Backpfeife von grünem Ortsbeirat

Die Bodyguards konnten die Ohrfeige nicht verhindern.

Die Bodyguards konnten die Ohrfeige nicht verhindern.

Am Rande der Elberadweg-Wegbagger-Aktion hat sich der grüne Ortsbeirat und Anwalt Michael T. offenbar zu einer Gewalttätigkeit hinreißen lassen. Wie mehrere Medien (unter anderem die Dresdner Neueste Nachrichten und die Sächsische Zeitung) berichten, bekam die Investorin Regine Töberich eine Backpfeife mitten ins Gesicht.

Töberich hat inzwischen Strafanzeige bei der Polizei gestellt. Auf Bildern in der Sächsischen Zeitung und Bild Dresden ist der Ortsbeirat klar zu erkennen. Laut Bild-Zeitung sagte der Grünen-Politiker noch vor Ort: „Ich werde meine Konsequenzen für Partei und Amt ziehen.“

Auch auf der Facebook-Site von Regine Töberich wird der Name des Angreifers veröffentlicht und erklärt, dass sich die Investorin nach der Attacke zur Untersuchung und Behandlung in ein Krankenhaus begeben musste.

Das Ordnungsamt kontrollierte heute Morgen die Absperrung und drehte dann zügig wieder ab.

Das Ordnungsamt kontrollierte heute Morgen die Absperrung und drehte dann zügig wieder ab.

Vor Ort wurden inzwischen Warnschilder aufgestellt. An der Einmündung zur Eisenberger Straße steht ein Durchfahrt-Verboten-Schild, ein Absperrzaun wurde auf die Wiese geworfen und ein Radweg-Umleitungsschild liegt im Gras. Die meisten Radfahrer und Spaziergänger suchten am Morgen einen Weg über die Wiese an der Abbruchstelle vorbei.

Inzwischen hat sich auch der ADFC Dresden zu Wort gemeldet und fordert die schnellstmögliche Wiederherstellung des öffentlichen Weges. „Wir sind entsetzt, dass jemand einen öffentlich gewidmeten Weg, der täglich von Tausenden genutzt wird, einfach wegbaggert.“ meint Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC. „Wir erwarten, dass innerhalb kürzester Zeit zumindest eine Behelfsreparatur durchgeführt wird. Vor allem auch, weil die mögliche Umleitung über die Leipziger Straße mit ihrem starken Autoverkehr ein hohes zusätzliches Risiko bedeutet.“

Eigentum verpflichtet - die Zettel tauchten schon gestern Abend auf.

Eigentum verpflichtet – die Zettel tauchten schon gestern Abend auf.


Nachtrag
Wie die Pressestelle der Stadt am Nachmittag mitteilt, hat die Landeshauptstadt Dresden heute Strafantrag gegen Regine Töberich, geschäftsführende Gesellschafterin der DresdenBau Projekt Marina City GmbH und gegen Unbekannt beim Polizeirevier Dresden-Nord gestellt. Der Strafantrag wurde mit Sachbeschädigung und einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr begründet. Frau Töberich hat mehrfach in der Öffentlichkeit geäußert, den Elberadweg, der über ihr Grundstück verläuft, beseitigen zu lassen, falls die Landeshauptstadt Dresden ihr kein Baurecht im gewünschten Umfang erteilt.

Daraufhin hat die Stadtverwaltung am 27. März 2015 einen Unterlassungsbescheid erlassen und der DresdenBau Projekt Marina Garden GmbH aufgegeben, jegliche Handlungen zu unterlassen, die die Benutzung des Elberadwegs erschweren oder verhindern. Ungeachtet dessen hat Frau Töberich gestern die Zerstörung des Elberadwegs beauftragt und durchführen lassen. Gegenüber dem Anwalt der DresdenBau Projekt Marina City GmbH hat die Verwaltung bereits angekündigt, dass die Landeshauptstadt Dresden beabsichtigt, den Radweg wieder herzustellen. Die Kosten für die Wiederherstellung werden auf 12 000 bis 15 000 Euro. Sie werden der DresdenBau Projekt Marina Garden GmbH in Rechnung gestellt. Das angedrohte Zwangsgeld vom 5000 Euro wurde festgesetzt.

