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Am Donnerstag wird aus Plus Netto


Die Umstellung der Märkte nach dem neuen Konzept schreitet voran. (siehe Bericht von 2008) Nachdem vor einer kleinen Weile schon der Plus im Hechtviertel nettoisiert wurde, ist jetzt die Filiale auf der Königsbrücker 28 dran. Zurzeit wird gerade umgebaut. Am kommenden Donnerstag öffnet der Netto dann ab 7 Uhr (Plus früher erst ab 8) seine Türen.
Da kürzlich der Spar-Markt auf der Alaunstraße dicht gemacht hat und der ehemalige Spar auf der Königsbrücker schon eine Weile zu ist, stellt sich die Frage, wird es in naher Zukunft noch einen weiteren Supermarkt in der Äußeren Neustadt geben, oder sind wir mit den drei großen und den vielen kleinen Lebensmittel-, Obst-, Gemüse- und Bio-Läden ausreichend versorgt.

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57 Kommentare zu „Am Donnerstag wird aus Plus Netto“
  • elbnymphe sagt:

    Ausreichend versorgt?
    Mich regt z. B. bei jedem Einkauf auf’s Neue auf, daß weder Lidl noch Netto imstande sind, wie vormals PLUS Parmesankäse im Block (diese keilförmigen Packungen) zu verkaufen. Alle Verkäuferinnen, die ich danach fragte, reagierten gleich: sie wüßten um das Problem, es würden ganz viele Kunden danach fragen, ich solle mich an den Marktleiter wenden. (Manche von ihnen äußerten sich zum Post-PLUS-jetzt-NETTO-Sortiment allgemein wenig begeistert.) Alle vier Filialleiter in meiner Umgebung schütteln nur mit dem Kopf und sagen, “das kriegen wir nicht rein.”
    Ich kann nicht verstehen, warum es im Supermarkt Regale voller Fertiggerichte gibt, aber ein gesundes, natürliches Grundnahrungsmittel, mit dem ich mindestens fünf von sieben Tagen in der Woche koche, nicht lieferbar ist.
    Und komme mir keiner, das sei ein “Krabbensalat”-, ergo Luxus-Problem (Sorry, Jane!). Meines Erachtens ist die italienische Küche gerade in der heutigen Zeit unter Single-, DINKy- oder berufstätigen Haushalten weitverbreitet, weil sie gesund ist und Pasta oder Risotti nun mal eben schnell zubereitet sind.
    Und nein, ich möchte keinen billigen Pizzakäse oder irgendeinen Parmesan-Brösel-Kehricht im Frischebeutel. Ich nehme auch keine Petersilie zum Tomaten-Mozarella-Salat, wenn Basilikum eben besser schmeckt. Ich möchte die Wahl haben.
    Langer Rede kurzer Sinn: Dies ist nur ein Beispiel – ich fand das Angebot von PLUS dem von NETTO in vielerlei Hinsicht überlegen.

  • Anton Launer sagt:

    Liebe Elbnymphe, ich bin mir sicher, dass es in der Biosphäre guten Parmesan im Block gibt. Im Konsum gibt es sowas auf jeden Fall.
    Im Übrigen ist mir aufgefallen, seit es den Netto auf der Kamenzer gibt, gehe ich wesentlich öffter in dem kleinen Lebensmittelladen daneben einkaufen. Und mit jedem Mal entdecke ich mehr leckere Produkte.

  • elbnymphe sagt:

    Ja, Deine Antwort ist berechtigt. Ist halt nur so, Biosphäre und Konsum sind einfach mal eine Preisklasse über den Discountern. Aber da kommen wir dann wieder in Diskussionen, die von Gentry bis LOHAS gehen. Und der NETTO hat immer noch keinen Parmigiano.

  • rudi sagt:

    aber im netto gibts fetzer, das einzig lohneswerte darin.

  • Jane sagt:

    Hey, Krabbensalat ist KEIN Luxus, sondern ein sehr gesundes Grundnahrungsmittel, sehr eiweißreich (Fisch). Wo liegt der Unterschied zu Geflügel- oder Heringssalat?
    Ich sagte ja, Krabbensalat muss nicht teuer sein und im Plus oder jetzt eben im netto kostet er auf jeden Fall viel weniger als im Konsum, und 100 g kosten übrigens bestimmt auch weniger als 100 g original italienischer Parmesan :D
    Mittlerweile mache ich mir meinen Krabbensalat selber und kaufe bloß noch die nackten Krabben, bissel Joghurt und Kräuter wachsen auf meinem Balkon. Dafür gebe ich mich auch schonmal mit dem “Brösel-Kehricht im Frischebeutel” zufrieden, denn dafür werten ein paar übriggebliebene Krabben die Spaghetti zu Spaghetti alla frutti di mare auf :))

  • Chris sagt:

    Na Jane, den Salat bekommste wohl nicht mehr los – aber selber machen ist eh viel besser.
    Weiß den jemand was mit dem ehemals Spar Königsbrücker und ehemals Spar Alaunstraße passiert? Die Alaunstraße könnte auf jeden Fall noch nen NETTO vertragen. ;-)

  • rudi sagt:

    der gut spar auf der alaunstraße wird rossmann und der auf der königsbrücker wird irgednwas, aber wohl kein bio-supermarkt wie angedacht.

