Ab morgen müssen wir alle zu den Buden

Der Schulhof wird zum zweiten Festplatz.

Der Schulhof wird zum zweiten Festplatz.

Ab morgen Abend heißt es wieder: Ab zu den Buden. Hinter, vor und neben der Scheune wird gegaukelt, theatert und herumspaziert, dass nur so kracht.

Da im Süden jetzt die Turnhalle gebaut wird, mussten die Buden in eine andere Richtung ausweichen. Platz gefunden haben sie auf dem Schulhof des Gymnasiums. Ausgleichende Gerechtigkeit möchte man meinen, wird die Turnhalle doch hauptsächlich für ebenjenes Gymnasium errichtet. Den Hof haben die Budenzauberer schon öfter bespielt, aber in diesem Jahr wird es dort auch eine weitere Bar und jede Menge Sitzmöglichkeiten geben. Denn statt einer Tribünen-Treppe wie bisher gibt es nun insgesamt drei. Da wird es für den zu erwartenden großen Andrang sicherlich nun genug Platz geben.

Wenn Künstler zum Handwerker werden: 50 Prozent der künstlerischen Leitung der Buden - Heiki Ikkola

Wenn Künstler zum Handwerker werden: 50 Prozent der künstlerischen Leitung der Buden – Heiki Ikkola

Zur 17. Auflage der Buden steht unter dem Motto: „Von schwatzenden Spatzen und taumelnden Träumen“ – taumelnde Träumer fliegen im Rund über den Platz hinter der Scheune, aufgehängt von Käthe Raeder, die sich schon seit einigen Jahren um die stets ausgefallene Dekoration des Festgeländes kümmert. Das Programm zeigt ein paar Altbekannte, wie natürlich Annamateur, die Echse oder das Panische Not-Theater, aber auch ganz viel Neues: Die Spanier Catalina Carrasco sind der erste große Auftritt im Saal. Zero Boy zeigt bisher ungeahnte Möglichkeiten des Vokal-Cartoonismus und die französische Compagnie Pelele erzählt Geschichten von Misanthropen.
Flieger, grüß mir die Buden.

Flieger, grüß mir die Buden.

Aber alles Programm-Angekündige ist eigentlich überflüssig. Am Besten einfach hingehen, Dreier-Ticket holen und schauen, wo man noch reinkommt. Apropos Ticket, die Preise sind wieder konstant geblieben. Zutritt ab 20 Uhr: 2,- Euro (von 19 bis 20 Uhr kostenlos), pro Show 5,- Euro, das Dreier-Kombinations-Ticket gibt es für 12,- Euro. Kinder-Tickets gibt es für 2,- Euro. Der Familiennachmittag ist am 3. August ab 15 Uhr.

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12 Kommentare zu “Ab morgen müssen wir alle zu den Buden

  1. Eric
    30. Juli 2014 at 15:19

    „Dreier-Ticket holen uns* schauen, wo man noch reinkommt“

    *und

    • 30. Juli 2014 at 15:49

      Danke Eric. Habs korrigiert.

  2. Jonk
    30. Juli 2014 at 15:29

    Und jedes Jahr kommt die gleiche Entschuldigung an die Türen der Anwohner: „Wir geben uns Mühe, die Lautstärke usw.“ Von Mühe geben ist da allerdings nie etwas zu merken, es wird gegröhlt bis tief in die Nacht. Aber da das ja der Schaubundensommer ist und der zu sicherlich zu einem der kulturell wichtigsten Ereignisse in der Neustadt zählt ist das ja Lautmachen auf intellektuell höchstem Niveau und schon deshalb zu tolerieren. Man meint mit einem Zettel sei alles erledigt, die Anwohner sind ja schließlich tolerant. Vor vielen Jahren hatten wir als Entschädigung wenigstens mal das Programmheft drin. Das gibt schon lange nicht mehr.

    Wenn man es wirklich ernst meinte, mit der Entschädigung der Anwohner, dann sollte man ein paar Freikarten rausrücken und sich den sinnlosen Alibi-Zettel sparen oder wirklich mal die das hochintellektuelle Gegröhle verringern.

    PS: Liebe Schaubundenvorbereiter: Sonntag nachmittag mit der Kettensäge volles Rohr die Hinterhöfe vollzudröhnen fanden übrigens viele der Anwohner extrem rücksichtslos. Zumal wir zur Zeit ohnehin von Montag früh bis Sonnabend mittag schon Baulärm haben. Danke!!!

