Nazifrei-Demo ab 17 Uhr Bahnhof Neustadt

NoPegida-Demo am 15. Dezember

NoPegida-Demo am 15. Dezember

Das Bündnis Dresden Nazifrei ruft heute zur Demonstration für eine weltoffene, menschenfreundliche Stadtgesellschaft auf. Start mit Auftaktkundgebung ist um 17 Uhr vor dem Bahnhof Neustadt.

Von dort wird ab 17:30 Uhr die Demonstration über die Hainstraße, die Große Meißner Straße und die Augustusbrücke zum Schloßplatz führen, dort soll Protest gegen die am Theaterplatz Weihnachtslieder singenden Pegida-Anhänger in Hör- und Sichtweise möglich sein wird. Gegen 20 Uhr wird ein Demonstrationszug zurück in die Neustadt führen.

In der vergangenen Woche hatten sich rund 3.500 Demonstranten an dem Zug beteiligt, die sich am Theaterplatz mit der Kundgebung des Bündnisses „Dresden für alle“ vereinigte. Das Bündnis verzichtet heute auf eine Kundgebung, um mehr Zeit für inhaltliche Arbeit für Flüchtlinge zu haben. Die genauen Gründe sind auf der Facebook-Site beschrieben.

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31 Kommentare für “Nazifrei-Demo ab 17 Uhr Bahnhof Neustadt

  1. Fratzl
    22. Dezember 2014 um 14:43

    Hey was ist los? Wollt Ihr Euch hier heute zu diesem Thema nicht wieder gegenseitig an die verbale Gurgel gehen??? Schade! Hat n gewissen Unterhaltungswert. :-) Wenn ich also bitten dürfte…

  2. Phill
    22. Dezember 2014 um 15:10

    Ich hoffe das so viele wie möglich kommen, wir ALLE müssen etwas gegen diese Rattenfänger tun.

  3. Silke
    22. Dezember 2014 um 20:26

    17500 gegen 4000??? Naja. Lau- lau- lauwarm….

    Spießbürgerlich, kuschlige und im Kern eben auch zutiefst konservative treudeutsche Weihnachtsstimmung ist den Neustadt-Gutmenschen eben doch wichtiger als gegen Faschisten zu demonstrieren. Ich sags ja immer: die Grünalternativen sind alle im Herzen auch wertkonservativ.

  4. Radler
    22. Dezember 2014 um 20:50

    @Phill: Ja, ja, getreu dem Motto – es gibt nur eine richtige Meinung und nur eine richtige Position und das ist unsere. Langsam kotzt mich das ganze linke, multikulti, alles ist gut, … Getöns echt an und ich bin nahe dran, mich der Pegida anzuschließen. Das ist doch echt krank. Und ihr sprecht von Toleranz, Demokratie, … Aber wer anders denkt als ihr, den macht ihr runter, schließt ihn aus, lasst ihn nicht zu Wort kommen, …
    Und wenn z.B. Herr Ulbig in der DNN meint „Bei den meisten dieser Punkte sind doch nur Informationen notwendig, und dann wären sie ausgeräumt.“ dann hat er gar nichts verstanden, was diese Menschen auf die Straße treibt. Sein Beispiel mit der Polizei zeigt ja, dass er nichts versteht. Da wurde über Jahr hinweg die Polizei zu grunde gerichtet und er rühmt sich, dass in den nächsten Jahren 400 neue Polizisten eingestellt werden (übrigens auch nur wegen öffentlichen Drucks) und meint, damit wäre alles gut. Da kann ich gut verstehen, wenn die Pegida nicht mit den Leuten reden will – es würde nichts bringen. Erst wenn die Leute wirklich mal aufwachen, dann lohnt es sich – wahrscheinlich müssten dann aber noch viel mehr auf die Straße gehen.
    Und wenn NaziFrei&Co. meint, etwas Gutes mit ihren Gegendemos zu tun, dann irren sie sich – sie feuern das ganze nur an und bestärken die Pegida nur in ihrer Position.

