Ausgestellte Druckkunst

Jan Kromke, Maria Bertelsmeier, Sybille Nütt, Oliver Kratz und Silvio Zesch (v.l.)

Jan Kromke, Maria Bertelsmeier, Sybille Nütt, Oliver Kratz und Silvio Zesch (v.l.)

Die Galerie Sybille Nütt zeigt in Kooperation mit dem Hans Körnig Museum Dresden im Februar die neue Ausstellung „TIEF+HOCH“. Sie vereint Werke von 18 Dresdnern Künstlern und lädt ein, die überraschenden Varianten verschiedener Drucktechniken zu entdecken.

Die Ausstellung zeigt, wie Künstler heute die alten traditionellen Techniken verwenden. So sind unter anderem Gravuren, Linolschnitte oder Holzstiche zu sehen. Einige Künstler haben auch ganz neue Techniken erfunden. Jan Kromke zum Beispiel hat direkt mit Holz gedruckt, ohne es vorher zu schneiden. Durch verschieden Stärke des Drucks entstehen so ganz unterschiedliche visuelle Eindrücke.

Holzdrucker Jan Kromke vor seinen Werken.

Holzdrucker Jan Kromke vor seinen Werken.

Die grafische Druckkunst hat eine lange Tradition in Dresden. Viel bedeutende Dresdner Künstler haben mit Drucktechniken gearbeitet. Dazu zählen unter anderem Otto Dix mit seinem Radierzyklus „Der Krieg“ oder die Farbholzdruckreihe „Van Zantens glückliche Zeit“ von Otto Lange, oder die Holzschnitte Wilhelm Rudolfs oder die Aquatintaradierungen Hans Körnigs. Galeristin Sybille Nütt: „Die große Tradition der Dresdner Druckkunst erfährt wunderbarerweise bis heute ihre Fortsetzung und Weiterentwicklung. Denn die zeitgenössischen Künstler unserer Stadt greifen nicht nur die alten Techniken mit großer Experimentierfreude auf, sondern sie entwickeln auch neue Druckverfahren.“

Die Leiterin des Hans Körnig Museums, Maria Bertelsmeier freut sich über die Kooperation. „In den lichten und hohen Räumlichkeiten der Galerie Sybille Nütt wird den farbigen Drucken Raum gegeben“, erzählt sie, während in den Museumsräumen im Wallgäßchen die Tiefen und Grenzen von schwarz und weiß ausgelotet werden sollen, indem die zeitgenössischen Arbeiten in den direkten Dialog mit den meisterhaften Aquatintaradierungen Hans Körnigs (1905-1989) gestellt werden.

TIEF+HOCH

  • Die Ausstellung ist ab dem 3. Februar im Hans Körnig Museum (Wallgäßchen 2, Donnerstag bis Montag 11-18 Uhr) und in der Galerie Sybille Nütt (Obergraben 10, Dienstag bis Freitag 12-19 Uhr und Sonnabend 12-16 Uhr) bis zum 23. April zu sehen.

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