  • Jane sagt:

    Wenn da nicht schon ein Parkplatz wäre, würde ich ja spontan für einen Netto auf der Louisenstraße plädieren (die Lücke auf Höhe des “Max”) – dann wäre zukünftig auch die absolut nervtötende Riesenbühne zur BRN Geschichte, die dort alljährlich aufgebaut wird und einen Mordskrach bis in die Hinterhöfe rein verbreitet. Auftreten tut dort eh nie jemand, sondern es wird lediglich von 11 Uhr vormittags bis 02 Uhr nachts wie am Fließband Elektro-Mucke gespielt und das 3 Tage und 2 Nächte lang. Mir graut’s schon.

  • Jane sagt:

    @ Rudi:

    Wie Rossmann, und was passiert mit Rossmann gegenüber? Die wollen doch nicht wirklich 2 Rossmann-Filialen vis-a-vis betreiben?

  • Anton Launer sagt:

    Wo hast Du denn die Rossmann-Info her. Kann man das irgendwo nachvollziehen. Auf der Königsbrücker werben ja riesige Plakate vom Citymakler, warum sollten die noch dran sein, wenn der Laden schon vermietet ist, aber da könnte man mal nachfragen.
    @ Jane: Bitte, Bitte, Bitte nicht noch´n Netto …

  • Jane sagt:

    Anton: Keine Sorge, muss nicht unbedingt ein Netto sein, egal was, Hauptsache kein Konsum oder Tengelmann oder sowas. Warum nicht Lidl? Ich mag Lidl eigentlich sehr gern. Aber steht ja eh nicht zur Debatte, denn das Grundstück gehört ja dem Parkplatz- und BRN-Bühnen-Betreiber.

    Und wegen der Königsbrücker: na da haste doch gleich wieder was zu tun, Anton, rasender Neustadt-Reporter ;)

  • rudi sagt:

    Das mit rossmann ist allgemein bekannt. Die haben wohl das grundstück erworben und schon die halbe Kaufhalle abgerissen. Wechseln also die Straßenseite und in die alte Filiale vergrößert sich der türkische Supermarkt, gerüchten zu folge. Mehr Infos gibts wahrscheinlich bei Frau Richter.
    auf Lidl und Co kann ich gerne verzichten. Ich brauch keinen Supermarkt ohne Mehrweg-Abteilung und wenn dann noch die Einnahmen zu Scientology fließen …

  • Jane sagt:

    Rudy, dann aber bitte auch keine DVDs von Filmen mit diversen Hollywood-Schauspielern kaufen, ausleihen oder die Filme sonst irgendwie konsumieren – die stecken ihren Verdienst dann nämlich auch u.a. in Scientology rein.
    Wichtig ist doch, dass die Lidl-Kette Tausenden Menschen in diesem Land einen Arbeitsplatz bietet, der mag vielleicht nicht der allerbeste sein (siehe Spitzel-Affäre), aber wenigstens haben diese Leute einen und er ist halbwegs krisensicher.
    Und deine Mehrwegflaschen kannst du auch beim Konsum kaufen.

  • rudi sagt:

    oh, das arbeitsplatzargument habe ich ja lange nicht gehört. lidl ist besser als netto, weil die die leute noch effektiver ausbeuten. stimmt.
    ich habe als verbraucher doch einen kleinen einfluß auf den anbieter. also kaufe ich nicht bei öko-schweinen, die bewusst kein mehrwegangebot führen, die ihre mitarbeiterinnen für hungerlöhne arbeiten lassen, dabei noch überwachen und ihre satten gewinne in sekten stecken. aber hauptsache billig.
    und zum thema film: kino statt dvd!

  • Jane sagt:

    rudi: Beim “Arbeitsplatzargument” gehts ja gar nicht darum, welcher Arbeitsplatz nun “besser” ist, sondern darum, dass überhaupt erst welche geschaffen werden. Frag doch mal Frau Müller an der Kasse, ob die ihren gerne räumen möchte, damit weniger Geld zu Scientology fließt. Man sollte wirklich nicht immer nur aus der eigenen, idealistischen Perspektive heraus argumentieren, sondern geflissentlich die der Betroffenen mit einbeziehen.

