Wendezeit im Societaetstheater

Als die Hauptstraße noch Straße der Befeiung hieß - Foto: Lothar Lange

Als die Hauptstraße noch Straße der Befreiung hieß – Foto: Lothar Lange

Am kommenden Sonnabend wird im Societaetstheater die Fotoausstellung „Wendezeit“ des Dresdner Fotografen Lothar Lange eröffnet, die danach bis zum bis 4. März besichtigt werden kann.

Der Fotograf mit der unverkennbaren langen Mähne ist mit ein paar Unterbrechungen seit Anfang der 1990er Jahre in Dresden unterwegs, lebt in einem Zirkuswagen, zurzeit auf dem Globus-Gelände, früher im Freiraum Elbtal. Seine Bilder hatte er bislang meistens an Wäscheleinen zu besonderen Anlässen, wie zum Beispiel der Bunten Republik Neustadt, aufgehängt. Nun werden sie im Theaterfoyer und Treppenhaus des Theaters neben der Dreikönigskirche gezeigt.

Selbstbildnis aus den Wendejahren: Lothar Lange

Selbstbildnis aus den Wendejahren

Aus seinem nahezu grenzenlosen Bildessay war bereits vor zehn Jahren eine Auswahl in der Ausstellung „Mensch! Photographien aus Dresdner Sammlungen“ im Kupferstich-Kabinett zu sehen. Die Historikerin und Archivarin Katrin Tauscher kommentierte die ausführliche Bildstrecke:

„Lothar Lange steht mit seiner Dokumentation nicht allein. Neben ihm hielten eine Vielzahl von Fotografen unterschiedlichster Herkunft und Ausbildung auch in Dresden die Zeit des Umbruchs fest. Doch sprengt die Sammlung Lange die zeitlich und/oder thematisch eingeschränkten Rahmen dieser Projekte. Sie ist eine monumentale und in ihrer komplexen Gesamtheit wirkende Widerspiegelung von Situationen und Verhältnissen, die als eigensinniges Kunstobjekt den Begriff des Dokumentarischen erweitert – ein ungewöhnliches Werk über eine ungewöhnliche Zeit.“

Beliebtes Motiv waren für Lange immer wieder auch die Straßen der Neustadt, die damals noch ein wenig anders aussahen.

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4 Kommentare zu “Wendezeit im Societaetstheater

  1. goldi
    3. Februar 2016 at 15:17

    60 pfennich für ne kugel selbstgemachtes eis… hach, schön ;)

  2. Rolf
    3. Februar 2016 at 16:32

    Eigentlich ist es der alte Leipziger Bahnhof und nicht das „Globus-Gelände“.
    Der Leipziger Bahnhof war ein Stück Dresden mit Tradition. Globus hingegen ….muß ich ja nicht weiter erläutern…

  3. Konrad
    3. Februar 2016 at 17:07

    Mein Vater hat immer Straße der Bereifung gesagt. Aber der Typo in der Bildunterschrift ist auch nett.

    • 3. Februar 2016 at 17:49

      Ja. Bereifung ist mir auch noch geläufig. Das fehlende „r“ hab ich mal nachgereicht.

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