment hat im Auftrag des grünen Landtagsabgeordneten Johannes Lichdi ein paar Leute zum Thema Gestaltung des Russensportplatzes befragt. Das Video gibt es hier zu sehen:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=AxiJqRKq95M]

Für alle, die auch noch ihren Senf dazu geben wollen, auf der Paradies-Experiment-Seite gibt es eine Abstimmung. Hier klicken.

Russensportplatz


Heute haben die Grünen im Ortsbeirat berichtet, dass die Stadt derzeit wohl nicht mehr plant den Russensportplatz vom Land anzukaufen. Weitere Informationen gibt es hier.

Sondersitzung Ortsbeirat – Russensportplatz

Heute um 17.30 Uhr gibt es eine Sondersitzung des Ortsbeirates im Bürgersaal des Ortsamtes Neustadt auf der Hoyerswerdaer Straße 3, 2. Etage, Zimmer 215. Dabei soll es vor unter anderem um die neuen Pläne der Stadt zum Thema Russensportplatz gehen.
Weiterführende Informationen:
Anfrage der Grünen an die Stadt
Anfrage der Grünen an das Land
Anfrage der SPD an die Stadt

Thema ist auch die Umgestaltung des Alaunplatzes, so wird die Dresdner Künstlerin Anke Wachter-Lehn ihr Projekt einer Mosaikplastik „Das Sonnenauge“ vorstellen. Geplant ist diese Plastik in die Neugestaltung des Alaunplatzes auf der freiwerdenden Fläche der KiTa Kamenzer Straße einzuordnen.

1. Offene Dresdner Skisprungmeisterschaft

Am Sonntag, dem 18. Januar, startet ab 12 Uhr am Nordhang des Alaunplatzes die 1. Offene Dresdner Skisprungmeisterschaft.
Nachdem am Montag der Test erfolgreich verlaufen ist, steht nun der Termin für die Meisterschaft. Das Besondere an diesem Springen: Die Weiten werden geschätzt, es gibt keinen Veranstalter und Utensilien für den eigenen Spaß wie Schaufeln, Fackeln, Glühwein,Helme, Brillen, Skier, Boards, Kind und Kegel sind selbst mitzubringen. Bilder und Erlebnisberichte gibt es unter: michakral.de/schanze

Skispringen am Alaunplatz

schanze
Aufgrund der akuten weißen Wetterlage rufen Wintersportbegeisterte zum Skispringen an der Alaun-Schanze auf. Das erste Testspringen soll am Montag, dem 12. Januar um 16 Uhr stattfinden. Wenn der Test erfolgreich verläuft und der Schnee bleibt, drohen die Veranstalter gar mit der ersten offenen Dresdner Skisprungmeisterschaft.

Putzen im Nebel

Heute Morgen, kurz vor Acht. Der Alaunplatz liegt im Nebel des Grauens. Nur langsam lösen sich die Schwaden vom Rasen. Doch darunter glänzt es grün. Herrlich wiegen sich die Halme im Herbstwind. Oder was bläst da so? Nein, kein Wind, es ist der Laubstaubsauger der Stadtreinigung. Ein kleines Heer mit Schutzwesten in grellem Orange tut geschäftig, hier und da werden die Wege neu gebügelt. Damit der Platz-Charakter des A-Parks (so nennen ihn die, die ihn benutzen) wieder etwas besser hervorgehoben wird.
nebel