    Und was deine “Kino-statt-DVD”-Theorie betrifft: Meinst du wirklich, das Saler der Darsteller hat kein bisschen damit zu tun, wie erfolgreich ein Film in den Kinos dieser Welt ist?

  • Anton Launer sagt:

    Da ist sie wieder die Supermarkt-Diskussion. Falls noch jemand alte Argumente aufwärmen will, hier bitte nachlesen.

  • rudi sagt:

    ich glaube, erfolgreiche filme interessieren mich nicht. aber das ist ja nun ein anderes thema.
    ansonsten habe ich gar nicht so eine großartig idealistische perspektive. finde aber dieses totschlagargument “arbeitsplätze” albern. da muss ich für alles sein, was arbeit schafft? nee, da bleibe ich lieber arbeitslos.

  • rudi sagt:

    ich wollte gar keine diskussion, wollte nur mitteilen, dass rossmann umzieht und lidl bleibt, wo er ist…;-)

  • Jane sagt:

    rudi: Hat doch gar keiner gesagt, dass du “für alles sein musst, was Arbeit schafft”. Aber ich finde, man sollte nicht planlos gegen etwas hasardieren, ohne alle Aspekte, die reinspielen, geprüft zu haben. Und beim Lidl geht es schließlich nicht darum, aktiv Arbeit zu *schaffen*, sondern darum, bestehende Arbeitsplätze und damit Existenzen zu sichern. Denn das Geld, das du im Lidl lässt, geht eben nicht 1:1 zu Scientology, sondern unter anderem auch in den Lebensunterhalt vieler Tausend Menschen und vieler Kinder.
    Und ich möchte nicht wissen, wo all die Lebensmittel herkommen, die du sonst so täglich konsumierst, welche Kriegswirtschaften und Repressionsregime du u.a. dadurch mit deinem Geld unterstützt. Ich glaube, dagegen ist Gerhard Lidl ein ganz blasses Lichtlein.

  • Jane sagt:

    Haha, tja, die Supermarktdiskussion inklusive Lohnpolitik der Anbieter und Krabbensalat werden dich wahrscheinlich bis ans Ende deiner Blogger-Tage verfolgen, Anton :DD

    Sorry dafür, aber es ist echt ein unheimlich gefragtes Thema.

  • rudi sagt:

    ach, ich wollte keine revolution und keine große diskussion. wie gesagt, ich finde bestimmte discounter ablehnenswert und versuche halbwegs vernünftig zu konsumieren.
    das arbeitsplatz-argument bleibt albern, auch mit deiner versuchten erläuterung und er unterschied zwischen menschen und kindern ist mir auch nicht ganz klar.

  • Jane sagt:

    rudi:

    Wenn man sich mit seinen Ansichten in die Öffentlichkeit stellt, dann kalkuliert man doch automatisch Diskussionen ein. Oder erwartest du wirklich, dass andere dann mit ihren Eindrücken zu deinen Veröffentlichungen hinterm Berg halten?
    Das “Arbeitsplatzargument” als “albern” zu titulieren, finde ich respektlos gegenüber denjenigen Menschen, für die es die pure Existenz bedeutet, sorry.
    Man kann zu diversen spiritistischen Strömungen stehen, wie man will – aber gegen ein “ich kauf nicht bei…, weil der Inhaber … ist” hab ich einfach mal was, denn es mutet ideologisch an und spart das Menschliche aus.

  • rudi sagt:

    ich glaube, du verstehst mich nicht ganz. das schaffen von arbeitsplätzen ist nicht albern, sondern das todschlagargument. damit vernichtet man sämtliche kritik. hauptsache arbeitsplätze egal was dahinter steht? also mehr autobahnen, mehr brücken, mehr kriege, mehr akws, mehr…?

  • Jane sagt:

    rudi: Leider ist es umgekehrt. Du verstehst nicht, dass es bei Lidl gar nicht die Frage ist, ob man etwas startet, was eventuell fragwürdige Begleiterscheinungen hervorrufen könnte (wie etwa die Frage nach neuen Autobahnen, Kriegen usw.), sondern Lidl EXISTIERT. Und damit auch Tausende Arbeitsplätze, die bedroht wären, würden jetzt alle oder sehr viele so denken wie du und nicht mehr bei Lidl kaufen.
    Und für mich ist da immer noch ein Unterschied, ob angesprochene Begleiterscheinung der Tod oder eine Gefährdung von Mensch und Umwelt wäre, wo ich Opposition für absolut vertretbar und vernünftig halte (wie ich ja auch andeutete), oder ob ich etwas boykottiere, weil mir die spiritistischen Neigungen lediglich eines einzigen Menschen (hier Gerhard Lidl) nicht passen, während Tausende, die bei Lidl arbeiten und ihren Job Gerhard Lidl verdanken und ihn sicherlich gerne behalten möchten, mit Scientology überhaupt nichts zu tun haben.
    Mit Totschlagargument hat das überhaupt nichts zu tun, im Gegenteil, es differenziert weitaus mehr, als ein plattes “Ich kauf nicht beim Scientologen”. Ich vermute vielmehr, dass dir gegen dieses Argument nicht viel Logisches einfällt, was dagegen einzuwenden wäre.

