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Sonntag: BRN-Kindertag und Fazit

Hopssassa im Lustgarten

Hopssassa im Lustgarten


Getümmel auf der Talstraße, links von mir staut sich die Reihe zur Zuckerwatte, nebenan fliegt ein Flasche mit Getöse in die Luft und ein paar Schritte weiter schlägt ein wilder Knappe auf einen Kopf. In der Kinderabeteilung der BRN geht es rund. Der Kopf war glücklicherweise nur aus Pappe und Silberpapier, die Flasche die legendäre Wasserrakete. Aber voll war es und irgendwie erschien es mir, dass die Angebote für Kinder in diesem Jahr deutlich mehr geworden sind.

Wenig später in der Scheune, die üblichen Verdächtigen riefen zur Bilanz-Pressekonferenz. Alle waren zufrieden: Veranstalter, Polizei und Ordnungsamt. Der neue Neustädter Polizei-Chef Raik Schulze versuchte ein paar Zahlen zu schätzen. Seiner Ansicht nach kamen am Freitag 30.000 und am Sonnabend sogar 100.000 – das klingt nach deutlich mehr als im vergangen Jahr. Gefühlt war der Freitag voller als im Vorjahr und der Sonnabend etwas schlechter besucht, aber ob es nun 80-, 100- oder 150.000 waren, ist letztlich auch egal.

Eine Menge Müll gab es. Veranstalter Mirko Sennewald: “Ich habe mich geschämt als ich am Sonntag morgen durch die Neustadt gelaufen bin.” Nur dank des tollen Einsatzes der Stadtreinigung zeigte sich die Republik am Vormittag wieder passabel. Stefan Schultz vom Werberat Neustadt bemerkte, dass sich wieder mehr Anwohner einbringen würden. Auf dem Lutherplatz habe er eine tolle Zusammenarbeit erlebt. Außerdem wünscht er sich für das kommende Jahr noch zwei bis drei Toiletten-Container mehr. Eine spannende Aktion zu diesem Thema hatte sich Blue-Note-Chef Mirko Glaser einfallen lassen. Das Blue-Note-Programm in diesem Jahr war Pissen: Normal für 50 Cent und Premium mit Eierlikör aus der Schokowaffel für einen Euro. “Der Trend geht zum Premium-Pissen”, erklärte Glaser und stellte schmunzelnd eine weitere leer getrunkene Eierlikör-Flasche beiseite.

Erfreuliches war wieder von der Polizei zu hören, es gab weder Ausschreitungen noch übertriebene Gewalt (so schrieb es zumindest eine Nachichtenagentur). 50 Strafanzeigen gab es, davon 19 wegen Körperverletzung – nur 25 Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Um die BRN noch weiter zu verbessern, gibt es am kommenden Sonnabend in der Scheune einen Workshop ab 12 Uhr.

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20 Kommentare zu „Sonntag: BRN-Kindertag und Fazit“
  • Jens sagt:

    zum Thema Müll gibts hier noch ein paar Impressionen vom Sonntag morgen auf der Görlitzer/Rothenburger.
    Hier klicken

  • Jürgen sagt:

    Was war eigentlich dieses Jahr mit den Leuten vom “Bunten Haus” in der Martin Luther Str. los. Haben sie von der Stadt keine Genehmigung für ihre Veranstaltungen erhalten oder war es einfach nur Frust?

  • Jane sagt:

    Ich fand ohnehin, dass dieses Jahr weniger an Angeboten da war. Einerseits gut, dass nicht wie in den letzten Jahren an jedem freien Fleckchen jemand mit ner Anlage samt Verstärker stand, um den Leuten unbedingt seinen persönlichen Musikgeschmack aufs Auge zu drücken. Andererseits fehlten Live-Bühnen, die es letztes Jahr noch gab – so z.B. im Innenhof vom ehemaligen Purple Haze oder auch die an der Kamenzer-Louise, auch vorm Laika gab’s dieses Jahr keine, dabei war die im letzten Jahr eine derjenigen mit der besten Live-Musik.
    Der Lustgarten war hoffentlich nur am Sonntag (wo ich dort war) eine totale Enttäuschung, da war man irgendwie mittags schon beim Durchkehren und Aufräumen.
    Toll fand ich wie immer die Kindergasse an der Talstraße. Spitze auch das “Schwarze Schaf”: Bis Sonntag Abend volles Programm und vor allem beste Qualität.

  • Anton Launer sagt:

    Wenn ich mich recht erinnere bekamen die Martin-Lutherer schon im vergangenen Jahr keine Genehmigung, wegen des Überziehens vor zwei Jahren.

  • Anton Launer sagt:

    Insgesamt waren es wohl mehr Angebote, zumindest die Anmeldungszahlen beim Ordnungsamt sind höher als im vergangenen Jahr gewesen. Wenn man aber berücksichtigt, das Kamenzer und Schönfelder diesmal voll mit zum Festgebiet gehörten und auch die Rothenburger stärker genutzt wurde, erklärt sich Dein Eindruck.
    Was den Lustgarten betrifft, ich glaub, die Leutchen waren am Sonntag einfach nur fertig. Davor wurde ordentlich gerockt.

