Frachter „Albis“ blockiert Elbe

Tschechischer Frachter blockiert die Elbe

Tschechischer Frachter blockiert die Elbe

An der Albertbrücke hat ganz elegant ein tschechischer Last-Frachter angelegt. Die Wasserschutzpolizei ist schon vor Ort. Der Schiffsverkehr ist unterbrochen.

Das tschechische Großmotorgüterschiff „Albis“ liegt schon seit Montag Abend vor der Albertbrücke. Er blockiert insgesamt drei Brückenbögen. Der nördlichste Brückenbogen ist zwar noch frei, aber durch die Stauwirkung strömt das Wasser dort inzwischen ziemlich stark. Daher ist die Elbe zurzeit für den Schiffsverkehr gesperrt. Die Ursache ist noch unklar.

Lastschlepper "Albis"

Lastschlepper „Albis“


Eigentlich sollten ab heute die Schifffahrtsöffnungen an Albert- und Augustusbrücke geprüft werden. Dazu sollte ein Schubschiff mit Hebebühne unter die Bögen fahren. Daraus wird nun zumindest an der Albertbrücke vorerst nichts. Im Laufe des Vormittags trafen zwei weitere Schlepper an der Unfall-Stelle ein.

Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) havarierte der Frachter mit dem Namen „Albis“ am Montag Abend gegen 21 Uhr. Das mit 800 Tonnen Salz beladene Schiff war stromaufwärts in Richtung Tschechien unterwegs. Die genaue Ursache der Havarie ermittelt derzeit die Wasserschutzpolizei. Die Elbe ist für den Schiffsverkehr zwischen dem Kilometer 52 (Saloppe) und dem Kilometer 58 bis auf weiteres für jeglichen Schiffsverkehr gesperrt. Das Schifffahrtsamt Dresden hat entsprechende Sperrzeichen aufgestellt.

Einen ähnlichen Vorfall gab es Ende vergangenen Jahres. Am 27. Dezember war ein Frachter mit 1100 Tonnen Soja-Schrot an der Marienbrücke steckengeblieben. Das Schiff konnte nur mit einer zusätzlichen Welle aus Tschechien befreit werden.

    Frachter – Nachtrag 16 Uhr:

    Zwei Bergungsversuche durch die beiden Schlepper haben nichts gebracht. Vermutlich wird nun erstmal die Ladung der havarierten „Albis“ geborgen. Eine Bergung des Schiffes heute noch erscheint unwahrscheinlich.

linie

12 Kommentare zu “Frachter „Albis“ blockiert Elbe

  1. zwanzigtausend
    15. März 2016 at 10:08

    Das hätte ich ihm auch vorher sagen können, dass er da quer nicht durchkommt. Mannmannmann.

  2. Pieschener
    15. März 2016 at 13:44

    naja…wenn mein fahrrad quer fahren könnte würde ich es auch machen um die anderen zu ärgern :)

  3. Schiffer
    15. März 2016 at 15:03

    schön sieht er ja aus, kann man nicht meckern. Eben so richtig wie „angelegt“. Und erst diese grünen Lukenabdeckungen! Eine Augenweide. Dazu noch der historische Schaufelradschlepper mit Heckschaufelrad (der schwarz-weiß-rote). Ein Flair wie im Wilden Westen.

    Vielleicht hängt das ja mit den neuen Geländern auf der Albertbrücke zusammen? Die laden ja zum dran Hochklettern ein. Also ist der Frachter vielleicht nur Fallschutz? Vorbeugende Maßnahme von Herrn Köttnitz?

    • 15. März 2016 at 16:26

      @Schiffer: Wie erste Recherchen des Neustadt-Geflüsters ergeben haben, gibt es keinen direkten Zusammenhang zum wunderbaren Doppelgeländer auf der Brücke.

  4. Klahra
    16. März 2016 at 10:36

    Meine Güte, das kann doch mal passieren, ich habe auch schon oft scheiß eingeparkt. Vielleicht schickt man uns eine zusätzliche Welle aus Tschechien.

    • 16. März 2016 at 10:46

      @Klahra: In diesem Falle würde die Welle nix nützen, da der Frachter ja nicht auf Grund liegt. :-(

    • Radler
      16. März 2016 at 10:57

      @Anton: Kommt drauf an, wie hoch die Welle ist – wenn er quer nicht durch die Brücke passt, dann aber auf jeden Fall oben drüber. ;)

  5. Booby
    16. März 2016 at 21:26

    @Anton: Zum Thema Doppelgeländer: Ich habe mir den Witz letzten Sonntag einmal näher angesehen, und dabei sind mir am ‚alten‘ Geländer mit Kabelbinder gesicherte Teile aufgefallen. Weisst du zufällig, ob diese dem Diebstahlschutz gelten oder was die für eine Funktion haben? Die gesicherten Teile sahen mir übrigens auch aus wie nachträglich angepappt, um Lücken zwischen Geländerende und Sandstein zu schliessen.

    • 16. März 2016 at 21:37

      @Booby: Da muss ich leider passen. Aber wenn der Amtsleiter zum nächsten Brückentermin lädt, kann ich ihn ja mal fragen.

  6. Ingo Seifert
    21. März 2016 at 19:11

    Es ist ein Jammer. Es gab doch nur die Lösung mit dem Seil. Nach einer Woche komm man endlich auf die Idee? ? Es gibt wirklich nur noch Idioten in unserem Land.

    • 21. März 2016 at 19:26

      @Ingo: Die Seil-Lösung war nicht das Problem, das Leichtern des Frachters war das Problem.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

linie