  • Mattze sagt:

    Hi Jane,

    was hat jetzt wieder Scientology mit “das Menschliche” zu tun? Vorsicht mit solchen Aüsserungen bitte. Es gibt wirklich gar nichts, was Scientology und Co. in einen Kontext mit Menschlichkeit setzen sollte. Rudi hat nicht unrecht. Leider hört bei dem Arbeitsplatzargument jede objektive Betrachtung aller negativen Faktoren auf. Hauptsache Arbeit finde ich abwertend.

  • Jane sagt:

    Ach Mattze, lies doch mal alle Postings ;) Es ging mir beim “Menschlichen” um die Existenzen der Arbeitnehmer, die buchstäblich an der Kaufkraft des Kunden hängen.

  • Mattze sagt:

    Hey Du verharmlost die Wirkung der Herren Lidl & Co. Das fühlt sich einfach nicht so toll an.

  • Anton Launer sagt:

    Mal angenommen, morgen kauft niemand mehr bei Lidl, dann müssen die doch alle woanders einkaufen. Das heißt andere Supermärkte müssten mehr Leute einstellen und mehr Filialen eröffnen. Oder doch nicht?

  • rudi sagt:

    aber morgen hat nur der lidl offen, zumindest hier im umkreis ;-)

    und jane: es geht mir doch nicht nur um das sektenmitglied dieter schwarz. hab ich irgendwo geschrieben: kauft nicht beim xy? ich finde lidl nicht toll, weil die bspw. bewusst auf mehrweg verzichten, misserable arbeitsbedingungen haben (auch schon vor der bespitzelung) und generell ein haufen schrott anbieten. wie die expansion in osteuropa von statten lief, kann man sich auch lebhaft vorstellen. das arbeitsplatzargument bleibt für mich ein unlogisches todschlagargument, egal ob ein unternehmen eine neue filiale aufmacht oder sich grad neugründet. wenn lidl sich im tschechischen naturschutzgebiet ansiedelt und ein großes stück wald rodet und dafür ein paar billig-lohnplätze schafft, ist das menschlich?

    zum schluß: was hat gerhard lidl mit dem discounter zu tun? ist der dort kassierer?

  • Medienfuzzi sagt:

    Wow, 30 Kommentare, nicht schlecht!

    Ich mag Lidl/Aldi/Discounter im Allgemeinen nicht! Das Angebot ist grottig, gerade wenn ich die Obst-Gemüse-Ecke sehe wird mir schlecht. Die Arbeitsbedingungen sind zum heulen und verleihen jedem Wunsch nach Mindestlohn Ausdruck. Außerdem scheren die sich einen Dreck um Fairtrade und dergleichen.

    Da immer gegessen und gekauft wird, wird es immer eine bestimmte Menge Arbeitsplätze in der Branche geben.

  • Jane sagt:

    @ Anton: Das hilft den gefeuerten Lidl-Angstellten dann doch aber auch nicht weiter, oder?
    Und machen wir uns doch nichts vor: Wir wissen doch alle, dass heute hundertmal schneller entlassen, als eingestellt wird. Das heißt, dass, wenn bei Lidl entlassen, bei netto oder aldi deshalb noch lange nicht eingestellt wird.

    @ Rudi: Du hast aber schon auch geschrieben, dass du dort u.a. deshalb nicht kaufst, weil die Einnahmen dann zu Scientology wanderten.
    Die freie Wirtschaft ist immer ein zweischneidiges Schwert – aber selbst der schlechtbezahlteste Angestellte wird tausendmal lieber für wenig Geld arbeiten gehen, als sich morgen in die Schlange im Amt einzureihen, kenne das u.a. aus eigener Erfahrung. Ich bin der Meinung, das verdient Berücksichtigung.

    Und was Gerhard Lidl mit Lidl zu tun hat? Gar nichts wahrscheinlich. Und bei genauerer Recherche hierzu ergibt sich, dass Lidl überhaupt keine Verbindungen zu Scientology hat. Diese Behauptung gehört sehr wahrscheinlich ins Reich der Verschwörungstheorien.

