Kunterbunte Freitagnacht

Am Abend ist es zum Stadtteilfest „Bunte Republik Neustadt“ dann doch noch ziemlich voll geworden. Zumindest auf Louisen- und Alaunstraße war es teilweise ganz schön eng. Laut war es ohnehin überall.

Ein kleiner Nachtspaziergang:

Ich starte über die noch immer leere Talstraße (seit heute Morgen gibt es wenigstens ein bisschen Flohmarkt und Zirkus-Action), auch die Louise ist im Osten um halb zehn noch übersichtlich, der Martin-Luther-Platz ist gut gefüllt. Die Jungs von „Any Dance“ heizen dem Publikum ordentlich ein.

Any Dance auf der Parkbühne

Any Dance auf der Parkbühne

Die Futterstände sind gut besucht, auch 2017 geht „Langos“ immer noch. Gemütliche Stimmung hier. Runter zur Martin-Luther-Straße, am Saloon ist gerade Pause. Weiter unten vorm Kukulida brachialer Sound der härteren Gangart. Ich such mir den Schleichweg in den Hof. Dort haben die Künstler ein Zelt aufgestellt, wegen des Regens, wie mir David Campesino erzählt. Auf der Bühne eine Band, die für mich stark nach Free-Jazz klingt.

Freejazz im Kukulida-Zelt

Freejazz im Kukulida-Zelt

Die Stimmung steigt. Nach zwei Songs ziehe ich weiter. Im Nachbarhof, hier war einst der Lustgarten, jetzt schicke Villen, hier hat der Kultur-Aktiv-Verein für ein kleines Programm gemeinsam mit den Anwohnern gesorgt. Beeindruckend ist die Video-Installation von Claudia Reh.

Claudia Reh leuchtet das Parkhaus an.

Claudia Reh leuchtet das Parkhaus an.

Weiter geht’s zur Böhmischen. Hier dreht der Pinselbube an den Reglern, die Straße tanzt zu Hits vergangener Tag. Die Straße ist gut gefüllt, das Gedränge-Gefühl vergangener Jahre kommt nicht so auf.

Zur Rothenburger hin wird es lauter. „Rummel-Techno“ hat es ein radfahrernder Neustadtspaziergänger genannt. Nun, jede Menge Bumm, Bumm gibt’s vorm Calzador. Doch auch hier vergnügte Gesichter. Junge Leute, die mit ihren Beinen schlenkern. Doch der Anteil der glasigen Augen nimmt zu. Schnell weiter. Auf der Alaunstraße ist es nun endgültig richtig voll.

Im Kaffebohnenschritt schiebt sich die Menge. Vor der geschlossenen Schwupps-Bar Musik zum Mitschunkeln, daneben vor der Königin ein DJ mit sehr vielen Dezibel und hoher Bass-Last.

Party vor der Königin

Party vor der Königin

„Da brauchen wir keine Musik spielen“, zuckt der Scheune-Programm-Chef mit den Schultern. Sie haben ihr Kulturprogramm in den Hof verlegt. Beim lustigen Bus ist auch die Pinkelrinne aus vergangenen Lustgarten-Tagen wieder da.

Weiter geht es in der Runde. Massen schieben. Weiter, weiter. Wenn mal jemand stehen bleibt, dann meist, weil Teile der Gruppe verloren gegangen sind. Doch dann eine Oase. Vor dem El Cubanito spielt die Tam Tam Combony Klassiker der Pop-Geschichte auf ganz neue Weise. Bei „Blue Monday“ werden mir die Knie weich, um mich herum wilde Tänzer, begeistertes Juchzen.

Tam Tam Combony

Tam Tam Combony

Etwas später, auf der Kamenzer Straße. Techno-Bässe vorm Discounter, ein paar Schritte weiter dj !mauf mit Rock-Musik. Die Straße ist rappeldicht.

Ich lasse den Abend auf dem Martin-Luther-Platz ausklingen. Die Jungs von „Paisley“ bieten eine amtliche Show. Lustiger ist’s an der Parkbühne mit den Ukrainiens.

BRN-Freitag – Du warst doch ganz nett.

Programm zum BRN-Sonnabend

Ein paar Eindrücke von der Freitag-Nacht.

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4 Kommentare zu “Kunterbunte Freitagnacht

  1. S. Ebnitzer
    17. Juni 2017 at 14:33

    Ich habe zuerst gelesen: Techno-Bässe vom Discounter.

  2. Mick Ten
    17. Juni 2017 at 16:28

    Claudia arbeitet mit Overheadprojektoren (Polyluxe). Die Installationen sind handgemachte Unikate. Echte Kunst, kein Computer-Video-Gedaddel

  3. Kanneko
    17. Juni 2017 at 22:50

    Ach Sebi… was du so immer liest.. ;)
    um diese Zeit sollte es doch funktionieren ;)
    man sieht sich, vllt vom Discounter :))

  4. S. Ebnitzer
    18. Juni 2017 at 02:29

    Ja, Kann4!

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