  5. Irrwitz
    23. Dezember 2014 um 00:53

    wenn niemand reden will – was dann? Bürgerkrieg? Wisst Ihr, wes Geistes Kind Ihr seid? „Erst wenn die Leute wirklich mal aufwachen“ – „Deutschland erwache“ etwa? Davon stehen heute noch Ruinen in der Stadt!

  6. Radler
    23. Dezember 2014 um 02:30

    @Irrwitz:Und was wollen Sie mit Ihrem Kommentar sagen?? Vielleicht nochmal genau meinen Kommentar lesen. Ich gehöre nicht zur Pegida. Mit „Leute“ meine ich in erster Linie Politiker. Und die Nazikeule/-vergangenheit rauszukramen finde ich in Bezug zu meinem Kommentar echt voll daneben. Und wenn ich sage, ich bin nahe dran, mich der Pegida anzuschließen, dann nicht, weil ich deren Positionen in jedem Fall gut finde, sondern quasi aus Solidarität, weil ich es echt nicht mehr hören kann, wie hier eine Gruppe schlecht gemacht wird, die teilweise zurecht sich Gedanken/Sorgen macht. Dass die Gründe andere sind und die Flüchtlinge im Allgemeinen oft als Schuldige für alles herhalten müssen, darf man anmerken – man sollte diese Leute aber ernst nehmen. Da reicht es nicht, zu sagen, wir haben in Dresden kaum Ausländer und erst Recht kaum Moslems – also haben wir kein Problem. Da muss man auch mal weiter sehen, warum die Leute wirklich Angst, Ärger, … haben. Da spielen viel mehr Themen eine Rolle. Da geht es u.a. auch um Grenzkriminalität usw. (das hat nichts mit Flüchtlingen etc. zu tun). Und es geht um Armut, Existenznot, Arbeitslosigkeit, … unter Deutschen (was auch nichts mit Flüchtlingen zu tun hat). Die Leute fühlen sich im Stich gelassen, nicht gehört. Den größten Fehler, den man jetzt machen kann, ist, so weiter machen wie bisher. Aber genau das macht man und stempelt die Pegida als Nazis ab und demonstriert gegen sie und versucht sie, mundtot zu machen. Damit erreicht man, dass die, die sich nicht gehört und verstanden fühlen, genau bei den Rechten landen – man erreicht das Gegenteil von dem, was man will. Dazu kommt noch eine sehr zweifelhafte Aussage der Gegendemos. Was da so alles kundgetan wird im bester Absicht – wirklich bis ins letzte durchdacht ist das nicht wirklich. Was bedeuten die Aussagen wirklich, wenn man diese wörtlich nimmt? Und stehen die Leute, die diese Aussagen tätigen wirklich 100%ig dazu? Und was passiert, wenn diese Aussagen so eintreffen? Verallgemeinerungen sind nie wirklich sinnvoll und zielführend – es gibt immer ein ABER bzw. Einschränkungen. Und wofür ist man, wenn man gegen die Positionen von Pegida (ich beziehe mich jetzt mal auf das offizielle Positionspapier) ist? Ich sage mal so: Wäre das Positionspapier nicht von Pegida – viele der Gegendemonstranten könnten es wahrscheinlich genauso unterschreiben. Und wenn nicht, wären sie dann ausländerfeindlich? Oder zumindest deutschlandfeindlich? Oder gegen einen Rechtsstaat?

    • 23. Dezember 2014 um 08:10

      @Radler: Deinen Eindruck habe ich auch gehabt, bis ich mir die Pegida vor Ort angesehen habe. Da sind nur wenige besorgte Bürger vor Ort.

  7. Fran
    23. Dezember 2014 um 06:54

    @Radler: Es ist doch ganz einfach: Was man nicht kennt, davor hat man Angst! Du irrst, wenn Du glaubst, Pegida würde gestarkt,- nur ein paar Irre in Dresden fühlen sich bestärkt. Die Demos sind in allen anderen deutschen Städten gescheitert! Denk mal drüber nach! Hier bei Euch gibt es quasi NULL Ausländer, also kennt Ihr sie nicht und habt Angst davor! DAS ist doch der Punkt! Eurer Logik nach müssten doch in Berlin, Mannheim, Köln viel mehr „echte Deutsche“ protestieren, weil es dort so viele Migranten gibt,- das ist aber nicht der Fall, weil man gelernt hat, das auch Ausländer keine Kinder fressen. Auch wenn es Dir schwer fällt: Denk mal nach!

