Trümmerfeld an der Elbe

Nur Schutt und Trümmer - der ehemalige Freiraum Elbtal.

Nur Schutt und Trümmer – der ehemalige Freiraum Elbtal.

Vor fast genau einem Jahr wurde der Freiraum Elbtal an der Leipziger Straße mit Polizei- und Bulldozer-Einsatz geräumt. Eigentlich sollten dort schmucke Eigentumswohnungen entstehen. Bis heute gibt es keine Einigung zwischen Investorin und Stadt, das Gelände verfällt.

Der Sockel des Schornsteins steht noch.

Der Sockel des Schornsteins steht noch.

Seit ein paar Tagen ist nun der markante Schornstein des Geländes verschwunden. Dieser war in dem Werkstattverfahren um das Gelände mit einbezogen worden und hatte es sogar bis in die Pläne zum „Elbviertel“ geschafft. Neustadt-Geflüster-Leser nepumuk hat sich auf dem Gelände umgesehen und eine kleine Bestandsaufnahme per Foto festgehalten.
Elbufer zwischen Marienbrücke und Pieschen.

Der Schornstein war auch vom anderen Elbufer gut zu sehen. Foto: Archiv

Am 24. Februar soll um 17 Uhr die Öffentlichkeit über die Neuordnung des Gebietes sowie über die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung in einer öffentlichen Versammlung im Bürgersaal des Ortsamtes Neustadt unterrichtet werden.

Die Pläne sind auch in den Orsämtern ausgelegt

  • Ortsamt Neustadt, 1. Stock, Zimmer 111, Hoyerswerdaer Straße 3
  • Ortsamt Pieschen, 1. Stock, Zimmer 101, Bürgerstraße 63
  • während der Sprechzeiten Montag, Freitag 9 bis 12 Uhr; Dienstag, Donnerstag 9 bis 18 Uhr; Mittwoch geschlossen

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8 Kommentare für “Trümmerfeld an der Elbe

  1. goldi
    14. Februar 2016 um 22:40

    das letzte bild is der schrottplatz von dem typen. dass der rauswär, wäre mir neu. wir hatten mal nen interessanten disput, dass ich meine brombeeren doch gefälligst an der elbe pflücken solle. wayne.. ;)

    • Manu
      16. Februar 2016 um 16:25

      Also auf dem Schrottplatz ist definitiv noch treiben, zwar kann man es nicht mehr als „buntes“ definieren, jedoch kamen mir bei manchen Spaziergängen noch Menschen entgegen!

  2. Fidel
    14. Februar 2016 um 23:44

    Wieso so schüchtern und kein Link zur Onlineversion der Offenlage?

    http://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/Aktuelle-Offenlagen.php

    • 15. Februar 2016 um 09:07

      Hatte ich im letzten Artikel zum Thema.

  3. tom
    15. Februar 2016 um 14:54

    Warum wurde der Schornstein im Werkstattverfahren überhaupt mit einbezogen? Ist der etwa denkmalgeschützt?
    Falls nicht, würde es mich nicht wundern wenn der Abriss ein Stinkefinger Richtung Stadt war.

  4. ein anderer Stefan
    15. Februar 2016 um 17:01

    @ tom: Ich denke, mit der Vermutung liegst Du richtig. Gemäß Begründung ist nur die Villa ein Denkmal, der Schornstein war es demnach nicht.
    Manchmal werden bei Neuplanungen Reste alter Bauten als gestalterisches Element mit einbezogen, auch wenn sie nicht denkmalgeschützt sind. Der Schornstein hätte eine gute Landmarke für das Quartier abgeben können, aber wenn jemand aus Bockigkeit meint, sowas wegreißen zu müssen, kann man halt nix machen.

    • E-Haller
      16. Februar 2016 um 17:32

      Wieviel mal wird sie diesmal wohl ihren Grundstücksplan mit der Realität verglichen haben, bevor sie das „Go“ zum Abriss gab?? ;)

  5. Dieter Schmitz
    16. Februar 2016 um 17:22

    Das Foto vom Schrottplatz gehört nicht zum vom Verein genutzten Gelände. Er war vielmehr Nachbar des Vereins. Seit der Räumung „kümmert“ er sich um das Gelände, so soll er den Schornstein abgerissen haben. Seit der Räumung unterliegt das Gelände der Plünderung, wobei der vorgenannte einiges „sicherstellen“ konnte. So wurde im hinteren, zur Elbe gelegenen Seite der gesamte Baumbestand gefällt.
    Zum Ausgleich wurde von außen Müll in das Gelände verbracht.
    Mehrfach wurde auf Sicherheitsrisiken hingewiesen, Abhilfe keine geschaffen. Nachbarn aus dem Bereich Erfurter Straße sowie Mitglieder des Vereins mussten einige Male die notwendigsten Sicherungsmaßnahmen an den Eingangsbereichen vornehmen.

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