Neuer Künstler-Kalender von Pertermann

Thomas Pertermann und David Pinzer mit Kalender

Thomas Pertermann und David Pinzer mit Kalender

Der Sommer ist kaum vorbei, da werden die Druckerpressen schon angeschmissen und die Kalender für 2014 werden gepresst. Da will die Neustädter Hinterhofdruckerei WDS Pertermann nicht nachstehen und präsentiert „Verwunschene Orte oder: Die Magie des Verfalls“ – mit Fotografien des Dresdner Künstlers David Pinzer. Er hat auf den Fotos die eigentümliche Schönheit von verlassenen Orten und ihren stummen wie anmutigen Verfall eingefangen. David Pinzer ist ein junger Fotograf aus der Neustadt, er sucht diese „Verwunschenen Orte“ und wenn er sie findet, hält er sie in ihrer Einmaligkeit fest.

Zu seinen Motiven zählen ein verlassener Ballsaal in Rumänien oder ein verwaistes Theater in Bulgarien, ein einst mondänes Krankenhaus in Frankreich oder eine geschlossene Bar in einem deutschen Kino. David Pinzer gibt dem Betrachter ungewohnte Einblicke in eine Welt, in der die Zeit stillzustehen scheint und mit der die reale Welt längst abgeschlossen hat.

Druckerei-Chef Thomas Pertermann stolperte zufällig über eines der Bilder, er war so fasziniert, dass er zu dem Künstler Kontakt aufnahm. Und nun ist David Pinzer der diesjährige Protagonist des Künstlerkalenders. „Ich glaube, die Romantik der Unvollkommenheit auf diesen Fotos spricht viele Menschen an“, erklärt Pertermann. „Vor allem junge Leute, die sich in den perfekt sanierten Innenstädten und den sterilen, sauberen Einkaufstempeln nicht so richtig heimisch fühlen. Die verwunschenen Orte von David Pinzer sind dazu der krasse Gegensatz.“

Kalenderblatt für den Juni

Kalenderblatt für den Juni

Für David Pinzer ist dies der erste Kalender zu seinen „verwunschenen Orten“, und mit dem Ergebnis ist er sehr zufrieden: „Durch die Veredelung der Bilder mit einer feinen Lackschicht kommen die Farben und die Lichtreflexe noch mehr zum Leuchten. Und da das Kalendarium sehr dezent ist, bleiben die Fotos der absolute Mittelpunkt.“

David Pinzer wurde 1980 in Dresden geboren und arbeitet seit 2011 als selbständiger Fotograf in den Bereichen Mode, Porträt und People. Aber auch in der Reise- und Naturfotografie hat er zahlreiche Erfahrungen gesammelt und einen von der Zeitschrift „National Geografic“ ausgelobten Wettbewerb gewonnen. Die verwunschenen Orte besucht er ganz gezielt auf seinen Reisen und steht dabei im Kontakt zu zahlreichen Gleichgesinnten, die seine Leidenschaft für die Schönheit und die Einmaligkeit dieser Orte teilen.

  • Der großformatige Kalender „Verwunschene Orte“ (ca. 60cm breit und 40 cm hoch) von David Pinzer ist ab sofort im Buchhandel zum Preis von 24,90 Euro erhältlich bzw. kann anhand der ISBN-Nummer 978-3-936104-69-1 auch bestellt werden. Parallel ist er direkt bei WDS Pertermann (Görlitzer Straße 16, zweites Hinterhaus) erhältlich.
  • Das Neustadt-Geflüster verlost einen der Kalender. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bitte eindeutiges Interesse in der Kommentarspalte bekunden. Kurze Geschichten von „Verwunschenen Orten“ in der Neustadt können die Entscheidung beeinflussen.

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28 Kommentare zu “Neuer Künstler-Kalender von Pertermann

  1. AT
    8. September 2013 at 10:04

    Super Sache dieser Kalender! Sind bestimmt weitere bizarr anmutende Bilder, die einen auf Gedankenreisen schicken…

    Ich würde gerne einen gewinnen und auf Reisen gehen.

