Das Band ist zerschnitten

Sie schneiden durch: Vom Wirtschaftsministerium Bernd Sablotny, Erster Bürgermeisters Detlef Sittel und der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Albertbrücke Thomas Alscher.

Sie schneiden durch: Vom Wirtschaftsministerium Bernd Sablotny, Erster Bürgermeisters Detlef Sittel und der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Albertbrücke Thomas Alscher.

Kurz nach 9 Uhr wurde heute die Albertbrücke für den Verkehr freigegeben. Schon seit 3 Uhr morgens rollen die Bahnen wieder. Für Radfahrer gilt es nun, sich ab sofort wieder auf den beiden Seiten der Brücke einzufädeln. Ebenfalls fertig und befahrbar ist der Rosa-Luxemburg-Platz. Eine Durchfahrt vom Carusufer zur Wigardstraße ist jedoch nicht mehr möglich.

Eröffnung Albertbrücke

In die geplante Zeremonie hat sich ein dicker Regenschauer eingemischt, so fiel die feierliche Eröffnung durch die Blaskapelle der Feuerwehr ziemlich knapp aus. Und schon nach einer Viertelstunde schnitten Vertreter der Staat, des Freistaates und der Baufirmen das Band durch.

Nun ist die Brücke als wieder befahrbar. Am Rosa-Luxemburg-Platz wurden die Fahrbeziehungen neu geregelt. Die Durchfahrt vom Carusufer zur Wigardstraße ist nicht mehr möglich. Radfahrer, die von der Neustadt kommen, müssen nun die westliche Seite der Brücke benutzen. Diese Seite müssen sie sich derzeit noch mit den Fußgängern teilen, da am Geländer noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind. Die östliche Fahrspur der Hoyerswerdaer Straße bleibt zwischen Carusufer und Melanchthonstraße noch bis zum 23. September 2016 für den Autoverkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über das Carusufer.

Erster Stau schon kurz nach der Wiedereröffnung, weil die Eröffnungsfeiernden noch den Fahrstreifen blockieren.

Erster Stau schon kurz nach der Wiedereröffnung, weil die Eröffnungsfeiernden noch den Fahrstreifen blockieren.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hatte im Vorfeld die zu schmalen Radwege kritisiert. Nun haben die ADFC-Vertreter eingeräumt, dass sie sich vermessen haben und der Radweg gerade noch der Norm entspreche. Dennoch sehen sie mehrere Probleme mit der neuen Brücke. So fehle am westlichen Altstädter Brückenkopf eine Zugangsmöglichkeit zum Elberadweg. Der ADFC befürchtet daher, dass es auf der Ostseite wie vor dem Umbau häufig zu Falschfahrern kommen wird. Auf dem viel zu schmalen Weg steige die Gefahr von riskanten Ausweichmanövern, Zusammenstößen oder Stürzen.

ADFC sieht Probleme für Abbieger

An der Westseite der Brücke sieht der Club Probleme für rechtsabbiegende Kraftfahrzeuge. Da am Altstädter Brückenkopf kein Aufstellplatz vor der Ampel ist, sei es wahrscheinlich, dass der Radverkehr „in langer Reihe hintereinander“ ein Rechtsabbiegen für Autos über mehrere Grünphasen hinweg nicht möglich sei.

Wie die Hoyerswerdaer und die Glacisstraße den neuen Mehrverkehr aufnehmen wird sich zeigen. Laut Auskunft von Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, werde sich die Ampelregelung an der Kreuzung Hoyers­werdaer/Bautzner Straße vorerst nicht verändert.

Seit April 2014 wurde die baufällige Albertbrücke saniert und um 3,60 Meter auf 22,20 Meter verbreitert. Damit bietet sie jetzt neben dem größeren Gleisabstand von drei Metern auf jeder Seite einen 4,10 Meter breiten Rad- und Fußweg.

