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	<title>Neustadt-Geflüster &#187; Kolumne</title>
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	<description>Dresden Neustadt von Anton Launer</description>
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		<title>Grüne Bunker mit Aquarienfenstern</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 09:05:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern hatte die Geschäftsführerin der DresdenBau und Projektierungs GmbH, Regine Töberich, zur Vorstellung der Pläne zur Sanierung des Hochhauses am Albertplatz eingeladen. Als ich kam, war der Raum im Dachgeschoss gut gefüllt und ein Beamer flimmerte Bilder an die Wand. Zu sehen war viel grün. Das kannte man schon aus den Zeitungsberichten vom Morgen.
Dann gings [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 169px"><img alt="Hochaus am Albertplatz" src="http://farm4.static.flickr.com/3495/3303478489_344503c6af_m.jpg" title="Hochaus am Albertplatz" width="159" height="240" /><p class="wp-caption-text">Hochaus am Albertplatz</p></div>Gestern hatte die Geschäftsführerin der DresdenBau und Projektierungs GmbH, Regine Töberich, zur Vorstellung der Pläne zur Sanierung des Hochhauses am Albertplatz eingeladen. Als ich kam, war der Raum im Dachgeschoss gut gefüllt und ein Beamer flimmerte Bilder an die Wand. Zu sehen war viel grün. Das kannte man schon aus den Zeitungsberichten vom Morgen.<span id="more-4851"></span></p>
<p>Dann gings los. Neben dem Hochhaus soll ein Einkaufszentrum entstehen, mit 7.000 Quadratmetern Einkaufsfläche, inklusive einem SB-Warenhaus mit 5.000 Quadratmetern, Drogerie, Fleischer und Bäcker und weiteren kleinen Läden. Genaue Interessenten wurden nicht genannte, doch die Auswahl kann so groß nicht sein. Anbieter in dieser Dimension sind in Deutschland nur noch die Lidl &#038; Schwarz-Gruppe mit der Marke „Kaufland“ oder die Edeka-Gruppe mit den Marken „MarktKauf“ oder die „E-Center“, wie eines in der ehemaligen Heeresbäckerei entstanden ist. Ein in etwa vergleichbares Einkaufs-Center gibt es in Striesen auf der Borsbergstraße. Dieses Beispiel führte Frau Töberich auch an, um zu beweisen, dass solche Center den kleinen Läden in der Umgebung noch genügend Raum lassen, bzw. sogar das Viertel beleben können.<br />
Mit dieser riesigen Einkaufsfläche will die DresdenBau das ganze Projekt finanzieren. Von Büros oder Wohnungen im Hochhaus nimmt die Firma Abstand, weil dies schwer vermietbar wäre. Vielmehr hoffen die Entwickler auf ein sogenanntes Bürgerhaus. Mit der Neustädter Bibliothek seien die Gespräche intensiviert worden, die könnte in die unteren zwei Etagen ziehen. Darüber wäre Platz für Galerien, die Künstler sollen die Räume zum Betriebskostenpreis bekommen, da drüber könnte ein Neustädter Radiosender einziehen. Für die obersten drei Etagen ist eine Skylounge geplant, von der aus man einen wunderbaren Blick über Dresden hätte. Im Keller soll ein Parkhaus mit 470 Stellplätzen entstehen, sogar das Brunnenhaus des Artesischen Brunnens soll mit integriert werden. </p>
<p>Herrlich, oder? Jetzt könnte man eigentlich anfangen zu träumen und sagen: Ja, loslegen … </p>
<p>Aber leider ist es nicht so einfach. Die DresdenBau hantiert mit Statistiken, die belegen sollen, dass ein solches Einkaufscenter, dem Einzelhandel in der Neustadt nicht schaden würde, weil die Neustadt unterversorgt sei. Stimmen die Zahlen? Zweifel aus dem Publikum gab es einige, wird die Stadtverwaltung diese Zahlen ebenso interpretieren? Und entsteht nicht ein paar Meter weiter schon ein Einkaufsmarkt? Selbst wenn diese entscheidende Frage geklärt ist, bleibt noch einiges offen. Kann die Bibliothek wirklich an einen Standort kommen, der von zwei so stark befahrenen Straßen abgeschnitten ist? Hat der Neustädter Radiosender überhaupt Geld, um auch nur die Betriebskosten zu zahlen? Bieten nicht auch andere Objekte günstigen Platz für Ateliers und Galerien?</p>
<p>Wenn diese Fragen eindeutig beantwortet werden können, dann kann es sicher losgehen. Nach Angaben der DresdenBau könnte schon im September Baustart sein. Bis dahin kann man sich auch über die durchaus witzigen Details unterhalten. So haben die Architekten auf eine Anregung hin, die Zusatzbauten mit einer grünen Fassade versehen. Auch wenn dies im Publikum als Grüne Bunker mit Aquarienfenstern bezeichnet wurde, mir persönlich gefällt die Variante mit wildem Wein, da sie das Haus belebt, es sieht dann zu jeder Jahreszeit anders aus. </p>
<p>Die Zuhörer gestern waren überwiegend begeistert, in einer Art, die ich bei der Vorstellung von Bauprojekten in der Neustadt noch nicht erlebt habe.</p>
<p><a href="http://albertplatz.blogspot.com/p/start.html" target="_Blank">Weitere Infos</a></p>