  8. Gerd
    23. Dezember 2014 um 07:16

    Nachdem ein wirklicher Protest gegen PEGIDA nicht möglich war (zu weit weg und Gegenwind), habe ich mich mit meinem Rad mal über die Carolabrücke auf zum Postplatz und Theaterplatz gemacht. So hatte ich einmal die Möglichkeit, mir die PEGIDA-Demonstranten hautnah anzusehen. Ganz ehrlich, ich konnte kaum Menschen aus der Mitte der Gesellschaft entdecken. Es waren erschreckend viele offensichtliche Nazis (klischeehaft mit kahlem Kopf, Aufschrift „Aryens“ und auch der Dynamo-Schal war ein gern getragenes Utensil), es waren viele alte Männer (die sich teils blendend mit den Kahlköpfen verstanden) und es waren viele, die man wohl als „Unterschicht“ bezeichnen würde, a la Nachmittagsprogramm der privaten TV-Sender. Es waren nur sehr wenige dabei, die ich in einem anderen Kontext keinesfalls zu PEGIDA zugeordnet hätte. Gerade von den erstgenannten ging eine starke Aggression aus. Erstaunlich war gestern auch das Konzept der Polizei. Die Gegendemonstranten, durften ja nur Richtung Goldener Reiter weg, die PEGIDA-Anhänger sind in alle Richtung davon, keiner hat sie so eingekesselt, wie wir das von der Polizei wurden. Sie waren dann plötzlich überall, haben eine Deutschlandfahne am unteren Ende der Münzgasse (Kreuzung Terassenufer) hissen dürfen usw.
    Beruhigend war für mich nur, als ich abends im Radio gehört hatte, dass z.B. in München 12000 Menschen gegen PEGIDA demonstrierten. Wann weckt denn unsere Mitte mal auf und erkennt die Gefahr, die durch PEGIDA für den Standort Dresden ausgeht. Zurzeit scheint Weihnachts-Shopping das Wichtigere für sie zu sein (zumindest habe ich gestern diesen Eindruck gewonnen)…

  9. Radler
    23. Dezember 2014 um 09:28

    @Anton Launer: Ok, vielleicht irre ich mich wirklich und die, die ich jetzt dort vermutet habe, sind gar nicht dort und der Großteil gehört wirklich direkt oder indirekt zur Rechten Szene. Bis jetzt habe ich mir noch keine Demo angesehen. Die Frage bleibt trotzdem, ob diese Leute dort nicht noch bestärkt werden in ihrem Ansinnen. Und wie gesagt, mich hatte die Wut gepackt, als ich jetzt an vielen Stellen (gerade auch von vielen Politikern) extrem abwertendes über die Menschen bei Pegida gelesen habe (sie als Menschen 3. Klasse oder gar als Ratten [siehe Kommentar von Phill] bezeichnet) und man so tut, als wären die Punkte des Positionspapiers überhaupt kein Problem – ja, es gäbe überhaupt kein Problem.

    • 23. Dezember 2014 um 11:27

      @Radler: Das mit den Ratten hat Herr Bachmann auch so schön vereinfacht in einer Rede dargestellt. Guck Dir mal die Geschichte des Rattenfängers von Hameln genau an. Der fängt am Ende nicht nur Ratten, sondern Kinder.

      Ich gebe Dir insoweit Recht, dass man mit Gegendemonstrationen nicht erreicht, dass die Pegida-Anhänger dann plötzlich aufgeben. Meines Erachtens geht es aber bei den Gegendemonstrationen vor allem darum zu zeigen, dass nicht alle in Dresden fremdenfeindlich und rassistisch denken. Und umso mehr „normale“ Menschen bei den Gegendemonstrationen mitlaufen, umso weniger Gewicht haben die Slogans der Antideutschen. Das war bei den letzten Demonstrationen schon deutlich zu spüren.

