Malu feiert Umzug auf die Louisenstraße

Silke Großmann erkennt sich lächelnd in Fotos nicht wieder, lächelt dafür beim Fotografieren aber sehr oft.

Silke Großmann erkennt sich lächelnd auf Fotos nicht wieder, lächelt dafür beim Fotografiert werden aber sehr oft.

Vor fünfeinhalb Jahren eröffnete Silke Großmann das Nähcafé Malu auf der Königsbrücker Straße (Neustadt-Geflüster berichtete). Am BRN-Sonnabend zieht der Laden tiefer in den Kiez. Neues Domizil sind die Räume der ehemaligen Galerie Baer – eine Fläche so groß wie ein Supermarkt.

„Schön, dass du endlich mitten im Kiez bist!“, sagt Gehilfin Conni und überreicht den gewünschten Latte Macchiato, den es aus der eigenen Tasse um die Ecke für zwei Euro gibt. Silke Großmann sitzt zwischen halb gefüllten Regalen und kistenweise bunten Klamotten und sieht gar nicht so müde aus, wie sie wohl sein muss. „Das Laminat habe ich selber verlegt. Die Heizung hinten hat der Vermieter eingebaut“, erklärt sie. Man kam sich entgegen.

Eine Vergrößerung war dringend nötig. „Auf der Königsbrücker Straße kam ich kaum durch die Berge aus Stoff durch, um das Schaufenster zu dekorieren.“ Als der Humana in der Nachbarschaft auszog, witterte Silke schon ihre Chance. Es scheiterte dann an der Zuarbeit des Vermieters. Freundin und Schnittmeisterin Petra erspähte die ehemalige Galerie Bär. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Silke.

Im Innern des neuen MALU wird mit vereinten Kräften geräumt

Im Innern des neuen MALU wird mit vereinten Kräften geräumt

Der Rundgang durch die weitläufigen Räume macht spontan Lust auf eine Runde Diskuswurf. Licht aus Dachfenstern, ein Büro und zwei neue große Arbeitstische für den Zuschnitt von Stoffen. „Unsere Arbeit ergänzt sich gut“, erklärt Silke. „Petra erarbeitet am PC eigene und fremde Schnittmuster, die ich dann umsetze. Zum Anprobieren findet sich immer jemand.“

Insgesamt zählen zum Malu etwa zehn weitere Mitarbeiter. Viele junge Mütter arbeiten bei Silke, was die Besetzung der Abendschichten gelegentlich erschwert. „Ich weiß, wie das ist. Ich habe selber drei Kinder“, sagt Silke lachend. Alle Mitarbeiterinnen verbindet die Freude am Nähen – seien es Strampler für die Kleinsten, Röcke oder Taschen.

„Mir ist eine gute Passform wichtig“, sagt Silke. „Ich würde mich nie als Modedesignerin bezeichnen. Das tun viele, die die nötigen Ansprüche nicht erfüllen. Ich möchte einfach qualitativ hochwertige Kleidung nähen.“ Im neuen Laden möchte sie sich mehr auf Damenbekleidung konzentrieren. Dazu mangelt es oft an hübschen Stoffen – im Gegensatz zur Kinderbekleidung. „Da erleben Stoffe gerade einen gigantischen Boom.“

Im Malu gibt es nicht nur Schnittmuster, Stoffe und fertige Kleidung zu erwerben. An den Arbeitstischen schneidern begeisterte Kundinnen ihre textilen Träume selbst. „Wenn wir nicht gerade assistieren, wischen wir keine Regale, sondern nähen selbst“, sagt Silke.

Angenehm laut wird es zur Öffnungsfeier am Sonnabend. „Mir war glatt entfallen, dass BRN ist“, sagt Silke. Jetzt werden hoffentlich die Diskopläne von DJ Cramér noch vom Ordnungsamt zugelassen, dann kann die Feier starten.


Eröffnungsparty Malu

  • Louisenstraße 72, 01099 Dresden, Party am 17. Juni
  • Von 10 bis 14 Uhr Kaffee und Kuchen
  • Von 17 bis 23 Uhr Wildblumenblues mit DJ Cramér
... und Sonnabend erst!

… und Sonnabend erst!

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1 Kommentar zu “Malu feiert Umzug auf die Louisenstraße

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