Pinguin-Café auf den Alaunplatz

Günter Starke sammelt Unterschriften für das Pinguin-Café auf dem Alaunplatz

Günter Starke sammelt Unterschriften für das Pinguin-Café auf dem Alaunplatz

Im März diesen Jahres wurde der Imbiss-Pavillon im Zoo abgebaut. Diese als Pinguin-Café bekannt gewordene Baracke wurde nun im Lapidarium eingelagert. Ein paar Neustädter Bürger und Gewerbetreibende engagieren sich nun für einen Aufbau des Pavillons auf dem Alaunplatz.

Einer von ihnen ist der Fotograf Günter Starke. „Wenn man die sommerliche Schlange am Softeis-Stand sieht, ahnt man den Bedarf für ein solches Café“, sagt er. Gemeinsam mit einigen Gewerbetreibenden und hat er nun eine Petition gestartet, ganz altmodisch mit Unterschriften-Listen in Läden. „Insgesamt haben wir bestimmt schon dreihundert Unterschriften zusammen“, erzählt Starke.

Die Chancen, dass das Pinguin-Café wieder aufgebaut wird, stehen gut. Es gibt den Plan, den Pavillon bis spätestens 2025 im Rahmen des Projekte „Kulturhauptstadt Dresden“ wieder aufzubauen. Ein Ort steht aber noch nicht fest. An der TU Dresden werden in einer Studie zurzeit die Kosten für einen Wiederaufbau ermittelt. Dies soll als Grundlage für eine Konzeptausschreibung dienen.

So könnte das Pinguin-Café auf dem Alaunplatz aussehen.

So könnte das Pinguin-Café auf dem Alaunplatz aussehen. Visualisierung. Lutz Queißer/AB Pinkert

Ursprünglich gebaut wurde das Café anlässlich des 20. Geburtstages der DDR im Jahre 1969 nach Plänen des Architekten Erich Lippmann. Damals stand der Pavillon am Strausberger Platz in Berlin-Friedrichshain. Seit 1973 stand er im Dresdner Zoo neben dem Pinguin-Gehege, daher der Name „Pinguin-Café“. „Viele Ältere reagieren sehr emotional auf das Büdchen“, erzählt Günter Starke. Bislang seien alle Befragten von der Idee, das „Pinguin-Café“ auf dem Alaunplatz aufzustellen begeistert.

Ob es nun die in den Visualisierungen vorgesehene Stelle, etwas westlich von den Kindergärten wird, sei erstmal zweitrangig, so Starke. Er möchte die Neustädter für die Idee an sich begeistern.

Unterschriftenlisten

Unterschriftenlisten liegen unter anderem in folgenden Läden aus: Starke Fotografen, Lose, Catapult, Copyland, Tendresse, Old Abraham, Friseur Blond, Herbert-Wehner-Werk, Fummel & Leinen, Bäckerei Graf, Wohlfühlwelt Kerstin Fiedler, Stadtteilhaus, Simmel Center.

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12 Kommentare zu “Pinguin-Café auf den Alaunplatz

  1. _
    17. Juli 2017 at 11:32

    Lieber vor die Scheune, damit die billige Postplatzkopie optisch etwas aufgewertet wird.

  2. Philipp
    17. Juli 2017 at 11:37

    Finde ich eine ausgezeichnete Idee. Hatte selbst schon einige Vorstellungen, wie gut sich ein nettes kleines Café im Alaunpark machen würde.

  3. Pieschener
    17. Juli 2017 at 13:39

    Rasenfläche opfern für ein Café? Weil Cafés in der Neustadt so selten sind und wir ja an Grünflächen ersticken?

  4. Caféliebhaber
    17. Juli 2017 at 16:16

    Und wo kann ich gegen diesen Vorschlag unterschreiben?

  5. nepumuk
    17. Juli 2017 at 20:26

    Einen Standort auf dem Alaunpark lehne ich strikt ab – wertvolle Grünfläche etc. Der Bau wäre geeigneter am Altstadtring einzuordnen, wozu es bereits Überlegungen gibt. Am A-Park sehe ich keinen sinnvollen Ort – außer vllt. ganz hinten am Ort der Stallruine hinter dem SIB-Gebäude. Ist auch baurechtlich hier kaum umsetzbar. Andienung ist unklar. Der visualisierte Standort sehr problematisch erwählt – da käme auch noch viel mehr Außengerassel drumrum als dargestellt, falls der Laden brummt wie vermutet. Das Amt für Stadtgrün dürfte gehörig die Nase rümpfen. Nee, das wird am und im Park nichts. Kann man gleich vergessen und nicht schon ne Sammlung starten. Da hat sich Herr Starke vor den falschen Karren spannen lassen. Schade, daß es immer mehr dämliche Petitionen gibt, da kommt vieles ausm Gefühl heraus ohne Abklärung. Das untergräbt dieses Mitwirkungsinstrument.
    Zudem ist es heutzutage nicht mehr vermittelbar, spärliche öffentliche Fläche für einzelne private Profiteure zu vergeigen. Die Stadt wird das Ding nicht betreiben.
    Schon das WC-Häusel wurde etwas ungünstig platziert, obwohl am Marktplatz Leitungen schon anlagen. Die Verwaltung konnte keine Erklärung liefern, mußte anstatt aber mehr Geld ausgeben als nötig. Die Krippe und Kita stellen seither v.a. in ihrer großflächigen Flachheit schon einen großen Eingriff und Verlust für den Park dar – auch wenn dort zuvor ein reingekloppter DDR-Kindergarten stand. Mehr Baulichkeiten im Park sollten nicht ermöglicht werden und sind m.E. auch nicht machbar.
    Ich hab ne bessere Idee: wie wärs mit nem Döner-Café in Starkes Fotoladen?

