Flaggen, Farben, Frühstück

da kamen etliche Ideen zusammen

da kamen etliche Ideen zusammen

Etwa zehn Neugierige kamen gestern zur großen BRN-Versammlung der Schwafelrunde (ohne Ritter) ins Stadtteilhaus. Erfahrungsgemäß wird der Andrang bei späteren Info-Veranstaltungen deutlich größer. Bis Juni ist es eben doch noch etwas hin. Der gestrige Abend sollte vor allem der Ideen-Sammlung dienen. Außerdem stellten die Schwafler ein paar Probleme in den Raum. Nach einer kurzen Einleitung durch die BRN-Oberschwaflerin Ulla Wacker sprudelten die Ideen nur so: Es sollte wieder einen Umzug geben, ein Farbfestival wäre toll und wie wäre es, wenn die Neustädter mehr Flagge zeigen würden. Nicht nur die BRN-Fahne, sondern auch Herkunftsflaggen aus Regionen oder Ländern. Außerdem sollte das Sonntagsfrühstück noch stärker hervorgehoben werden. Wegen des Umzuges gibt es schon eine Idee, lautstarke Samba-Musikanten stehen bereit, durch die Neustadt zu toben, gesucht wird noch ein Führungsfahrzeug.

Zwischendurch wurde auf die Problematik mit dem Wasser-Lassen, ein Klo-Container kostet ca. 800,- Euro, und die Plaste-Becher-Wahnsinn hingewiesen. Außerdem wurde die neue BRN-Zeitung „Schrott & Korn“ präsentiert, die sowohl Anzeigen als auch Mitstreiter sucht.

Dann plötzlich, ganz unerwartet, platzte es aus Magnus Hecht (ehemaliger Scheune-Chef in Elternzeit) heraus: „Flaggen, Farben, Frühstück“ Nun hat die BRN 2013 also ein Motto. Toll!

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17 Kommentare zu “Flaggen, Farben, Frühstück

  1. Critter
    27. Februar 2013 at 14:04

    Was ist ein Plaste-Becher-Wahnsinn?
    Falls damit gemeint ist dass viel Plaste-Müll auf den Straßen rumliegt, so ist das doch akzeptable. Irgendwas muss getrunken werden (wenn auch nur Wasser) und Plaste Müll ist besser als Glassplitter

    • 27. Februar 2013 at 14:16

      In den 90ern gab es ein paar Jahre lang an jedem Stand die gleichen Becher (etwas stärkere Plaste-Becher). Auf jedem war eine Mark Pfand, das führte zu deutlich weniger Müll. Dies ist mit dem Konzept der verschiedenen Stand-Anmelder sicher nicht zu erreichen, daher wird nach anderen Ideen gesucht.

  2. Maria
    27. Februar 2013 at 14:52

    Kann nicht jeder sein eigenes Trinkgefäß mitbringen und sich an den diversen Ständen füllen lassen? Wegwerfbecherfreie Zone Neustadt?

  3. 27. Februar 2013 at 15:04

    brn 2013: weniger kapitalismius, mehr eigeninitiative!

  4. Pieschener
    27. Februar 2013 at 15:08

    man müsste es nur hinkriegen dass alle standbetreiber einen wahnsinnig irrwitzigen pfand erheben…da überlegt man es sich selbst im hartsuff drei mal ob man den becher jetzt echt einfach auf der strasse liegen lässt. -> und weg mit der Pfandmarkenidee – Da lohnt sich das sonntägliche müllsammeln nicht.

    Auf anderen großen veranstaltungen klappt es übrigens, dass jeder standbetreiber die selben becher hat.

  5. Frank
    27. Februar 2013 at 15:28

    @Anton:
    Welches Konzept meinst du da genau, dass einen Pfand auf Becher verhindert?

    Ehrliche Frage, ich kenne die Hintergründe nicht.
    Ein Pfand auf Becher ist doch eigentlich eine gängige Methode um Müll zu vermeiden. Beim Hechtfest letztes Jahr gab es, so weit ich es mitbekommen hab, doch auch Pfand auf die Becher. K.A. ob die Becher alle einheitlich waren aber da wo ich was getrunken habe war ein Pfand fällig.

  6. Nine
    27. Februar 2013 at 16:28

    „…einen wahnsinnig irrwitzigen pfand erheben…“
    also bei 5 euro pro bier bring ich dann lieber mein eigenes mit.

  7. granatapfel
    27. Februar 2013 at 16:54

    hm, ich verstehe gar nicht, warum die Sache mit den Einheitlichen Bechern nicht klappt. Denkt mal an die Glühweinverkäufer zurück vor 3 Monaten, das war ja auch wie ein kartell.. pro Markt gleiche Becher, gleiche Preise..

  8. 27. Februar 2013 at 19:58

    @Frank: Hechtfest, Elbhangfest – jeweils ein Organisator, ein Veranstalter. BRN – 260 Veranstalter. Die alle unter einen Hut zu bekommen, halte ich für ausgeschlossen.

  9. 27. Februar 2013 at 21:55

    Tja das mit dem Müll ist so ein Problem. So eine Auflage wegen Pfand bzw. Becherrücknahme müsste wahrscheinlich bei der BRN das Ortnungsamt festlegen. Ob die das können entieht sich meiner Kenntniss. Beim Hechtfest gibt es keine einheitlichen Becher, dort funktioniert es so, das der Veranstalter die Pfandhöhe vorschreibt und das jeder Stand seine eigenen Becher zurücknehmen muss. Gefällt nicht allen Gästen, funktioniert aber ganz gut. Einziges Manko als Stand ist, das man reichlich Kleingeld vorhalten muss.

