BRN: Inseln sind die Lösung

BRN am Martin-Luther-Platz - Foto: Archiv 2012

BRN am Martin-Luther-Platz – Foto: Archiv 2012

Der SPD-Ortsbeirat Christoph Meyer sagte gestern: „Das Kind ist in den Brunnen gefallen, allerdings in Zeitlupentempo. Das beschreibt das Hick-Hack um die Anmeldungen zum Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt (BRN) recht genau. Auf der Sitzung gestern waren zwei Vertreter der bisher zuständigen Ämter anwesend. Ordnungsamts-Chef Ralf Lübs und Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamountain.

Beide versuchten Gründe für das katastrophale Anmeldeprozedere zu beschreiben. Im wesentlichen läuft das auf zu wenig verfügbares Personal hinaus. Der Ordnungsamts-Chef betonte immer wieder, wie einfach es doch wäre, hätte man einen Gesamtveranstalter. Wie das im Kleinen funktionieren kann, zeigt das Beispiel Martin-Luther-Platz. Dort betreibt der Kultur 2000 e.V. seit Jahren die große Bühne, seit vergangenem Jahr auch die zweite Bühne, und der Verein organisiert die Händlerstände ringsum.

BRN auf der Alaunstraße - Foto: Archiv 2011

BRN auf der Alaunstraße – Foto: Archiv 2011

In diesem Jahr wurden die Anträge der Anwohner mit Verweis auf den Verein vom Straßen- und Tiefbauamt (STA) abgelehnt. Vereins-Chef Stefan Schulz: „Den Anliegern wurde gesagt, dass sie sich bei uns melden sollen und wir haben deren Anliegen dann integriert.“ Somit entfällt ein Großteil des Verwaltungsaufwandes, sowohl für das Amt als auch für die Anwohner. Der Vereinschef spricht von einer sehr guten Zusammenarbeit mit dem (STA).

Die längste Frühstückstafel stand auf der Sebnitzer Straße

Die längste Frühstückstafel auf der Sebnitzer Straße wird es wohl auch in diesem Jahr geben.

In anderen Städten mit großen Festen ist so etwas längst üblich. In den vergangenen Jahren hatten sich zur BRN schon drei Inseln gebildet. Zum einen eben die am Martin-Luther-Platz, dann die Talstraße und die Sebnitzer Straße. Auf der Talstraße hat sich in diesem Jahr kein Organisator gefunden. Und auch die Organisatoren der Insel auf der östlichen Sebnitzer Straße kämpfen noch um die Genehmigung. BRN-Koordinator Magnus Hecht: „Wenn die Verwaltung weniger Anträge haben möchte, dann soll sie mit den Insel-Organisatoren besser zusammenarbeiten.“

Engstelle Kamenzer Straße - dort steht derzeit ein Kran.

Engstelle Kamenzer Straße – dort steht derzeit ein Kran.

Baustellen zur BRN

Einige Flächen für Stände oder Bühnen sind in diesem Jahr auch nicht möglich, weil in der Nähe Baustellen sind. An einigen Stellen wird es wieder sehr eng.

  • Die Kamenzer Straße bleibt auch während der BRN gesperrt, da dort ein Kran aufgebaut wurde.
  • Auf der Böhmischen Straße wurde durch die Baufirma zugesichert, dass die Vollsperrung während der BRN aufgehoben wird.
  • Auf der Alaunstraße 54 soll laut Aussage der Baufirma die Sperrung bis zum Stadtteilfest aufgehoben sein.
  • Die Genehmigung für die Louisenstraße 31 und die Katharinenstraße besteht auch über den Zeitraum der BRN hinaus. Inwieweit eine Reduzierung der Absperrungen möglich ist, soll heute geklärt werden.

BRN 2017 Programm

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9 Kommentare zu “BRN: Inseln sind die Lösung

  1. Mia
    13. Juni 2017 at 12:39

    Es ist ja auch ganz überraschend BRN.

    Kann das Amt die Baustellen da nicht vorausschauend planen, so das alles zusammen passt?

    Kein Personal? Interessiert in der freien Wirtschaft niemanden – Termine die stehen müssen nun mal eingehalten werden. Genehmigungen kurz vor knapp zu vergeben finde ich schlicht unmöglich. Punkt aus!