      Andererseits scheint der Gegenwind auch die Pegida zu beflügeln, deren Reden werden offener und deutlicher, siehe Rede von Stephane Simon gestern Abend. Meine Hoffnung ist, dass wenn sich dieser extreme Tonfall durchsetzt, die bürgerlichen Mitläufer zu Hause bleiben. Ich war gestern nicht selbst vor Ort, aber mir wurde aus vertrauenswürdiger Quelle berichtet, dass nicht alle in das „Lügenpresse“-Geschrei einfallen und dass nicht alle klatschen, wenn auf der Bühne gehetzt wird.

      Ich denke schon, dass viele Bürger Sorgen haben und sich nicht von der Politik vertreten fühlen. Ich glaube auch, dass sich nicht alle Politiker genügend mit diesen Sorgen beschäftigen. Aber die meisten Punkte in dem Positionspapier stellen meiner Meinung nach tatsächlich kein oder zumindest kein schwerwiegendes Problem dar. Eine Übersicht über die Auseinandersetzung mit dem Positionspapier gibt es übrigens auf http://www.menschen-in-dresden.de

      @Fallada: Welcher Flüchtling erhält denn 1000 Euro im Monat? Die korrekten Zahlen kannst Du auf der Seite der Bundesregierung nachlesen. Man wird nicht zum „Nazi“, wenn man sich Sorgen macht, aber man wird zum „Nazi“, wenn man rassistischen und fremdenfeindlichen Parolen zujubelt.

      Ich würde es sehr begrüßen, wenn Leute, die schlecht bezahlt werden, auf die Straße gehen, um gegen die Politik der Regierung zu protestieren. Ich finde es aber unerträglich, wenn Leute auf die Straße gehen, um gegen Menschen zu protestieren, denen es noch schlechter geht als ihnen selbst.

  10. Radler
    23. Dezember 2014 um 09:47

    @Fran:Das ist ein bisschen zu einfach. Auch wenn wir hier im sogenannten Tal der Ahnungslosen leben – man bekommt schon mit, was in der Welt und auch in Deutschland passiert. Als ich vor etlichen Jahren in Köln war, da war ich schon ein bisschen schockiert, dass es Stadtteile gibt, wo man quasi kein deutsches Wort mehr hört. Das ist die eine Seite. Und dann hört man von den Ausschreitungen Kurden gegen Salafisten in Hamburg. Ganz ehrlich: Wollen Sie diese Zustände? In den Städten mit vielen Ausländern werden die Leute nicht auf die Straße gehen – wer auch und warum auch. Die Demos gelten als ausländerfeindlich – das will man nicht riskieren – und außerdem ist es etwas zu spät – es gibt ja kaum noch etwas zu bewahren. Wenn man jetzt mal nur nach dem Positionspapier der Pegida geht, dann wäre das ganze überhaupt nicht ausländerfeindlich. Wie ich aber schon zu Anton schrieb: Ich war noch auf keiner Demo und hatte es auch nicht vor. Und es kann sehr gut sein, dass ich mich irre.

  11. gyhly
    23. Dezember 2014 um 10:35

    @FRAN:
    immer die alte leier: „denk mal nach, denk mal nach, denk mal nach …..auch wenn es Dir schwerfällt (bist per se dumm !?)“ GÄÄÄÄ…HN!!!

    mal was neues wäre angebracht

    aber auch hier dogmatische öde:

    http://www.dresden-nazifrei.com/index.php/home/58-news/aktuelle-nachrichten/666-zur-frage-des-dialogs-mit-pegida