„Über das Verhalten von Frau Töberich sind wir verwundert“, erklärte Baubürgermeister Jörn Marx. „Frau Töberich hätte, wie in einem Rechtsstaat üblich, auf dem Rechtsweg ihre Position klären lassen können. Statt dessen schafft sie vollendete Tatsachen. Wir werden alles unternehmen, den Radweg so bald wie möglich wieder befahrbar zu machen“, so Baubürgermeister Marx weiter. Der Elberadweg ist für den öffentlichen Fahrrad- und Fußgängerverkehr öffentlich gewidmet (nach dem Straßengesetz für den Freistaat Sachsen). Diese Widmung ist bestandskräftig. Die Landeshauptstadt Dresden vertritt die Auffassung, dass diese öffentliche Widmung schwerer wiegt als die Kündigung des Gestattungsvertrags durch Frau Töberich. Die öffentliche Widmung wirkt fort, selbst wenn der Gestattungsvertrag enden sollte.

Das Bauaufsichtsamt nahm heute eine erneute Ortsbesichtigung vor. Es stellte fest, dass die Gebäudeteile, von denen bei einem widerrechtlichen Betreten Gefahren ausgehen könnten, wirksam abgesperrt sind. An einer Stelle wurde der Absperrzaun offenbar in letzter Zeit wieder gewaltsam aufgerissen. Die DresdenBau Projekt Marina Garden GmbH sagte zu, hier kurzfristig Abhilfe zu schaffen.

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58 Kommentare für “Backpfeife von grünem Ortsbeirat

  1. 8. Mai 2015 um 08:18

    das sind doch mal handfeste Konsequenzen :D

  2. proleteus
    8. Mai 2015 um 08:31

    eine Frau schlagen! widerlich! unfassbar ! unerträglich !

  3. Alraune
    8. Mai 2015 um 08:46

    Hoffentlich werden jetzt die Stadträte mal munter und das Rathaus.
    Obwohl ich auch mit dem Rad da lang muß, finde ich es klasse, dass hier mal jemand zeigt, dass man so mit dem Bürgen nicht umgehen kann.

  4. sylvia
    8. Mai 2015 um 08:49

    Popcornkino vom Feinsten…

  5. studi
    8. Mai 2015 um 08:55

    Bei allem Unverständnis über die Aktion der „Investorin“ geht das gar nicht, da muss man sich doch im Griff haben. Vielleicht sollte der gute Mann mal ein Antiagressiontraining besuchen.

  6. S. Ebnitzer
    8. Mai 2015 um 09:02

    Notwehr, Notstand oder so etwas.
    Mein Studium ist lange her…

  7. ML
    8. Mai 2015 um 09:13

    @S.Ebnitzer: Notwehr können Sie vergessen.

    Das Erschreckende daran ist, es ist ein Spiegel unserer Gesellschaft; ein Zeichen unserer immer schlechter werdenden Umgangsformen und unsere fehlende Konfliktfähigkeit.

    Wir alle sind unter entsprechenden Umständen dazu fähig!

  8. Jutta
    8. Mai 2015 um 09:35

    warum braucht Frau Töberich Bodyguards, war sie sich ihrer unmöglichen Maßnahme schon vorher bewußt?

  9. nike
    8. Mai 2015 um 09:36

    Was für eine Posse! Auf unmögliches Handeln folgt noch unmöglicheres..

    Da sich Frau Töberich aber nun schon als Top Gun kostümiert, hätte ich eher gedacht sie legt sich ein Schnitzel auf die Wange..

  10. toto
    8. Mai 2015 um 09:52

    Das ist für mich ein Beispiel für die Befangenheit einiger Volksvertreter an der Situation.. Bitte das Mandat sofort niederlegen..

  11. Bernd
    8. Mai 2015 um 09:54

    Kommentar entfernt. Siehe Hausordnung. Aufruf zur Gewalt, Unterstellung und Beleidigung.

  12. Scoon
    8. Mai 2015 um 10:08

    @ML
    Auf der einen Seite gebe ich Ihnen Recht, auf der anderen Seite ist dies auch ein Beispiel dafür, wie Geld den Willen der Gemeinschaft brechen kann. Der Elberadweg wird von unzähligen Menschen genutzt und doch zu Gunsten weniger entfernt. Eine ganze Stadt muss sich dem Druck des Geldes beugen.

  13. S. Ebnitzer
    8. Mai 2015 um 10:15

    @ ML: „Früher“ wurden Probleme für gewöhnlich so gelöst. Es ist ein Urinstinkt, den man nicht aus dem Kopf bekommt. Man kann ihn unterdrücken, meistens wenigstens. Also die Meisten können es.

    Ich sehe das Problem zwischen Gesetzen, Recht(sempfinden) und Moral.