Die Arbeiten auf der Brücke verliefen in drei Bauabschnitten. Zuerst wurde für die Straßenbahn ein Behelfsgleis auf der stadtwärtigen Seite gebaut. Anschließend konnte die landwärtige Brückenhälfte saniert und verbreitert werden. In der dritten Phase wechselte die Straßenbahn auf das neue Gleis und es folgte der Ausbau der stadtwärtigen Brückenseite. Parallel wurden die öffentliche Beleuchtung, die Verkehrssignale und die Versorgungsleitungen erneuert. Die Hauptbauleistungen führte eine Arbeitsgemeinschaft der Hentschke Bau GmbH und Sersa GmbH aus.

Die Kosten des Bauvorhabens beliefen sich für die Landeshauptstadt Dresden auf 20 Millionen Euro. Davon waren 13,4 Millionen Euro Fördermittel des Freistaates Sachsen. Darüber hinaus investierten die Dresdner Verkehrsbetriebe für die Erneuerung ihrer Anlagen 6,6 Millionen Euro. Die Modernisierung der Versorgungsleitungen von Drewag, Stadtentwässerung Dresden, Telekom, Kabel Deutschland und Vodafone kostete die Unternehmen insgesamt 1,5 Millionen Euro.

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18 Kommentare zu “Das Band ist zerschnitten

  1. E-Haller
    5. September 2016 at 11:08

    „Radfahrer, die von der Neustadt kommen, müssen nun die westliche Seite der Brücke benutzen“ – war dem nicht schon immer so?

  2. 5. September 2016 at 11:26

    Nicht während der letzten Bauphase.

  3. 5. September 2016 at 12:47

    Der Radweg entspricht vielleicht gerade so den planfestgestellten Maßen, jedoch definitiv nicht der Norm (ERA 2010). Die Norm schreibt 2,0 m Breite + 0,50 m Sicherheitstreffstreifen vor. Gebaut wurde 1,55 + 0,5 m. Lediglich für „schwache Radverkehsstärke“ kann laut Norm 1,60 + 0,5 m genügen.

  4. _
    5. September 2016 at 13:08

    Es ist ja wirklich schön, dass es den ADFC gibt. Aber im Atikel klingt mir das jetzt schon eher nach krankhafter Erbsenzählerei, nach dem man sich mit der Radwegbreite ordentlich blamiert hat.

    Das vermeintliche Problem mit dem fehlenden Zugang zum Elberadweg auf der Altstadt-West-Seite existiert doch auf der Altstadt-Ost-Seite ebenso. Für Ottonormalradfahrende (die ihre Räder nicht die Treppe hoch/runter schleppen) ist der (Um)Weg zum Elberadweg auf beiden Seiten gleich lang. Auf der Westseite sogar etwas weniger holprig.

    Das Ding mit den wartenden Rechtsabbiegern lässt sich bei 11000 Radfahrenden pro Tag wohl auch nicht mit einem Aufstellplatz lösen.
    Wie wenig das hilf, zeigt zB. die Ampel Königsbrücker/Antonstrasse. Radfahrende haben dort in der Breite sehr viel Platz und doch kommen in einer Grüphase nur 2 Autos rum, weil Zufußgehende und Radfahrende schön gleichmäßig verteilt an der Ampel ankommen und somit auch ihre Grünphase komplett ausnutzen.

  5. E-Haller
    5. September 2016 at 13:11

    Ach SO meinste das…ok. ;)

  6. Oliver Buchmann
    5. September 2016 at 14:14

    Die Norm ist nur eine Empfehlungen für Radverkehrsanlagen. Wäre es hier in Sachen Grundlage zu einer Bundesförderung, wäre sie sicherlich erfüllt worden. Fahrradkette.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Empfehlungen_f%C3%BCr_Radverkehrsanlagen

  7. mrstxd
    5. September 2016 at 15:02

    Wem es nicht passt kann ja rüber schwimmen.

    Da finde ich die Linksabbieger-Ampel für Radfahrer viel schlimmer. Da ist es nur noch eine Frage der Zeit bis es mal knallt. Wenn die Dinger jetzt überall platziert werden, stellt sich mir die Frage, wer da mit verdient?