  6. Fidel
    18. Juli 2017 at 11:22

    @nepomuk: Dass „dämliche Petitionen“ das Petitionsrecht untergraben ist eine dämliche Aussage.

    Ich finde das Pinguin-Café oder jegliche Bebauung abseits von Sport- und Spielmöglichkeiten auch deplaziert auf dem Alaunplatz.

    Allerdings finde ich es gut, dass Günter Starke die/eine Diskussion ausgelöst hat.

    Leider versanden die Argumente idR in irgendwelchen Kommentarspalten o.ä.

    Aber halt, wir haben ja demnächst einen/den Neustadtkümmerer, dem wir das alles aufbürden können :-)

  7. Erichsen F.
    18. Juli 2017 at 11:43

    „„Viele Ältere reagieren sehr emotional auf das Büdchen“, erzählt Günter Starke.“

    Und damit ist alles Wesentliche gesagt. Der Alaunplatz soll mit Touristen, Ausflüglern und Biergartengästen geflutet werden. Dem Alaunplatz-Leben in seiner jetzigen Form wird damit wissentlich der (erste oder endgültige) Todestoß versetzt.

    „Bislang seien alle Befragten von der Idee, das „Pinguin-Café“ auf dem Alaunplatz aufzustellen begeistert.“

    Starke soll mal offenlegen, für welchen Gastronomen er den Strohmann macht. Denn dass ein Fotograf ansich auf eine dermaßen hirnverbrannte Idee kommen würde, kann ich mir nicht mal dann vorstellen, wenn mein Hirn komplett auf Standby ist…

  8. Jörg
    18. Juli 2017 at 15:12

    Könnte man das bitte auch mal mit Scratchings, Farbspray,Tags, Aufklebern und Plakaten visualisieren? Also so, wie das Bauwerk nach ein paar Monaten aussehen wird?

  9. christoph
    18. Juli 2017 at 16:33

    kommen die Pinguine auch mit?

  10. nepumuk
    18. Juli 2017 at 21:22

    @ Fidel: klar was du meinst, aber ich sprach auch nicht vom Petitionsrecht.
    Je mehr ungare Petitionen, desto weniger Ernstnahme des Instruments im Allgemeinen steht zu befürchten. Und freilich kann man auch darüber anderer Meinung sein, nützt dann bloß nix.
    Die Petition für bischöfliche Radanlagen war sehr gut und kam zum Erfolg, der Schmarrn ums Sachsenbad war z.B. grundsätzlich und seit Anbeginn zum Scheitern verurteilt.

    Dem Neustadtkümmerer rechne ich in Entscheidungsfragen übrigens eine ähnliche „Wirkmächtigkeit“ (oder sagen wir: Umsetzungsrelevanz) zu wie der hiesigen Kommentarspalte. Also viel Spaß dann beim Kümmerling. Ich sehe sie oder ihn schon im Pinguinkostüm durch die Straßen rennen… :)

    Außerdem schließe ich mich Erichsen an, einer Kommerzialisierung des heiligen Alaunrasens vorzubeugen sowie die hinter Fotograf Starke versteckten Gastronomen offenzulegen.

  11. Rolf
    19. Juli 2017 at 09:42

    ich seh es wie Jörg. Das Neustädter Partyvolk wird sicher kein Respekt vor so einem Gebäute haben…..also kurz : die Neustadt hat Es nicht verdient

  12. von Herzen
    19. Juli 2017 at 10:27

    Soso, gehts schon los mit der Alters-Kindheits-Demenz? ;-)
    Bin ja fast sein Jahrgang und war als Kind auch in diesem Café, doch allmählich nervt die Überpräsenz von „Oppa Starke“.
    Es gibt genug Cafés in der Neuse, bis hin zum Rosengarten….
    LASST DEN ALAUNPARK DEN FREIZEIT-SPORTLERN, DEN TOBENDEN KIDS UND DER JUGEND! Sonst sind die ersten Café-Lärm-Meckerer nicht mehr weit.
    DAGEGEN!

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