  12. Seldon
    23. Dezember 2014 um 11:20

    Hallo,
    Radler hat insofern recht, als „die Linke“ (nicht die Partei, sondern „links Bewegte“) die zugrunde liegenden Probleme („Armut, Existenznot, Arbeitslosigkeit, … „) nicht aufnimmt und in der Tat etwas reflexhaft nach dem Stöckchen „Ausländer rein oder raus“ schnappt. NUn weiß ich auch nicht, wie man da vorgehen sollte: Ja. liebe Pegidisten, es läuft gehörig was schief, aber die von Euren Vorbellern gemachten Angebote und Begründungen (Die Ausländer, Islam, unsouveränes DEutschland…) haben damit rein gar nichts zu tun. Es geht um Reich und Arm, um Oben und Unten, um Kapital und Arbeit, es geht um Kapitalismus und seine systemimmanenten Widersprüche, denen Ihr genau wie Flüchtlinge, Arbeitslose oder davon bBedrohte unterworfen seid…
    Wer von den Leuten am Theaterplatz (Ich war gestern auf beiden Veranstaltungen, hab‘ mir krudeste flyer vor der Oper durchgelesen, Familien mit Kindern, ein Studentenpärchen mit Sachsenfahne, weiß-blaue-Weißwurstflaggen und Transparente aus verschiedenen Nestern Sachsens gesehen, auch Familien, Mütter mit Kindern, ja, viele Alte Männer und grimmig dreinschauende jüngere, ….)
    würde da zuhören, folgen wollen (oder können)…
    Zum Umgang mit Nazidemos und Vergleichbaren empfehle ich Das Elend mit der Kritik am Faschismus.

  13. Fallada
    23. Dezember 2014 um 11:21

    Als Westdeutscher möchte ich hier mal eine Lanze für die Pegida-Teilnehmer brechen: nein, Radler und Anton, es sind nicht nur „Rechte“, die sich zu den Demos einfinden. Sicher: ich stimme zu, es waren gestern hauptsächlich junge Männer anwesend aber trotzdem kann man nicht knapp 20.000 Menschen pauschal als „rechts“ verunglimpfen. Was ist denn „rechts“ an ihnen? Es sind sicher, wie Gerd schon sagte, eher „Wendeverlierer“ und „Abgehängte“, ja. Aber wird man dadurch zum „Nazi“, nur weil man wenig Geld verdient und sich dagegen wehrt, das Wohlstandsflüchtlinge aus Afrika für die selben rund 1000 euro/Monat hier aufgenommen werden und gleichzeitig erklärt einem die Politik, das mehr Geld für Geringverdiener und Arbeitslose einfach nicht da ist??? Das ist doch absurd! Ich bin davon überzeugt, dass die Pegida-Anhänger in erster Linie Menschen sind, die sich in ihrer Würde ungerecht behandelt fühlen. Natürlich hat man Existenzängste, wenn man zwei Jobs hat und als doppelt Geringbeschäftiger trotzdem kaum genug Geld zum Leben erwirtschaftet. Wenn die quasi gleiche Summe dann für völlig fremde Ausländer plötzlich aufgebracht werden kann, obwohl vorher für die eigenen Leute angeblich nicht genug da war, dann ist das doch wohl fragwürdig. Das Politiker, die 6000 euro netto verdienen, den Kontakt und das Verständnis für die unteren 10 Millionen längst verloren haben, versteht sich von selbst. Wieso sollen Rentner, die 700 Euro bekommen, obwohl sie zeitlebens gearbeitet haben eigentlich nicht auf die Straße gehen dagegen, das es anderen in den Ar… geschoben wird???? Ich teile Radlers Ansicht: auch als Wessi kann ich Pegida verstehen und sehe die pauschale Kriminalisierung äußerst kritisch.

