Anti-G7-Demo aufgelöst

Gestern Abend gab es in der Dresdner Neustadt eine spontane Anti-G7-Demo. Wie die Polizei heute meldet, war auf der Rothenburger Straße kurz nach 21 Uhr eine Gruppe von etwa 50 Personen unterwegs. Die zum Teil vermummten Personen liefen nach Angaben der Polizei in Richtung Bautzner Straße und trugen ein Plakat mit G7-Bezug. Eine Versammlungsanzeige lag nicht vor.

Wie ein Beitrag des Morgenpost-Reporters Stefan Ulmen zeigt, zog die Demo später wieder in die andere Richtung. Die Polizei berichtet, dass aus der Gruppe heraus Feuerwerkskörper gezündet wurden. Zudem kam es zu Tätlichkeiten gegenüber den Beamten. Anschließend flüchteten die Personen. Einsatzkräfte konnten drei Dresdner Frauen im Alter von 17, 23 und 25 Jahren sowie vier Männer aus Dresden und Leipzig im Alter von 17, 25, 29 und 34 Jahren stellen. Sie wurden in Gewahrsam genommen. Zwischenzeitlich wurden alle sieben wieder entlassen. Ihnen wurde bis Freitagabend ein Aufenthaltsverbot ausgesprochen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Verdacht des Landfriedensbruchs, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen. Wie die Linksjugend, der Jugendverband der Partei „Die Linke“, auf ihrer Facebook-Site mitteilt, gab es in der Folge des Polizeieinsatzes auch Polizeikontrollen vor der Wir AG am Martin-Luther-Platz.

Hintergrund: Heute Abend beginnt in der Dresdner Frauenkirche das Treffen der G7-Finanzminister und Notenbank-Gouverneure. Aus diesem Grund wurden weite Teile der Innenstadt zum Sicherheitsbereich erklärt und um das Tagungsgelände ein Zaun geschlossen. Dieser Bereich kann während des Treffens nur mit akkreditierten Fahrzeugen befahren werden. Dies betrifft im Detail das Gebiet, welches die Sophienstraße, den Theaterplatz, den Schloßplatz, die Augustusstraße, die Schloßstraße sowie die Kleine Brüdergasse umschließt. Für Fußgänger und Radfahrer bleibt dieser Bereich hingegen weiterhin nutzbar.

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