  • peanut sagt:

    Also ich hab gestern noch bis 0:30 im Lustgarten gesessen und da war auch noch kein Ende abzusehen. Man musste natürlich den Türstehern “gefallen”. Die haben keine betrunkenen Partytypen mehr auf den Platz gelassen, dadurch war superentspannte Stimmung mit Lagerfeuer und dezentem Trommeln. Die haben bestimmt nur schon mal aufgeräumt, um dann seleber endlich mal ein bissel feiern zu können.
    @Jens: Sei froh, dass es Glasflaschenverbot gibt, vor 10 Jahren oder so hatten wir das in Glas.
    Das es nicht mehr so viele laute Rockbühnen gab, find ich gut. Jetzt müssten nur noch weniger Technodissen :) Besonders die im Hinterhof vom “Burgermeister” war absolut verzichtbar. Keiner drin, weil Eingang schwer zu finden, aber die lauteste und mit Abstand mieseste Mugge (Atzenmusik, Ballerman-Schlager, Rummelplatz-Techno).
    Es gab wieder mehr private Partys, in den Randgebieten. Und durch die Pass/Visumsgeschichte kam man wieder mit mehr Leuten ins Gespräch. Und: Ich habe das erste Mal keine Polizei in Kampfmontur mehr gesehen, noch nicht mal Sonntag abend. Da hat man auch, gegenüber den anderen Jahren, die Durchsetzung des “Sendeschluss” ziemlich locker gesehen.
    Was fehlt: Eine Auflage, das keine Stände direkt gegenüber stehen dürfen.

  • Anton Launer sagt:

    Müllproblem: Etliche Stände nehmen ja schon Pfand (Lustgarten, Katys etc.) Wenn sich nun die wichtigsten Veranstalter fürs kommende Jahr auf ein einheitliches Pfandsystem vielleicht noch verbunden mit nem coolen Becher mit BRN-Logo verständigen können dann wäre schon viel gewonnen.
    Vielleicht könnte dann auch das Ordnungsamt auf diesen Pfandbecher-Zug mit aufspringen.

    Das Mega-Drome hinterm Burgermeister war echt die Härte …

  • Andreas sagt:

    Bei mir hat den besten Eindruck der Bereich um den Martin-Luther-Platz bis Talstraße hinterlassen. Alle Beteiligten waren 3 Tage lang gut gelaunt und haben mit einer guten Mischung aus kulturellen Beiträgen und einem Abwechslunsreichen Angebot für Kehle und Gaumen beeindruckt.
    Der Bereich Alaunstraße bis Rothenburger-Görlitzer hat bis auf die Bühnen und ein paar wenige Highlights mal wieder sehr enttäuscht. Bier und Bratwurst sind eher einfallslos und die unzähligen Musikanlagen in zu geringem Abstand können einfach nicht der kuturelle Anspruch der BRN sein. Aber den Besuchern hat es anscheinend besten gefallen also ändern sich vielleicht auch die Ansprüche und alles ist gut so…

  • Jürgen sagt:

    @Anton 2009 fanden Veranstaltungen statt, wie z.B. am Sonntagnachmittag die herrlichen Punkkonzerte. Ansonsten war von Freitag bis Sonntag immer was los und es hing nicht so ein Banner über der Straße.

  • Anton Launer sagt:

    Die Punkkonzerte gingen dann aber vom Bottoms Up aus. Denn wegen der 33 gab es im vergangenen Jahr ja den Eklat.

  • Ronny sagt:

    Das nicht alle 20 Meter ein neuer DJ-Bereich anzutreffen war, habe ich auch sehr begrüßt. Die Lautstärke war in den letzten Jahren eindeutig zu hoch. Kaum auszuhalten. Trotzdem frage ich mich, warum gerade zur BRN so zahlreich Techno- & House Djs anzutreffen sind. Das spiegelt die Seele der Neustadt in keinster Weise wider. Besonders negativ ist mir wieder(!) das Gelände vom ParkaLoui (Louisenstraße) aufgefallen. Das hatte nichts mit BRN zu tun. Man bekam eher den Eindruck einer Mayday-Versnstaltung vermittelt. Nicht nur dass sie das ganze Jahr ohne Einschränkungen der Stadt ihre Parker über den Tisch ziehen. Nein, sie halten sich zur BRN auch in keinster Weise an die Regeln. Alle 3 Tage haben die auf`s heftigste überzogen! Ich finde es einfach dreist allen anderen gegenüber, die sich an die Regeln gehalten haben. Aber ein Gewissen haben die beiden Betreiber sowieso nicht!
    Insgesamt fand ich die BRN angenhmer als die Jahre zuvor. Es wäre schön wenn wieder mehr Kultur und das Miteinander im Vordergrund stehen würden, als der Ausbau der Biermeilenkultur!