  2. Julia S.
    8. September 2013 at 10:19

    Ich bin total fasziniert von solchen Bildern und diesen Locations und hätte deshalb gern auch so einen schönen Kalender :) Und als Hobbyfotografin kenn ich auch ein paar schöne Orte in Dresden, wie zum Beispiel die künstliche Ruine in Pillnitz die auch so ein „verwunschener Ort“ sein könnte. Also bitte bitte bitte :D

  3. Anja
    8. September 2013 at 10:33

    http://instagram.com/p/RSJs6zLKts/

    Das Foto habe ich vor 10 Monaten von einem der bekanntesten „verwunschenen Orte“ in der Dresdener Neustadt gemacht. Es ist das älteste Bürohaus in Dresden und es steht unter Denkmalschutz.
    Jeden Tag fährt man vorbei, aber nur wenige nehmen es wirklich wahr.

    Ich würde mich sehr über den Kalender freuen ;)

  4. Madeleine
    8. September 2013 at 10:37

    Verwunschene Orte in der Dresdner Neustadt. Das klingt doch sehr interessant … beim längeren Nachdenken, ob mir noch eine tolle Geschichte einfällt, mit der ich bei der Verlosung Punkte sammeln könnte, stelle ich fest, dass es diese Orte doch kaum noch gibt … umso mehr weckt das meine Neugier auf den Kalender … und ich schwelge ein wenig in Erinnerungen an alte Hinterhöfe, das Orpheum, den Panzerhof und die Brache auf der Kamenzer Strasse …

  5. Nicole
    8. September 2013 at 10:40

    ich liebe die Fotos von David Pinzer, ich möchte den Kalender so gerne haben!!

  6. KW
    8. September 2013 at 10:53

    In der Dresdner Neustadt verschwinden diese Art von „Verwunschenen Orten“ ja leider Stück für Stück, obwohl ich sicher bin, dass sich noch ein paar wenige da verstecken. Habe leider in letzter Zeit keine mehr endecken können, ob der vielen Bauzäune und Bagger wegen. Nichts gegen eine Erschließung/Sanierung – wenn der Charakter der Neustadt erhalten bleibt, was leider nicht immer der Fall ist. Nichts desto trotz ist die Neustadt aber immer noch einer meiner liebsten Orte in Dresden, und wird es auch immer bleiben.
    Auch wenn die Bilder des Kalenders offensichtlich nicht aus der Neustadt stammen so ist es doch auf jeden Fall eine tolle Serie, und es wäre eine tolle Sache wenn ich den Kalender gewinnen könnte und das damit gesparte Geld in ein leckeres Essen in der Lila Soße investieren könnte. ;-)

  7. Chrobot
    8. September 2013 at 10:55

    bekommt ihr Geld für die Werbung?

    • 8. September 2013 at 10:56

      @Chrobot: Bezahlte Werbung wird gekennzeichnet.

  8. Maik
    8. September 2013 at 11:13

    Sehr schöne Bilder und eine Fantastische Stimmung die einen zum Nachdenken anregt, und wenn man ganz leise ist kann man auch noch die Stimmen hören die damals diesen Ort belebt haben.

    Verwunschene Orte ein Traum welchen man nur noch in ganz kleinen Hinterhöfen finden kann,welche aber leider immer mehr verschwinden damit sich die Architektur der heutigen Zeit durchsetzt.Daher bleiben uns meistens nur Erinnerungen sowie Fotos.

  9. s.
    8. September 2013 at 11:34

    wenn es was umsonst gibt kreisen die geier. ich werde mir einen kaufen!

  10. 8. September 2013 at 11:59

    Endlich mal ein Kalender, den ich mir, ohne jedes einzelne Motiv zu kennen, an die Wand hängen würde. Ich finde solche Art von Fotos bzw. die dargestellten Orte extrem inspirierend. Auch in Dresden gibt es noch viele solcher Ecken mit diesem ganz speziellen Charme. Viele Neu-Neustädter (gern auch Politiker mit dem Blick von außen) scheinen leider keinen Blick für derartige „Schönheit“ zu haben. Im Hecht gibt es da auch ein Beispiel eines verwunschenen Ortes, der sanft zum Leben erweckt wird:

    http://ballroom.livemoment.de/

    Eine spezielle Geschichte zu „Verwunschenen Orten“ fällt mir spontan (natürlich) nicht ein. Eher viele kleine Geschichten von Orten in der Neustadt, die ich „am Morgen danach“ gern verwünscht hätte. ;-)