  10. Mirko S
    27. Februar 2013 at 23:02

    Also, wie ich gestern abend schon vorschlug, eine Erfahrung vom Sziget-Festival, mittlerweile hundertfach kopiert:

    *Bechersammeln muss sich lohnen*

    Für soundsoviel gesammelte Becher gibts ein Freibier
    Für noch mehr ein T-Shirt
    Für noch noch mehr ein Ticket fürs Festival (ist bei der BRN erstmal unerheblich)

    Da laufen dann Freaks durch die Gegend mit einer (bspw. bis zu 15m) langen „Schlange“ von ineinander gestapelten Bechern, das ergibt obdrein ein lustiges Bild, zumal wenn die Sammler dann selbst noch paar Biere intus haben und versuchen die „Schlange“ im Zaum zu halten…

    Die Ausgestaltung der „Preise“ ist variabel. Ähnlich wie beim Pfandkasten ist das eine Umverteilung und funktioniert quasi von allein.

    Dazu müssten die Standbetreiber der kleinen Plasteungetüme beitragen und entsprechende Souvenirs/Merchandising oder was weiß ich zur Verfügung stellen. Bislang hauen viele profitsüchtig und ohne sich nen Kopp zu machen die Plastemonster einfach raus, schnurzegal, wer es wegräumt und wie es aussieht.

    Dann bräuchte es noch eine (oder mehrere) zentrale Annahmestellen unabhängig von den Ständen freilich.

    Wäre einen Versuch wert. Oder es kommt irgendwann die Stadtverwaltung auf die Idee und dann gibts neben dem Glasverbot auch noch das Einwegbecherverbot, das würde die Standbetreiber deutlich härter treffen… Bissel Vernunft unter uns können wir schon walten lassen.

  11. 28. Februar 2013 at 08:49

    Maria, Deinen Vorschlag finde ich am Besten! Mit den entsprechenden Ankündigungen wäre das eine ideale Lösung um die ganzen Alkoholdeppen von vornherein ein wenig auszubremsen. „Was, keinen Becher mit? Tut mir leid, dann gibt es für Dich nix!“ Volksfest adé!

    Also Schwafelrunde: Ich schließe mich Marias Vorschlag an, eine Genehmigung zum Getränkeausschank sollte nur erhalten, wer in von den Gästen mitgebrachte Gefäße schütten will. Entsprechende Aufforderungen zum Mitbringen eigener Trinkgefäße sollten auf Plakaten etc. stehen. Kneipen mit ‚immobilen‘ Gefäßen kann man ja von der Bedingung ausnehmen.

  12. E-Haller
    28. Februar 2013 at 11:58

    @ Peter Macheli: das geht aus hygienischen Gründen wohl kaum. Man darf ja auch nicht die Tupperdose über die Fleischtheke reichen. Außerdem findet sich dann schnell der „Becherverkäufer“ als Marktlückennutzer – 1 Euro für den Plastebecher, den es im EK für einen Bruchteil davon gibt…

  13. Melinda M
    10. März 2013 at 10:21

    Ich sehe zwei Probleme bei der Lösung mit Becherpfand. Zum Ersten entsteht ein Problem, wenn man mehr Becher annimmt, als man ausgibt. Wenn man zentral steht, wird dort auch ein größerer Rückgabeandrang sein. Die Frage ist, wie hält man das in Waage, sodass kein Stand extrem benachteiligt wird? Und zweitens müsste man ausgefallene, eigentlich sogar einzigartige Becher verwenden. Sonst rennen die Leute dann in den Baumarkt und kaufen sich die verwendeten Becher für einen Bruchteil, um den teuren Pfand zu kassieren.
    Ich glaube trotzdem, dass der Aufwand für eine gute Becherlösung immer noch besser ist, als der Bechermüll auf den Straßen.

  14. Roberto
    24. April 2013 at 13:27

    @ Melinda M:

    Gemeinsame Pfandsysteme laufen parallel neben dem individuellen Buchungssystemes eines Standes und verursachen keine Kosten. Bspw. kaufst du von einer zentralen Pfandstelle 1000 Becher für 1.000€. Du besitzt am Ende der Veranstaltung 800 Becher und verkaufst diese für 800€ an die Pfandstelle zurück. Die 200€, die dir jetzt fehlen, hat ja der Kunde bezahlt, indem er dir je 1€ pro Becher Pfand gegeben hat. Andersherum ist es dasselbe: Du hast am Ende der Veranstaltung 1200 Becher und erhältst dafür 1.200€. Die 200€ sind kein Gewinn, die hast du ja dem Kunden gegeben. Ein Nullsummenspiel sozusagen.

    Der Schwund an Bechern, der dabei entsteht (es gehen immer mehr Becher raus als rein), realisiert bei der zentralen Pfandstelle Gewinne. Da der Pfandschlupf aber relativ gering ist (in Dtl. z.Zt. ca. 2%), ist dieser nicht so hoch, um die Becher zu finanzieren. Die Kosten für photobedruckte Pfandbecher ab 10.000 Stück liegen so bei ca. 80cent/Becher. Das bedeutet, irgendjemand müsste die Becher finanzieren, ohne die Aussicht auf Amortisierung der Investition. Daran wird es dann vermutlich scheitern…

    • 24. April 2013 at 14:22

      Das zum einen, zum anderen müssten die Standbetreiber am Anfang eine relativ hohe Summe aufbringen. Zum Vergleich: 1.000 0,3-Liter-Becher kosten zwischen 30 bis 40 Euro.

  15. Roberto
    24. April 2013 at 15:56

    Ups, das hatte ich gar nicht berücksichtigt. Das würde aber auf alle Fälle den Nicht – Gewerbetreibenden das Rückgrat brechen; wer hat schon einen Schein als Spielgeld einfach so übrig…

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