Vorsicht – fliegende Blumenkästen

Heute Nachmittag an der sozialen Ecke (Görlitzer/Louisenstraße): Mit einem lauten Krachen knallt ein großer Blumenkasten auf den Gehweg und zerspringt in tausend Teile. Unmittelbar daneben steht ein Mann, vielleicht ein Meter entfernt.

Der Blumenkasten stand auf einem Fensterbrett in der vierten Etage, offenbar nicht besonders gut gesichert. Eine Windböe hatte ausgereicht, das schwere Ding herunter zu wirbeln. Der Passant hatte riesiges Glück. Der Kasten hätte ihn schwer verletzen oder gar erschlagen können. So kam er mit dem Schrecken davon.

Offenbar sollte man beim Schlendern durchs Viertel den Blick nicht nur im ausgehenden Winter auf abgehende Eiszapfen richten, sondern an windigen Tagen immer auch mal einen Blick auf die Fenstersimse werfen. Noch besser wäre natürlich, wenn Blumenkastenbesitzer diese Dinger richtig sichern würden.

Rein rechtlich gesehen ist grundsätzlich der Mieter für die Sicherung seiner Blumenkästen verantwortlich (Siehe Urteil Landgericht Hamburg von 2004). Nach Ansicht des Gerichts müssten die Kästen so gesichert sein, dass sie auch heftigem Wind widerstehen könnten. Passanten dürften durch die Blumenkästen nicht gefährdet werden.

Blumentopf auf dem Pflaster

Blumentopf auf dem Pflaster

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20 Kommentare zu “Vorsicht – fliegende Blumenkästen

  1. 6. September 2017 at 22:52

    Tausend Teile? Ich komm nur auf 643 – diese Übertreibungen neuerdings.

  2. Henry
    7. September 2017 at 07:25

    Noch ein Grund die Seite der Elbe zu meiden. Schlägereien, Messerstechereien, ab 20 Uhr Polizei an allen Ecken…richtig cooles Viertel, da muss sich ja jeder sicher fühlen.

  3. 7. September 2017 at 07:30

    Anton bewertet die Sandkörner einzeln…

  4. Vincent
    7. September 2017 at 07:47

    In der Neustadt ist echt nicht mehr viel los, wenn es diese Schlagzeile hier in die Ausgabe schafft! :-)
    Warum keine neue Ausgabe über die Bedeutung der Straßennamen? Wann gab es den letzten Imbiss- oder Friseurtest?

    Ist jetzt nicht bös gemeint, aber irgendwie ist es hier langweilig geworden….

  5. 7. September 2017 at 09:58

    @Vincent: Da muss ich Dich enttäuschen, der Friseur-Test kommt nicht zurück, es ist mir einfach nicht mehr möglich, einen Laden anonym zu testen.

  6. Rico
    7. September 2017 at 10:51

    @Anton…oder zu wenig Haare ;-)

  7. Vincent
    7. September 2017 at 11:00

    @Anton
    Bist du echt der einzige der bei euch zum Friseur geht? Na da..

  8. Viktor Stänkerer
    7. September 2017 at 11:38

    Ich stell mir das gerade ziemlich witzig vor, wie Anton mit einer Perücke zum Frisör geht, um nicht erkannt zu werden.

  9. Jonk
    7. September 2017 at 14:49

    @Torsten, Aquii und Vincent:
    Es ist völlig unangebracht diese Meldung ins lächerliche zu ziehen. Ich habe das gestern live gesehen und der Mann wäre um haaresbreite erschlagen worden. TOT! Versteht ihr? Dann hätte es gehießen „Mann von ungesichertem Blumenkasten in der Neustadt erschlagen“, so wie Fahrradfahrerinnen die von LKWs überfahren werden oder Motorradfahrer die sterben, weil ihnen die Vorfahrt geschnitten wird. Dann wäre die Stimmung hier ganz anderns und alle würden ihre Blumenkästen ganz fix reinholen. Der Besitzer des Blumenkasten säße jetzt in U-Haft und würde sich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten müssen.

    Es ist schön, Blumenkästen auf dem Fensterbrett zu haben und die Neustadt bunter und grüner zu machen. Aber ungesichert, das geht überhaupt nicht! Es gehen überall viele Menschen unsere Fußwege entlang und auch Kinder allein in die Schule. Ich möchte nicht erfahren müssen, dass mein Kind von einem Blumenkasten erschlagen wurde, weil der Bewohner das mit dem Befestigen nicht so wichtig fand!

    Denkt vielleicht erst mal nach bevor Ihr Euch über so was lustig macht!