  14. Jim
    8. Mai 2015 um 10:16

    Wenn man sich einmal mit der Person Töberich befasst, dann kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln und resignieren, oder verzweifeln.
    Definitiv sehr unterhaltsam, wenn auch gleichzeitig traurig, dass es nun dazu gekommen ist.
    Ich schließe mich definitiv mit einer mentalen Backpfeife an und gebe dies auch gern zu. Bitte nicht falsch verstehen.

  15. Peter
    8. Mai 2015 um 10:21

    „warum braucht Frau Töberich Bodyguards, war sie sich ihrer unmöglichen Maßnahme schon vorher bewußt?“

    Steht im Artikel. Offensichtlich waren die Bodyguards angebracht, da manch ein Grüner Politiker wohl die Unversehrtheit eines Radwegs mehr schätzt, als die eines Menschen.

    Grüne sind und bleiben die schlechtesten Verlierer von allen.

  16. googlehupf
    8. Mai 2015 um 10:35

    „Notwehr, Notstand oder so etwas.“

    IANAL aber das halte ich für ziemlich hanebüchen, insbesondere Notwehr. Aber ich denke mal, du hast das eh nicht ganz ernst gemeint.

  17. 8. Mai 2015 um 10:44

    einerseits eine sehr schwache Leistung einfach den Radweg weg zu baggern (das ist eine Backpfeife an alle die jeden Tag darüber fahren – auch eine Form der Hilflosigkeit!), andererseits auch eine schwache Leistung der Politik hier nicht von vornherein Klarheit zu schaffen und auch für Investoren _ordentliche_ Bedingungen zu kommunizieren und durchzusetzen.

  18. Klaus
    8. Mai 2015 um 11:02

    schon lustig wie sich hier und generell die pegida-klientel mit frau töberich solidarisieren…

    ansonsten ist es wieder einmal ein lächerliches beispiel für diese provinzstadt wie es erst ein unfähiger stadtrat schafft, das problem nicht vorher zu lösen & einer unerträglichen investorin, die in keiner weise probiert das allgemeinwohl in ihre pläne zu integrieren…

  19. Zackbäm
    8. Mai 2015 um 11:06

    Ich schenke dem Artikel noch ein „aufgestellt“, was bei „Vor Ort wurden inzwischen Warnschilder.“ fehlt ;)

    • 8. Mai 2015 um 12:33

      Danke Zackbäm. Ich habs mal ergänzt.

  20. Manu
    8. Mai 2015 um 11:21

    Und genau diese „Umleitung über die Leipziger Straße“ fahren wir heute zusammen im Stile einer Critical Mass. Regelkonform zu zweit nebeneinander in der Gruppe durch Mickten und Pieschen. 16 Uhr geht es los am Elberadweg an der Uferstraße.

  21. googlehupf
    8. Mai 2015 um 11:21

    „schon lustig wie sich hier und generell die pegida-klientel mit frau töberich solidarisieren…“

    Woher weißt du denn, dass es generell die Pegidisten sind? Auf Basis des berühmten gesunden Volksempfindens oder Menschenverstands? :p

  22. S. Ebnitzer
    8. Mai 2015 um 11:26

    Es war ernst gemeint…
    …aber Rechtsgüter der Allgemeinheit sind nicht notwehrfähig und bei Notstand geht es um Sachen.
    Jetzt weiß ich es wieder, da ich recherchiert habe. :-P

  23. Ilka
    8. Mai 2015 um 11:32

    Als der Freiraum Elbtal noch Mieter des Grundstückes war, standen am Elberadweg eine Koppel mit Pony und ein Obstgarten sowie Naturholzstämme zum Rasten auf einer gemähten Wiese. Das fanden viele asozial.
    Ich frage mich, ist Frau Töberich wirklich besser? Vielleicht kann man Ihr Verhalten eher als asozial bezeichnen, da es Gemeingut zerstört.
    Nur mal kurz darüber nachdenken…

  24. Klaus
    8. Mai 2015 um 12:05

    @googlehupf: ich verlasse mich auf meine beobachtungen und meinen eigenen kritischen geist. damit bin ich bislang recht zielgenau erfassend durchs leben gekommen! :)

  25. Radfahrerin
    8. Mai 2015 um 12:05

    Frau Töberlich benimmt sich genau wie ein kleines Kind…!

    Wenn es nicht gemacht wird was sie will entscheidet sich nicht gegen der Staatsverwaltung sondern gegen ALLE Bürger, die den weg täglich benutzen: und die sind nicht nur Fahrradfahrer… es sind auch Renner, Skatefahrer, und ROLLSTUHLFAHRER!!!

    Sollen auch die Rollstuhlfahrer von dem Rollstuhl aussteigen wie sie es für den Fahrradfahrer vorgeschlafen haben Frau Töberlich???