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		<title>Werbegemeinschaft Neustadt stellte sich vor</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern Abend im Projekttheater, die Ränge sind voll mit Neustädter Händlern, Kneipenbesitzern und anderen Gewerbetreibenden. Sie sind gespannt, das kann man der Stimmung entnehmen. Die Werbegemeinschaft Neustadt hat zum 2. Unternehmerstammtisch geladen. In einigen Gesichtern sehe ich deutliche Fragen geschrieben und dann höre ich es auch schon murmeln: &#8220;Wieso denn der zweite, wann war denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend im Projekttheater, die Ränge sind voll mit Neustädter Händlern, Kneipenbesitzern und anderen Gewerbetreibenden. Sie sind gespannt, das kann man der Stimmung entnehmen. Die Werbegemeinschaft Neustadt hat zum 2. Unternehmerstammtisch geladen. In einigen Gesichtern sehe ich deutliche Fragen geschrieben und dann höre ich es auch schon murmeln: &#8220;Wieso denn der zweite, wann war denn der erste&#8221;. Auch mir ist die Werbegemeinschaft bisher noch nicht so sehr ins Auge gefallen, eingeladen hat mich Torsten Wiesener, ehemals Betreiber des Mona Lisa (da ist jetzt der Mondpalast drin) und nebenbei im Vorstand des Gewerbe- und Kulturverein Dresden Neustadt e.V., der vor allem dafür bekannt ist, dass es in der Neustadt im Advent immer so schön leuchtet.<span id="more-4845"></span></p>
<p>Doch nach kurzem Nachdenken fällt mir wieder was ein, vor knapp einem Jahr gab es die Neustädter Kneipennacht (<a href="http://www.neustadt-ticker.de/nachrichten/neustadter-kneipennacht/">siehe hier</a>), damals hatten sich etliche Kneiper zusammengefunden, um die Neustadt in besserem Lichte dar zu stellen. Aus dieser Gruppe heraus sind nun weitere Aktivitäten entstanden. Zwei Agenturen wurden beauftragt, sich mit dem Image (so nennen die das tatsächlich) der Neustadt zu beschäftigen, außerdem gab der Verein eine kleine Umfrage in Auftrag, über die die Kollegen von <a href="http://dieneustadt.de/2010/03/02/werbekonzept-fuer-die-neustadt-fragen-an-torsten-wiesener-zu-einer-umfrage-der-werbegemeinschaft-dresden-neustadt/" target="_Blank">dieneustadt.de</a> schon berichtet haben. Gestern nun wurden erste Ergebnisse präsentiert. Der Rahmen war gut gewählt und zur Einleitung zeigt Günter Starke eine kleine Auswahl seiner Neustadt-Fotos, die für Wehmut, Schmunzeln und Erschrecken sorgten. Ja, so haben wir hier mal gelebt.<br />
Danach durfte der Marketing-Direktor der Dresden Marketing GmbH, Matthias Gilbrich, das neue Werbekonzept der Stadt erläutern. Power-Point sei dank, konnte er viele bunte Folien und Sprüche an die Wand werfen. Unklar bleibt, warum er mit einer Folie mit Werbung für das Elbhangfest begann. Vielleicht wünscht sich die Stadt eine ähnlich gute Integration der BRN in das Werbekonzept. Immerhin haben die Marketingfachleute ein paar hübsche Neustadt-Bilder zu einem Film zusammengereiht, der demnächst auf dem Media-Server zu sehen sein soll. Ach, und wer weitere hübsche, rechtefreie Bilder von der Neustadt hat, soll sie dort auch hochladen können. </p>
<p>Dann trat Herr Tilman Seidel von der Neustädter <a href="http://www.agentur-seidel.com/" target="_Blank">Agentur Seidel</a> und verkündete, dass das Image der Neustadt ja nicht so ganz gut sei und mit gezielten Maßnahmen verbessert werden könne. Schlagworte wie Guerilla-Marketing und klassische Werbung fielen. Anschließend äußerte sich der Chef der Jugendmarketingagentur <a href="http://www.schachundmatt.com/" target="_Blank">Schach und Matt</a>, Lars Schmiedgen und warf den versammelten Gewerbetreibenden trendige Vokabeln des sogenannten social media hin. Die Neustadt müsste eine Fanpage bei Facebook bekommen und eine seo-optimierte Webseite (doppelt optimiert hält wohl besser).</p>
<p>Dann stand die bange Frage, wer soll das alles bezahlen. Derzeit finanziert sich die Werbegemeinschaft über die Mitglieder, die Beiträge richten sich nach der Größe der Geschäfte der Teilnehmer. Das ist eine gängige Formel. Bei der Konkurrenz, der Weißen Gasse auf der anderen Elbseite, ist dieser Werbebeitrag Pflicht. Davon werden dann zum Beispiel Anzeigen geschaltet oder Plakate gedruckt. Derzeit belaufen sich die Beiträge auf 1 Euro/Qadratmeter und Monat bzw. 2,50 Euro/Quadratmeter und Monat für Gastronomen. Eine Zahl, über die etliche der Anwesenden sichtlich erschraken. Wenn jedoch mehr Läden an dem Modell teilnehmen würden, könnte man die Preise senken, versicherte Torsten Wiesener.</p>
<p>In der Neustadt sind mehr als 1500 Gewerbetreibende tätig, da kann man ahnen, wie groß das Potenzial sein kann. Nun müssen sich die Neustädter nur endlich mal zusammenraufen. Die Gastronomen schreiten schon mal voraus, am 8. Mai soll es wieder eine Kneipennacht geben.</p>
<p><a href="http://gukv.de/" target="_Blank">Weitere Infos</a></p>
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		<title>Uwe im FriseurLaden</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 07:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aufmerksame Leser des Blogs kennen wahrscheinlich meine Haarlänge. Nachdem ich mir Ende Dezember im ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://farm5.static.flickr.com/4041/4386436523_1149154608_o.jpg"><img alt="FriseurLaden auf der Sebnitzer" src="http://farm5.static.flickr.com/4041/4386436523_d52f13559a.jpg" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">FriseurLaden auf der Sebnitzer - Anklicken zum Vergrößern</p></div><br />
Aufmerksame Leser des Blogs kennen wahrscheinlich meine Haarlänge. Nachdem ich mir Ende Dezember im <a href="http://www.neustadt-ticker.de/kolumne/im-barber-shop/"">Barber Shop</a> nur zaghaft die Spitzen beschneiden ließ, nahmen die Zottel schon fast hippieske Züge an. </p>