  2. 13. Juni 2017 at 13:31

    Sorry, aber das ist mal wieder das dümmste was ich seit langen gehört habe. Das Die-Insel-wird-uns-alle-retten-Gelaber wabert jetzt schon seid 3 Jahren durch die Republik und wir sind da kein Stück weiter. Klar kann ich mit einer riesigen Firma ehm. Verein so ein Ding stemmen, aber was nützt das dem kleinen Inselanmelder, ohne Dicke Brieftasche und Personal. Der wird von welchem Amt auch immer, mit Auflagen zugeschüttet und bei der Durchsetzung seines Inselkonzeptes von Amtswegen im Regen stehen gelassen. Die großartigen Versprechen wie die Inseln begünstigt werden, bleiben bis heute aus. Daran ändert auch die Ernennung eines BRN-Verantworlichen nichts. Anwohner mit tollen Ideen ziehen sich aus den Projekt zurück und an alle Ecke will jeder nur noch den schnellen Taler machen. Wenn sich die Komerziellen überhaupt in die Insel integrieren wollen und lassen. Aber für eine Handhabe für die Interessen der Inseln bleibt natürlich weiter aus. Für diese Mentalität gibt es nur einen Begriff und der ist Verantwortungsdiffusion. Anders kann man sich diese ewige Bekundung zur Insel nicht erklären. Oder wie stellt man sich das vor, das eine einzelne Person 24/7 auf der Straße und für alle Belange erreichbar und haftbar sein sollen. Unter der eher bescheidenen Sachlage kann man es wohl verstehen, das dem Orgateam, welches die letzten 6 Jahr die Talstraße organisiert hat, in diesem Jahr etwas die Lust vergangen ist. Die wenigen verbliebenen Engagierten haben versucht für 2017 erneut eine Insel anzumelden. Das scheiterte aber schon bei der Beantragung. Von ehemals 4 Inseln zur BRN 2016 sind mit viel Glück diese Jahr noch 2 übrig. Tolles Erfolgskonzept m(

  3. Rainer Zufall
    13. Juni 2017 at 14:12

    Die Lösung wäre die Neustadt einfach 3 Tage lang abzuschirmen vom Rest. Ein-und Ausgänge werden von der Polizei bewacht und innerhalb der „Zone“ können die Neustädter ihren Stadtteil gebührend feiern. Das muss man dann nix anmelden, da wird Kleinkunst erblühen und wer Bock auf Party hat, macht halt Party. Mit Respekt und Miteinander ist das alles möglich. Wie es nicht geht, sehen wir ja dann ab Freitag :D

  4. 13. Juni 2017 at 14:42

    Hilf mir mal auf die Sprünge, was war denn die vierte Insel? Schönfelder?

  5. Stefan
    13. Juni 2017 at 14:47

    Ich hoffe es regnet. Besser noch: Es soll in Strömen regnen. Dann gib´s weder Techno noch Krakeelerei. Gesoffen wird so schon genug. Randaliert auch. Und jetzt kommen wieder einige und giften rum das das so ist in der Neustadt. Hier ist doch jede Woche Party.

  6. Mick Ten
    13. Juni 2017 at 17:08

    Naja, back to the roots würde ich konstatieren! Wenn die Ämter es schon nicht schaffen, die Anträge zu bearbeiten, wie wollen sie dann bitteschön die Einhaltung der u.a. auch nicht bearbeiteten Anmeldungen kontrollieren???

    Also wie früher: BRN selbstgemacht zurück auf die „Steige der Bürger“ und die Straßen!!!… Möge die Verwaltung andernorts anderwann feiern und sich drollig verwaltern…

  7. Christian
    13. Juni 2017 at 17:34

    Die Schönfelder meldet diese Jahr auch keine Insel an hab ich gehört und auf der Sebnitzer flattern heute viele Ablehnungen ein.

  8. Mirko Sennewald
    15. Juni 2017 at 11:47

    Hier gibt’s extra für Euch sogar noch ne echte Insel… :-) Achtung: gefährlich!!! ;-)

    *BeRMuda – Eine Reise ins berühmte Dreieck der Hosen!*

    Fotobericht der BRN-Bürger Doreen Ullrich, Cosmo und Mirko Sennewald

    Mit Flugzeug und Schiff aus dem Neustädter Kneipendreieck auf die echte Insel Bermuda! Der Vortrag findet in der temporären Botschaft der Republik Užupis statt umrahmt von einem Mini-Diktaturmuseum. Ganz in der Tradition der früheren BRN: sei Gast in einer typisch-ungewöhnlichen Neustadt WG! Viel Abenteuer auf engstem Raum… Getränke und Hosen bitte mitbringen, Rauchen erwünscht. Ohne Rückfluggarantie!

    Zeiten: Fr.,16. und Sa, 17. Juni 2017 jeweils 21:00 Uhr
    Ort: Botschaft der Republik Užupis, Louisenstr. 37 (bei Sennewald klingeln)
    Eintritt: frei

  9. nepumuk
    15. Juni 2017 at 14:58

    Die Genehmigungspraxis der Verwaltung hört sich recht gut an, es wird spannend wie sich das dann draussen darstellen wird. Besonders lustig die Eck-Abordnungen für Gastro-Gewerbliche – warum jetzt Fensterverkauf/Indoorlösungen? Man merkt, wie die Geldgeier heulen, denen sollte man noch mehr Steine in den Weg legen. Es geht bei der BRN nicht ums Geldverdienen!!! – irgendwie hecheln die aber alle so rum, wenns nicht so läuft wie gedacht. Echt abartig!

    Kann mal jemand den Bierwagen am Lutherplatz wegrollen, der da schon seit heute morgen die Platzecke zustellt, daß ich gar nicht mehr durchkam? Was hat der da verloren, den braucht niemand! Wieso darf der da heute schon stehen? Zeigt, daß sich wohl doch nüscht ändern wird.

    R.I.P. steht nicht nur einmal an einer Hausfassade.

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