Wo ist der Canaletto-Blick geblieben?

Der Canaletto-Blick ist weg. Genauer gesagt, der Rahmen der den Blick des Betrachters für die historische Bedeutung des Platzes schärfen soll. Mit dem roten Rahmen war die Stelle am Elbufer markiert von der aus das berühmte Bild des des Canaletto genannten Malers Bernardo Bellotto entstand. Der Rahmen befand sich am Elberadweg, ein kleines Stück westlich der Augustusbrücke.

Der Canaletto-Blick ist weg.

Die riesige Staffelei ist weg.

Mitte Dezember wurde der rote Rahmen demontiert. Verantwortlich für die Demontage ist die Volkshochschule Dresden. Der riesige rote Rahmen sollte eine Staffelei darstellen. Und gibt genau den Ausschnitt auf das Elbufer frei, wie es Canaletto um 1748 gezeichnet hat. Die Staffelei vor dem Gartenhaus des Hotel Bellevue war Teil eines Kunstprojektes der Volkshochschule Dresden. Aufgrund von Verwitterung u. Abnutzung an der Staffelei und dem umliegenden Gelände, sollte diese nun entfernt werden.

Doch Christian Wolf, der Verwaltungsleiter der Volkshochschule startete im Oktober eine Crowdfunding-Aktion zum Erhalt der Staffelei. Etwas mehr als 20.000 Euro wurden eingesammelt und nun wird die Staffelei saniert, sie erhält aktuell einen neuen Lackanstrich. Ab Mitte Januar wird das Umfeld mittels Pflasterung bzw. Natursteinplatten erstmals befestigt. Anschließend soll die Staffelei wieder aufgestellt werden, sie wird voraussichtlich ab Ende März 2016 wieder zu sehen sein.

Weitere Infos zum Canaletto-Blick und der Staffelei

Danke an Tino für das Foto.

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2 Kommentare für “Wo ist der Canaletto-Blick geblieben?

  1. Alraune
    27. Dezember 2015 um 16:25

    für 20.000 € hätte ich sie sogar vergoldet

  2. turbulent
    28. Dezember 2015 um 07:16

    Nun war ja dieser Maler kein unbekannter, soll sogar eine richtige Berühmtheit gewesen sein und wohl heute noch.

    Zu Recht setzt man ihm ein Denkmal, in diesem Fall eine Staffelei aus Stahl, jene für meine Begriffe nicht sehr lange durchgehalten hat.

    Wenn man dem Munkeln seinem Glauben schenken darf, soll diese Stahlkonstruktion im Original nach Aufarbeitung wieder aufgestellt werden.

    Einen Aussichtspunkt bzw. ein Bild durch einen Rahmen zu begrenzen, das hat sich der Maler so nicht gedacht. Und das ist auch nur sehr bezeichnend und begrenzt für dessen Geist der jenen schuf ;-)

    Eine Schande für ihren/seinen Namensträger. Meine Begriffe für Originell liegen da wohl auf einer anderen Ebene ;-)

    Ähnliche Gestelle stehen zu Hauf hier in Dresden. Was für ein Unsinn unsere schöne Stadt mit solchen Unsinn zu verschandeln.

    Wenn man dem Maler schon ein Denkmal setzt, dann ist ein Abbild vom Original-Canaletto-Blick aus Stein, Kupfer oder Edelstahl für meine Begriffe etwas dezenter und schöner. So etwas lässt sich bestimmt heute mit Lasertechnik preiswert herstellen.

    Die Aussichtsplattform gibt es ja nun schon … und sieht bis auf den Rasen und die dummerweise falsch hingestellte Bank eigentlich ganz gut aus ;-)

    mfg tt

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