    Ich frage mich ob man als Architekt in Deutschland nicht lernt ein Fahrradweg in einem Projekt einzubeziehen??? Wäre es so schwer den Fahrradweg in dem Projekt einzubeziehen?

    Also von meiner Seite eben ein mentalen Backpfeife! Ich war anwesend und ihre Rede klangt für mich wirklich wie Pegida…

  26. Susi
    8. Mai 2015 um 12:23

    @ Ilka: da gebe ich dir vollkommen Recht! Diese unerträgliche Person und ihre Ziele waren und werden nie sozial sein, sondern nur auf den eigenen Profit ausgerichtet! Bei Allem was da auch von Seiten der Stadt schiefgelaufen ist – diese Aktion ist ein Armutszeugnis für diese Frau und zeigt deutlich ihren Charakter.

  27. Steve
    8. Mai 2015 um 12:27

    Die Frau hat das alles verdient. Und die Zwei waren ‚bodyguards‘? lächerlich.

  28. HinzundKunz
    8. Mai 2015 um 12:43

    @proleteus
    Hätte man erst auf eine mutige Frau warten sollen? Beate Klarsfeld hatte wohl gerade keine Zeit! Ich sage, es war sicher eine unglückliche, aber mehr als nachvollziehbare emotionale Reaktion auf die Arroganz des Geldes. Dass die FDP öffentl. Empörung zeigt, wundert auch nicht, wohnen die doch quasi im Anus des Kapitals. Es ist doch so, genau wie diese Frau es hier im kleinen vorführt, läuft es auch im ganz großen Spiel der Wirtschaftspolitik.
    Ich weiß gar nicht gegen wie viele Verordnungen und Paragrafen die Frau damit verstoßen hat. Selbst die Baggerfahrer dürften aus der Nummer nicht raus sein. Bloß weil denen jemand sagt, der Weg muss weg, dürfen die doch nicht einfach loslegen, oder?

  29. _
    8. Mai 2015 um 13:58

    Gehauen wird nicht! Auch wenn sie es sowas von verdient hat.
    Stellt sie sich doch als wahrhaft schlechte Verliererin dar. Da das Projekt ja eh schon hinfällig geworden ist und (nach der Aktion) ihre Firma nun wohl auch den Bach runter gehen wird, können wir ja mal auf bockig umstellen und den Radweg wegbaggern.

    Wer kennt sich eigentlich mit Recht und Gesetz aus? Waren denn die „eingeladenen“ Damen und Herren der Presse und auch die Baggerfahrer nicht verpflichtet die geplante Straftat der Polizei zu melden? Und warum kam diese erst als alles schon vorbei war?

    So un nun mal ein Blick in die Zukunft.
    1. Wird der Ulbricht wieder aus irgendeiner Ecke hervorkommen und irgendeinen schmalzigen Spruch loslassen.
    2. Demnächst ist da wieder Asphalt drauf.
    3. Wird die dort sicher nichts bauen.

  30. 8. Mai 2015 um 14:13

    Nachtrag
    Wie die Pressestelle der Stadt am Nachmittag mitteilt, hat die Landeshauptstadt Dresden heute Strafantrag gegen Regine Töberich, geschäftsführende Gesellschafterin der DresdenBau Projekt Marina City GmbH und gegen Unbekannt beim Polizeirevier Dresden-Nord gestellt. Der Strafantrag wurde mit Sachbeschädigung und einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr begründet. Frau Töberich hat mehrfach in der Öffentlichkeit geäußert, den Elberadweg, der über ihr Grundstück verläuft, beseitigen zu lassen, falls die Landeshauptstadt Dresden ihr kein Baurecht im gewünschten Umfang erteilt.

    Daraufhin hat die Stadtverwaltung am 27. März 2015 einen Unterlassungsbescheid erlassen und der DresdenBau Projekt Marina Garden GmbH aufgegeben, jegliche Handlungen zu unterlassen, die die Benutzung des Elberadwegs erschweren oder verhindern. Ungeachtet dessen hat Frau Töberich gestern die Zerstörung des Elberadwegs beauftragt und durchführen lassen. Gegenüber dem Anwalt der DresdenBau Projekt Marina City GmbH hat die Verwaltung bereits angekündigt, dass die Landeshauptstadt Dresden beabsichtigt, den Radweg wieder herzustellen. Die Kosten für die Wiederherstellung werden auf 12 000 bis 15 000 Euro. Sie werden der DresdenBau Projekt Marina Garden GmbH in Rechnung gestellt. Das angedrohte Zwangsgeld vom 5000 Euro wurde festgesetzt.

