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Neustadt-Geflüster

Dresden Neustadt von Anton Launer

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Beschreibung
Das Neustadt-Geflüster von Anton Launer erzählt fast täglich frische Nachrichten aus dem Kneipen- und Szene-Viertel Dresden-Neustadt. Hier gibt es Hintergründe, Albernheiten, Gerüchte, Klatsch, Tratsch und heiße Diskussionen aus der Äußeren Neustadt und natürlich die meisten Informationen über die Bunte Republik Neustadt.

Archiv für die Kategorie „Neues vom Gehilfen Oph“

Döner war gestern

Ein reichliches knappes halbes Jahr hat es Hasan Taner im Ex-Schwalbennest ausgehalten. Nun hat er das “Anatolyen” aufgegeben. Der Dönerladen an der Ecke Alaunstraße/Louisenstraße lief nicht, der Vorgänger putzt derzeit die Küche. Morgen um 16 Uhr will er öffnen. Frühstück soll es wieder geben, normalen Barbetrieb, keinen Döner. Den alten Namen will er nicht wiederbeleben, “Skyline” soll das Lokal künftig heißen.

Stele umgestoßen

Umgestoßene Stele am Jorge-Gomondai-Platz

Umgestoßene Stele am Jorge-Gomondai-Platz

Nun also auch in der Neustadt: Unbekannte haben die Stele umgestoßen, die der Verein Bürger Courage auf dem Jorge-Gomondai-Platz aufgestellt hat. Sie gehört zu der Aktion “18 Stiche”, die zugleich an den Tod von Marwa El-Sherbini vor etwa einem Jahr im Landgericht erinnern und auf den Alltagsrassismus aufmerksam machen soll. Bereits im vergangenen Monat wurden auf dem Altmarkt, der Prager Straße und vor dem Hauptbahnhof solche Stelen umgestoßen. In diesen Fällen ermittelt die Soko Rex des sächsischen Landeskriminalamtes, denn es ist nicht ausgeschlossen, dass Rechtsextreme am Werk waren.

Anithitzetipps

Die Neustadt glüht. Aufgeheizte Hauswände strahlen selbst am Abend noch mehr Wärme ab, als in diesen Tagen lieb ist. In Hochsommerhitze kämpfen Bauarbeiter mit dem Pflasterweg zwischen Böhmischer- und Louisenstraße. Wohl dem, der die Füße in die Prießnitz hängen kann oder Gelegenheit hat, sich im Nordbad zu erfrischen. Allen anderen empfehlen wir hier drei besonders angenehm kühle Orte: Diesen Beitrag weiterlesen »

Qualität gegen Quantität?

Wieviele Schnäppchenläden braucht der Neustädter? Einen weniger als bisher, haben die Geschäftsleute entschieden, die den Billigmarkt an der Ecke Königsbrücker Straße/Louisenstraße betrieben haben. Der Laden ist weg, leer geräumt sind die Geschäftsräume im Erdgeschoss des vielleicht häßlichsten Nachwendenbaus der Neustadt. Sollte sich da Qualität gegen Quantität durchgesetzt haben, ist jetzt der Billigheimer gleich gegenüber an der “Königsbrücker” erste Wahl.

WM war gestern

Günter Netzer im Trödelhof

Günter Netzer im Trödelhof - Anklicken zum Vergrößern


13 Jahre Günter Netzer und die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika sind Geschichte. Achims Trödelhof hat sich in den vergangenen vier Wochen zu einem der beliebtesten Orte fürs gemeinsame WM-Gucken entwickelt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Aufgegeben

“Made in Italy” hat sich nicht durchgesetzt auf der Alaunstraße zwischen des Teufels Küche und dem Dönergastronomen mit dem Namen des Berges, in dessen Nähe einst Noahs Arche gelandet sein soll. Der erst im September 2008 eröffnete Italiener ist längst dicht. Nun wurden auch die Ladenschilder in den Nationalfarben des Stiefellandes abmontiert.

Jetzt harrt das zweigeschossige Lädchen einer neuen Bestimmung. Früher war da mal ein Second Hand Shop drin.

“…und wie liebst du?”

Umzug anlässlich des CSD durch die Neustadt

Umzug anlässlich des CSD durch die Neustadt - Anklicken zum Vergrößern


Wild, laut, irgendwie auch ein bißchen durcheinander. Diese Antwort gaben heute die Teilnehmer des Umzugs zum Christopher Street Day (CSD) auf ihr eigenes Motto. Die Route führte – natürlich – durch die Äußere Neustadt. Auch Politprominenz war dabei. Claudia Roth (Bündnisgrüne) bewunderte das Gründerzeitviertel vom Umzugswagen aus, auch Julia Bonk (Die Linke) wurde gesehen. Und viele, viele Schwule, Lesben und Heteros, die ebenfalls für die gleichgeschlechtliche Liebe auf die Straße gegangen waren (und sich dabei vielleicht sogar wünschten, wenigstens ein bißchen bi zu sein). Selten wurde am Straßenrand in der Neustadt so viel fotografiert. Dafür war der Grund aber wohl eher die Schaulust als die Liebeslust. Gelungen ist der Umzug allemal, schließlich sorgte er für viel Aufsehen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Von langen Leitungen und Jubelblockaden

WM gucken lohnt sich in der Neustadt vor allem dort, wo die Fernsehsignale via Kabel ankommen. Denn die Satellitenübertragung führt zu Verzögerungen bei der Übertragung der wichtigen Nachrichten von der Südhalbkugel des Planeten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Neustadt und der Kirchentag

“Ist grad Konfirmation?”, wurde die Gemeinde, die heute am frühen Abend aus der Martin-Luther-Kirche kam, von einem Tätowierten gefragt. Nein, Konfirmation war nicht, eher ein Geburts-Tag, der in der Kirche wie ein Trauertag anmutete. Die “Nacht der Kirchen” und der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag gehörten in der “Lutherkirche” zusammen. Doch was da an Frieden herbeigeklampft und an Gerechtigkeit vom Himmel gepredigt werden sollte, erinnerte gruselig an Endzeitstimmung. Nichts von Evangelenfreude, nichts von Kirchentagsbegeisterung war zu spüren. Kein Wunder, dass Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt entgegen anderslautenden Ankündigungen gar nicht erst gekommen war. Sie überließ dem Ministerpräsidenten a.D. des Landes Sachsen-Anhalt Reinhard Höppner das Feld und selbst der eilte vorfristig aus der Kirche, nachdem er reichlich uninspiriert vom Kirchentagsgefühl geredet hatte. So wird das nix mit der Begeisterung für die fünftägige Lutheranerparty im nächsten Jahr in Dresden.

Wie ein schönes Fest mit einem guten Hintergrund funktioniert, zeigten derweil die Umundu-Veranstalter mit bester Musik und vielen Informationen auf dem Martin-Luther-Platz.

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