Von geschäftigem Treiben und der Suche nach Ruhe

Sie strahlt über das ganze Gesicht und hat schon leicht die Arme ausgebreitet. Er beschleunigt noch schnell seinen Schritt. Denn immerhin ist sie aufgestanden und ihm entgegengekommen. Doch dann wird er rüde gestoppt. „Sehen Sie nicht, dass wir hier zu tun haben.“ Der Müllfahrer ist genervt, fast wäre ihm die randvolle Bio-Tonne umgekippt und nur weil so ein Müßiggänger hier über den Fußweg stolpert.
Die Szene spielt sich direkt vor dem Blumenau ab, ich konnte sie aus leichter Distanz von der anderen Straßenseite beobachten. Ehrlich gesagt war der im Voraus zu ahnende Zusammenstoß der Grund meines Verweilens. Nun, da eingetreten ist was ich ahnte, könnte ich eigentlich weiter schlendern. Gern gönne ich mir solche vormittäglichen Touren durch das Viertel, sei es mit dem Rad oder wie heute zu Fuß. An allen Ecken wird gehämmert, gebohrt und geschraubt. Auch für die letzten unsanierten Häuser scheinen sich nun doch noch Investoren gefunden zu haben. Und die leicht gestiegenen Mietpreise im Szene-Viertel scheinen ihnen Recht zu geben. Und ganz nebenbei wird auch mal wieder die eine oder andere Straße aufgerissen, nun das kennt der Neustädter und gewöhnt sich dran.
Doch damit nicht genug. Neben dem Bau ist auch der Handel sehr geschäftig. Diverse Transporter blockieren die engen Straßen. Die nächtens leer getrunkenen Kneipen müssen aufgefüllt werden und auch die Klamottenshops brauchen Nachschub, die neuesten Herbstkollektionen müssen in die Schaufenster.
Ich habe die beiden dann doch noch etwas länger beobachtet. Aus der geplanten Umarmung ist nichts geworden, denn sie hatte vor Schreck die Arme fallen lassen und auch er fiel direkt in den nächststehenden Stuhl. Zwei Meter vor ihnen quitscht das Müllauto erst, um dann heftig zu poltern, der feine Geruch zieht bis auf meine Straßenseite. Na dann, viel Spaß beim Kaffeetrinken. Ich verzieh mich lieber von diesem lauten Ort. Vorbei an knöllchenverteilenden Politessen und einer Putzkolonne mit Handkehrmaschinen entfliehe ich der geschäftigen Treiben. Am Alaunplatz finde ich ein ruhiges Fleckchen mitten in der Herbstsonne.

Von sportlichen Aktiven und gemütlichen Abhängern

Vorsicht! – Der Ruf kommt genau zur falschen Zeit. Instinktiv drehe ich mich zu dem Schreihals. Da knallt mir der Schwebedeckel mitten auf die Stirn. Glücklicherweise hat er schon einen Großteil seines Weges zurückgelegt und somit Einiges an Energie verloren. Kurz der Aufprall tut nicht wirklich weh.
Ich bin am Spazieren auf dem Alaunplatz und da können solche kleinen Missgeschicke schon einmal passieren. Immerhin tummeln sich hier bei schönem Wetter schöne Menschen, um gesunden Sport zu treiben, um schön zu bleiben. Dabei riskieren diese jungen Menschen vorsätzlich ihre Gesundheit, vor allem die Fußballspieler. Denn zwar gibt es schönen grünen Rasen auf dem Alaunplatz, doch der Boden gleicht einer Berg- und Talbahn. So sieht man denn auch meist die eine oder andere Sportskanone mit leidvollem Blick am Spielfeldrande sitzen. Viel Arbeit für den Orthopäden. Die andere Gefahr ist tückischer, weil glitschig und übelriechend, doch ich will hier und jetzt nicht groß über Hundekot jammern. Mit optimistischem Selbstbetrug behaupte ich einfach, dass dieses Problem irgendwie kleiner geworden ist.
Neben den Fußballern spielen die Volleyballer, zumindest für mich ein hübscherer Anblick wegen der sportlich attraktiven teilnehmenden Weiblichkeit. Auch wenn es mir in der Seele leid tut, wenn der harte Ball auf die zarten Ärmchen prallt. Neben den Fitness- und Sportbegeisterten gibt es aber noch andere Gruppierungen auf dem weiten Grün. Die Spezies der Eltern mit Picknick-Korb, Kindern und befreundeten Eltern ist meist am Wochenende anzutreffen. Die Themen reichen von Stillzeiten bis hin zur Wahl der richtigen Grundschule. Diese Gruppe strahlt im Normalfall eine gewisse Ruhe aus, bis irgendein Kleinkind aus unerfindlichen Gründen zu schreien beginnt. Ein paar Schritte weiter treffen sich Architekturstudenten mit leistungsfähigem Laptop und kombinieren ihre Arbeit mit dem Bräunungsgedanken. Na, viel Spaß beim Lernen, immerhin räuchert direkt nebenan ein Grill vor sich hin und herrlicher Bratwurstduft zieht durch den Park. Dazu klirren Bierflaschen. Etwas Abseits ein paar schwarzgewandete Jugendliche, trotz großer Hitze mit langen Hosen und schweren Stiefeln. Die Abgrenzung ist gelungen, statt auf einer gemütlichen Decke sitzen sie im Grase und statt Picknick-Korb haben sie eben eine Bierkiste. Das Kindergeschrei wird hervorragend durch ein batteriebetriebenes Radio ersetzt.
Ich werfe den Schwebedeckel zurück und spiele mit dem Gedanken, vielleicht auch noch etwas Sport zu treiben, doch dann werde ich doch wieder schwach und kehre in der nächsten Pinte auf ein, zwei Bierchen ein.

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