    „Über das Verhalten von Frau Töberich sind wir verwundert“, erklärte Baubürgermeister Jörn Marx. „Frau Töberich hätte, wie in einem Rechtsstaat üblich, auf dem Rechtsweg ihre Position klären lassen können. Statt dessen schafft sie vollendete Tatsachen. Wir werden alles unternehmen, den Radweg so bald wie möglich wieder befahrbar zu machen“, so Baubürgermeister Marx weiter. Der Elberadweg ist für den öffentlichen Fahrrad- und Fußgängerverkehr öffentlich gewidmet (nach dem Straßengesetz für den Freistaat Sachsen). Diese Widmung ist bestandskräftig. Die Landeshauptstadt Dresden vertritt die Auffassung, dass diese öffentliche Widmung schwerer wiegt als die Kündigung des Gestattungsvertrags durch Frau Töberich. Die öffentliche Widmung wirkt fort, selbst wenn der Gestattungsvertrag enden sollte.

    Das Bauaufsichtsamt nahm heute eine erneute Ortsbesichtigung vor. Es stellte fest, dass die Gebäudeteile, von denen bei einem widerrechtlichen Betreten Gefahren ausgehen könnten, wirksam abgesperrt sind. An einer Stelle wurde der Absperrzaun offenbar in letzter Zeit wieder gewaltsam aufgerissen. Die DresdenBau Projekt Marina Garden GmbH sagte zu, hier kurzfristig Abhilfe zu schaffen.

  31. M
    8. Mai 2015 um 14:26

    @proleteus: Wäre Gewalt gegen einen Mann etwa zu rechtfertigen gewesen?

  32. Krusty
    8. Mai 2015 um 14:31

    Liebe Frau Töberich,
    viel Spass beim Insovenzverfahren. Hat ja auch was mit Bewegung zu tun.

  33. Mekkafritze
    8. Mai 2015 um 14:31

    Endlich!
    Eine neue Pilgerstätte!
    Wo Welten aufeinander prallen!
    Wirds Gewitter geben!

    Wem ist eigentlich die Polizei verpflichtet?

    Mekkafritze

  34. Stefan
    8. Mai 2015 um 14:47

    Wenn es stimmt, dass der Mietvertrag für das Grundstück, auf dem Elberadweg läuft ausgelaufen ist, dann ist die ganze Diskussion hier müßig. Die Stadt Dresden hat es dann wohl eher pflichtwidrig unterlassen, den Elberadweg vom Eigentum der Frau T. zu entfernen. Wenn hier wirklich ein Mietvertrag im Hintergrund ist, dann sollte man auch besonnen genug sein, dass Thema Radweg von diesem Bauantrag in einer anderen Sache unabhängig zu betrachten. Nicht zwei Dinge unterschiedliche miteinader vermischen!!!
    Besonders lachen muss ich über so Sprüche wie „Eigentum verpflichtet“. Verpflichtetet wegen eines simplen, eigentlich reichlich unbedeutenden Radweges?? Absurd, der Frau T. wegen des Radweges eine Sozialpflichtigkeit ihres Eigentumes einreden zu wollen. Dies hat wohl auch die Stadt Dresden damals erkannt, als sie einen Mietvertrag schloss…

    Wenn ich so in den zurückliegenden JAhren über den Radweg spazierte, hab ich oft den Eindruck, dass man den Weg sowieso schließen muss. Denn es gibt einen Haufen rüchsichtsloser Radfahrer, die ernsthaft glauben der Weg sei ihre „Rennstrecke“ und denen es (mit Verlaub) schlichtweg wurscht ist, ob da ein Rollstuhlfahrer unterwegs ist oder nicht.

    Der Gipfel dieser ganzen „POSSE“, ist dann das Verhalten diese Grünen Ortsbeirates, der sich erlaubt auch noch Frau T. zu schlagen. Ist dieser Ortsbeirat eigentlich von Sinnen?
    Ich bin mal gespannt auf die örtlichen Grünen, ob sie ihn aus der partei wegen einer Gewalttat ausschließen.

    Wieso hab ich eigentlich das dunpfe unbestimmte Gefühl, dass die Stadtväter von Dresden einen gehörigen Anteil an dieser Eskalation haben? Ich hoffe mal, diese Angelegenheit geht vor GEricht und das Gericht zieht auch die Diskussiongrundlagen und Arbeitspapiere des Stadtrates hinzuzieht. Es wäre doch mal interessant zu wissen, ob der Stadtrat aus parteipolitischen Gruünden die eigene Verwaltung genötigt hat rechtswidrig zu handeln.