  11. P.Rießnitz
    8. September 2013 at 12:00

    Verwunschenes Interesse, eindeutig. ;-)

  12. Andrea
    8. September 2013 at 12:25

    Dem Charme von,auf den ersten Blick nicht sichtbaren verwunschenen und teilweise auch vergessenen Orten kann ich vor allem in der Neustadt immer wieder erliegen. Ich liebe es mit meiner Cam „bewaffnet“ einfach durch die Strassen zu ziehen und den Blick auf kleine Dinge zu lenken, hier ein alter Stuhl, Ecken in denen Blumen widerwillig neues Leben erwecken, … Ich würde mich sehr über den Kalender freuen.

  13. shorsh
    8. September 2013 at 13:35

    tolle bilder, haben wollen (bitte)!! sozusagen als inspiration für den nächsten entdeckungsstreifzug auf dem leipziger bhf., kachelfabrik und anderen verlassenen orten :D

  14. Tobias
    8. September 2013 at 14:02

    …ich vermisse den verwunschenen Bäckereikeller Louisen- Ecke Talstrasse. Tolle Partys gefeiert rund um den Backofen, notfalls auch im Kerzenschein.
    Würde mich mit dem Kalender gern noch an ein paar andere verschwunschen Orte (zurück-) träumen =)

  15. Mel
    8. September 2013 at 14:33

    Eindeutiges Interesse

  16. eukalyptus
    8. September 2013 at 14:40

    …ist eher für meinen Partner. Er ist der, der mir Dresden und speziell die Neustadt gezeigt hat und mich, aus der Hauptstadt, mit dem Charme dieser Stadt gelockt hat. Nun bin ich selbst Neustädter. Ich liebe sie, die verwunschenen Orte Dresdens, und der Welt. Das lustige, den Charme des verfallenden der Vanitas lernte ich erst durch ihn zu erkennen. Die Mauern der Orangerie Dresdens, der dazugehörige Verwilderte Garten bis hin zur „Ruine“ des Casino in Constanta, Rumänien. Und jetzt ist er für einige Zeit in einem Land, in dem es diesen Charme nicht gibt, sondern nur neue renovierte schicke Häuser. Ich möchte ihm ein Stück Vanitascharme bringen und ihn in Erinnerung verfallen lassen, ja.
    Gruß

  17. Anne Feuerhack
    8. September 2013 at 18:51

    So einen schicken Kalender würde ich auch gern gewinnen. Der verwunschenste oder eher bizarrste Ort der mir in der Neustadt einfällt ist meine WG (die existiert allerdings nicht mehr). Mysteriöse Abwaschberge die sich bis zur Decke Türmen, Einkaufswagen voll mit Pfand und Essensreste unterm Sofa die eigene Kolonien gründen. Es war ein magischer Ort.

  18. Reinhard Herrmann
    8. September 2013 at 20:43

    Hi, würde mich sehr freuen, wenn ich der Gewinner des Kalenders mit den „Verwunschenen Orten“ wäre. Besten Dank für das Ziehen des richtigen Loses schon jetzt :-)

