Die Neustadt seit der Wende

Die Sozialdemokraten laden am Montag zum Gespräch über die Neustadt ins Wehnerwerk. Der Autor des Neustadt-Geflüsters liest ein paar olle Kamellen vor und Joachim Schuster wird Bilder vom Ruinen-Viertel zeigen.

Alaunstraße 1991

Alaunstraße 1991

War früher alles besser? Also nicht ganz früher, vor der Wende, sondern so in den 1990er Jahren. Und wie hat sich das Viertel seitdem verändert? Diesen Fragen wollen die Neustädter Sozialdemokraten am Montag im Herbert-Wehner-Bildungswerk auf der Kamenzer Straße nach gehen.

Dazu haben sie mich überredet ein paar alte Geschichten aus der Rubrik „Früher war alles besser?“ vorzutragen. Einige dieser Geschichten sind auch in dem Buch „Anton auf der Louise“ erschienen. Hinterher kann dann diskutiert werden.

Damit das Ganze auch ein Augenschmaus wird, zeigt Joachim Schuster seine Bilder aus 1990 und 2010.

Moderiert wird die Veranstaltung vom Vorsitzenden der Neustadt-SPD und Stadtrat, Vincent Drews. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.

Neustadt seit der Wende

  • Lesung und Diskussion, Montag, 11. Januar, 19 Uhr, Herbert-Wehner-Bildungswerk, Kamenzer Straße 12, 01099 Dresden
linie

17 Kommentare für “Die Neustadt seit der Wende

  1. Chrissi
    9. Januar 2016 um 12:40

    Klingt, als hättest du nicht wirklich Bock drauf :D Die Bilder sind beeindruckend. Wie aus einer anderen Welt.

  2. 9. Januar 2016 um 13:39

    @Chrissi: Der Appetit kommt beim Essen. Bisher hat mir noch jede Lesung Spaß gemacht.

  3. 9. Januar 2016 um 14:24

    Kommt Sigmar auch oder ist der noch im Iran um Waffengeschäfte auszuhandeln. Beim direkten Konkurrenten in der Region, dem saudischen Königshaus, ist ja schon alles unter Dach und Fach.

    http://www.werhatunsverraten.de

  4. HinzundKunz
    11. Januar 2016 um 01:15
  5. E-Haller
    11. Januar 2016 um 08:49

    Bild 14 (Haltestelle Louisenstraße): Steht da tatsächlich „Bachmänner raus“?

  6. 11. Januar 2016 um 11:28

    @E-Haller: Es gab Ende der 80er, Anfang der 90er einen Johannstädter Fascho namens Bachmann, etwas beleibt, nicht der Hellste. Der machte manchmal kurzatmig Jagd auf uns Zecken. Und mit Kuhmaul wurde eine weibliche Person aus seinem Dunstkreis bezeichnet, die während der Wendezeit „die Seiten“ gewechselt hatte. Lies mal 89/90 von Peter Richter, da taucht sie kurz auf, ihren Namen verrate ich nicht. Mir tat sie immer ein bisschen leid, ich war manchmal erschüttert, was für krasse Kindheiten andere hatten, vielleicht zeichnet die Erinnerung da aber etwas zu weich. Die Schönste war sie auch nicht, wie ihr Spitzname schon vermuten lässt.
    Dort steht also tatsächlich „Bachmänner und Kuhmäuler raus“.

  7. HinzundKunz
    11. Januar 2016 um 15:45

    @E-Haller Ja das Buch von „Peter Richter“ ist der Hammer und sehr zu empfehlen! Einige werden sich beim Lesen vielleicht sogar wiedererkennen. ;)

    • 11. Januar 2016 um 15:52

      @HinzundKunz: Es gibt ne Facebook-Gruppe derer, die sich in dem Buch wiedererkennen.

  8. E-Haller
    11. Januar 2016 um 17:35

    @ Peter M.: Nun steht da ja aber BachmännER, also Plural! Wussten die damals doch schon mehr??? ;)

  9. 12. Januar 2016 um 21:16

    Auf linker Gesellschaftsanalyse beruhende Zukunftsprognosen haben leider schon öfter gestimmt (und mit links meine ich nicht DDR), das geht anscheinend sogar so genau… :-D

  10. HinzundKunz
    13. Januar 2016 um 03:15

    @Anton Launer Ist die Gruppe offen, denn anmelden werde ich mich bei Fb sicher nicht! Mir sind die paar Leute, die noch in meinem direkten Umfeld vorhandenen sind, ausreichend, um Abende mit alten Geschichten zu füllen. Viele(s) kenne auch ich nur von Hörensagen, denn auch wenn ich mich damals gelegentlich schon „mittendrin wähnte“, bin ich doch zu der Zeit noch so jung gewesen, dass ich oft auch nur mit etwas Abstand „danebenstand“ und staunte, was so alles auch geht!

    • 13. Januar 2016 um 11:59

      @HuK: Natürlich nicht offen.

  11. HinzundKunz
    13. Januar 2016 um 03:30

    @Anton Launer
    Allein die Erlebnisse in den oben angesprochenen Proberäumen, die von uns schon mal in der Hofpause aufgesucht und erst zur Mittagspause wieder verlassen wurden, um auf diese Weise für unnötig erachteten Sportunterricht aus dem Weg zu gehen, würden ein kleines Heftchen füllen.
    Wenn man bedenkt, dass die Anlagen in dem Haus über eine Sicherung bestehend aus einem Nagel und Silberpapier liefen, ist es noch immer ein kleines „Wunder“, dass die Hütte nie in Flammen aufging. ;)

  12. HinzundKunz
    13. Januar 2016 um 03:37

    @Anton Launer Ist spät geworden … mit oben, ist natürlich mein Kommentar unter dem Video der Playlist gemeint … „Dresden-Neustadt 1991 – Tei 3 (Alaunstraße, Hinterhöfe, OMS;)“

  13. Andreas
    13. Januar 2016 um 11:50

    Welche Fragen und Themen wurden denn während der Veranstaltung in der Diskussion aufgegriffen? Konnte leider nicht kommen.

    • 13. Januar 2016 um 12:00

      Hallo Andreas, viel Diskussionsbedarf bestand nicht, es wurde ein bisschen über die Immobilienentwicklung gequatscht, aber im Wesentlichen wollten die Leute wohl lieber meine Geschichten hören.

  14. Andreas
    13. Januar 2016 um 12:27

    Danke.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

linie