    Sollte kein Mietvertrag existent gewesen sein, dann dürfte es der Stadt dresden doch wohl ein leichtes Sein, dann sieht es anders aus…

  35. tom
    8. Mai 2015 um 14:58

    Die Ohrfeige war daneben, aber „zur Untersuchung und Behandlung in ein Krankenhaus begeben musste“ ist mindestens genauso daneben. Frau Töberich ging es blendend als sie das Areal verlassen hat.

    Selbst wenn die Kündigung des Gesattungsvertrages (das hat sie gemacht noch bevor sie überhaupt im Grundbuch als Eigentümerin eingetragen war) rechtens war. Im Vertrag stand wohl auch, dass sie der Stadt drei Monate Zeit geben muss um den Weg zu beseitigen.
    Der Weg hat Frau Töberich also nie gehört, sondern zu jedem Zeitpunkt der Stadt. Selbst wenn die Kündigung rechtens war, sind die drei Monate noch lange nicht um.
    Damit hat sie die Anzeige der Stadt wegen Zerstörung öffentlichen Eigentums und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr wirklich redlich verdient.

    Ich hoffe die Stadt repariert den Weg schnell.

  36. Licht
    8. Mai 2015 um 15:20

    Nein, ich habe mir all die Kommentare nicht durchgelesen, wohl aber folgenden Artikel vom 20.04.2015: „Die Wahrheit über den Elberadweg“… Guckst du hier:
    http://www.bild.de/regional/dresden/bauprojekte/die-wahrheit-ueber-den-elbradweg-40611202.bild.html

  37. Mekkafritze
    8. Mai 2015 um 15:23

    Ach so: Wo bleibt die WebCam? Besser noch die Liveübertragung auf CNN!?
    Muß arbeiten, kann erst später kucken kommen.

    Mekkafritze

  38. Arthur Dent
    8. Mai 2015 um 15:37

    Anstelle von Hochwassergutachten sollte mal ein Psychologisches erstellt werden. Es ist ja wohl nicht normal, dass eine Person eine ganze Stadt erpressen und terrorisieren kann. Andere „Investoren“ haben auch so ihre Probleme mit der Stadt. Wenn die jetzt alle anfangen am Rad zu drehen wirds finster im Elbtal. Sie sind aber klug genug zu erkennen, dass solche Aktionen nichts bringen. Frau Töberich hat damit vollends verkakkt. Bleibt ihr nurnoch weiter mit Herrn Simmel am Albertplatz zu bauen. Hoffentlich gehts genauso den Fluss runter. Mentale Ohrfeige: +++

  39. Mekkafritze
    8. Mai 2015 um 15:49

    Sagt mal, wo ist die nächste Baggerfahrschule?
    Ich will auch was wegreißen!
    Hab bloß gerade keine Idee, was zuerst?

    Mekkafritze

  40. HinzundKunz
    8. Mai 2015 um 16:09

    @Licht
    Ist das jetzt Satire?

  41. tom
    8. Mai 2015 um 16:09

    @Anton: Ok, dann waren’s zwei Monate.

    Aber was ist der Kündigung an sich? War diese denn nun rechtens oder nicht? Sie hat die Kündigung an Stadt ja schon erteilt, da stand sie noch nichtmal im Grundbuch als Eigentümerin drin.

    Kündigung 6. Februar, Grundbucheintrag 25. März:
    hier

    • 8. Mai 2015 um 17:37

      Bin ich überfragt, ich bin überhaupt erstaunt, dass so viele hier glauben, die Rechtslage beurteilen zu können.

      Denke, die Kündigung war rechtens, hebt aber die öffentliche Widmung nicht auf. Auch wenn der Vertrag Gegenteiliges aussagt. Aber ich bin weder Anwalt noch Richter. ;-)

  42. selber biker
    8. Mai 2015 um 16:53

    …mich wundern bei so manchen Kommentaren, wie leicht sich einige tun, über das Eigentum anderer verfügen zu wollen…
    …das ist das Grundstück von Frau T., sie hat investiert, hat abgewartet bis bestehende Mietverträge ausgelaufen sind und möchte nun wie einst erwogen, ihr Vorhaben fortsetzen, was ist daran verwerflich…?
    …das was RotRotGrün vorhat, kommt einer Enteignung gleich, man hätte das wohl klären können, wenn man bei RotRotGrün Investoren ernst nehmen würde und sich von Arroganz und Größenwahn lösen könnte…
    …dann hätte Frau T. nicht zu dieser Maßnahme greifen müssen und wir könnten alle weiter am Elbradweg radeln…
    …mit Nachdenken kommt man vielleicht darauf, dass es wie so oft eine unpopuläre Ursache gibt, das hier ist die AusWirkung…