    @ Medienfuzzi: Hier können wir jetzt gerne wieder die Diskussion von neulich aufwärmen, wo es darum ging, ob die Inanspruchnahme eines Discounters immer eine Sache von “Wollen” und “Mögen” ist. Zu oft ist es eben auch eine des “Müssens” und “Keine-Wahl-Habens”.

  • Jane sagt:

    @ Mattze:

    Die Stelle zitiere mir mal bitte, wo ich “die Herren Lidl & Co.” verharmlose.
    Wir haben übrigens festgestellt, dass es gar keinen
    “Herrn Lidl” gibt, jedenfalls nicht im Zusammenhang mit der Lidl Handelskette und es gibt auch keinen Zusammenhang zwischen Lidl und Scientology.

  • Chris sagt:

    Mensch Jane, bald BRN und wieder laut und so – 3 Tage die ganzen Verrückten ertragen. Vielleicht bietet ja Lidl demnächst wieder billige DB-Tickets an – da kannste übers Wochenende verreisen. Das wärs doch. ,-)

  • Mattze sagt:

    Hey, wollen wir für Jane sammeln? ;-)

  • christoph sagt:

    @Jane… egal ob menschlich hin oder her, es gibt, egal ob Arbeitsplätze dranhängen oder nicht, Läden wo nicht eingekauft gehört….zum Beispiel um mal von der(gelösten) Krabbensalatproblematik wezukommen, das Tonsberg oder mittlerweile Narvik oder welche schwedische Kleinstadt auch immer … man sollte sich schon irgendwie im klaren sein, ob man spirituelle oder politische Strömungen unterstützt …
    also für mich zählt dieses pseudosoziale Arbeitsplatzargument nicht, immerhin gibts ja sowas wie ne freie Berufs- und Arbeitsplatzwahl.

  • stefanolix sagt:

    Warum schaut Ihr nicht einfach mal in die Wikipedia-Artikel zu Dieter Schwarz und Lidl (zu den Eigentumsverhältnissen)?

    Das Gerücht über die Verbindung zwischen Scientology und Lidl ist eine typische »urban legend«. Es hat bisher niemand geschafft, irgendeinen Anhaltspunkt dafür zu finden. Die einzige halbwegs gesicherte Information ist: Schwarz sei evangelisch-freikirchlich geprägt. Ob der Mann heute noch in die Kirche geht oder nicht, ist einzig seine Privatsache.

    Und meine persönliche Meinung: ich meine, dass die Diskussion ziemlich abgehoben ist. Ihr werdet mit Euren Ansprüchen keinen rundherum moralisch einwandfreien Discounter finden können. Ihr werdet aber in Dresden eine Menge Personen finden, die bei irgendeinem Discounter einkaufen müssen und die oft überhaupt keine Zeit für tiefgehende Vergleiche haben.

  • Anton Launer sagt:

    Nun was aber keine “urban legend” ist, ist der Umgang bei Lidl mit den Angestellten. Ich meine, die 2008 hochgekochte Spitzelaffaire war ja nur die Spitze des Eisberges. Bereits vor 8 Jahren gab es Medienberichte über die Erpressung von Angestellten. Und ehrlich gesagt, halte ich es für besser, wenn jemand Sütze vom Amt bekommt, als wenn er dann bei nem Arbeitgeber anheuert, der ihn dann nach wenigen Monaten zu Schuldanerkenntnissen (Beispiel hier nachlesen) erpresst.

  • stefanolix sagt:

    Dass die Überwachung von Mitarbeitern rechtswidrig ist und mit rechtsstaatlichen Mitteln verfolgt werden muss, ist überhaupt keine Frage. Ich würde es sehr begrüßen, wenn es endlich mal ein rechtskräftiges Urteil gegen solche Manager gäbe.

    Inzwischen fliegen sie ja in anderen Unternehmen, wie bei der Bahn, wenigstens raus, wenn sie es zu arg treiben.

    Aber es ist andererseits auch nicht in Ordnung, einen Eigentümer, einen Manager oder ein Unternehmen einfach mal so mit der Scientology-Sekte in Verbindung zu bringen.

    Ohne Namen zu nennen: es gibt auch Discounter, die ihren Kassiererinnen eine relativ gute Bezahlung bieten, aber trotzdem keinen Betriebsrat zulassen. Andere Discounter drücken den Lieferanten die Preise immer weiter nach unten, kaufen von zweifelhaften Anbietern oder gehen an die untersten Qualitätsgrenzen. Was ich damit sagen will: Discountpreise ohne Nebenwirkungen gibt es nicht.