<p>Um diesen Missstand zu beseitigen, schritt ich zum nächsten Friseurladen, der witzigerweise auch gleich <a href="http://www.friseurladen-dresden.de/" target="_Blank">FriseurLaden</a> heißt und bitte schön nicht mit dem <a href="http://www.der-friseurladen-dresden.de/" target="_Blank">Friseurladen</a> am Martin-Luther-Platz zu verwechseln ist. Denn erstens gibt es den FriseurLaden schon viel länger, mindestens 15 Jahre, meint zumindest der Herr der Schere und zweitens befindet sich das Lädchen auf der Sebnitzer Straße schräg gegenüber den ehemaligen Räumlichkeiten der <a href="http://www.galerie-baer.de/" target="_Blank">Galerie Baer</a>, die sich jetzt auf der Louisenstraße befindet. <span id="more-4800"></span></p>
<p>Aber genug des geografischen Gewurschtels. Punkt 9 treffe ich ein und Uwe lächelt mich freundlich an. Im Laden riecht es irgendwie komisch. Dann die üblichen Fragen, waschen oder trocken. Traditionell entscheide ich mich fürs Waschen, aber das geübte Auge des Friseurs erkennt, die Haare sind schon gewaschen. Nach einer kurzen Erklärung über häufiges Waschen und dass die Haut dann austrocknet, wird also trocken geschnitten. Ich frage ihn nach dem merkwürdigen Geruch. Das sind die Naturprodukte, denn ich bin jetzt offenbar beim Bio-Haarabschneider gelandet. Nur natürlich darf es sein, wer auf grelle oder künstlich blonde Haar steht, hat hier keine Chance – sogar der Kamm ist aus Holz. </p>
<p>Naja, das interessiert mich nicht so sehr, aus dem Haare-Färben-Alter bin ich wohl raus. Während Uwe fleißig stutzt und schnippelt erzählt er aus der Vergangenheit, dass er mal einen Laden in Striesen hatte und natürlich kommt mal wieder die Rede auf Herrn Haubner und den Frizör, den der mal auf der Louisenstraße betrieb. Nach jeder Menge Getratsche sind wir fertig. Das Haar ist ordentlich gestutzt und nicht zu kurz, die wenigen Restbestände auf meinem Haupt sollen sich ja noch wohl fühlen. 15 Euro kostet mich der Trockenschnitt und bevor ich den Laden verlasse, darf ich mir noch die Naturfarben ansehen. </p>
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		<title>Continental &#8211; neu, aber auch gut?</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 13:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was kamen nicht alles für Gerüchte in die Welt, da war von einer Großraumdisko oder einem Musikhaus die Rede. Schließlich hat das Continental doch seinen Namen behalten, wird nur von einem neuen Eigentümer betrieben. Innen ist es jetzt alles ganz schön grün und stylisch. Weg sind die gemütlichen Ledercouches, in denen man für Stunden versinken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://farm3.static.flickr.com/2689/4367163701_3586c457dc_o.jpg" target="_Blank"><img alt="Neuer Stil: Grün - anklicken zum Vergrößern" src="http://farm3.static.flickr.com/2689/4367163701_3de2443dd4_m.jpg" width="240" height="135" /></a><p class="wp-caption-text">Neuer Stil: Grün - anklicken zum Vergrößern</p></div>Was kamen nicht alles für Gerüchte in die Welt, da war von einer <a href="http://www.neustadt-ticker.de/geruechte/grosraumdisko-auf-der-louisenstrase/">Großraumdisko</a> oder einem <a href="http://www.neustadt-ticker.de/geruechte/neues-musikhaus-auf-der-gorlitzer-strase/">Musikhaus</a> die Rede. Schließlich hat das Continental doch seinen Namen behalten, wird nur von einem neuen Eigentümer betrieben. Innen ist es jetzt alles ganz schön grün und stylisch. Weg sind die gemütlichen Ledercouches, in denen man für Stunden versinken konnte. Jetzt wirkt alles viel schneller. Optimal also, um einen langen Arbeitstag mit einem kräftigen Frühstück zu beginnen. So wollte ich es tun. Doch was nützt die schnelle Optik, wenn es dennoch dauert. Geschlagene 35 Minuten benötigte das Küchenpersonal für die Zubereitung zweier Rüh<del datetime="2010-02-18T18:08:43+00:00">e</del>reier. Und das bei einem mäßig gefüllten Laden. Das ging früher schneller. Aber genug gemeckert, geschmeckt hat das Ei, auch der Espresso wurde in gewohnter Qualität serviert. Die eigentliche Überraschung befindet sich aber im Keller, denn aus der etwas muchtigen und dunklen Notdurftstelle wurde jetzt ein stylisches Designer-Klo, dass allein schon den Besuch rechtfertigt. In Zukunft also, einfach ein bisschen schneller brutzeln und das Conti kann mich als Stammgast zurück gewinnen.</p>
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		<title>Von Parken und Kosten</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 18:18:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kürzlich kam ich erst recht spät in die Neustadt und hatte auch noch lästigerweise das Automobil dabei. Da es bekanntermaßen an Freitagen ziemlich schwierig ist, einen Parkplatz in der Neustadt zu finden, kreiste auch reichlich Parksuchverkehr. Spontan kam mir eine Idee: Da gibt es doch das Parkhaus auf der Kamenzer. Im Sommer hatte ich schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich kam ich erst recht spät in die Neustadt und hatte auch noch lästigerweise das Automobil dabei. Da es bekanntermaßen an Freitagen ziemlich schwierig ist, einen Parkplatz in der Neustadt zu finden, kreiste auch reichlich Parksuchverkehr. Spontan kam mir eine Idee: Da gibt es doch das <a href="http://www.neustadt-ticker.de/nachrichten/parkhaus-auf-der-kamenzer-fast-fertig/">Parkhaus</a> auf der Kamenzer. Im