  8. ein anderer Stefan
    5. September 2016 at 16:15

    Ich behaupte mal, dass die diversen Straßenbaunormen nur dann zu realisieren gewesen wären, wenn die Brücke abgerissen und neu gebaut worden wäre. Damit überhaupt was geht (und fährt), hat man sie ja immerhin beträchtlich verbreitert. Aber das hat nun mal auch Grenzen – bauliche wie ästhetische.

    Bei den meisten Dresdner Radfahrern bin ich zudem zuversichtlich, dass sie ganz unkompliziert die Gehwege mitbenutzen werden, und dementsprechend schon ihren Weg finden, wenn es mal voller wird.

  9. Thomas Lindner
    5. September 2016 at 21:58

    …nicht möglich sein mache.

    Da hat sich wohl ein Fehler eingeschlichen, so ergibt der Satz jedenfalls wenig Sinn!

  10. 6. September 2016 at 07:44

    Danke. Korrigiert.

  11. Sabine Wegner
    7. September 2016 at 15:40

    Über all mögliche *** wird geschrieben. Das aber auch Sicherheitskräfte an der Brücke verbracht habe wird nicht erwähnt. Hauptsache die Bürohengste werden erwähnt.

    Teile des Kommentars wurden entfernt, wir bitten die Hausordnung zu berücksichtigen und auf Fäkalsprache zu verzichten. Vielen Dank.

  12. 8. September 2016 at 11:18

    @ Sabine Wegner: Ich und viele andere Menschen würden sich freuen, wenn Sie vor dem Posten künftig über Ausdruck, Inhalt und Rechtschreibung Ihrer Worte nachdenken. Ansonsten blieben diese nämlich ein Beispiel für all die mögliche ***, die geschrieben wird.

    Teile des Kommentars wurden entfernt, wir bitten die Hausordnung zu berücksichtigen und auf Fäkalsprache zu verzichten. Vielen Dank.

  13. 8. September 2016 at 14:41

    @ Anton: Ich zitierte meine Vorrednerin. Wie kann ein Zitat gegen die Hausordnung verstoßen, wenn es der zitierte Originaltext offenbar nicht tut? – Gleiches Unrecht für alle!

  14. 8. September 2016 at 14:42

    Oh. Hast ja recht, ‚tschuldigung … jetzt sind beide betroffen.

  15. Keks
    9. September 2016 at 06:29

    @Sabine Wegner

    kann ich ein klein bisschen nachvollziehen. Denn manchmal muss man Tacheles reden. Das hat der Sachse verlernt bzw. aberzogen bekommen durch geschwollenes Gerede. Da könnte mir schlecht werden. Da muss moi mal zeigen wer hier eigentlich die Arbeit macht und wo der Hammer Hängt. Die schöpfen Fett ab und unser eines geht mit achtefutsch nach Heme. Und ein kleiner Teil ist gezwungen sich ausruhen weilse unfähig sind die Arbeit richtig zu verteilen.

  16. ein anderer Stefan
    9. September 2016 at 08:02

    Dieser Kommentar keinen Sinn.

  17. christoph
    9. September 2016 at 14:41

    uuuiiiii die Sicherheitskräfte vergessen zu erwähnen…. als vor einigen Jahren die Frauenkirche fertig gestellt wurde und der damalige Bundespräsident seine laaaaaaange Dankesrede hielt, wurde sich auch bei jedem bedankt, besonders bei den Zimmerleuten …Elektrikern was auch immer….

    die Steinmetze wurden einfach ma ausgelassen ;) machen eh nur den ganzen Tag nüscht wie Dreck und Lärm die Blödies

    …also mal schön die (Frauen-) Kirche im Dorf lassen….

  18. Freitaler
    12. September 2016 at 18:07

    Sei mögen es Erbsenzählerein nennen, ich nenne es Rechtsstaat. Rechtlich verbindliche Planungen müssen auch umgesetzt werden, auch in Dresden. Sie können ja mal versuchen, einfach 50 Euro zuwenig Steuern auf Ihr Einkommen zu zahlen zu zahlen, und bei Nachfrage des Finanzamtes antworten, sie sollen doch nicht so kleinlich sein…

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