Königskaffee auf der Alaunstraße

Markus Schuster und Mitarbeiterin

Markus Schuster und Mitarbeiterin

Seit Anfang Juli gibt es auf der Alaunstraße ein neues Café. Mit nur elf Quadratmetern ist das Lädchen winzig, aber die Ideen des Inhabers sind riesig.

„Wir haben feinste Robusta-Bohnen, frisch aus Indonesien, geröstet in Döbeln“, erzählt Markus Schuster, der gemeinsam mit seiner Frau Anett das Lädchen führt. Eigentlich kümmert er sich hauptsächlich um das benachbarte „A30 International“. „Vor einer Weile fragte ich einen Bekannten nach gutem Kaffee und er hat mich mit Nicolas Sihombing bekannt gemacht“, erläutert Schuster.

Dieser hat in Döbeln die Kaffee-Bar und -Rösterei „Kaffee Batavia“. Der Indonesier verfügt über gute Kontakt zu dem ostasiatischen Land, importiert die Bohnen dort direkt von den Kaffee-Bauern und hat dafür ein eigenes Label geschaffen: „Das Zwei-Könige-Prinzip“. „Der Kunde und der Produzent, also der Kaffeebauer sollen gleichermaßen profitieren“, erläutert Markus Schuster.

Robusta-Bohnen

Robusta-Bohnen

Es gäbe zwar viele Fair-Trade-Label, aber seiner Ansicht nach gibt der direkte Kontakt die größte Chance für fairen Handel. Gemeinsam mit Nicolas Sihmbing will er das „Zwei-Könige-Prinzip“ weiter ausbauen. In dem Lädchen auf der Alaunstraße kann man den Kaffee sofort probieren, auch als „cold brew“ – kalt „gebrühtem“ Kaffee. Dabei wird grobes Kaffeepulver mit kaltem Wasser vermengt und zieht dann über mehrere Stunden, anschließend wird ausgefiltert. Aber die Details der Zubereitung lässt man sich am Besten vor Ort im „Königskaffee“ erklären. Ebenso die Produktionsbedingungen vor Ort in Indonesien, von denen sich Schuster in naher Zukunft auch mal selbst ein Bild machen will.

Er plant, sich demnächst eine kleine Röstmaschine zuzulegen und die Bohnen direkt vor Ort zu rösten. Bei den Kaffee-Sorten setzt er stark auf die Robusta-Bohne, die im Gegensatz zu den schärferen Arabica-Bohnen einen höheren Koffein-Gehalt haben. „Die Kollegen vom ‚Vecchia Napoli‘ gegenüber haben wir schon überzeugt“, schmunzelt Schuster. Für Anhänger des Arabica hat er aber auch ein paar Sorten im Angebot.

Königskaffee

Winziges Elf-Quadratmeter-Kaffee-Lädchen.

Winziges Elf-Quadratmeter-Kaffee-Lädchen.

In dem kleinen Lädchen war früher mit dem „Schmuck’ler“ ein Schmuck-Geschäft beheimatet, zuletzt befand sich hier mit dem „barf4all“ ein Lädchen für Tierfutter. Das hatte aber nur kurze Zeit und sehr selten geöffnet.

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