Mit dem Bus übern Bischofsweg

Haltestelle der Linie 74 an der Marienallee

Haltestelle der Linie 74 an der Marienallee

Heute Abend treffen sich die Ortsbeiräte. Unter anderem geht es auch um das sperrige Thema „Neukonzessionierung der Straßenbahn- und Buslinien“. Kurz gesagt sollen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) weiterhin die Bus- und Bahnlinien betreiben, außerdem werden die geplanten Änderungen in den nächsten Jahren vorgestellt. Nun haben sich SPD, Grüne, Linke und Piraten (RGRO) spontan mit einem Wunsch für die Neustadt zu Wort gemeldet. Die Buslinie 74 soll verlängert werden.

Derzeit sind die Busse mit der Nummer 74 auf der ziemlich kurzen Strecke zwischen dem Jägerpark und der Marienallee unterwegs. Dort wendet der Bus und fährt über die Arno-Holz- und die Stauffenbergallee wieder zurück zum Jägerpark. Damit ist die „74“ eigentlich nur ein Zubringer für die „64“, die zwischen Reick und Kaditz pendelt und so nebenbei die Neustadt mit dem Uniklinikum und dem Großen Garten verbindet.

In dem Ergänzungsantrag von RGRO wird nun vorgeschlagen, den Jägerpark mittels eines Quartierbusses besser anzubinden. „Die Forderung nach einer attraktiveren öffentlichen Verkehrsanbindung des Jägerparks an die Äußere Neustadt wird seit Ende der 90er Jahre diskutiert“, erklärt Tina Siebeneicher, grüne Ortsbeirätin. SPD-Ortsbeirat Christoph Meyer ergänzt: „Schnelle und unkomplizierte Verbindungen ins Zentrum – das brauchen die Leute im Jägerpark.“ Die Linken-Ortsbeirätin Annegret Gieland verweist auf die im Jägerpark untergebrachten Flüchtlinge, die auf eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz angewiesen seien.

Wie die Verbindung genau aussehen könnte, steht in dem Antrag nicht, aber Meyer könnte sich vorstellen, dass die Buslinie dann über den Bischofsweg bis zum Bahnhof Neustadt verlängert wird. Die Anwohner der Marien-Allee, die wegen des durch die Waldschlösschenbrücke induzierten Schleichverkehrs ohnehin schon dauernd demonstrieren, werden sich freuen. Für alle anderen könnte das eine interessante Verbindung sein. Vor allem für Neustadt-Kids, die in die Grundschule am Jägerpark pendeln.

Derzeit wendet der Bus dann über die Arno-Holz-Allee

Derzeit wendet der Bus dann über die Arno-Holz-Allee

linie

7 Kommentare zu “Mit dem Bus übern Bischofsweg

  1. _
    15. Juni 2015 at 16:43

    So nen Bus ist mir lieber als dutzende Autos.
    Über ein vernünfiges Konzept für die Beseitigung des Durchgangsverkehrs auf Marien-Allee und Bischofsweg würde ich aber mehr freuen.

  2. S. Ebnitzer
    16. Juni 2015 at 05:41

    Eine Direktverbindung zum Bahnhof Neustadt vermisse ich schon lange.
    Mit Umsteigen lohnt es sich zeitlich nicht.

  3. 16. Juni 2015 at 10:01

    Jetzt noch Busse über die Forststraße zu schicken wird ganz sicher zur Beruhigung des Viertels beitragen…

  4. Vorbeifahrer
    16. Juni 2015 at 12:50

    Den Bus jetzt auch noch über die Forststrasse holpern zu lassen halte ich für eine ausgesprochen dumme Idee.
    Zumal die DVB, mit der Begründung, dass die Straße zu schlecht für ihre Busse sei, das Befahren der Stauffenbergallee westlich der Königsbrücker ablehnt.

  5. Fidel
    16. Juni 2015 at 15:26

    Es hat sich gestern im OBR Neustadt erneut gezeigt, dass die Wünsche des OBR nicht (auf Anhieb) mit den gesetzlichen Anforderungen (EU-Vergaberechte uvm.) in Einklang zu bringen sind.

    Jahrelange Planungen der DVB sind nicht durch Wünsch-Dir-was des OBR Neustadt zu ersetzen.

    Im Gegensatz zu den Wünschen der Ortsbeiräte (in allen Stadtteilen) ist der #staDDrat tatsächlich berechtigt Prüf(!)-Aufträge an die Stadtverwaltung zu richten. Diesen demokratischen Weg wollen viele der Neustädter Ortsbeiräte nicht wahrhaben/akzeptieren. Unter anderem deshalb kommt es immer wieder zu Verzögerungen, die dann aber wieder der „bösen“ Stadtverwaltung (und der DVB) in die Schuhe geschoben werden sollen.

    Eine Politik, die sich nicht in einem Mindestmaß an der Realität und den Gesetzen orientiert, darf sich nicht wundern, wenn es dann nicht so kommt, wie man es gerne hätte.

    Utopien & Ideen, so abwegig sie auf den ersten Blick auch scheinen, sind wichtig, aber sie müssen an/ab einem gewissen Punkt auch den Abgleich mit der Realität aushalten und bestehen.

    Ich würde mir wünschen, dass (sie meist sehr fundierten) Stellungnahmen der Verwaltung (inkl. städtischer Gesellschaften wie DREWAG, DVB uvm.) öfter den Weg in die Öffentlichkeit finden würden.

    Das könnte die Politik mit ihren teilweise unrealistischen Forderungen etwas „zähmen“ und einen Beitrag zur Stärkung der repräsentativen(!) Demokratie leisten.

  6. Fotzibär
    16. Juni 2015 at 18:18

    Ich hab IHN heut gesehen!!! Auf dem Rad fuhr er durch die Neustadt, wie ein ganz normaler Mensch!!! WER??? Der berühmte Jan Frintert!

    PS: Um ein Autogramm zu betteln hab ich mich trotzdem ni getraut

  7. anni
    16. Juni 2015 at 21:05

    ein polternder Bus durch den Bischofsweg und die enge Wohngegend. Brauchen wir so überhaupt nicht!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

linie