Sommer hatte ich schon einmal über das <a href="http://www.neustadt-ticker.de/nachrichten/verkehrsleitsystem-fur-die-neustadt/">Parkleitsystem</a> berichtet, dass die Besucher zu dem Parkhaus führen soll. Nun also der Selbstversuch. Die Preise überraschen. Ich kann mein Auto für eine ganze Nacht von 20 bis 6 Uhr für drei Euro abstellen. Wenn ich mir auf der Straße ein Plätzchen suche, gebe ich von 20 bis 24 Uhr auch zwei Euro aus. Dafür bleibt das Wägelchen hier zumindest ein bisschen warm. Ich drücke einen Knopf und Schranke und Rolltor öffnen sich. Drinnen dann die nächste Überraschung. Es stehen gerade mal drei Autos in der Tiefgarage, Platz ist hier auf dieser Ebene mindestens für 30. Wieder erinnere ich mich an den eben gesehenen Parksuchverkehr, mindestens fünf Autos kreuzten vorhin (ca. 22 Uhr) auf der Kamenzer Straße. Sind die zwei Euro mehr zu viel? Können die Parkplatzsucher keine Schilder lesen? Ist es Protesthaltung gegen den ungeliebten Bau?<br />
Fragen über Fragen. </p>
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		<title>Im Barber Shop</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 16:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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Endlich  hab ich es mal wieder geschafft. Seit meinem letzten Friseur-Bericht ist schon eine kleine Weile vergangen. In der Zwischenzeit bin ich gewissermaßen fremdgegangen und war bei einem Haarabschneider außerhalb der Neustadt. Aber zum Wesentlichen: Ein Freund hat mir den Corleone Barber Shop auf der Prießnitzstraße empfohlen und dazu gesagt, dass es sinnvoll wäre, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://farm3.static.flickr.com/2536/4228032443_a099effcfe_o.jpg" class="alignnone" width="500" height="339" /><br />
Endlich  hab ich es mal wieder geschafft. Seit meinem letzten <a href="http://www.neustadt-ticker.de/kolumne/da-waren-sie-ab/">Friseur-Bericht</a> ist schon eine kleine Weile vergangen. In der Zwischenzeit bin ich gewissermaßen fremdgegangen und war bei einem Haarabschneider außerhalb der Neustadt. Aber zum Wesentlichen: Ein Freund hat mir den Corleone Barber Shop auf der Prießnitzstraße empfohlen und dazu gesagt, dass es sinnvoll wäre, telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Am Telefon empfängt mich eine freundliche Stimme: Nun heute würde es halb vier noch passen. Das ist mir zu spät und ich frage schon nach einem Termin im nächsten Jahr, da lenkt sie ein: Na, wenn Sie morgen gleich um 12 Uhr kommen … Das passt mir. <span id="more-4501"></span></p>
<p>Am nächsten Tag, Punkt 12 Uhr steh ich vorm Barber Shop erstmal vor einer verschlossenen Tür. Doch schon wenige Sekunden später winkt mir eine junge Frau. “Haben Sie den Termin? &#8211; dann kommen Sie mal rum.” Über die Hintertür komme ich in den Laden, der Chef habe vergessen aufzuschließen, erklärt sie entschuldigend. Mir ist es recht, so ein Hintereingang hat ja immer auch einen besonderen Charme. Plötzlich stehe ich mitten im Salon. Der kommt ganz schön romantisch daher. Holztäfelung an den Wänden, ein Grammophon steht in der Ecke und ein wunderbares Klavier. Die Stimmung soll wohl ein bisschen an die Italiener im New York der Zwanziger Jahre erinnern. So fühl ich mich jetzt zwar nicht, aber es ist trotzdem sehr gemütlich, zumal ich ja auch der einzige Kunde bin. </p>
<p>Ines, so heißt die Friseurin, hat den Laden extra für mich geöffnet. Jetzt strahlt sie mich an: “Darf ich Ihnen was bringen, einen Kaffee, ein Wasser?” &#8211; Mir huscht ein Lächeln übers Gesicht und ich nehme vor dem großen stilvoll geschliffenen Spiegel Platz auf einem wahrhaft historischen Frisierstuhl. Nach kurzer Wäsche geht es an meine trotz längerer Pause immer noch kurzen Haare, nachdem die Details geklärt sind, beginnt sie zu schneiden. Schon nach kurzer Zeit sind wir in Plauschstimmung, vom <a href="http://www.neustadt-ticker.de/geruechte/haubner-zieht-um/">Haubner-Umzug</a> hat sie auch schon gehört und erzählt von vergangenen Tagen, als sie noch bei dem Dresdner Star-Figaro in der Philhaarmonie auf der Rothenburger Straße gearbeitet hat. Ihr Chef hier im Corleone ist Jörg Lenk, und wie sie sagt der Spezialist für ausgefallene Frisuren, wenn es um tolle Tollen bei den Herren geht.</p>
<p>So vergeht die Zeit wie im Flug und eine gute halbe Stunde später fühl ich mich sehr frisch am Kopf und irgendwie richtig wohl. Nicht nur der angenehme Plausch auch der Schnitt hat mir sehr gut gefallen. Wenn ich nicht so ein Friseur-Nomade wäre, würde ich hier bestimmt wieder her kommen.</p>
<ul>
<a href="http://www.corleone-barber-shop.de/start.html" target="_Blank">Corleone Barber Shop</a><br />
Prießnitzstraße 16,<br />
Telefon: 0351 8108788</ul>
]]></content:encoded>
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		<title>Rauchen gefährdet die Gesundheit</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 06:54:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchverbot]]></category>

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		<description><![CDATA[Müde stapfe ich die Straße entlang. Meine schweren Stiefel knirschen im dreckigen Schneematsch.  Jede gepflasterte Ausfahrt ist die Hölle. Wenn ich jetzt stürze und mir die Knochen breche, hab ich es wohl nicht besser verdient.