  14. ein anderer Stefan
    23. Dezember 2014 um 12:34

    Lieber Fallada,

    Ihr Kommentar zeigt sehr schön genau das, was einer der Kerne des Problems ist. Geld ist in Deutschland genug da, die Verteilung stimmt bloß nicht mehr. Dass die Gehälter zweier Jobs kaum zum Leben reichen, liegt in erster Linie daran, dass nach den „Reformen“ des Arbeitsrechts der letzten 15 Jahre der Niedriglohnsektor durch die Politik auf Druck der Wirtschaft massiv ausgeweitet wurde. Daran wird auch der Mindestlohn nicht viel ändern. Das Rentensystem wurden durch die Privatisierung der Altersvorsorge mutwillig beschädigt. Als nächstes ist die Krankenversicherung dran, deren Mehrkosten jetzt alleine die Arbeitnehmer tragen dürfen. Viele Ostdeutsche sind zudem Wendeverlierer, weil ihre DDR-Rentenbeiträge kaum noch etwas wert sind und sie vielfach nach der Wende wenig oder nichts mehr eingezahlt haben, weil sie keine Arbeit hatten.

    Zudem ist es eine Frage der Dimension: ein paar zehntausend Flüchtlinge unterzubringen kostet wesentlich weniger, als das bei mehreren Millionen Arbeitslosen zu tun.

    Die von Medien und Politik geschürte Angst vor dem Islam (woher kommt denn das Halbwissen darüber und die Angst davor? Wer würde sich denn hierzulande mit dem Islam ansonsten beschäftigen, wenn es kein Thema in den Medien wäre?) kommt dann noch obendrauf. Das ganze wird von der Pegida mit ein paar simplen Parolen gewürzt und serviert.

  15. Fallada
    23. Dezember 2014 um 12:41

    @Anton: ich meinte natürlich nicht PUR 1000 Euro auf die Hand,- die bekommt auch ein Hartz-vierer nicht. Wie auf der von Dir angegeben Seite zulesen ist: Unterkunft, Krankenkasse (bzw-versicherung) und Lebenshaltungskosten alles zusammen ergibt rund 1000 Euro pro Person. Seltsam! Habe ich auch schon mit manchem Hartz4er erlebt: nie akzeptiert einer, 1000 Euro vom Staat zu erhalten,- Leistungsfrei. Es ist aber so. Kostet die Unterbringung, Heizung, Strom, Krankenversicherung etwa nix??

  16. Mäx
    23. Dezember 2014 um 13:32

    Danke Anton, danke!

    Man könnte die Wahlergebnisse der rechtsorientierten Parteien der letzten Landtagswahlen auf die Bevölkerung herunterrechnen… So sind die 20.000 auf keinen Fall unrealistisch… Gerade jetzt, wo es deutschlandweit „Welle“ macht und Demoteilnehmer sogar weite Anreisen in Kauf nehmen, halte ich für noch größere Menschenmengen für möglich.

    Also alles NPD-Wähler? Möglich wäre das schon…

  17. Seldon
    23. Dezember 2014 um 14:14

    Hallo Fallada,
    1000,- leistungslos? Im Monat? Soviel kriegt der eine oder andere Manager am Tag, Kapitalbesitzer und Erben völlig leistungslos und (sogut wie) unbesteuert pro Minute.
    Deutsche vererben bis 2020 rund 2,6 Billionen Euro
    Wegen der ungleichen Vermögensverteilung konzentrieren sich große Erbschaften auf wenige Fälle. Nur 2% der Erbschaftsfälle vereinen etwa ein Drittel des gesamten Erbschaftsvolumens. Innerhalb der übrigen 98% der Erbschaftsfälle werden nur knapp 1,2 Billionen Euro auf die nächste Generation übertragen: 121 Mrd. Euro Sachvermögen, 575 Mrd. Euro Immobilien und 515 Mrd. Euro Geldvermögen.

    Nehmen wir nur die besagten 2%: Ein Drittel von 2,6 Billionen Euro sind immerhin 900 Mrd. Euro Innerhalb von zehn Jahren (Artikel v. 2011), also 90 Mrd Euro/Jahr. Macht (durch o.g. tausend Euro) 90 Mio Monatssätze, also 7,5 Mio/Monat.
    Heißt, mit dem leistungslos Ererbten der 2% „Oberen Zehntausend“ können wir 5 Mio Arbeitslose und 2,5 Mio Flüchtlinge alimentieren…

    oder geben wir jedem 2.000 Euro: dann wär’n ’s immernoch 3 Mio Arbeitslose und 750.000 Flüchtlinge.

