Am Prießnitzbad

Priessnitzbad mit Schankwirtschaft

Priessnitzbad mit Schankwirtschaft

Roland hat mir eine Postkarte geschickt. Sie zeigt das Restaurant zum Prießnitz-Bad. Die Postkarte ist etwa 115 Jahre alt, abgestempelt am 3. Juni 1900. Zu der Zeit begann die Äußere Neustadt gerade zu erblühen, die meisten Häuser hier im Viertel sind um die Jahrhundertwende entstanden. Doch wo befand sich nun dieses ominöse Bad.

In der Geschichte des Stadtteilhauses ist zu lesen, das der Prießnitz in vergangenen Jahrhunderten heilkräftige Wirkung zugeschrieben wurde, weshalb sich im Laufe der Zeit mehrere Bäder entlang des Baches breit machten. Etwa das „Linckesche Bad“ an der Prießnitzmündung, oder das „Louisenbad“ am Ostende der Louisenstraße und am Rande der Heide an der Bischofswerder Straße gab es seit 1831 das Prießnitzbad. Also in etwa an der Stelle, an der sich heute die evangelische Christengemeinde „Elim“ befindet. Im Hintergrund kann man noch schön die Türme der Militärbauten der Albertstadt sehen.

Priessnitzbad um 1870

Priessnitzbad um 1870

Laut der gewöhnlich gut informierten Website dresdner-stadtteile.de bestand das Bad bis 1875. Das klingt plausibel, da die Prießnitz im darauffolgenden Jahr von einem schweren Hochwasser heimgesucht wurde. Es scheint dann allerdings wieder aufgebaut worden zu sein. Denn die hier abgebildete Karte wurde im Jahr 1900 abgestempelt. Eine etwas ältere Ansichtskarte vom Prießnitzbad von 1896, findet sich auch noch im Netz und im Dresdner Stadtplan von 1899 ist das Priessnitzbad auch noch eingezeichnet.

Abgestempelt am 3. Juni 1900

Abgestempelt am 3. Juni 1900

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19 Kommentare zu “Am Prießnitzbad

  1. Schrulle
    4. Februar 2015 at 14:23

    War sicher sehr erquicklich, so ein Bad in kaltem Prießnitzwasser! :-)

    Habs im letzten Sommer zu den Hundstagen öfter mal probiert: in der Heide gibt es ausgesprochen sandige und sonnenbeschienene Stellen in der Prießnitz. Ein Bad ist dort auch heute noch die pure Erfrischung!

  2. tamara koiber
    4. Februar 2015 at 15:06

    Also in etwa an der Stelle, an der sich heute die evangelische Christengemeinde “Elim” breit macht.

    wir machen uns nicht BREIT, nur mal so in die runde geworfen, ja????

  3. christoph
    4. Februar 2015 at 16:03

    …doch als unser schönes heidnisches Abendland christianisiert wurde, habt ihr euch BREIT gemacht!

  4. studi
    4. Februar 2015 at 16:13

    Danke für den Link zu dem alten Stadtplan. Sehr spannend, da mal durchzukucken.

  5. asalinse
    4. Februar 2015 at 16:18

    frag doch mal bei ELIMs nach- vielleicht haben die was zur Geschichte?
    Da das burgähnliche Gebäude Tannenstrasse (Alaunplatz 2b) erst spätter gebaut wurde und die Jägerkaserne weit vorn am Rand de Alaunplatzes lag, könnte das Bad an der heutigen ELIM gewesen sein. Außerdem ähneln die ELIM-Gebäude sehr dem Baustil auf der Karte. asa

  6. Unbekannter Fehler
    4. Februar 2015 at 16:28

    Da stimme ich den christoph zu 100% zu !!!

  7. nepumuk
    4. Februar 2015 at 16:41

    Wir hatten schon mal ein höheres Maß an Säkularisation, aber seit einigen Jahren macht sich in unserem lieben Ossiland neuer (Irr)Glaube BREIT. Vielleicht halb so wild, sind wir doch nach wie vor mit den Tschechen die mutmaßlich ungläubigsten Regionen Europas. Amen.

  8. 4. Februar 2015 at 18:06

    … weshalb sich in (sic!) Laufe der Zeit mehrere Bäder entlang des Baches breit machten./i>

    Am Schlimmsten sind ja diese Bäder gewesen. Waren das noch Zeiten, als es hier noch keine Bäder gab. Spätestens mit der Eröffnung des Hygienemuseums ging es mit dem bis dato unbadigen Dresden echt bergab. Seit dem sind ja auch fünf ganz fremde Leute aus Baden-Baden und Baden-Württemberg hier her gekommen. Wer soll das denn alles jemals wieder ausbaden?

    • 4. Februar 2015 at 18:23

      Verdammt. So viele Fehler in einem Text. Ich habe mal den falschen Genitiv und die unpassende Wortgruppenwiederholung ausgemerzt. Bitte vielmals um Entschuldigung.

  9. tom
    4. Februar 2015 at 18:09

    Kommentar entfernt, entspricht nicht der Hausordnung.

  10. Ecki
    4. Februar 2015 at 18:35

    @Anton: und dann auch noch ein Fluch aus Deiner Tastatur – das hast Du doch gar nicht nötig. Sei etwas gnädiger mit Dir selbst!

  11. Herr Württemberger
    4. Februar 2015 at 23:55

    @ Torsten:
    Zuviel Baden kann ich auch nicht gut heißen. Das kann man sich sparen. Duschen tut’s auch für die Hygiene.
    Was ist übrigens mit deinem Text? Der hat’s ganz schön eilig. Wo läuft er denn hin?

  12. 5. Februar 2015 at 01:53

    @ Herr Württemberger:
    Zuviel Baden kann ich auch nicht gut heißen. Das kann man sich sparen. Duschen tut’s auch für die Hygiene. Das war ja klar. Ich weiß allerdings nicht, was Baden Powell dazu sagen würde. Andererseits wiederum würde ich Duschen-Württemberg gerne mal bereisen.
    Der Text sucht ein Guillemet.

  13. _
    5. Februar 2015 at 08:21

    Duschen in der Prießnitz? Da muss man ja erstmal bis zum Wasserfall hinlatschen. Und alles nur wegens der Hygääähn…

  14. Herr Württemberger
    5. Februar 2015 at 09:14

    Im Polnischen bedeutet „Prysznic“ Dusche. Geht auf einen Vincenz Prießnitz zurück. Kaltwasserkur!

  15. Herr Württemberger
    5. Februar 2015 at 10:54

    @ Torsten: Solltest du tatsächlich Duschen-Württemberg bereisen wollen, dann besuche unbedingt auch den malerischen Kurort Duschen-Duschen.

  16. 5. Februar 2015 at 19:14

    Mach ich!

  17. 6. Februar 2015 at 07:48

    Guillemet

    @Torsten: so etwa? Das Guillemet erhältst Du, in dem Du das Zitat mit < 'blockquote'> < '/blockquote'> umreißt, natürlich ohne Hochkommas.

  18. 6. Februar 2015 at 11:46

    @ Anton: ja, ich weiß. Hatte nur erst „Kommentar senden“ gedrückt und dann gemerkt, dass das Guillemet vor dem ‚/i>‘ fehlt. Danke trotzdem für den Hinweis.

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