  43. bautzner
    8. Mai 2015 um 17:03

    Den Fehler, der dazu führte, dass es überhaupt zu dieser verfahrenen REchtssituation kommen konnte, hat vor Jahren der damalige Stadtrat gemacht. Die sinnfreie Rede vom ‚rotgrünrot versifften Stadtrat‘, die man allenthalben liest, ist sachlich falsch. Wenn es gerichtlich festgestellt werden sollten, das Töberich das öffentlich gewidmete aber private GRundstück rechtens bearbeitet hat, dann wirft das kein schlechtes Licht auf den derzeitigen Stadtrat – allerhöchstens dessen schlechte gegenwärtige Kommunikation – sondern die CDU. Die Entscheidung zwischen Allgemeinwohl (Radweg) und Luxuswohnungen fiel damals offenbar bedenkenlos zugunsten letzterem. Investoren hatten und haben in DD den Vorrang vor öffentlichen Interessen.

  44. Arthur Dent
    8. Mai 2015 um 18:31

    @ selber biker: glaubst du wirklich was du schreibst? Die Töberich hätte das nicht machen müssen. Es gibt andere Wege das zu klären. Sie ist selber schuld an ihrer Situation. Eine bestehende Baugenehmigung für den oberen Teil ihres Geländes hat sie auslaufen lassen, weil sie gierig wahr und alles wollte. Es gab genug Gesprächsangebote seitens des Vereins und kommunaler Politiker und der Stadt. Eine Lösung wäre möglich gewesen, hätte Frau Töberich nicht so eine reaktionäre Lebenseinstellung. Und wie Bürgerfeindlich und Asozial ist es denn, eigene Frustration und Unzulänglichkeit einer ganzen Stadt aufzubürden.

  45. Zschertnitzer
    8. Mai 2015 um 20:53

    Bezeichnend für die Entwicklung des Klimas in Dresden. Die selbstgerechten, realitätsfernen Linken und Grünen haben großen Anteil daran. Leider ist keine Besserung in Sicht. Wird wohl Zeit dieser Stadt den Rücken zu kehren. Schade eigentlich, war mal ganz schön hier, aber die Stadt wird wohl auf lange Sicht den Bach runtergehen.

  46. Dom
    8. Mai 2015 um 23:44

    Junge Dred für Dresden…

  47. nepumuk
    9. Mai 2015 um 00:41

    @Zschertnitzer: nur drei Kommentare vor dir steht bereits die Lösung deiner Uninformiertheit.

    Auch sonst viel Wirres in den meisten Kommentaren.

    Nur 2 Dinge:
    1) Sollte Töbi nicht zahlen, wird es als Grundschuldlast auf ihr Grundstück gelegt, welches dann altlastbehaftet ist.

    2) Das Vorkaufsversäumnis könnte schönes OB-Wahlthema werden: Es sollte dringend Akteneinsicht in den Vorgang (Stadträte dürfen das) genommen werden. Dort stehen die Stellungnahmen der Beteiligten: a) Liegenschaftsamt, b) Umweltamt, c+d)SPA und STA. Welche Stellungsnahme machte in der Abwägung das Rennen und warum? Thats all. Die verantwortlichen Unterzeichner der Geschäftsbereiche sind allein BM Vorjohann (CDU) – Liegenschaften, BM Hilbert (FDP) – Umwelt und BM Marx – SPA+STA. Einer von den Dreien trägt die Verantwortung. Sollte es wegen Uneinigkeit auf dem Schreibtisch der OB gelandet sein, wars Orosz oder – da häufig vertretend – wiederum Herr Hilbert (als Vize-OB).

    Hätt ne Menge Ärger vermieden. Ist doch ein schönes Wahlkampfthema.

    Ansonsten auch von mir: eine Watschn für Karline Kulleraug – besser noch zwei zünft’ge Watschn. Vollstes Verständnis für Herrn T., einem der wenigen Helden des oft funktionsjackig-waschlappigen Auditoriums. Wer ihn persönlich kennt weiß, daß er sonst gänzlich anders ist, sich ehrenamtlich sehr engagiert sowie sich stets um ausführliche Sachkenntnis bemüht.