    Problem?

  18. Ecki
    23. Dezember 2014 um 16:11

    Danke, Anton, das trifft den Kern, sodass ich mir erlaube, es noch einaml zu zitieren:
    „Ich würde es sehr begrüßen, wenn Leute, die schlecht bezahlt werden, auf die Straße gehen, um gegen die Politik der Regierung zu protestieren. Ich finde es aber unerträglich, wenn Leute auf die Straße gehen, um gegen Menschen zu protestieren, denen es noch schlechter geht als ihnen selbst.“
    Im Übrigen treffe ich zunehmend Leute, vor allem ältere hier aus der Neustadt, die inzwischen mehr Angst vor Pegida haben als vor all dem, wovor Pegida vorgibt, schützen zu wollen.

  19. Klaus W.
    23. Dezember 2014 um 16:45

    Ein unwerhörter Vorgang, der hier von Gerd um 7:16 öffentlich gemacht wurde: Es wurde ein Deutschlandfahne gehisst, ohne das die Polizei einschritt.

  20. sylvia
    23. Dezember 2014 um 19:54

    Je mehr Aufmerksamkeit der PEGIDA zuteil wird, umso mehr werden sie sich bestärkt fühlen.
    Ich stelle bei den Diskussionen immer wieder fest, dass die Freunde der Bewegung nicht rechnen können. Das ist traurig und stärkt wiederum meinen Verdacht, dass all die Studien um den durchschnittlichen IQ des deutschen Bundesbürgers geschönt werden.

  21. Lenbach
    23. Dezember 2014 um 21:06

    @Klaus W.

    Nicht nur das: Am Ende des betreffenden Satzes steht gar „usw.“. Nicht auszumalen, welche Vorgänge hier noch angedeutet werden.

  22. nepumuk
    23. Dezember 2014 um 21:48

    Verteilt doch mal bitte jemand auf dem Theaterplatz ausreichend Fahnenaufnäher mit der Maus. Die Maus steht doch für eine „Bunte Republik“.

  23. Karola W.
    24. Dezember 2014 um 00:42

    Endlich, ein dauerhafter Standort für Unterkünfte für People mit Mikrationshintergrund gefunden. Das Problem ist gelöst. Alle haben sich wieder lieb und latschen angepasst der Berliner Clique hinterher. Aber wascht Euch mal Euer Gesicht.

  24. Max
    24. Dezember 2014 um 09:38

    Wenn wir uns weiterhin einer Steuerung des Asylproblems versagen, dann werden wir eines Tages von den Wählern, auch unseren eigenen, weggefegt. Dann werden wir zu Prügelknaben gemacht.

    Herbert Wehner (* 11. Juli 1906 in Dresden; † 19. Januar 1990 in Bonn)

    Frohe Weihnachten allerseits.

  25. Lucy
    24. Dezember 2014 um 10:11

    Prince of Pegida, alter C64 Klassiker

  26. gyhly
    24. Dezember 2014 um 12:31

    @max: heyyy… ist das der max, welcher am 04.12.2014 beim selbigen thema von anton aus dem forum geworfen wurde!?

  27. christoph
    24. Dezember 2014 um 14:44

    Anton betreibt hier kein Forum sondern einen BLOG.

    frohe Ostern

    • 24. Dezember 2014 um 14:47

      @Christoph: Auch falsch, das hier ist ein Online-Magazin, das sich als Blog verkleidet hat. Und @gyhly richtig, es ist der gleich Max, warum ich so inkonsequent bin, weiß ich aber selber nicht genau. Vielleicht weil Pfingsten ist.

  28. christoph
    24. Dezember 2014 um 15:37

    @ Anton :) Du kannst es als Betreiber natürlich nennen wie du willst. Technisch betrachtet ist es nun mal kein Forum, bei dem jeder eigene Themen erstellen kann, wie er grad lustig ist. …das birgt bei den Themen die hier auf den tisch kommen auch einige Vorteile

    Vielen Dank für das bisher unterhaltsame Jahr.

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