Salzfrachter – Neuester Stand

"Albis" ist noch da

„Albis“ ist noch da

Die Albis liegt immer noch fest. Die Absaug-Aktivitäten wurden verdoppelt. Heute soll im Laufe des Tages mit einem Schwimmbagger gearbeitet werden. Neustädter Geschenkehändler macht sich Gedanken über Salzstreuer in Frachterform.

Die „Albis“, der tschechische Frachter, der am Montag Abend mitsamt 800 Tonnen Salzladung an der Albertbrücke quer angelegt hat, liegt noch immer da. Nachdem am Mittwoch-Abend die ersten Abpump-Versuche mit einem Saugbagger gescheitert sind, wird seit gestern mit stärkeren Saugern gearbeitet. Inzwischen stehen gleich zwei Saugbagger am Ufer. Durch die Schläuche rumpelt das Salz. Derzeit saugen sie etwas mehr als vier Tonnen pro Stunde aus dem havarierten Schiff. Das Salz wird mit Containern zu einem Zwischenlager in den Alberthafen gebracht. Zusätzlich
sind ein Schwimmgreifer mit Schubboot und ein Motorgüterschiff aus der Tschechischen Republik auf der Fahrt zum Havarieort, um das Entladen zu unterstützen. Das Eintreffen der Fahrzeuge wird am Abend erwartet.

Doppelte Sauger-Power

Doppelte Sauger-Power

Wie Klaus Kautz, der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts Dresden, mitteilt, werden parallel zum Abladen zur Zeit verschiedene Varianten des Freischleppens untersucht. Diese sind abhängig von dem möglichen Bereitstellungstermin der dafür erforderlichen Technik. Der mögliche Einsatz umfasst schwimmende Fahrzeuge und/oder schwere Berge- und Räumtechnik von Land aus. Die dazu notwendigen Geräte werden in Zusammenarbeit zwischen Reederei und der Feuerwehr der Landeshauptstadt Dresden organisiert. Wann genau das Freischleppen des havarierten Schiffes erfolgt, kann im Moment noch nicht gesagt werden.

In einem Geschenkeladen auf der Rothenburger Straße wurde gestern ernsthaft darüber diskutiert, kleine Mini-Frachter in Salzstreuer zu verwandeln und diese vor Ort als Souvenir an die zahlreichen Frachter-Gucker zu verkaufen. Inzwischen wurde die Idee aber aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit geeigneter Mini-Frachter verworfen.

Der Salz-Frachter liegt noch immer quer.

Der Salz-Frachter liegt noch immer quer.

Nachtrag:
Das Absaugen läuft besser. Inzwischen sind schon rund 120 Tonnen raus. Schwimmbagger kommt morgen. Am Montag sollen Bergepanzer den Frachter freischleppen.

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21 Kommentare zu “Salzfrachter – Neuester Stand

  1. struvko
    18. März 2016 at 10:37

    Hat ein „Geschänkehändler“ eine Schänke, geht er gern in eine Schänke oder handelt er etwa mit Neustädter Schänken?
    ;)

    • abrazzo
      18. März 2016 at 10:43

      Hast Du falsch verstanden. Es sollte sicher „Schränke“ heißen

    • 18. März 2016 at 12:08

      Danke struvko. Korrigiert.

  2. Andreas
    18. März 2016 at 10:46

    Ich finde es ein wenig übertrieben, jeden Tag mit einer Schlagzeile zu dem Thema aufzuwarten, obwohl sich wirklich nicht viel tut und das Ganze das Leben der NeustädterInnen eher nur marginal betrifft. Das Foto zeigt übrigens, dass sich die Zahl der „Frachter-Gucker“ wohl eher in Grenzen hält.

    • Al
      18. März 2016 at 15:20

      gestern gegen sechs dran vorbei geradelt, da waren allerdings um die 50 Leute auf der Brücke und noch mal genau so viele unten auf der Trödelfläche. Also ein paar Leute zieht das schon.