  • Jane sagt:

    Chris:
    Naja, werd erstmal 30 (klingst zumindest so, als wärest du davon noch ein Stück entfernt). Irgendwann hängt einfach jedem, der neben lauter Musik und Parties noch einen anderen Sinn in seinem Leben entdeckt hat, der Dauerkrawall zum Halse raus.
    Und als kleiner Disclaimer: Ich liebe die BRN, das bunte Treiben, die vielen Leute und die Musik. Es gibt nichts Schöneres, als sich unters Volk zu mischen und guten Bands zuzuhören. Ich finde nur, dass die Bühnen nicht bis in die Hinterhöfe reichen müssen und dass für die Musik auf der Straße ab Mitternacht Schluss sein sollte, denn es gibt hier durchaus auch Kinder, ältere Leute und andere Menschen, die einfach auch irgendwann mal schlafen müssen bzw. wollen. Und wenn ich in meinen eigenen 4 Wänden 3 Tage und 2 Nächte lang selbst bei geschlossenen Fenstern kaum mein eigenes Wort verstehe, dann ist das schon irgendwann lästig. Keine Ahnung, wo du wohnst, aber ich wohne direkt am Kreuz Louise/Görlitzer/Rothenburger, dort hast du von allen 4 Richtungen aus tagelang Dauerbeschallung. Und ja – MICH NERVT DAS!
    Ich hab die leicht gehässige Note in deinem Posting schon entdeckt, für mich eher ein Zeichen von Schwäche.

  • Jane sagt:

    Mattze:
    Wow, bei deinem Talent, Leute zu mobilisieren, solltest du Politik wirklich mehr abgewinnen können :DD

  • Jane sagt:

    Anton:
    Du bist doch freier Journalist (oder?). Starte doch mal eine Umfrage unter Angestellten bei Lidl, Konsum und netto. Interviewfragen sollten ungefähr so ausschauen:

    – Welcher Art ist Ihr Angstelltenverhältnis bei…?
    – Wie hoch ist ihr Stundenlohn?
    – Wie schätzen Sie das Arbeitsklima bei … ein?
    – Wie oft haben Sie bereits darüber nachgedacht, zu kündigen?
    – Warum haben Sie sich bislang dagegen entschieden?

    Dann werten wir das mal aus. Ich finde, alles andere ist eigener Standpunkt und viel Idealismus, also nicht gerade wertfrei.
    Habe da ehrlichgesagt selbst schon drüber nachgedacht, ob ich das mal in Angriff nehme.

  • Jürgen sagt:

    Jane: Eigentlich wollte ich mich nicht melden, es hat mit dem Thema Supermärkte nichts zu tun aber wenn Du schon die BRN ins gespräch bringst. Du bist jung, Du wirst woll diese 2Nächte überstehen. Ich bin vor 4Jahren aus Senftenberg wegen der Arbeit nach Dresden gekommen und wollte nur ihr in der Neustadt wohnen wegen der kulturellen vielfallt. Und den Wohnsitz sucht man sich eigentlich aus, mann sollte sich nicht beschweren über den Krach wenn man über einer Kneipe wohnt oder in einem Viertel das nicht gerade leise ist. Und schiebe bitte nicht wieder die Kinder und die Alten vor in deiner Entschuldigung für 2Nächte Lärm, den Hundenkott und Schmutz von den Neustätern ist für die Kinder weniger zu ertragen als die sogenante Lärmbelästigung.

  • Anton Launer sagt:

    @ Jane: Das kannste vergessen, da bekommst Du keine Antworten drauf. Weil die Mitarbeiter meistens schon bei Einstellung eine Art Schweigeverpflichtung unterschreiben.

  • robicon sagt:

    “Im Übrigen ist mir aufgefallen, seit es den Netto auf der Kamenzer gibt, gehe ich wesentlich öffter in dem kleinen Lebensmittelladen daneben einkaufen. Und mit jedem Mal entdecke ich mehr leckere Produkte.”

    Du hast soo soo recht, Anton! (bis auf das Doppel-f natürlich). Und auf das Pläuschchen möchte ich auch nicht verzichten.

  • Anton Launer sagt:

    Das Doppel-f steht für “fast forward”, weil es doch immer so schnell dort geht … ;-)

  • Jane sagt:

    @ Anton: Aber wenn den Mitarbeitern ihr Job so furchtbar scheint, dass sogar Arbeitslosigkeit ihnen angenehmer wäre, wieso sollten sie dann Angst vor einer Kündigung (bei Verstoß gegen die auferlegte Schweigepflicht) haben? Vielleicht ist schon das ein Indiz dafür, dass die Befindlichkeiten der Betroffenen, also der Arbeitnehmer, ein wenig anders gelagert sind, als die Einschätzungen Außenstehender.
    In solchen Fragen Position zu beziehen, ist nicht einfach – und das ist eigentlich auch alles, was ich hier gesagt haben will, denn mir schien, dass es sich der eine oder andere schlicht zu einfach macht.

