Dreifache Ausstellungseröffnung

Morgen, am Donnerstag, 4. Mai, wird um 19 Uhr in der Kunstausstellung Kühl eine Vernissage gefeiert. Zu sehen sein werden Sebastian Hempels „Kinetische Lichtobjekte“, Malerei und Grafik von Susanne Wurlitzer und Grafiken von Stephanie Marx.

Die Präsentation vereint drei eigenständige, markante Findungen, die ohne handwerklicher Versiertheit undenkbar wären. Zwei Vertreterinnen der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und ein Vertreter der Hochschule für Bildende Künste Dresden setzen sich mit der durch die Technik beeinflussten Schöpfung auseinander.

Stephanie Marx: "Große Runde - Liebenau", 2016, Farbholzschnitt

Stephanie Marx: „Große Runde – Liebenau“, 2016, Farbholzschnitt

Stephanie Marx

Sie studierte als Diplom-Designerin nochmals in Leipzig an der HGB Freie Grafik bei den Professoren Karl-Georg Hirsch und Rolf Münzner. Bei Ulrich Hachulla schloss sie als Meisterschülerin ab. Ihr Interesse gilt den von Menschen veränderten Landschaftsformationen und architektonischen Fragmenten verlassener Industriebrachen. Diese setzt sie als freie, intuitive Farbholzschnitte überwiegend in der Technik der verlorenen Form um. Mittels des akkuraten Linolstich/–schnittes wird die Künstlerin selbst zum Schöpfer humorvoller Maschinenwesen, die eine überzeugende Symbiose zwischen Technik und Kreatur darstellen. www.stephaniemarx-grafik.de

Susanne Wurlitzer "Uncharted IV", 2012, Acryl auf Leinwand

Susanne Wurlitzer „Uncharted IV“, 2012, Acryl auf Leinwand

Susanne Wurlitzer

Geboren in Greifswald an der Ostsee, schloss sie an der HGB Leipzig bei Professor Thomas M. Müller mit dem Meisterstudium ab. Als Ausgangspunkt ihrer Arbeiten dienen reale, technisierte Landschaftseindrücke, die sich im Zuge des malerischen Prozesses zu fiktiven Orten zwischen Naturgewalt und menschlicher Beherrschung entwickeln. In ihren aktuellen Werken gewinnt die Figur in der Landschaft an Bedeutung. www.susannewurlitzer.de

Sebastian Hempel: "Spiegelbild", 2012, Material: Aluminium, Plexiglas, Lichtsensoren, LED, Antrieb

Sebastian Hempel: „Spiegelbild“, 2012, Material: Aluminium, Plexiglas, Lichtsensoren, LED, Antrieb

Sebastian Hempel

Der gebürtige Dresdner studierte nach seiner Lehre zum Steinbildhauer, an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) Dresden Bildhauerei und schloss als Meisterschüler bei Prof. Ursula Sax und an der Slade School of Fine Art London ab. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen folgten. „Seine technischen, visuellen und strukturellen Bilder stehen im Kontext von Minimalismus und kinetischer Kunst“, sagt Holger Birkholz von der HfBK über Hempel. „Die optischen Phänomene haben etwas sinnlich Verblüffendes. Wie ein Zaubertrick harrt der schöne Schein der Entdeckung. Doch selbst wenn die mechanische Seite in seiner Konstruktion erklärt und verstanden ist, setzt das dennoch nicht den irritierenden Eindruck auf unser körperliches Selbstempfinden außer Kraft.“ www.sebastian-hempel.de

Vernissage Kunstausstellung Kühl

  • Nordstraße 5, 01099 Dresden, Donnerstag, 4. Mai, 19 Uhr
  • Sonstige Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 11 bis 19 Uhr und Sonnabend 11 bis 16 Uhr.
  • Weitere Infos unter: www.kunstausstellung-kuehl.de
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