10 Jahre Voland & Quist

Der Dresdner Verlag Voland & Quist feiert im Oktober 2014 sein zehnjähriges Bestehen, Gelegenheit für einen kleinen Rück- und Ausblick. Die Geburtstagsparty findet heute in der Scheune in Dresden statt.

Am 21. Oktober 2004 gründeten Leif Greinus und Sebastian Wolter den Verlag Voland & Quist. Es folgten schon bald die ersten Veröffentlichungen: eine Geschichtensammlung, ein Lyrikband und eine Internet-Fiction. Autoren der ersten Stunde waren unter anderem der Poetry-Slammer Stefan Seyfarth und Frank Klötgen. Das Verlagskonzept verband auf neuartige Weise geschriebene und gesprochene Literatur, denn die Bücher von Voland & Quist erschienen mit beigelegter CD. Dazu Sebastian Wolter: „Wir waren der erste Verlag, der die Verbindung von Buch und CD zum Konzept machte.“

Osteuropa und Kinderbücher
2006 wurde das Programm um die Osteuropa-Reihe „Sonar“ erweitert, die zeitgenössische Prosa aus Osteuropa einem deutschsprachigen Publikum zugänglich machen soll. Edo Popović eröffnete sie mit dem Roman „Ausfahrt Zagreb-Süd“; mit nun sechs auf Deutsch erschienenen Büchern gilt Popović, der mittlerweile bei Random House/Luchterhand verlegt wird, als einer der bekanntesten kroatischen Schriftsteller im deutschsprachigen Raum. Neben weiteren kroatischen Autoren sind aber auch ungarische, tschechische, montenigrinische und mit Viktor Martinowitsch zuletzt ein weißrussischer Schriftsteller verlegt worden. 2010 wurde das Programm um eine Kinderbuchreihe ergänzt: der „Reggaehase Boooo“ erlebte sein erstes Abenteuer. Aktuell aufgelegt wurde „Die Dörte und der Unkönig Willy“ mit Musik von Uncanny Valley und Text von Max Rademann.

Verleger Wolter: „Die beiden Programmschwerpunkte Lesebühnenliteratur und Spoken-Word-Lyrik bilden nach wie vor den Kern unseres Verlagsprogramms. Und erfreulicherweise haben uns die meisten Autoren aus den Anfangsjahren bis heute begleitet.“

Erste größere kommerzielle Erfolge erzielte der Verlag mit den „Zwiegesprächen mit Gott“ des Berliner Lesebühnenautors Ahne, welche sich bis heute über 30.000 Mal verkauft haben. Der größte Verkaufserfolg war allerdings kein Buch, sondern Marc-Uwe Klings „Der falsche Kalender“ mit über 75.000 verkauften Exemplaren.

Preise und Auszeichnungen
2007 erhielten Wolter und Greinus den Preises der Hanna Johannes Arras Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur in Dresden. 2010 folgte der Förderpreis der Kurt-Wolff-Stiftung. Ihr Autor Roman Simić erhielt 2012 in seiner Heimat Kroatien einen der wichtigsten Literaturpreise des Landes, den Jutarnij-List-Preis für das beste kroatische Prosawerk. Und 2015 wird Julius Fischer den Förderpreis zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen erhalten. Dessen Buch „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ bescherten dem Verlag den inzwischen gewonnenen „Wanderhurenstreit„.

Heute hat der Verlag seinen Sitz in spartanisch eingerichteten Räumen in der Bautzner Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtmagazin Sax. Der Verlagsname setzt sich übrigens aus zwei bekannten literarischen Figuren zusammen: Voland heißt der Teufel in Michail Bulgakows „Der Meister und Margarita“ und Quist ist der Friedensstifter in Harry Mulischs „Die Entdeckung des Himmels“.

  • Verlags-Geburtstagsparty, 25. Oktober, 21 Uhr, Scheune, Alaunstraße. Das Neustadt-Geflüster verlost für Kurzentschlossene noch zweimal zwei Freikarten. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bitte eindeutiges Interesse in der Kommentarspalte hinterlassen.
  • Weitere Infos: www.voland-quist.de
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3 Kommentare für “10 Jahre Voland & Quist

  1. liave
    25. Oktober 2014 um 11:24

    Wenn das nicht eindeutig ist, dann weiß ich auch nicht. Ich würde mich außerordentlich freuen.

  2. Sindy
    25. Oktober 2014 um 11:48

    Ich habe Lust zu feiern!! Deshalb bekunde ich hiermit mein eindeutiges Interesse an einem mal 2 Freikarten!!

  3. 25. Oktober 2014 um 15:42

    So und damit stehen die Spontan-Gewinner fest: liave und Sindy, bitte meldet euch an der Abendkasse mit Nicknamen und E-Mail-Adresse.

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