Der Abend war eine Katastrophe und doch so wunderbar. Sicher hatte ich das eine oder andere Bier zu viel &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Müde stapfe ich die Straße entlang. Meine schweren Stiefel knirschen im dreckigen Schneematsch.  Jede gepflasterte Ausfahrt ist die Hölle. Wenn ich jetzt stürze und mir die Knochen breche, hab ich es wohl nicht besser verdient.<br />
Der Abend war eine Katastrophe und doch so wunderbar. Sicher hatte ich das eine oder andere Bier zu viel &#8211; und morgen wird mein Kopf bis zum Bersten voller stichelnder Nadeln sein. Doch das ist es nicht. Nein. Es ist die Gewalt, die unbeherrschte, rücksichtslose Gewalt. <span id="more-4386"></span>Es war auf einem kleinen, aber gut besuchten Konzert. Die Massen drängten sich, ich hatte es bis direkt vor die Bühne geschafft. Vor knapp zwanzig Jahren hatte ich die Band zum ersten Mal gesehen, getanzt, getobt, gerockt.<br />
Auch heute zuckt es mir wieder in den Füßen, der Kopf wippt automatisch mit. Dann kommen die alten Stücke, die Lieder zum Mitsingen. Wild springe ich hin und her, brülle mir die Seele aus dem Leib. Dann ein neuer Song, er beginnt ganz ruhig. Automatisch will ich mir eine Kippe anstecken. Doch in dem Moment schreit mir ein Bursche von hinten ins Ohr: </p>
<p>Hier ist Rauchverbot!</p>
<p>Mir doch egal, ich zünde das Feuerzeug. Eine Hand schnellt mir gegen die Wange, die Kippe fliegt davon. In dem Moment wird die Musik schneller und ich wende mich um, springe auf den Kippenwegschläger los. Ein anderer, einer mit Körpergröße und massiger Fülle und lustigem Rockerzopf und Ziegenbärtchen, er drängt sich dazwischen und mich zurück. Ich lass mich treiben, ich koche, die Wut muss raus. Schimpfwörter rasseln mir durch den Kopf. Das nächste Lied. Es wird noch schneller. Wieder ein Klassiker. Wieder ein Song zum mitschreien. Ich hab mich wieder zur Bühne gedreht, die Kerle in meinem Rücken. Das Geschubse wird heftiger. Als ich mich umdrehe, fliegt der Bärtige gerade auf mich zu. Alle Wut bricht aus mir aus. Ich packe ihn und stoße ihn durch den Raum. Die Brille rutscht mir von der Nase, mit beiden Händen kann ich sie halten. Vielleicht war das sein und mein Glück. Vielleicht wäre sonst Schlimmeres passiert. So bleibt es beim Geschubse. In der Menge der Leiber kann er nicht fallen, aber er weiß jetzt, was ich von ihm halte. Prompt rückt er wieder auf, schreit mich an. Ich schrei zurück, er macht merkwürdige Gesten, zeigt mit seinen Fingern in seine Augen. Kräftige Burschen halten uns auseinander. Trotz aller Wut muss ich nun grinsen. Mir egal, ich dreh mich zur Bühne und bin nun nur noch bei den Songs. Neben mir raucht einer, ich schnorre  ein paar Züge, der Sänger vor mir hat sich während der Pause vor den Zugaben auch noch eine angesteckt.<br />
Ich bedanke mich beim Nebenmann fürs Zurückhalten und dränge mich durch den Raum, zum Tresen, zum Bier &#8211; nach draußen zum Rauchen.</p>
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		<title>Von alten Herren in der Scheune</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 07:24:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern Abend war ein richtiger Älternabend (so macht man das liebe Kathys) in der Scheune. Die Generation der Mitdreißiger und Ü40er kam aus ihren Eigenheimen und gemütlichen Stadtrandswohnungen angereist. Die meisten hatten sich ein fetziges schwarzes T-Shirt über die rundlichen Wölbungen in Hüfthöhe gezerrt, der eine oder andere hatte gar seine hohen Schnürstiefel mitgebracht. 
Nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend war ein richtiger Älternabend (so macht man das liebe Kathys) in der Scheune. Die Generation der Mitdreißiger und Ü40er kam aus ihren Eigenheimen und gemütlichen Stadtrandswohnungen angereist. Die meisten hatten sich ein fetziges schwarzes T-Shirt über die rundlichen Wölbungen in Hüfthöhe gezerrt, der eine oder andere hatte gar seine hohen Schnürstiefel mitgebracht. <span id="more-4277"></span><br />
Nun stehen sie vor der Bühne und ein auch schon etwas älter gewordener Eugen Balanskat lässt die Menge grölen. Ja, Ja, Ja. Er singt von Schrebergarten und Kanickel, Kindersegen und Friede, Freude, Eierkuchen. Und wie passend: &#8220;In der Stickluft solcher Welten, mensch, da packt mich Atemnot&#8221; &#8211; die hat mich inzwischen auch gepackt, denn wir alten Herren sind mobil geworden und das Pogo-Springen in der gut gefüllten Scheune lässt meinen Kreislauf kolabieren. Mit Mühe halte ich mich am nächsten Bier fest. Wie ging das nur früher, als der ganze Saal noch dazu geraucht hat.<br />
Den Moment der Besinnung nutze ich, mir das Publikum etwas näher anzusehen und stelle fest, dass doch auch der eine oder andere Jüngere dabei ist. Immerhin die Texte der Skeptiker sind irgendwie immer noch aktuell. (<a href="http://www.dieskeptiker.com/index.php?id=texte_hartezeiten" target="_Blank">Hier zum Nachlesen</a>) Und der Rhythmus, der peitscht immer noch ordentlich nach vorne. Inzwischen sind wir bei den Zugaben angelangt: &#8220;Pierre und Luce&#8221; &#8211; da muss ich mich wohl doch noch mal ins Getümmel stürzen. Wie kleine Schauer kommt die Erinnerung zurück. Mir fallen Bilder ein, als ich im Sommer 90 auf der Wiese vor der Scheune lag, die erste Freiheit und die erste Liebe genießend. Denke an heimliche Kletteraktionen &#8211; um Eintritt zu sparen, hatten wir eine Leiter organisiert und stiegen über das Fenster im Zwischengeschoss ein, nur um dann festzustellen, dass da schon ein Ordner wartete. Erinnere mich an finstere Zeiten, als eine Horde Neonazis die Scheune überfiel und sich einige mit Flaschenwürfen wehrten bis wir schließlich geschlossen auf die Straße stürmten und den Pöbel aus der Neustadt verjagten: &#8220;Straßenkampf, Straßenkampf, alle auf die Barrikaden&#8221; &#8211; das singt nun der Eugen wieder auf der Bühne oben. Dann ist Schluss und ich bin wieder in der Realität &#8211; muss bald zurück zum Schrebergarten.</p>
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		<title>Willi Weise &#8211; nur 53.000 Stimmen fehlten zum Sieg</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 16:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[wahl]]></category>
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		<description><![CDATA[Welke ist für das “Projekt Willi Weise” angetreten und Arnold Eugen Hugo Vaatz von der CDU knapp unterlegen. Um gute 53.000 Stimmen oder knapp 35 Prozent. Selbst die SPD hat mehr Stimmen bekommen als Welke.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das wohl einzige Wahlplakat hängt mittlerweile schlaff im Wind, droht bald auf den Boden zu fallen. Irgendwie hat es nicht geklappt mit dem Durchmarsch von <a href="http://www.williweise.de/index.php?rub_id=319&amp;det_id=168_66">Volkmar Lukas Welke </a>zum Direktsieg in unserem Wahlkreis. Er ist für das &#8220;Projekt Willi Weise&#8221; angetreten und Arnold Eugen Hugo Vaatz von der CDU knapp unterlegen. Um gute 53.000 Stimmen oder knapp 35 Prozent. Selbst die SPD hat mehr Stimmen bekommen als Welke. Weniger Zulauf hatte nur noch die MLPD:  Nämlich 436. Die kompletten Wahlkreisergebnisse gibt es <a href="http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_w04_nav.prc_index?p_anw_kz=BW09" target="_Blank">hier</a>. <span id="more-3971"></span><div class="wp-caption alignright" style="width: 206px"><img alt="Nicht nur der Wahlfahne an der Bautzner Straße mangelt es an Stabilität" src="http://farm3.static.flickr.com/2565/3986858360_daaaea0efd_o.jpg" width="196" height="287" /><p class="wp-caption-text">Nicht nur der Wahlfahne an der Bautzner Straße mangelt es an Stabilität</p></div><br />
Mit Welke und seinen bundesweit rund 300 anderen Freunden sollten eigentlich  &#8220;Wille und Weisheit&#8221; in den Bundestag einziehen&#8221;, so Welkes  politischer Ziehvater, Friedrich Schönbeck, der das <a href="http://www.williweise.de/" target="_Blank">&#8220;Projekt Willi-Weise&#8221; </a>gegründet hat und einem &#8220;Kuratorium Neue Demokratie&#8221; vorsteht.<br />
Willis Niederlage wird die Republik verkraften. Denn  das Projekt ist reichlich obskur. Vordergründig geht es um  bedingungsloses Grundeinkommen, Direkte Demokratie, keinen Fraktionszwang, am besten gar keine Parteien, so Schönbeck in einem selbst inszenierten Interview für einen esoterischen, schweizer Internetsender namens <a href="http://www.alpenparlament.tv/" target="_Blank">Alpenparlament.TV</a> . </p>
<p><strong>Demokratie nach Friedrich Schönbeck </strong></p>