    • 18. März 2016 at 16:43

      Hallo Andreas, die drei Fotos zeigen allesamt Gelände, wo kein „Frachter-Gucker“ hinkommt. Die Sauglaster stehen hinterm Zaun und das andere Bild zeigt im Wesentlichen die Elbe.

  3. Ecki
    18. März 2016 at 11:12

    … und „AbpumP-Versuche“ brauchen das zweite „P“ (sonst klumPt das Salz vielleicht wieder viel zu schnell?)

    • 18. März 2016 at 12:07

      Danke Ecki. Korrigiert.

  4. Seldon
    18. März 2016 at 13:13

    Currywurst Republik Neustadt und havarierter Frachter… Ist das ein gutes oder schlechtes Zeichen für die Neustadt, dass sonst nix los ist? Was sagt die Schwafelrunde dazu, der Ortsbeirat, Hilbert? Wann marschieren die Patrioten gegen die Versalzung des Abendlandes? Welcher Bäcker bringt als erster das passende Salzgebäck auf den Markt? Da muss doch mehr rauszuholen sein!

  5. Rico E
    18. März 2016 at 13:43

    Nicht ärgern lassen Anton, alle anderen können es immer besser. Die Welt steckt voller verkannten Genie’s, die leider nur zum Posten kommen,

  6. 18. März 2016 at 14:44

    Bei 800t und >4t Absaugleistung ist der Kahn doch erst in einer Woche leer… + die eigentliche Bergung. D.H. zum Osterspaziergang kann ich zugucken wie der Frachter freigeschleppt wird :-)

  7. Simon
    18. März 2016 at 14:48

    Ist doch mal eine willkommene Abwechslung zum sonst so trockenen Nachrichtenalltag. Auch wenn das Thema zugegebenermaßen wenig Stoff gibt, sich über die desaströsen Verhältnisse unserer Gesellschaft aufzuregen.

    Man kann sich ja auch mal zurücklehnen und das seltene Spektakel auf sich wirken lassen. Sogar diverses Familienmitglied – bei mir über ganz Deutschland verteilt – fiebert und lacht fleißig mit.

  8. CaLi
    18. März 2016 at 14:57

    Ob man wohl irgendwie rausbekommt, was die ganze Aktion am Ende kostet bzw gekostet hat? Würde mich ernsthaft interessieren….

    • 18. März 2016 at 15:01

      Puh, das wird schwierig. Ist ja nicht nur der direkte Schaden am Frachter und evtl. an der Brücke. Der Fluss-Verkehr liegt ja lahm und zum Beispiel die Weiße Flotte kann keine Schlösser- oder Pillnitz-Tour anbieten.

    • CaLi
      7. April 2016 at 11:30

      NACHTRAG: Der Inhaber der Reederei hat ein Interview gegeben. Er rechnet mit Kosten zwischen 37.000 und 73.000 Euronen.

    • 7. April 2016 at 11:56

      Danke. Weitere Infos unter anderem bei sz-online.

  9. René
    18. März 2016 at 20:28

    Die sollen die IS3 aus dem Militärmuseum holen und das Ding abschleppen :)

    • 18. März 2016 at 22:28

      Es kommen jetzt tschechische Bergepanzer.

  10. christoph
    19. März 2016 at 02:34

    jetz machn de russne echt das historische flohmarktplatzpflaster kaputt????

    gute n acht!!!!

  11. Insider
    19. März 2016 at 23:17

    Wäre es nicht sinnvoll die Brücke abzureissen um durch 1 Waldschlößchenbrücke/II zu ersetzen und den Kutter so
    an der Weiterfahrt nicht zu hindern ? Bestimmt bekommen
    wir so unser Weltkulturerbe zurück, Bäume können mal
    wieder bunt besetzt werden und Brückengeländer können
    endlich in 3 Etagen aus äh aufgebaut werden.

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