  • Anton Launer sagt:

    @ Ronny: Ich glaube, der Vorwurf geht an die falsche Adresse. Parker Louis hat das Gelände nur vermietet.

  • rudi sagt:

    “Die Punkkonzerte gingen dann aber vom Bottoms Up aus. ”

    das stimmt jetzt so nicht. aber ist auch egal und mühseelig zu disskutieren. jedenfalls hatten beide (bu und 33) keine lust mehr auf den streß mit leuten und behörden. man hätte es allerdings noch etwas besser kommunizieren können als mit dem transpi-spruch…

  • Torsten sagt:

    Ich habe die BRN dieses Jahr wieder mal komplett von Löbtau aus verfolgt und muss sagen, dass es fast so nett war wie im letzten Jahr. Klar, die Brötchen, die mein Mitbewohner am Sonnabend zum Frühstück mitgebracht hat, waren scheinbar vom Vortag – möglicherweise hat man wichtige Kapazitäten in die Neustadt verlegt -, aber dafür war der Lärmpegel (Rauschen der Bäume im Hinterhof) nicht erheblich höher als sonst.
    Der einzige Müll, der am BRN-Wochenende entstand, wurde auch in diesem Jahr wieder durch einen Werbeprospektverteiler verursacht, der offenbar zu blöd (oder zu schlau) ist, um zu kapieren, was mit “Keine Werbung in Briefkästen & Hausflur” gemeint ist, so dass er seine Broschüren jetzt direkt VOR der Haustür auf den Bürgersteig schmeißt.

    Die Live-Musik war auch bestens: Beim Duschen am Sonntagmorgen fiel es mir zwar manchmal noch schwer, das hohe C zu treffen, aber im Großen und Ganzen war ich mit meiner Gesangsperformance ganz zufrieden. DIe Nachbarn haben sich auch nicht beschwert. All in all: Von Löbtau aus gesehen, war es wieder eine großartige BRN.

    Ich gebe zurück ins Studio.

  • Mirko sagt:

    Herr Glaser distanziert sich ausdrücklich von der Begrifflichkeit pissen. Unsere Gäste haben das WC aufgesucht und sich oft für die Premiumvariante entschieden. ;-) Viele waren pinkeln.Der Begriff “Pissen” vermittelt schon aufgrund der harten Sprachmelodie etwas unschönes. Derber Uringeruch, feuchte Schuhe und Erbrochenes kennzeichneten an diesem Wochenende wohl eher die Außenseiten des gegenüber befindlichen weißen “Fest”-Zeltes, bei uns wurde zu klassischer Musik kultiviert in´s Porzellan gepullert, umwallt vom Meeresbrisenduft…:-)

  • Ronny sagt:

    zum Müll ist soviel zusagen..
    Ich habe ja selber auch einen Stand gehabt und habe da jeden morgen aufgeräumt und was man da so sehen kann ist echt schlimm Müllsäcke werden einfach auf die Straße geworfen.. (mit dem zurufen macht doch eh die Stadt wieder sauber..)

    Ich selber habe meinen Müll selber entsorgt und wenn man jeden Betreiber dazu verpflichtet (und vielleicht noch Kostenlose Container hinstellt) wird es auch besser mit dem Müll.. Verpflichten heißt eben das das Ordnungsamt Kontrollen macht und wer seinen Müll liegen gelassen hat bekommt ne Strafe oder muss zu lassen oder andere Sachen….

    und ich muss auch noch dazu sagen das diese Jahr am Freitag weniger los war als voriges Jahr..

    Zum Thema Klo kann ich nur soviel sagen..
    Ich selber habe ein Mietklo gehabt Kosten 60€ die 3 Tage (klo könig) bezahlen mussten die Leute 0,50€ für eine Benutzung Leute die was bei uns gekauft haben 0,00€ ..

    Und wenn FESTE Betreiber die einen Laden haben oder einen Imbiss und ihre Örtlichkeiten nicht den Gästen Zuggängig machen finde ich echt zum Kotzen! Wir hatten gegenüber einen Asia Imbiss welche Dosenbier und Becherbier und essen verkauft haben und ihr Klo nicht den Leuten zugängig gemacht haben… Das Ordnungsamt hat es live mitbekommen und was haben sie gemacht NICHTS!!!!

    Zum Lärm…
    Ok wir Standen zwischen Techno und Liveband und anderen Zeugs aber man hat mitbekommen das gegen 1 Uhr es leise geworden ist und wenn man länger gemacht hat das das Ordnungsamt für ruhe gesorgt hat..

  • Anton Launer sagt:

    Muss ich das jetzt als Gegendarstellung verstehen und folgt dann jetzt eine Unterlassungserklärung und muss ich nun die Stelle im Zitat schwärzen. ;-)

    Hätte ich mir ja denken können, dass so ein feiner Pinkel mit Pissern nichts zu tun haben will. :-)

  • Mirko sagt:

    Genau, Herr Launer, Adel verpflichtet. Bereuen Sie!

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