<p>Doch hinter den Kulissen hat Willi Weise &#8220;sektenartige Züge&#8221;, glaubt der Berliner Politikwisenschaftler Nils Diederich und beruft sich dabei unter anderem auf die <a href="http://www.williweise.de/index.php?rub_id=267" target="_Blank">Allgemeinen Geschäftsbedingungen</a>, die jeder &#8220;Willi&#8221; unterschreiben muss:  Dort heißt es unter anderem:  &#8220;Ich akzeptiere &#8211; ohne Ausnahme &#8211; in Streitfällen alle Entscheidungen des Ältestenrates &#8230; Vorerst übernimmt der aus den drei ältesten Mitgliedern des KURATORIUM NEUE DEMOKRATIE, Berlin gebildete Ältestenrat diese Funktion. Ich halte mich an die Entscheidungen des Ältestenrates, auch wenn sie mich persönlich treffen. Der Ältestenrat ist die Institution innerhalb der Volksbewegung Willi Weise, die autorisiert ist, solchen Personen die Mitwirkung zu verbieten und sie auszuschließen, welche die Willi-Weise-Bewegung schädigen. Nicht zuletzt ist dabei an verdeckte Quertreiber und Maulwürfe gedacht, die als Störer von oppositionellen Kräften – oder gar als &#8220;Bewährungshelfer“ von &#8220;höchsten Stellen“ – eingeschleust sind&#8221;.</p>
<p><strong>Weiße Oberhemden sind für alle Pflicht</strong></p>
<p>Auch optisch ist Linientreue angesagt. Alle Willi Weise-Kandidaten müssen ein weißes Oberteil als Erkennungsmerkmal tragen. Außerdem kostet die Mitgliedschaft beim Projekt richtig Geld. Bewerber  müssen sie sich von &#8220;Willi Weise&#8221; schulen lassen und einen Jahresbeitrag von mindestens 120 Euro zahlen. Sollten sie gewählt werden, müssen sie pro Stimme außerdem einen gewissen Betrag an das &#8220;Kuratorium Neue Demokratie&#8221; zahlen, dessen Gründer natürlich Schönbeck ist. Die Kandidaten sollen außerdem dafür sorgen, dass alle Mitwirkenden in speziellen Diskussionszirklen &#8220;Regiowirs&#8221; genannt, mindestens einen Euro pro Monat an das Kuratorium entrichten. Wie weit Schönbeck das Geld allerdings eintreibt, ist strittig. Mehrere Weise behaupten, noch nie einen Cent gezahlt zu haben. Kuratoriumsgründer Friedrich Schönbeck streitet ebenfalls alle Zwänge für die Kandidaten ab: &#8220;Wir können denen nichts vorschreiben. Bei uns ist alles locker&#8221;, so Schönbeck gegenüber der Presse.</p>
<p><strong>Optisch erinnert Schönbeck an Mosi Mooshammer</strong></p>
<p>Die freut sich immer, wenn Schönbeck mal wieder ein neues Projekt auf den Markt wirft, weil das für Schlagzeilen sorgt. Vor der Willi-Idee hatte er sich dem Islam verschrieben, ausgerechnet zu Beginn der islamischen Revolution im Iran, fuhr er im VW-Bus 5000 km quer durch die gesamte Türkei und über die türkisch-iranische Grenze bis nach Teheran&#8221;, ist auf der Seite <a href="http://muslim-markt.de" target="_Blank">muslim-markt.de</a> zu lesen, wo sich auf ein bemerkenswertes <a href="http://www.muslim-markt.de/interview/2007/as.htm" target="_Blank">Interview</a> mit Schönbeck findet, das keine Frage offen lässt.<br />
Danach ist er wohl 1937 im tschechischen Aš geboren, weshalb er sich auch kurzfristig Friedrich von Aš genannt hat, um &#8220;stets daran zu erinnern, dass Millionen unschuldiger Menschen ihre Geburtsheimat verlassen mussten und müssen, weil irgendwelche Größenwahnsinnige -wie Hitler oder Busch-Kriege führen&#8221;, so Schönbeck. Studiert hat er Volkswirtschaft in Darmstadt und danach eine &#8220;<a href="http://www.creatives-management.com/" target="_Blank">Hohe Schule für creatives Management</a>&#8221; in Ulm gegründet. <del datetime="2009-10-06T09:06:57+00:00">Woher Schönbeck den Professorentitel hat, war übrigens nicht zu ermitteln. Nachfragen des Neustadtgeflüsters an seine verschiedenen Institute und Verlage blieben unbeantwortet.</del><br />
Noch 2007  erinnert Schönbeck fatal an Mosi &#8220;Mooshammer&#8221;, Gott hab ihn selig. Mittlerweile ist er allerdings rasant ergraut. Politisch steht <del datetime="2009-10-06T09:06:57+00:00">der Professor</del>er der Tauschmarkttheorie von Silvio Gesell nah und hält sich ansonsten für einen &#8220;Mitschreiber und Verkünder&#8221; neuer Wahrheiten, die ihm irgend eine höhere Instanz einflüstert:  &#8220;Ich handle nicht im göttlichen Auftrag&#8221;, so Schönbeck auf muslim-markt.de ganz bescheiden. &#8220;Ich bin kein Prophet, sondern ich habe lediglich aufgeschrieben, was mir an einem einzigen Tag diktiert wurde&#8230;.&#8221; <a href="http://www.gruenesland.net/" target="_BlanK">&#8220;Grünes Land&#8221;</a> nennt sich das Werk und kostet 7 Euro plus Porto. Interessenten empfiehlt das Neustadtgefüster das 14tägige Rückgaberecht.</p>
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		<title>Politpredigt statt Kunst &#8211; Die Leiden des Arnold Vaatz</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 02:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bundestagskandidaten haben es derzeit schwer. Sie vernachlässigen Frau und Hund, um das Wahlvolk aufzusuchen, damit es sie wählen möge. Doch irgendwie klappt das nicht immer, musste jetzt Arnold Vaatz, CDU-Kandidat für die Neustadt, erleben.