  19. buxi
    8. September 2013 at 23:27

    bin zwar kein typischer lost places jäger, bin allerdings meist durch zufall schon in vielerlei ruinösem herumgestromert, fotografiere auch viele bruchbuden bei bevorstehender sanierung und stelle die bilder nach umbau gegenüber. davids bilder sind wohl derzeit das abgefahrendste was es gibt. solche motive fand ich bisher kaum und kann auch nicht so viel rumreisen wie er. die stories dabei sind eher die gefahren, die man eingeht und das kribbeln des illegalen. wirklich interessante geschichten müssen wohl eher im geheimen bleiben. aber: der schornstein im bewachten lahmannsanatorium war, als es ihn noch gab, sogar zweimal dran.
    im industriegelände gibt es ein sehr schönes industriedenkmal im ruinenzustand (meschwitzstr.), welches voller guter graffitykunst ist. die reste einstiger technoparties liegen da bis heute herum. die zerdepperte kloreihe ist fast pinzerwürdig. auch die altbauten hinter der kronenapotheke sind noch verwunschen. am villeroygelände haben junge leute ein eigenes fahrradzahlenschloss am verschnörkelten eisentor angebracht. kaum jemand weiss, was in dem brachenurwald dort abgeht, denn alle bauten sind abgerissen. schön ist auch die schweinemast wurgwitzer strasse. zum denkmaltag heute konnte man das zentralwerk pieschen besichtigen. ich war zudem noch in einem spinnereiruinenareal bei chemnitz.

    schon die letzten pinzer-kalender waren der hit, nun gibts wieder ne chance. bitte bitte, es ist wichtig, denn ich habe weder ne profikamera noch HDR-bildbearbeitung.

  20. Nina
    9. September 2013 at 00:31

    Jaaa! Ich liebe verwunschene Orte-und hätte gerne den Kalender

  21. Ali Mente
    9. September 2013 at 11:40

    Hallo Anton, als Glückspilz bekunde ich mehr als eindeutiges Interesse an dem besagten wirklich wunderschönen Kalender, denn ich möchten selbigen meinem jüngsten Sohn zum baldigen Geburtstag schenken.

    Also liebe Neustäter Glücksfee , sei mir wieder gnädig.

    Ali

  22. Doreen
    9. September 2013 at 13:09

    Verwunsche Orte, ein grandioses Thema für einen Kalender, denn sind wir nicht alle hin und wieder auf der Suche nach etwas Verwunschenem das unserem Leben die kleinen Lichtblicke zurück gibt? Mein Lieblingsort ist die ehemalige Mosaikfabrik, denn hier trifft der Zauber der Vergangenheit, auf die harte Zukunft…

  23. berit
    9. September 2013 at 13:26

    ich habe den zum künstler gehörigen artikel in der sz verschlungen! alte, verfallene häuser haben mich schon immer in ihren bann gezogen, ich mache nichts lieber als solche orte zu besuchen, wenn sich denn die gelegenheit bietet und mal die sonst verschlossene tür offen steht (wie letzte woche erst wieder zufällig auf der köngistraße).
    mein lieblingsort in der neustadt ist ein hinterhof in der talstraße. dort gibt ein wunderschönes, altes, verfallenes haus, quasi in dritter reihe, in das ich vor einigen monaten mal reingehen und fotografieren konnte – traumhaft! jeder raum hatte seinen eigenen charme und überall waren noch spuren von leben zu sehen. der angrenzende, dazu absolut passende garten, ist herrlich „verwachsen“ (am liebsten würde ich dort einziehen und (fast) alles so lassen wie es ist). ich stelle mir bei solchen besichtigungen immer die menschen dahinter vor und schlüpfe in diesen momenten in eine andere welt und zeitzone. besonders aufregend war es mitte august auch in frankreich. im val de loire gibt es zahlreiche höhlenwohnungen, die sogar teilweise heute noch bewohnt sind. eine, an unserem weg gelegene, alte, unbewohnte, war offen und ich pfiff meine familie zurück, um reinzugehen. das war ein wirklich ganz besonderes erlebnis und ziemlich aufregend, die dunklen, fensterlosen räume zu betreten, regale und sogar noch zwei kamine vorzufinden. unvorstellbar, dass dort wirklich menschen lebten.
    schöne woche und viele grüße, berit

  24. 9. September 2013 at 16:01

    Anton, Du stehst in keiner wirtschaftlicher Beziehung zu Pertermann?

    • 9. September 2013 at 17:08

      @Sebastian: Das Neustadt-Geflüster steht in keiner wirtschaftlichen Beziehung zu Pertermann.

      Jedoch ist WDS Pertermann ein Kunde der Textwerkstatt Dresden, die auch das Neustadt-Geflüster produziert.

  25. 11. September 2013 at 20:03

    Und gewonnen hat: Torsten. Du bekommst eine E-Mail.

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