  • robicon sagt:

    Geht es nicht. Und das ist ja das Nette.

  • catapult22 sagt:

    Kurzes statement zum Thema Arbeitsbedingungen bei Lebensmittel-Discountern.

    Kurz vor Ende meines Studiums wollte, musste ich langsam ans Bewerben denken. Habe mich also hier und da beworben – vorallem wollte ich live erstmal Bewerbungsgespräche trainieren. Unter den ersten Trainingskandidaten (sprich Bewerbungsschreiben) war auch Norma, ein vielleicht ein nicht so bekannter Lebensmittel-Discounter. Wurde eingeladen und bekam ratzfatz eine Zusage (waren vielleicht noch andere Zeiten damals).

    Ein Stück weit auch auf Drängen meiner Eltern (“Junge, sei doch froh, wenn Du einen Job hast.”) habe ich dann unterschrieben. Als Bezirksleiter. Als derjeneniger, der den Druck auf 5-10 Flialen auszuüben hat. Aber das habe ich erst später gemerkt. ICH hatte eine Superbezahlung, dazu noch einen Firmenwagen zur freien Verfügung.

    Nach dem 3. Arbeitstag wusste ich, das ist nicht mein Job. Meine Aufgabe sollte es sein, die Filialen zu kontrollieren, Kosten zu drücken, Verkäuferinnen zu knechten, anzutreiben, Kontrollberichte zu schreiben. Die Arbeitsbedingungen für die Verkäuferinnen waren eine Katastrophe, ich könnte Seiten mit Beispielen füllen. Dafür gibt es aber schon ganze websites. Die (meist) Frauen haben (insbesondere in ländlichen Gebieten) aufgrund familiärer Immobilität und oft auch mangels Qualifikation keine Chance auf Alternativjobs. Und haben alles akzeptiert…

    Ich habe insgesamt 30 Tage durchgehalten, dann habe ich diese Sch… beendet. Wollte nicht der Sklaventreiber sein. Aber: Ich konnte auf im Gegensatz zu den Frauen im Verkauf auf Job-Alternativen zurückgreifen, ich hatte ja noch mehr Bewerbungen laufen. Und die nächste Zusage war nicht weit. Ich war also kein Held a la “lieber arbeitslos als Discounter-Sklave”.

    Norma habe ich nie wieder betreten. ALDI besuche ich ca. 2x im Monat, obwohl die Discounter alle gleich sind (bin wieder kein Held). Kaufe da vorallem aus Zeitgründen (ist nah und ich weiss, wo ich was finde), auch aus Kostengründen für die basic foods. Komplett ernähren könnte ich mich von da nicht – auf Dauer zu eintönig.

    Die wirklich leckeren Sachen kaufe ich bei kleinen Meistern ihres Fachs. Empfehlung: Fleischerei During (z.B. Rothenburger Str., Neustadt oder Käse- oder Fischgeschäft am Schillerplatz, Tolkewitzer Str., Blasewitz). Hat auch damit zu tun, dass ich mich dort wohl fühle. #Heimat. Fischgeschäft hat auch prima Krabbensalat ;-)

    Natürlich sind alle teurer als Discounter. Aber 1. esse ich lieber weniger und dafür gut. Und 2. kann ich mir im Gegensatz u meinen Studentenzeiten inzwischen den Luxus erlauben, Qualität zu kaufen und mir trotz höherer Kosten den Anbieter meiner Wahl zu leisten. Und 3. schufte ich auch, um ein bissel die Welt zu verbessern. Und das heisst, eher kleine, lokale Anbieter zu unterstützen und nicht die großen Ketten.

    VG,

    HMD

  • Jane sagt:

    Catapult22:
    Ein lesenswerter Erfahrungsbericht. Und ich glaube, wenn hier eines feststeht, dann, dass die Arbeitsbedingungen bei Discountern nicht gerade rosig sind – zumindest für die kleinen Angestellten. Das stellt hier, glaube ich, niemand in Abrede.
    Der Punkt ist, dass gerade die kleinen Angestellten meist kein Studium in der Tasche haben und ihnen demzufolge meist nicht die Wahlmöglichkeit bleibt, zu sagen, ich schmeiße hier hin, denn ich finde garantiert schnell anderswo was Besseres. Auch kommen viele der Angestellten nicht frisch von der Uni, sondern haben eine Familie zu versorgen.
    Ich bin generell auf Seiten eines Jeden, der die Arbeitsbedingungen bei Lidl & Co. anprangert. Aber ich halte ein Konsumboykott dieser Märkte nicht für die Lösung des Problems. Ihr braucht doch nur zu schauen, WEM in erster Linie dadurch geschadet wird. Etwa den Konzernspitzen? Die haben ihre Milliönchen längst in der Schweiz gebunkert. Wenn die Markt-Kette pleitegeht, machen die sich nen fetten Lebensabend in der Schweiz oder auf Bali. Wer letztendlich darunter am meisten leidet, das wären die kleinen Angestellten, deren Existenz mit einem Schlage gefährdet oder gar vernichtet wäre.
    Bei Schädlingsbefall kann die Lösung imho nicht “Baum fällen” lauten, sondern sinnvolle Maßnahmen zur Bekämpfung der Ursachen – z.B. einen gesetzlichen Mindestlohn und eine Stärkung der Rechte der Arbeitnehmer.

  • Jane sagt:

    Jürgen:

    Du ignorierst die Bedürfnisse eines nicht zu verachtenden Teils der Bewohner. Meine Nachbarin wohnt im Vorderhaus (Louise) und hat einen 2-jährigen Sohn. Letzten Sommer war der noch kein Jahr alt zur BRN. Sie hat irgendwann am Samstag entnervt ihre Sachen gepackt und ist zu ihrer Mutter nach Meißen gefahren, weil der Kleine aufgrund des Schlafmangels und der Vibrationen durch die Bässe so hypernervös war, dass er stundenlang durchgeschrien hat, obwohl er aus dem Alter längst raus war. Gleiches bei der indisch-deutschen Familie direkt unter mir – nur dass die nicht verreisten, weil die Eltern beim Inder arbeiten und den Stand mitbesorgen mussten – so schrie die Kleine halt 3 Tage lang fast unentwegt, weil sie völlig gestresst war. Und das sind bestimmt nicht die einzigen Fälle hier und Spießbürgertum oder übertriebene Empfindlichkeit kann man meiner Nachbarin mit ihren 27 Jahren und ihrer alternativen Einstellung ganz sicher nicht unterstellen.

    Ich lebe mit kurzer Unterbrechnung seit meiner Geburt hier in der Neustadt. Und ich kann dir sagen, dass die BRN keineswegs IMMER derart überdimensional und vor allem lautstark ablief. Noch vor wenigen Jahren wurden die Sperrzeiten für die Live-Musik auf den Straßen penibel eingehalten und auch die Zahl der Anbieter war überschaubarer. Auch wachte man nicht schon um 10:30 vormittags wieder vom Bassgedröhn auf, nachdem man nachts zuvor erst gegen 05:00 Schlaf fand. Mir hat es zu diesen Zeiten weitaus mehr Spaß gemacht, einfach, weil man die dargebotenen Veranstaltungen – ob Konzerte, Stände oder Shows – weitaus besser genießen konnte. Heute ist die BRN eigentlich fast nur noch Stress, die Lautstärke hat zu-, die Qualität der Musik gleichzeitig abgenommen. Der ursprünglich beschaulich-alternativ-gemütliche Charakter des Neustadt-Festes ist dem Charme eines Massen-Raves ala Love Parade gewichen. Letztes Jahr habe ich geschlagene 25 Minuten gebraucht, um mich vom Alaunplatz die Alaunstraße bis zur Louisentraße durchzukämpfen. In dieser Zeit wurde ich 10-mal von besoffenen Halbstarken begrapscht, 2-mal mit Getränken überschüttet und meine Freundin entdeckte schließlich Röstzwiebeln und Mayo in meinen Haaren. Von den Ständen hab ich gar nichts mitbekommen, da ich viel zu sehr damit beschäftigt war, nicht umgerämpelt oder eingekeilt zu werden und überhaupt voranzukommen. Nein, das hat nichts mehr mit einem Stadtteilfest zu tun, bei dem ursprünglich Nachbarschaft, die Kinder und Kunst im Vordergrund standen. Die Rückzugsmöglichkeiten werden zudem immer weniger, weil sich die Festmeile von Jahr zu Jahr ausbreitet.

    Und ich glaube nicht, dass jemand von mir erwarten kann, dass ich mich nach über 20 Jahren Neustadtdasein von einem 3-tägigen Event vertreiben lasse. Mit Aussuchen, wo man hinzieht, war da nämlich bei mir nicht viel.

  • christoph sagt:

    nur noch 10-11 Tage dann gehts los juhu

  • Elbnymphe sagt:

    Breaking news: Netto hat wieder Parmesan am Stück im Sortiment! :-)

  • Anton Launer sagt:

    Das ist ja der Hammer: Mit dem Parmesan.

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