Angekündigt und angelockt hatte ihn die Eröffnung einer Kunstausstellung im alten Stasiknast an der Bautzner Straße 112a: „OHNE UNS“-Kunst und alternative Kultur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bundestagskandidaten haben es derzeit schwer. Sie vernachlässigen Frau und Hund, um das Wahlvolk aufzusuchen, damit es sie wählen möge. Doch irgendwie klappt das nicht immer, musste jetzt <a href="http://www.arnold-vaatz-mdb.de" target="_blank">Arnold Vaatz</a>, CDU-Kandidat für die Neustadt, erleben.<span id="more-3879"></span><div class="wp-caption alignright" style="width: 249px"><img alt="Arnold Vaatz im Dresdner Straßenwahlkampf" src="http://farm3.static.flickr.com/2491/3955431352_8e11e35ee6_o.jpg" width="239" height="300" /><p class="wp-caption-text">Arnold Vaatz im Dresdner Straßenwahlkampf</p></div><br />
Angekündigt und angelockt hatte ihn die Eröffnung einer Kunstausstellung im alten Stasiknast an der Bautzner Straße 112a: „OHNE UNS“-Kunst und alternative Kultur in Dresden vor und nach 1989.<br />
Geboten wurde jedoch eine skurrile Abrechnung  mit der SED. Hauptdarsteller: Frank Richter, ehemals Gymnasiallehrer, noch früher Kaplan und Gründer jener Gruppe von zwanzig Dresdner Bürgerinnen und Bürgern, die während einer Demonstration am 8. Oktober 1989  beauftragt wurden, mit den örtlichen Behörden über ihre politischen Forderungen zu verhandeln.<br />
Heute leitet Richter  die Landeszentrale für politische Bildung und offenbar auch eine bislang unbekannte  Abteilung für antikommunistische Agitation.</p>
<p>Stasi und SED wollten die Menschen vernichten“, lautete nur eine der Thesen, die  Ex-Kaplan  Richter vortrug: Weihevoll, voller Pathos und definitiv zu lang für ein  Publikum, das eigentlich Kunst erwartet hatte, keine Politpredigt.<br />
Sie hatten aber keine Chance, denn nachdem die Unruhe in deutlich schlechte Stimmung umzukippen drohte, immer mehr Besucher wissen wollten, wer der Redner da vorne sei, nahm sich  Vaatz, einst selbst ebenfalls Mitglied der 20er Gruppe, eine Nebenrolle im Stück und half dem murrenden Wahlvolk mit Infos über den Redner aus. Der bedankte sich natürlich zeitgemäß-  mit einer zufälligen Erwähnung des CDU-Wahlkämpfers mitten im Satz. Der Abend schien gut zu werden für Vaatz.</p>
<p>Das änderte sich als Richters Predigt irgendwann zu Ende ging und auch eigentlich keiner Zugabe bedurfte. Auch nicht von Vaatz, der sich trotzdem meldete,  um das &#8220;Premierenpublikum&#8221; mit einer Aufzählung quasi aller Stasiknäste zu beglücken &#8211; 16, allein in Deutschland und angeblich stehen im Ausland auch noch ein paar Gebäude rum.</p>
<p><strong>Ein Ex-Kaplan ist Chef der Landeszentrale für politische Bildung</strong></p>
<p>Proteste des Wahlvolks halfen da nichts. Im Gegenteil: Der Ton wurde stattdessen rauer: „Heute darf hier jeder etwas sagen, auch ich“, meckerte Vaatz einen Besucher rüde an, der sich den Wahlkampf im Stasiknast verbat. Vaatz wütete zurück: „Sie wissen doch nichts&#8221; und spielte damit auf seine einjährige Haftzeit wegen Reservewehrdienstverweigerung an.<br />
Die Wählerbeschimpfung ging allerdings unter, denn jetzt war tatsächlich so etwas wie Kunst angesagt. Fünf Frauen hatten 1989 die Erfurter Stasizentrale besetzt und das zwanzig Jahre später in Form einer Tanzperformance aufgearbeitet.  Eine spannende Idee,  wenn die ehemaligen Politfrauen nicht mittlerweile zur Esoterik übergetreten wären, Namen wie Anomatey und Rakuna trügen und auf die Kraft von Kreisen setzten, die mütterliches Heilwissen sammeln.<br />
So ähnlich war dann auch die Performance: Tanzperformance als Kunst sieht jedenfalls anders aus. Das ganze erinnerte eher an einen rituellen Anfassringelrein, der sich dann nur noch den ganz Harten erschloss.<div class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img alt="Esoterisches Anfassen als Erinnerung an 1989" src="http://farm3.static.flickr.com/2574/3955431374_1327f4e642_o.jpg" width="300" height="241" /><p class="wp-caption-text">Esoterisches Anfassen als Erinnerung an 1989</p></div><br />
Die Ausstellung <a href="http://ohne-uns-dresden.de" target="_blank">„OHNE UNS“</a> findet noch in drei weiteren Dresdner Ausstellungsräumen statt.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.prager-spitze-dresden.de" target="_blank">Prager Spitze</a> und der<a href="http://www.motorenhalle.de" target="_blank"> Motorenhalle</a>: Wichtige, teilweise noch nie ausgestellte Werke aus der Zeit der DDR</li>
<li>Lichthof des Dresdner Rathauses:  Methoden und Formen staatlicher Unterdrückung  anhand von Unterlagen und Dokumenten. Eröffnung am 7. Oktober, 18 Uhr.</li>
<li>Der Eintritt für Prager Spitze und die Motorenhalle beträgt insgesamt 5 Euro. Stasi-Gedenkstätte und Lichthof im Rathaus sind umsonst.</li>
</ul>
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