  48. hansi
    9. Mai 2015 um 09:08

    Hallo,
    deutlichst erkennbar wenn sich Rot /Rot/Grün die Maske vom Gesicht reißt ! So wie in diesem Fall wurden zu DDR Zeiten den Menschen welche anderer Meinung und Auffasung waren gedemütigt und deren Rechte verletzt. Ja es sind in meinen Augen deutliche Parallelen zu einer Partei vor 1945 in Deutschland erkennbar.Der Bürger muss erkennen das diese Parteien niemals demokratisch an Lösungen orintiert sein werden so lang sie keinen eigenen Nutzen davontragen. Ferner sieht man dies bei Demos ihrerr Anhänger die immer in Gewalt und Zerstörung anderem Eigentums enden !!! Es kann klar festgestellt werden das diese von ehemaligen Parteimitgliedern der SED in Dresden unterwanderten Partein RotRot Grün in keinem Falle weiterhin an der kommunalpolitischen Regierung bleiben dürfen….

  49. 9. Mai 2015 um 10:30

    Also, das Rätselraten hat ein Ende. Es sollte nun klar sein das die Töberich für diesen Schaden zahlen muß. Einfach weil sie den falschen Teil weg gebaggert hat der Ihr nicht gehört (Achtung, Links zu MoPo & Bild). Gibt sie ja nun auch selber zu:

    https://mopo24.de/Home#!nachrichten/elberadweg-stadt-flickt-elberadweg-wieder-zusammen-6880

    http://www.bild.de/regional/dresden/elbe/dramatische-wende-nach-abriss-eklat-am-elberadweg-40881766.bild.html

    Mit so schönen Details in der Bild wie:

    „Bei der Übertragung der Grundstücksgrenzen auf die Google Map Karte, die als Arbeitsgrundlage für den Abriss des 59 m langen auf unserem Grundstück verlaufenden Teiles des Elbradweges dienen sollte, ist ein Fehler unterlaufen“

    Töberich: „Ich übernehme die Kosten und die volle Verantwortung. Ich werde aber weitermachen und nicht aufhören.“

    Tja, hätte sie mal das Geld vorher lieber in professionelle Werkzeuge gesteckt und sich nicht auf Google Maps und Copy&Paste verlassen…

  50. Hans
    9. Mai 2015 um 10:43

    In der Stadt herrschen seit Jahren undurchsichtige Strukturen. Es kommt einen ganz schön mafiös vor. Vielleicht hat die Geschädigte nicht genügend Schmiergeld gezahlt um eine Genehmigung zu bekommen.

  51. spacke
    9. Mai 2015 um 11:02

    @ hansi „… Ferner sieht man dies bei Demos ihrerr Anhänger …“ – alles klar mein Föhrer!

  52. 9. Mai 2015 um 11:19

    @Anton

    war mir schon klar das da noch was „offizielles“ von Dir kommt. Aber ich konnte einfach nicht widerstehen 8-):

    Man steht so auf und liest beim Morgenkaffee die Meldungen die so an einem vorbei tickern. Dann denk ich so bei mir, das ich doch mal mit dem abendlichen saufen (im Freundeskreis, bei Geburtstagen etc. möchte ich betonen) aufhören sollte weil sich die Realität selbst 8h später noch so seltsam daneben anfühlt.

  53. 9. Mai 2015 um 11:32

    @Hans

    naja, mafiöse Strukturen. Die mag es auch geben. Die verhalten sich aber normalerweise intelligenter (da die Strafe der Entdeckung und damit versiegen des Geldflusses droht).

    Nach meinen persönlichen Eindruck ist Dresden stark in 2,3… Gruppen gespalten die sich regelrecht nihilistisch gegenüberstehen. Lieber sich selber schaden und verbrannte Erde hinterlassen als dem „Gegner“ auch nur einen vermeintlichen positiven Punkt zuzugestehen. Diese Gruppen wählen dann auch genau diese Politker die wir hier in Dresden haben. Da beobachte ich üblicherweise Null Verständnis für das Gegenüber, kein Zurückstecken oder Kompromissbereitschaft (allenfalls kosmetischer Natur) oder auch nur der Wille es auch nur anders zu versuchen als der eigene Nischel es will: weil man selber ja die Weisheit mit Löffeln gefressen hat.

    Damit erkläre ich mir den Dresdner Desaster-Record (Wiener Loch, Waldschlößchenbrücke, „Disneyland“ im barocken Neumarkt-Umfeld, Pegida, die Possen rund um die BRN, 13.Feb. und nun Marina Garden – um nur die größeren Brocken zu nennen.

    In den anderen größeren Städten die ich so kenne sehe ich dieses Verhalten nicht sooo extrem.

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