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Grüne Kundgebung am Albertplatz ?
Der Landtagsabgeordnete der Grünen und Neustädter Ortsbeirat Johannes Lichdi hat am vergangenen Mittwoch für den 13. Februar, um 10 Uhr eine Kundgebung am Albertplatz angemeldet. Auf der Webseite der Neustadtgrünen wird auf einem Plakat gefordert: “Nazis raus aus Dresden-Neustadt” Außerdem wird berichtet, dass das Ordnungsamt signalisiert habe, dass die Anmeldung nicht genehmigungsfähig sei, da der Albertplatz unter dem Gesichtspunkt des „Trennungsgebotes“ für Gegendemonstrationen zum Nazisaufmarsch gesperrt sei.
Damit will sich Lichdi nicht zufrieden geben und beharrt auf sein grundgesetzlich geschütztes Demonstrationsrecht. Er hat einen Anwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt.
Mann mit Leimeimer geschlagen
Wie die Polizei soeben meldet, wurde gestern Abend ein 49-jähriger Mann auf der Königsbrücker Straße mit einem Leimeimer geschlagen. Der Mann hatte bemerkt, wie drei junge Männer an einer Hauswand ein Plakat mit einem Aufruf gegen den Naziaufmarsch am 13. Februar ankleben wollten. Er sprach sie an und forderte sie auf dies zu unterlassen. Daraufhin nahm einer der Jugendlichen den Leimeimer und schlug auf den 49-Jährigen ein. Durch den Eimer wurde er im Gesicht und an der linken Hand verletzt. Der Leim beschmutzte dem Geschädigte die Kleidung. Die drei Täter entkamen unerkannt auf der Königsbrücker Straße in Richtung Bischofsweg.
Gedenktafel am Bahnhof Neustadt
Wenn am 13. Februar Neonazis am Bahnhof Neustadt auflaufen, werden sie auch mit dieser Gedenktafel konfrontiert.
Die Gedenktafel am Neustädter Bahnhof, die an das Schicksal Dresdner Juden erinnert, wurde am 27. Januar 2001 vom damaligen Oberbürgermeister Herbert Wagner enthüllt. Die Inschrift lautet: “Im Nationalsozialismus war der Güterbahnhof Dresden-Neustadt Ausgangspunkt oder Zwischenstation für viele Deportationen von jüdischen Frauen, Männern und Kindern. Im Oktober 1938 begann hier die Abschiebung von 724 Dresdner Juden nach Polen. Mit Zügen der Deutschen Reichsbahn erfolgte zwischen 1942 und 1944 ein großer Teil der Transporte in die Gettos Riga und Theresienstadt, in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sowie in andere Konzentrationslager”Die Tafel besteht aus drei Elementen: aus zwei Stahlplatten und einer Glasplatte, die diese optisch miteinander verbindet. Auf die Glasplatte wurde per Sandstrahl ein Psalm in Hebräisch und in Deutsch aufgebracht. Außerdem sind in das Glas sechs Pflastersteine eingelassen. Diese symbolisieren zum einen die Opfer, zum anderen aber auch die Gefährdung von Leben. In den Gehweg – in Sichtbeziehung zur Tafel – wurde ein einfacher bronzener Davidstern eingelassen.
Demonstrationen und so …
In den vergangenen zwei Tagen haben mehrere Demonstrationen rund um das Thema 13. Februar auch die Neustadt berührt.
Ärgerlich, dass es wieder zu Gewaltakten kommen musste. Da ich das hier nicht weiter würdigen will, überlasse ich die Berichterstattung lieber anderen.
Bei den Medien gibt es ein paar Informationen: MDR, DNN, SZ
Weitere Informationen, die mit Vorsicht zu genießen sind:
Indymedia 1, Indymedia 2
Die offizielle Pressemitteilung der Polizei gibt es hier.