    Grüße
    Jonk

  10. Dresdnerin
    7. September 2017 at 15:23

    Manchmal fällt auch eine Schiebe aus dem Fensterrahmen… (großes, blaues Haus auf der Prießnitzstraße 31?).
    Den Lachern solch`üblen „Leichtsinns“ wünsche ich mal diesen Schreck, sofern sein Kopf noch heil bleibt, oder es das Kind unbeschadet übersteht.
    Diese (ungesicherte) Kübel-Unsitte ist wirklich vornehmlich in der Neuse zu erleben.
    Hat ja nicht Jede/r nen Radhelm auf…

  11. 7. September 2017 at 15:47

    @Vincent: Ich weiß ja nicht, was Du für ein riesiges Team hier beim Neustadt-Geflüster vermutest, aber außer mir schreiben nur noch Philine und Nicole. Und ein Damen-Friseur-Test würde das Budget für eine solche Rubrik gewaltig sprengen.

  12. Marcus
    7. September 2017 at 18:28

    Nur drei Leute? Habe ich nie drüber nachgedacht, und oft besonders Philine wegen ihres Schreibstils gelobt.

    Ihr seid alle großartig! :o)

  13. rolf
    7. September 2017 at 21:03

    Am Assi-Eck ist ein Sack Reis ist umgefallen und hat Kinder bedroht?

  14. 7. September 2017 at 21:22

    @Jonk: TOT? – Ist das so was Ähnliches wie tot? – Falls ja: Auweija, ich hatte Spaß im Angesicht der Katastrophe. Du bist ein besserer Mensch als ich.

  15. bob
    7. September 2017 at 21:31

    @torsten

    >

  16. Randhecht
    8. September 2017 at 09:23

    @Jonk:
    Danke für den Kommentar. Gehe ich zu 100% mit. Diese Meldung ins lächerliche zu ziehen, hat nichts mit Ironie zu tun. Das zeugt einfach nur von Dummheit.
    Bitte erst Hirn einschalten und dann Kommentar loslassen.
    Und nach dieser „Schlagzeile“ nach nem nächsten Friseurtest zu fragen, legt ein wenig die Vermutung nahe, daß der Schreiber seinen Kopf nur auf den Schultern trägt, um ihn zum Friseur zu tragen. Iss bissl dünne…
    Für Sensationshasche und Meinungs“BILD“ung sind andere „Informationsblätter“ zuständig. Gut das hier nicht auf diesem Niveau geschrieben wird.
    @Anton,Philine und Nicole: Danke für Eure Arbeit.

    @Vincent: Niveau ist keine Creme ;-)

    Schönen Tag noch.

  17. 8. September 2017 at 16:27

    @Randhecht, Jonk, weitere Sockenpuppen: „das Lächerliche“ – Substantiv. Wenn schon Betroffenheit vortäuschen, dann bitte nicht so liebelos.

    Ein zentraler Punkt, den gewisse, ach so aufmerksame VorrednerInnen und der Verfasser des Beitrages völlig ignoriert haben, ist die pflanzliche Zusammensetzung des „Blumen“kastens: Sollte nicht schon ein kurzer Blick auf das Foto genügen um zu erkennen, dass es sich bei den traumatisierten Lebewesen um Basilikum, Zitronenverbene und Rosmarin – allesamt beliebte Küchenkräuter – mitnichten also „Blumen“ handelt? – Und sollten die Wellen der Empörung angesichts der, für die Küchenkräuter offensichtlich verwendeten, jedoch völlig ungeeigneten, Blumenerde nicht viel größer sein?

    Ansonsten: Ja, mehr Frisörtests bitte!

  18. renate
    9. September 2017 at 02:34

    Bitte nur sehr ernst gemeinte Kommentare!

    Die Betroffenheit über den zerstörten Blumenkasten ist selbstverständlich. Mir geht es sehr zu Herzen. Der Besitzer hat immerhin seine Kräuter verloren und muss Kasten, Erde und Pflanzen ersetzen. Bitte erstmal darüber nachdenken, wer hier wirklich der Leidtragende ist!

  19. Erichsen F.
    9. September 2017 at 15:12

    Ich schließe mich hier eindeutig dem Randhecht an. Sowohl beim Dank an die Gestalter dieser Seite. Als auch bei der Berichterstattung über den Vorfall. Habe in der Folge auf einige Fensterbretter geschaut und festgestellt: viele Leute müssten mal zu Denken+Eigenverantwortung gezwungen werden. Vielleicht aber müssen sie vorher erst vom hohen Ross der Einbildung hinunter.
    Na egal, die Dummschwätzerfraktion hier hat wieder einiges zur Belustigung beigetragen.

  20. 9. September 2017 at 22:01

    @ Erichsen:

    „die Dummschwätzerfraktion hier hat wieder einiges zur Belustigung beigetragen“

    Diese Selbsteinschätzung ist Dir misslungen, Erichsen. Menschen zu Denken und Eigenverantwortung zwingen zu wollen ist zwar tatsächlich dumm und geschwätzig aber leider nicht belustigend.

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