  3. Katze
    30. Juli 2014 at 19:57

    @ Jonk: Wer in diese Gegend der Neustadt zieht, sollte echt vorher wissen, was er tut. Es ist, wie neben eine Turnhalle zu ziehen und sich dann beschweren, wenn dort abends trainiert wird. Dann mach die Fenster zu, dann hört man auch nix!

  4. anna-d
    30. Juli 2014 at 21:07

    @Jonk Am besten einfach ab morgen hingehen und somit den Vorbereitungslärm vergessen. ;) Sich in der Neustadt über Lärm zu beschweren (egal ob von Kindern oder Kulturmachern) finde ich allerdings auch schwierig. Da finde ich den Baustellenlärm wirklich um einiges nerviger.

  5. RealistIN
    30. Juli 2014 at 21:09

    @Jonk
    Der Schaubudensommer ist sowas Einmaliges, Herrliches, „Ein-bisschen-aus-der-Welt-Gefallenes“; schade, dass es sogar dann Leute gibt, die in erster Linie herummotzen.Ich schließ mich Katze an:Warum wohnt ihr da, wo ihr offensichtlich wohnt, wenn euch sogar sowas wie der Schaubudensommer stört?

  6. Numanoid
    30. Juli 2014 at 21:23

    @Katze: Deine Aussage ist argumentativ auf demselben Niveau wie „Wenn eine Frau Minirock trägt braucht sich nicht zu wundern wenn sie vergewaltigt wird.“
    Kneipenviertel hin oder her, es ist doch nicht zu viel verlangt, seitens der Veranstalter ein gewissen Grundmaß an Rücksicht gegenüber den Anwohnern zu zeigen.

  7. ein anderer Stefan
    30. Juli 2014 at 22:16

    Ich finde, auch in der lärmenden Neustadt muss am Sonntag ein Kettensägenmassaker nicht sein. Der schon erwähnte Baustellenlärm die Woche über reicht schon, da darfs auch mal ein ruhiger Tag sein. Und dass die ach so toleranten Neustädter gleich über einen Kommentator herfallen, der etwas Rücksicht haben will, spricht Bände. Toleranz geht in alle Richtungen.

  8. Alauner
    31. Juli 2014 at 01:55

    Früher war es einfach mal ruhiger in der Neustadt. Warum sollen da alteingesessene Anwohner nun wegziehen nur weil sinnlos Rumschreien aktuell in Mode ist? Und das man bei geschlossenen Fenstern nix hört soll wohl ein Witz sein? Schön wärs.

  9. Schaubudensommer
    31. Juli 2014 at 14:41

    Liebe Neustadt-Geflüster-Leser,

    zu allererst möchten wir uns bei allen Anwohnern für die sonntägliche Kettensägen-Störung entschuldigen. Es tut uns sehr leid! Da unseren fleißigen Aubauhelfer seit über 14 Tage ununterbrochen aufbauen, sind die Wochentage verrutscht und der Sonntag ist leider als Werktag gedacht worden. Es tut uns sehr leid und wir hoffen, das dies verziehen werden kann.

    Während des Festivals versuchen wir wirklich auf die Lautstärke zu achten und auf die Anwohner Rücksicht zu nehmen. Sobald die Musik zu laut wird, reagieren wir sofort und auch Gröhler oder Störer werden vom Platz begleitet. Alles was vor dem Gelände passiert, können wir leider nicht beeinflussen und auch ein etwas erhöhter Lautstärkepegel geht einfach mit dem Festival einher und ist nicht zu vermeiden. Wir bitten daher wirklich innigst um die Toleranz und das Verständnis der Anwohner. Wir versprechen absolute Achtsamkeit und geben uns auch jedes Jahr die größte Mühe ein schönes Festival zu gestalten und allen Besuchern und Künstlern elf zauberhafte Nächte zu bescheren.

  10. Jonk
    2. August 2014 at 09:48

    Lieber Schaubudensommer,

    die ersten drei Abende waren total in Ordnung und diese Lautstärke ist absolut zu tolerieren, so passt das! Wir wünschen noch viel Spass!

    Grüße Jonk

  11. 2. August 2014 at 15:20

    @ Schaubudensommer

    Also von mir bekommt ihr schon mal jede Menge Karmapunkte. Der erste Abend hat mich sehr beeindruckt, vor allem die mitternächtliche Abschlussüberraschung war sehr liebevoll gemacht. Mir hat’s gefallen, ich wünsche Euch, den Anwohnern und Besuchern eine gute Zeit.

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